Wenn Sie sich für ein neues Schutzblech entschieden haben oder erstmalig einen Spritzschutz an Ihrem Bike montieren, soll das häufig so schnell wie möglich nach Lieferung geschehen. Zum Glück ist die Montage auch für Anfänger gut zu bewältigen. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung, um Ihr Gravel Bike optimal auszustatten. Egal, ob du mit einem E-Bike oder einem Bio-Bike unterwegs bist, Schutzbleche sind in den kalten und nassen Jahreszeiten, Winter und Herbst, unersetzlich. Gerade als Fahrrad-Pendler kann man sich das Wetter nicht immer aussuchen. Schutzbleche halten auf den vom Regen getränkten Straßen das Spritzwasser und den Dreck ab. Wird der Regen aber zu heftig oder die Straße zu nass, können Schutzbleche an ihre Grenzen kommen.
Vorbereitung
Als erstes überprüfen Sie bitte Ihre Lieferung auf Vollständigkeit. Ist eine Montageanleitung beigelegt, lesen Sie sich diese vorab schon einmal gut durch um sich einen Überblick zu verschaffen. Stellen Sie Ihr Fahrrad so bereit, dass Sie von allen Seiten ausreichend Platz zum Arbeiten haben.
Montage von SKS Bluemels Schutzblechen
Leider bietet der Hersteller SKS für seine Bluemels-Serie (Schutzbleche für die Festmontage) derzeit keine detaillierte Anleitung an. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Schritte:
- Mit der Befestigungsschraube fixieren Sie das Schutzblech am Rahmen (unten, auf Höhe des Tretlagers). Zunächst locker mit der Hand, dann mit dem bereitgelegten Innensechskantschlüssel fester nachziehen.
- Die nach oben stehende Lasche der Schiebebrücke befestigen Sie nun mit der mitgelieferten Schraube und einer Unterlegscheibe an der Rahmenverbindungsstelle. Zunächst locker mit der Hand festziehen, dann mit einem Innensechskantschlüssel fester nachziehen.
- Mit der Befestigungsschraube werden die drei Komponenten (Rahmen, V-Streben, Gepäckträgerhalter) zusammen fixiert, zunächst locker per Hand, dann mit dem Innensechskantschlüssel fester.
- Die Bundbolzen werden von innen nach außen durch die Festbrücke am Schutzblech gesteckt (siehe Punkt 4) und mit der Mutter, zunächst sehr locker per Hand, gesichert.
- Mit einer Hand drücken Sie nun das SKS Schutzblech so dicht wie gewünscht an den Reifen und halten dieses fest.
Wenn Sie das Hinterradschutzblech erfolgreich montiert haben stellt das Anbringen des vorderen Spritzschutzes gewiss kein Problem mehr für Sie dar. Sie verfahren mit dem Befestigungsmaterial ebenso wie beim Hinterrad. Die V-Streben werden an der Vorderradgabel befestigt, die Schiebebrücke mit dem Schutzblech an der Gabelbrücke. Dank Ihres neuen Schutzblechs sind Sie und Ihre Kleidung nun vor größeren Verunreinigungen durch hochschleudernden Regen, Matsch und Dreck geschützt.
Fahren Sie einige Probekilometer. Nach einer Weile sollten Sie, wie immer nach Montagen oder Reparaturen, noch einmal alle Schrauben überprüfen und gegebenenfalls nachziehen.
Montage von CUBE Acid MTB-Schutzblechen
Dieser Artikel erklärt die Montage von CUBE Acid MTB-Schutzblechen an den Aluminium-Hardtails wie z.B. Reaction, Attention oder Access Modellen. Im Wesentlichen haben alle MTB-Aluminiumrahmen von CUBE die gleiche Aufnahme, sodass diese Anleitung für diese Modelle zutrifft.
Varianten der Schutzbleche
CUBE bietet die Acid MTB-Schutzblechsets in zwei Breiten an. 65 Millimeter Breite eignen sich für Hardtails ohne Motor und 75 Millimeter passen am besten zu E-Bikes. Zusätzlich zu den beiden Breiten stehen noch zwei Befestigungs-Optionen zur Auswahl. ST- und BB Mount stehen als Kürzel für “Seat Tube”, also Sitzrohr-, und “Bottom Bracket”, also Tretlageraufnahme.
Um zu prüfen, welche Variante du für dein Bike benötigst, musst du checken, ob sich zwischen den beiden Kettenstreben im Tretlagerbereich eine Gewindeaufnahme befindet. Ist diese vorhanden, passt das BB Mount-Schutzblech. Fehlt das Gewinde an der Stelle, musst du das ST-Mount Schutzblech verwenden.
Montage Schutzblech vorne
Wir fangen mit der Montage des vorderen Schutzblechs an. Da die meisten Mountainbike-Gabeln keine Möglichkeit bieten, das Schutzblech an der Gabel zu verschrauben, liegen dem Schutzblech-Set gummierte Halterungen bei, die an der Krone und den Holmen der Gabel befestigt werden.
Oben ist das Schutzblech simpel und effektiv mit zwei Kabelbindern und einer Gummilasche an der Gabelkrone fixiert. Damit das Ganze ordentlich aussieht, solltest du die Köpfe der Kabelbinder am besten so weit wie möglich nach hinten schieben.
Um die Verstärkungsstrebe am Schutzblech befestigen zu können, musst du am unteren Ende einen kleinen Clip in das Schutzblech drücken. Durch eine 90 Grad Drehung schnappt die Strebe in die Halterung des Clips.
Zwei Klemmen dienen zur Fixierung der Strebe an den Holmen der Gabel. Damit das Schutzblech im richtigen Abstand zum Reifen sitzt, muss die Länge der Strebe angepasst werden. Taste dich am besten Schritt für Schritt an die korrekte Länge der Streben heran.
Im Optimalfall hast du eine Eisensäge zuhause, mit der du die Streben kürzen kannst. Im Notfall funktioniert auch ein Bolzenschneider, doch Vorsicht! Schütze deine Augen vor den Enden der Streben, die du abtrennst. Ein wenig Toleranz zur Verstellung der Streben ist zwar in den beiden Klemmen vorhanden, allerdings solltest du relativ genau arbeiten und auf keinen Fall zu viel abtrennen.
Montage Schutzblech hinten
Für die Montage des hinteren Schutzblechs werden ein paar mehr Werkzeuge und handwerkliches Geschick gefordert, doch wenn du dieser Anleitung folgst, sollten auch diese Schritte keine große Herausforderung sein, selbst wenn du ungeübter Schrauber bist. Im ersten Schritt wird das Schutzblech im Tretlagerbereich montiert. Jetzt kommen die beiden verschiedenen Varianten ins Spiel. BB-Mount wird mit einer Schraube im Tretlagerbereich angebracht und ist damit direkt in der richtigen Position. Bei der ST-Variante wird ein halbrunde Schelle ins Schutzblech geklipst, die wiederum mit einem Gummi um das Sitzrohr fixiert wird.
Beim ST-Mount ist die richtige Höhe der Befestigung zu beachten, da ein zu niedrig angebrachtes Schutzblech bei der Montage eines Gepäckträgers zu Problemen führen kann. Als Richtwert würden wir empfehlen, dass der Gummi des unteren Halters knapp oberhalb der Flaschenhalterschrauben liegt.
Möchtest du keinen Gepäckträger montieren, werden als nächstes die Halter für die Verstärkungsstrebe montiert. Diese werden von innen in die Ausfallenden des Bikes geschraubt. Damit du diesen Schritt problemlos durchführen kannst, solltest du das Hinterrad ausbauen. Sind die beiden Halter montiert, muss das Hinterrad wieder eingesetzt werden. Wie beim vorderen Schutzblech, justierst du nun wieder die Länge der Streben. Achte dabei auf einen gleichmäßigen Abstand zwischen dem Reifen und Schutzblech.
Du musst die Streben noch nicht mit den Schrauben klemmen, denn das Schutzblech muss für die weitere Montage noch einmal vom Bike entfernt werden. Nun fehlt nur noch die Verbindung zur Brücke an den Sitzstreben. Im Lieferumfang sind einige Adapter und Abstandshalter für die unterschiedlichen Rahmengrößen enthalten. Nachdem das Schutzblech schon an den beiden anderen Punkten fixiert ist, kannst du nun ausprobieren, welcher Adapter am besten zwischen Schutzblech und Aufnahmepunkt am Rahmen passt. Mit einem Bleistift machst du dir nun eine Markierung, wo der Abstandshalter sitzt, damit du an der richtigen Stelle bohren kannst.
Demontiere das Schutzblech jetzt noch einmal. Mit einem 5 Millimeter Bohrer solltest du jetzt so mittig wie möglich an der markierten Stelle durch das Schutzblech bohren. Denk daran: Besser zweimal messen als zweimal bohren.
Zur Verschraubung in der Brücke zwischen den Sitzstreben musst du den kleinen Würfel inklusive Mutter in die vorgesehene Fassung schieben. Nun kannst du das Schutzblech an allen Stellen am Rahmen verschrauben.
Spezielle Systeme: MonkeyLink
Einfacher geht es kaum: Per Klicksystem lassen sich Anbauteile ganz leicht und unkompliziert befestigen und entfernen. MonkeyLink ist ein frei erhältliches System. Hier bei RADONLINE findet ihr alle Artikel zu MonkeyLink. Einfacher kann man sein Fahrrad kaum nachrüsten wie mit MonkeyLink.
Magnetisch mit dem BlueDock verbunden und über die intuitive Arretierung fixiert, sorgen Beleuchtungskomponenten und Radschützer mit integriertem Rücklicht für Sicherheit im Straßenverkehr. Auch herkömmliche Fahrräder profitieren von der smarten Verbindung. Mit nur wenigen Einzelteilen ist eine Nachrüstung auf den MonkeyLink Standard jederzeit problemlos möglich.
Mit dem innovativen MonkeyLink-System können 2-Komponenten-Radschützer einfach und sicher befestigt werden. Magnetische Halterungen machen die Montage kinderleicht. Wie von selbst stellt MonkeyLink die Verbindung zwischen Bike und Anbauteil her - magnetisch, schnell, einfach intuitiv. Ein unbeabsichtigtes Lösen während der Fahrt ist ausgeschlossen.
Mit der MonkeyLink-Rechargeversion profitieren auch herkömmliche Fahrräder von der smarten Verbindung. Die MonkeyBottle wurde so konzipiert, dass es dem Radfahrer deutlich einfacher macht, die Wasserflasche am Fahrrad anzubringen und zu entfernen.
Allgemeine Tipps zur Montage von Schutzblechen
Nicht jedes Schutzblech passt zu jedem Bike. Und auch die Montage der Radschützer ist trickreich: Mit diesen Tipps finden Nachrüst-Bleche soliden Halt.
- Ermitteln Sie zunächst die Stelle, an der sich die Schutzblechstreben abstützen. Kleben Sie zähe Schutzfolie darauf, um Lack und Rahmenmaterial vor Abrieb zu schützen.
- Bei pulverlackierten Rahmen muss man offene Gewinde häufig erst nachschneiden. Eingedrungener Lack überlagert die Gewindegänge im Metall.
- Geben Sie einen Tropfen Schraubenkleber, mittelfest, auf das Schraubengewinde, wenn es sich um Rahmengewinde handelt. Der Kleber hindert die Schraube daran, sich selbsttätig zu lockern.
- Montieren Sie Kunststoff-Strebenfüße immer mit beidseitigen Beilagscheiben. Die verteilen den Druck besser. Sonst besteht die Gefahr, dass der Kunststoff bei zu hohem Drehmoment reißt.
- Benutzen Sie möglichst selbstsichernde Muttern für die Montage an Rahmenelementen. Deren Kunststoffring verhindert, dass sich die Verschraubung durch Vibrationen wieder aufrüttelt. Platzieren Sie zwischen Schraubenkopf, Strebenfassung und Rahmen je eine Beilagscheibe. Das verteilt den Anpressdruck und sorgt für eine stabile, materialschonende Verbindung.
- Befestigen Sie Schutzbleche zunächst nur handfest an ihrer höchsten Stelle an Rahmen oder Gabel. Dann lässt sich die Parallelität zum Reifen und die Strebenlänge feinfühliger ausrichten.
- Komfortabel sind die variablen Strebenklemmungen von SKS: Eine Schraubschelle erlaubt die exakte Längsjustierung der Streben in der Fassung und damit die exakte Ausrichtung des Blechs zur Reifenoberfläche.
- Stecken Sie zum Ausrichten des Blechs die Streben zunächst nur lose in die Fassung am Ausfallende. Regulieren Sie Distanz und Winkel des Blechs zum Reifen und fixieren Sie dann die Strebenfassung.
- Steht die Strebenlänge endgültig fest, kürzen Sie den Überstand an der Klemmschelle. Bei dünnen Alustreben genügt ein Seitenschneider, dickere Stahlstreben längt man mit der Metallsäge ab.
- Das Blech soll auf ganzer Länge einen kontinuierlichen Abstand von mindestens 15 Millimetern parallel zum Reifen haben.
Schutzbleche am Rennrad: Streben für Stabilität
Das wichtigste Kriterium ist und bleibt der Schutz vor Spritzwasser - und zwar vor dem, das von den Reifen aufgewirbelt wird. Deshalb ist nur ein langes Schutzblech ein guter Schmutzschutz. Wenig überraschend schneiden deshalb die festmontierten Modelle besser ab, weil sie länger sind als Steckbleche und dank stabiler Befestigung auch auf ruppigem Terrain an Ort und Stelle bleiben. “Das ist für uns entscheidend”, sagt Sven Kordes, Chefentwickler bei Zubehörspezialist SKS Germany. Denn: “Ein Schutzblech, das ständig klappert, will ich nach fünf Minuten wieder abmontieren.”
Steckbleche, die erst nach 20 Minuten Gefummel startklar sind, bleiben erfahrungsgemäß in der Garage. Das Anbringen fest montierter Bleche erfordert mehr Zeit - kann einen aber auch zur Weißglut treiben, wenn Montageteile und Befestigungspunkte nicht zusammenpassen. Dann heißt es Improvisieren.
Kaum Unterschiede gibt es hinsichtlich des Materials: Kunststoff ist Trumpf. Optik der Schutzbleche: Dass Schutzbleche von vielen Rennradlern nach wie vor kritisch beäugt werden, wundert SKS-Entwicklungsleiter Kordes nicht. “Der Rennradfahrer möchte sein meist teures Rad auf ein Minimum reduziert haben. Das Schutzblech darf deshalb eigentlich gar nicht auffallen”, sagt er und ergänzt augenzwinkernd: “Ein Porsche-Fahrer montiert ja auch keinen Dachträger an sein Auto.”
Test-Fazit zu den Rennrad-Schutzblechen
Steckbleche sind in der Regel schnell montiert und leicht, eignen sich aber eher für gelegentlichen Einsatz bei Nässe. Wer unabhängig von der Wettervorhersage Rad fahren will, sollte zu fest montierten Blechen greifen. Mit den Besten bleiben Rücken und Füße auch bei längeren Regenfahrten trocken. Die Montage kann allerdings zur Geduldsprobe werden. Wichtig vor dem Kauf: Befestigungspunkte am Rad checken!
Kategorie 1: Schutzbleche mit fester Montage
Unsere vier Modelle bieten allesamt einen guten Nässeschutz. Die Montage ist allerdings etwas aufwendig und erfordert Geschick.
Alle fest zu montierenden Schutzbleche aus unserem Test schützen gut bis sehr gut vor Nässe. Am besten gelingt das den Specialized Dry-Tech Fender - kein Schutzblech-Set umschließt die Laufräder auf größerem Umfang als das der US-Amerikaner. Dadurch schützt man nicht nur die eigenen Füße und den Rücken zuverlässig, beim Windschattenfahren behält auch der Hintermann den nötigen Durchblick.
Die robusten Aluminium-Bleche sind mit 80 Euro aber auch die mit Abstand teuersten Modelle im Test. Das in drei Größen erhältliche Set bietet Platz für bis zu 55 Millimeter breite Reifen - damit eignet es sich auch für Gravelbikes. Knapp dahinter reihen sich die ebenfalls in drei Varianten erhältlichen Bontrager NCS ein. Mit mehr als 600 Gramm sind diese zwar das schwerste Set im Test, doch darauf sollte man bei Schutzblechen nicht allzu großen Wert legen, sie bleiben ja in der Regel nicht dauerhaft am Rad.
Die schlechteste Gesamtnote bei den festen Schutzblechen geht an die Procraft Rainbow. Sie haben uns bei der Montage am meisten Geduld abverlangt. Zwar mussten wir auch bei den Schmutzfängern von Bontrager und SKS zum Bolzenschneider greifen, um die Streben zu kürzen, bei Procraft erwiesen sie sich allerdings als besonders widerspenstig. Außerdem sind die Kanten der Schützer kaum gerundet, der Kunststoff ist insgesamt sehr weich. Hier punkten die tadellos verarbeiteten SKS Bluemels Shiny 35. In Sachen Sicherheit bieten die Schützer von Procraft und SKS einen Auslösemechanismus: Verfängt sich ein Zweig zwischen Schutzblech und Rad, entkoppeln sich die Streben, damit das Rad nicht blockiert. Den Schmutzfängern der beiden US-amerikanischen Hersteller fehlt diese Lösung.
Alle getesteten Rennrad-Schutzbleche zur Festmontage
| Hersteller | Modell | Preis | Breite | Gewicht | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|
| Bontrager | NCS | 50-60 Euro | 25, 35, 45 Millimeter | 617 Gramm | Die glänzenden Kunststoff-Bleche lassen sich relativ schnell montieren, die Streben können einfach angepasst werden. Schwerstes Set im Test. |
| Procraft | Rainbow | 36 Euro | 35, 45, 50 Millimeter | 454 Gramm | Bei der Montage ist auch wegen der knapp gehaltenen Anleitung Geduld gefragt. Ist das glänzende Kunststoff-Set dann aber am Rad angebracht, erfüllt es seinen Zweck und schützt vor Spritzwasser. |
| SKS | Bluemels Shiny 35 Black Set | 26 Euro | 28 Millimeter | 474 Gramm | Tadellos verarbeitet, mit Sicherheits-Clip zum Lösen der Streben. Kritikpunkt: Die Strebenlänge am hinteren Schützer war bei der Montage am Testrad weitgehend ausgereizt. |
| Specialized | Dry-Tech Fender | 80 Euro | 35, 42, 55 Millimeter | 595 Gramm | Der Testsieger schmiegt sich weit um den Reifen und bietet einen exzellenten Spritzschutz. hochwertig verarbeitet. Vergleichsweise schwer und relativ teuer. |
Kategorie 2: Rennrad-Schutzbleche zur schnellen Montage
Nicht alle Schutzblech-Modelle schützen ausreichend vor Nässe und Schmutz. Die Anbringung ist dagegen unkomompliziert und schnell erledigt.
Im Gegensatz zu den festmontierten Schutzblechen muss man bei den Schnellmontage-Modellen kleinere Abstriche beim Nässeschutz in Kauf nehmen. Am besten schneiden hier die SKS Speedrocker ab, die Reifen bis zu 42 Millimeter umschließen und laut Herstellerangaben speziell für Gravelbikes entwickelt wurden. Auch die BBB SlimGuard halten einen trocken - allerdings mit Einschränkungen. Der Grund: Die Schmutzfänger passen ausschließlich an Felgenbremsen-Räder mit einfachem Bremsbolzen, sind nur für Reifen bis maximal 28 Millimeter geeignet und benötigen genügend Freiraum zwischen Sitzrohr und Reifen.
Nur bedingt empfehlenswert sind die - nur einzeln erhältlichen - Gravelhugger von Mudhugger. Das hintere Blech schützt aufgrund der Befestigung an den Sitzstreben nur Po und Rücken. Füße und Antrieb bekommen ordentlich Spritzwasser und Dreck ab - außer man ist zum Improvisieren bereit und verlängert das Schutzblech selbst.
Die Befestigung mit Gummiringen und Kabelbindern ist simpel, dafür geht sie am schnellsten. Besser gefiel uns die Befestigung der Crud Roadracer MK3. Dank eines äußerst stabilen und klebbaren Klettverschlusssystems lässt sich das Schutzblech-Set an nahezu jeder Rahmenform anbringen und mühelos ausrichten. Leider wirkt der Kunststoff billig und ist vergleichsweise weich. Mit 248 Gramm sind die Roadracer dafür das leichteste Set im Test.
Alle getesteten Rennrad-Schutzbleche zur Schnellmontage
| Hersteller | Modell | Preis | Breite | Gewicht | Fazit |
|---|---|---|---|---|---|
| BBB | SlimGuard | 50 Euro | 28 Millimeter | 365 Gramm | Die schmalsten Schutzbleche im Test lassen sich nur an Bremsbolzen und Schnellspannachse anbringen. Bei Aero-Rennern muss man auf das Steckblech zwischen Sitzstrebe und Sitzrohr wegen des fehlenden Freiraums verzichten. |
| Crud | Roadracer MK3 | 40 Euro | 38 Millimeter | 248 Gramm | Das lange vordere Schutzblech schützt gut vor Nässe, das assymetrische hintere hält den Antrieb relativ trocken und sauber. Abzüge gibt es wegen des Materials, der Kunststoff wirkt billig und ist vergleichsweise weich. |
| Mudhugger | Gravelhugger Front & Rear | 56 Euro | 50 Millimeter | 262 Gramm | Bis zu 50 Millimeter breite Schlappen haben unter den Kunststoff-Blechen Platz; wenig Nässeschutz, vor allem hinten, weil das Schutzblech nur bis zu den Sitzstreben reicht. Sehr einfach zu montieren. |
| SKS | Speedrocker | 50 Euro | 42 Millimeter | 415 Gramm | Empfehlung vor allem für Gravelbikes. Vielfältig einstellbar, guter Spritzschutz. Vergleichsweise schwer. |
Montage-Tipps für Rennrad-Schutzbleche
Keine Eile, bitte: Die Montage fester Schutzbleche am Rennrad braucht Zeit, weil oft individuelle Anpassungen erforderlich sind. Aber auch der Anbau von Steckblechen zur gelegentlichen Nutzung will vorbereitet sein.
Richtige Breite der Schutzbleche
Als Faustformel für die passende Breite eines Schutzbleches empfiehlt sich an beiden Rändern je ein halber Zentimeter Überstand. Für 28-Millimeter-Pneus sollte das Schutzblech demnach rund 38 Millimeter breit sein. Gleichzeitig müssen Sie darauf achten, dass die Schmutzfänger noch durch die Streben beziehungsweise Gabel passen.
Abstand halten
Die Schutzbleche sollten mindestens einen Zentimeter Abstand vom Reifen haben, vor allem bei grobstolligem Profil, damit aufgewirbelte oder im Profil steckende Steine sich nicht verklemmen können.
Befestigungspunkte überprüfen
Vor dem Kauf von passenden Schutzblechen sollten Sie Ihr Rennrad hinsichtlich möglicher Befestigungspunkte unter die Lupe nehmen. Vor allem Gravelbikes verfügen inzwischen zwar über entsprechende Montageösen, die aber nicht zwingend an der richtigen Stelle sitzen.
Schutzfolie verwenden
Bei vielen Schmutzfängern zur Schnellmontage zählt eine Schutzfolie zum Lieferumfang. Diese sollten Sie zwischen Schutzblech und Rahmen/Gabel anbringen, um den Lack zu schonen.
Passendes Werkzeug
Insbesondere bei Festmontage-Schutzblechen sollten Sie daran denken, dass die Streben möglicherweise mit einem Bolzenschneider oder einer kleinen Eisensäge gekürzt werden müssen.
Vorsicht bei der Anpassung
Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie die Streben erst kürzen, nachdem die Schutzbleche endgültig montiert sind und Sie den Reifenfreigang überprüft haben. Andernfalls lassen sich diese möglicherweise nicht mehr am Rahmen befestigen. Um sich an den scharfen Enden nicht zu schneiden, können Sie diese mit Kunststoffkappen abdecken.
Weitere Tipps zu Rennrad-Schutzblechen:
- Schellen zum Nachrüsten: Befinden sich an Ihrem Rennrad keine Befestigungsösen, können Sie den Rahmen mit speziellen Schellen nachrüsten. Messen Sie vor dem Kauf unbedingt die Rohrdurchmesser.
- Spritzschutz verlängern: Um den Nässeschutz am Vorderrad zusätzlich zu erhöhen, können Sie sich selbst einen Spritzlappen basteln. Hierfür eignet sich beispielsweise ein alter Reifen. Markieren Sie die notwendigen Löcher, falten Sie den Reifen an der markierten Stelle über Kreuz und schneiden Sie die Ecke ab. Abschließend befestigen Sie den Lappen mit Kabelbindern am Schutzblech. Der Schützer sollte rund zehn Zentimeter über dem Boden enden.
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