Was einst nach staubigen Abenteuern und Lagerfeuer-Romantik klang, hat sich still und leise in die Pole Position des modernen Radsports geschoben. Gravel-Racing ist raus aus der Nische, rein ins Rampenlicht - und wer glaubt, hier geht’s noch um entspannte Ausfahrten im Flanellhemd, hat die letzten drei Jahre verschlafen.
Spätestens seit dem Start der UCI Gravel World Championships und den letzten Jahren bei Unbound und The Traka ist klar: Das hier ist Rennsport mit allem, was dazugehört. Und auch die Bikes ziehen bei diesem Trend mit. Fast jeder Hersteller teilt sein Gravel-Line-up inzwischen sauber auf: Adventure-Gravel für Bikepacking - optimiert für Langstrecke sowie Komfort - und Race-Gravel für alle, die nach Performance und schnellen Bikes suchen.
Denn auch die Rennen selbst könnten unterschiedlicher kaum sein - von flachen Highspeed-Kursen auf Hardpack bis zu ruppigen Steinfeldern mit Matsch und Tragepassagen. Von Ultra-Endurance bis drei Stunden All-Out. Das stellt enorme Anforderungen an Mensch und Material - und sorgt dafür, dass das Angebot an Race-Gravel-Bikes immer heterogener wird.
Da kaum ein professioneller Gravel-Racer mit einem Rad von der Stange an den Start geht und wir das Maximum an Performance herauskitzeln wollen, haben wir einige Custom-Aufbauten im Testfeld. Eins ist jedenfalls klar: Es geht um Sekunden, um Taktik, um Präzision. Und wer auf dem Podium landen will, braucht das perfekte Setup - keinen Kompromiss, sondern ein Werkzeug, das exakt auf das Terrain abgestimmt ist.
Und gerade weil der Sport noch jung ist, erleben wir eine Phase, in der Innovation greifbar wird: Überall entstehen clevere technische Lösungen für sehr spezifische Probleme. Das Segment erfindet sich quasi mit jedem Rennen ein Stück weit neu - und genau das macht es so spannend zu beobachten. Gravel-Racing ist in Bewegung.
Und weil Gravel-Racing eben so vielseitig ist, braucht es auch eine Teststrecke, die genau das fordert. Keine Theorie, kein Labor und kein Schotter-Romantik-Klischee, sondern ein für die Gravel-WM würdiges Terrain. Also haben wir unsere Bikes dorthin geschickt, wo Gravel und Grandezza aufeinandertreffen: nach Nizza, an die Côte d’Azur.
Was vielen UCI-Gravel-Athleten und -Athletinnen in diesem Jahr verwehrt blieb, durften wir mit unseren Testbikes in vollen Zügen erleben: Gravel-Racing in seiner schönsten Form - rund um Nizza, zwischen Alpenausläufern und azurblauem Mittelmeer. Warum die UCI ihre ursprünglich angekündigte Gravel-WM an der Côte d’Azur doch wieder abgesagt hat, bleibt ein Rätsel. Unsere Teststrecke war eine epische Bühne für moderne Race-Gravel-Bikes.
Weiße Schotterpisten, serpentinenartige Anstiege mit Blick aufs Meer, technische Abfahrten durch Pinienwälder, lose Steinpassagen und flowige Highspeed-Abschnitte. Die Bedingungen hätten also kaum besser sein können, um das Material an die Grenzen zu bringen. Auf Asphalt, Hardpack, feinem Gravel, grobem Geröll und matschigen Trails mussten die Bikes zeigen, was in ihnen steckt - bergauf wie bergab, bei trockener Hitze sowie bei nasser Rutschpartie.
Steile Rampen forderten die Kletterqualitäten, enge Kurven das Handling und schnelle Abfahrten die Laufruhe. Flachstücke verlangten nach Aero-Effizienz, wellige Passagen nach Rhythmus. Hier musste jedes Bike zeigen, wie es mit wechselndem Terrain, Wetter und Tempo klarkommt - keine Gnade, keine Ausreden.
Gut ist, was schnell ist und das Bike, das am Ende in den meisten Fahrsituationen die Nase vorne hat, gewinnt das Rennen um das beste Race-Gravel-Bike 2025. Aber klar: Nicht jede Strecke, nicht jeder Fahrstil verlangt dasselbe. Wer ausschließlich bei ruppigen Ultra-Rennen startet, wer alles auf Kletterleistung setzt oder Gravel-Rennen mit hohem Asphaltanteil bevorzugt, braucht möglicherweise etwas ganz anderes als den Testsieger.
Darum haben wir bewusst auch Spezialisten im Feld - Bikes, die in bestimmten Disziplinen brillieren und für manche von euch die bessere Wahl sein könnten.
Die wichtigsten Eigenschaften eines Race-Gravel-Bikes
- Handling: Handling ist beim Gravel-Race keine graue Theorie, sondern das, was zwischen Sieg und Staubfressen entscheidet. Wenn ihr im Pulk durch enge Kurven jagt, über lose Untergründe driftet und euer Puls schon im roten Bereich kreiselt, muss euer Bike reagieren - nicht morgen, sondern jetzt. Die besten Race-Gravel-Bikes schaffen es, ein lebendiges, agiles Lenkverhalten mit Laufruhe und einem intuitiven Handling zu kombinieren.
- Beschleunigung: Egal, ob beim Kampf um den besten Platz vor der Single-Track-Sektion, einer Attacke am Berg oder den letzten Metern vor der Ziellinie: Ein echtes Race-Gravel-Bike muss explosiv beschleunigen. Deshalb sind Zielsprints und Berg-Attacken ebenfalls Teil unseres Tests und genau hier zeigt sich, welches Bike die Power am effizientesten auf den Schotter bringt.
- Komfort: Komfort auf Race-Gravel-Bikes bedeutet nicht nur weniger Ermüdung, sondern auch bessere Performance über längere und härtere Strecken. Je nach Physis und Fitnesslevel unterscheiden sich die Anforderungen recht deutlich im Gegensatz zum Adventure-Gravel-Bike: Der Komfort darf nicht zu Lasten der Effizienz und des Handlings gehen.
- Vielseitigkeit: Moderne Gravel-Rennen fordern aber auch bei Amateuren alles ab: Material, Fahrtechnik und mentale Härte. Mal zählt maximale Kontrolle, Grip und Dämpfung. Mal gewinnt, wer jenseits der 35 km/h noch effizient Meter macht. Und manchmal braucht ihr einfach nur möglichst viel Reifenfreiheit, weil ein Drittel der Strecke zur klebrigen Matsch-Hölle mutiert ist. In diesem Vergleichstest suchen wir nach einem Bike, das in möglichst vielen Situationen performt.
- Design: Ein scharfes Design wirkt nicht nur bei Kontrahenten und im Publikum, sondern gibt auch euch das gute Gefühl, auf dem richtigen Bike zu sitzen - Mental-Doping sozusagen. Ob aggressiv und aero oder clean und klassisch ist am Ende eine persönliche Stilfrage. Trotzdem achten wir im Test auf stimmige Rahmenproportionen, eine cleane Integration und ein passendes Farbkonzept.
Entwicklung im Race-Gravel-Segment seit 2023
Zwei Jahre ist unser letzter großer Race-Gravel-Vergleichstest her - und seither hat sich das Segment in einem Tempo weiterentwickelt, das selbst die schnellsten Bikes alt aussehen lässt. Damals war Race-Gravel noch ein bunter Mix aus Allroad-, Crosser- und Adventure-Bike. Heute ist es eine knallhart fokussierte Disziplin, in der alles auf Speed, Präzision und maximale Effizienz ausgelegt ist. Allein die Zahlen zeigen, wie gewaltig der Sprung seit 2023 war:
- Die Reifenfreiheit ist im Schnitt von 43 auf 46 mm gewachsen - ein Plus von rund 7 %.
- Die tatsächliche Reifenbreite stieg von durchschnittlich 38 auf 42 mm, also ganze 10,5 % mehr Breite für Grip, Komfort und Rollwiderstand.
- Gleichzeitig purzelten die Kilos: Das Durchschnittsgewicht sank von 8,74 auf 7,98 kg - eine Reduktion um gut 8,7 %.
- Der Preis? Wortwörtlich hoch: Mit einem Durchschnittspreis von 9.512 € liegt das neue Testfeld satte 47 % über den 6.454 € von 2023.
Ausgewählte Race-Gravel-Bikes im Detail
3T Extrema Italia
Das 3T Extrema Italia ist kein Rad für halbe Sachen. Mit massiven Schwalbe G-One RX Pro-Reifen in 50 mm Breite, Aero-Rahmen im Carbon-Rohlook und kompromisslosem Setup bringt es echten Monstertruck-Vibe ins Race-Gravel-Game. Der Rahmen vereint Aerodynamik und Vielseitigkeit: schmales Steuerrohr, breites Unterrohr und dazu genug Montagepunkte für Selbstversorger-Rennen über die Langdistanz. Im Gelände zeigt das Extrema seine Stärken: unglaubliche Laufruhe, enormer Grip und Fahrstabilität auf jedem Untergrund. Der Antritt ist zwar eher gemächlich, doch wer Kontrolle und Komfort sucht, wird hier fündig.
Cannondale SuperX 2
Mit dem SuperX 2 bringt Cannondale ein topmodernes Race-Gravel-Bike an den Start - und bricht dabei radikal mit den wendigen Cyclocross-Genen des vorherigen SuperX. Wo das CX-Bike noch wendig und agil war, setzt das neue SuperX 2 voll auf Laufruhe, Stabilität und souveränes Handling. Besonders auf schnellen Abfahrten und rauem Terrain glänzt das Bike mit einer Gelassenheit, die Vertrauen schafft. Dank ausgewogener Geometrie, cleveren Flexzonen und viel Reifenfreiheit zieht das SuperX 2 auch im gröbsten Schotter ruhig seine Linie. Kombiniert mit dem aerodynamisch durchdachten Rahmenset inklusive Delta-Gabelschaft und integrierten Aero-Flaschen ist das SuperX 2 wie gemacht für lange, harte Gravel-Rennen.
Falkenjagd Aristos SL
Das Falkenjagd Aristos SL ist eine Ansage - und zwar eine aus Titan. Mit einem Preis von 13.327 € ist es das teuerste Bike im Race-Gravel-Test, doch hinter der Summe steckt weit mehr als bloßer Luxus. Der Rahmen aus leichtem Grade 5 Titan, kombiniert mit einer passenden Titan-Gabel und anodisierten goldgrünen Schriftzügen, verleiht dem Bike nicht nur eine außergewöhnliche Optik, sondern auch das Versprechen maximaler Haltbarkeit. Die Ausstattung ist ebenso exklusiv wie auffällig: Campagnolo Super Record Wireless, Fulcrum Sharq-Laufräder und ein sportliches Carbon-Cockpit der Schwestermarke Parapera bilden ein Paket, das kompromisslos auf Performance getrimmt ist. Auf der Rennstrecke überrascht das Aristos SL mit einem lebendigen, agilen Fahrverhalten, hohem Fahrspaß und viel Komfort.
MERIDA SILEX 8000
Das MERIDA SILEX 8000 bringt Adventure-DNA und Race-Ambitionen in einem Rahmen zusammen. Für unseren Test wurde es gezielt auf den Rennbetrieb getrimmt - mit schmalem Cockpit, schnellen MAXXIS Reaver-Reifen und sportlicher Sitzposition. Zwar bleibt es mit 8,96 kg das schwerste Bike im Vergleich, doch es punktet mit enormer Laufruhe und Stabilität, besonders auf groben Gravel-Passagen. Der lange Radstand, flache Lenkwinkel und die komfortable Geometrie machen das SILEX zum idealen Begleiter für lange Rennen, Ultra-Distanzen und Einsteiger, die ein gutmütiges, verzeihendes Handling suchen.
Parapera Anemos²
Mit nur 7,47 kg gehört das Parapera Anemos² zu den leichtesten Gravel-Bikes im Test - kompromissloser Leichtbau zieht sich vom Vollcarbon-Sattel über Schmolke-Stütze bis zu den teuren Lightweight-Laufrädern. Optisch ist das Bike ein Kunstwerk, technisch setzt es auf eine Campagnolo Super Record Wireless und eine schnelle Reifen-Kombi aus Schwalbe G-One R und RS Pro. Die Geometrie mit kurzem Radstand, steilem Lenkwinkel und den kürzesten Kettenstreben im Test sorgt für messerscharfes Handling, das auf feinem Untergrund enormen Fahrspaß bringt. Doch der Fokus auf Speed fordert Kompromisse: Die maximale Reifenfreiheit von 40 mm begrenzt Dämpfung und Traktion, auf rauem Terrain fehlt es an Reserven und Komfort. Das Anemos² ist kein Bike für grobes Gelände, sondern ein pfeilschneller Climber mit Race-DNA - ideal für harte Anstiege, Asphalt und feinen Schotter.
SCOTT Addict Gravel RC
Das SCOTT Addict Gravel RC ist zwar schon seit 2021 auf dem Markt, doch es zeigt im Test eindrucksvoll, dass es noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit seinem modernen Look, der auffälligen Lackierung und einem ausgewogenen Verhältnis aus Agilität und Stabilität liefert es genau das, was man sich von einem Race-Gravel-Bike erhofft. Schon auf den ersten Metern begeistert das SCOTT mit einem direkten, verspielten Handling, das enge Kurven und schnelle Richtungswechsel zum Vergnügen macht. Trotz seiner Spritzigkeit bleibt es auch bei höherem Tempo stabil, was besonders auf schnellen Abfahrten für Vertrauen sorgt. Die sportliche Geometrie lädt zum Angreifen ein, ohne den Fahrer zu überfordern - ein idealer Kompromiss aus Race-DNA und Alltagstauglichkeit. Auch wenn das 42 cm breite Cockpit nicht ganz ins Aero-Zeitalter passt, funktioniert es im Gesamtpaket tadellos. Ob schnelles Rennen, Gravel-Marathon oder einfach nur Spaß am Wochenende - das Addict Gravel RC liefert ab!
Superior XR 9.7 GF
Mit dem XR 9.7 GF bringt Superior ein echtes Allroad-Bike in den Race-Gravel-Vergleich - leicht, wendig und mit viel Fahrspaß. Für 4.899 € bietet es ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, doch im direkten Vergleich offenbaren sich klare Schwächen. Die Ausstattung mit Rennrad-Schaltgruppe, schmalen 35-mm-Reifen und Endurance-orientierten Laufrädern limitiert die Gravel-Race-Tauglichkeit deutlich. Zwar überzeugt das Bike auf Asphalt und leichtem Schotter mit agilem Handling, hoher Compliance und explosivem Antritt, doch auf ruppigem Untergrund fehlt es an Grip und Kontrolle.
Weitere Gravel Bike Kategorien und Modelle
Allroad Gravel Bikes
Allroad Gravel Bikes besitzen eine harmonische Geometrie, mit einer aufrechteren Sitzhaltung, die den Fahrkomfort auf längeren Touren verstärkt. Sie sind mit breiten Reifen ausgestattet, die jedoch in der Regel nur über ein minimales Profil verfügen - optimal für Kieswege, aber weniger geeignet für schlammige Bedingungen.
Die Allroad Gravel Bikes zeichnen sich durch ihre Agilität aus und bieten ein breites Übersetzungsverhältnis sowie Befestigungspunkte für Schutzbleche, was sie zur idealen Wahl für Ausflüge auf Feld- und Waldwegen macht.
Ghost Asket CF 30
Mit dem Ghost Asket CF 30 bringt Ghost sein erstes Gravel Bike mit Carbonrahmen auf den Markt - und bleibt dabei der eigenen Mountainbike-Tradition treu. Das lange Oberrohr, der flache Lenkwinkel und der große Radstand sorgen für eine ruhige, stabile Fahrt, die sich besonders auf anspruchsvollen Trails bewährt.
Cervélo Áspero
Mit dem neuen Cervélo Áspero bleibt der kanadische Hersteller seiner Linie treu: ein kompromisslos schnelles Race-Gravel-Bike mit optimierter Aerodynamik und hoher Vielseitigkeit. Die zweite Generation bringt vor allem Detailverbesserungen mit sich, ohne das Erfolgsrezept des Vorgängers zu verändern.
Scott Speedster Gravel 30
Das Scott Speedster Gravel 30 präsentiert sich als minimalistisches, robustes Gravel Bike für Performance-Fans, die Wert auf Funktionalität ohne unnötigen Schnickschnack legen. Ausgestattet mit robusten Schwalbe G-One Reifen und zuverlässigen hydraulischen Shimano BR-RX400 Scheibenbremsen ist es für anspruchsvolles Gelände und jede Jahreszeit gewappnet.
Gravel Bikes fürs Bikepacking und Abenteuerfahrten
Gravel Bikes fürs Bikepacking und ausgedehnte Reisen bestechen durch eine relativ aufrechte Sitzhaltung. Sie bieten eine robuste Rahmenstruktur und Optionen zur Anbringung von Gepäckträgern und Taschen. Ein niedriger Schwerpunkt fördert zudem die Stabilität während der Geländefahrt.
Die großzügig bemessenen Reifen mit einer Breite von 45 bis 50 Millimetern sorgen für einen hohen Fahrkomfort und Traktion auf unterschiedlichsten Untergründen. Hinzu kommt, dass die Vielfältigkeit der Schaltungskomponenten ein müheloses Schalten in diversen Terrainarten und Steigungsgraden ermöglicht, um eine effektive Fortbewegung zu gewährleisten.
Carver Gravel 230
Mit dem Carver Gravel 230 bringt der deutsche Hersteller ein vielseitiges Gravel Bike, das Komfort, Kontrolle und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis vereint. Der leichte Aluminiumrahmen überzeugt mit cleveren Dämpfungseigenschaften, die für ein angenehmes Fahrgefühl auf langen Touren sorgen.
Merida Silex 700
Das Merida Silex 700 überzeugt als vielseitiger Gravel-Allrounder, der sowohl komfortabel als auch spritzig ist. Mit einem Aluminiumrahmen und einer Carbon-Gabel kombiniert es Stabilität mit angenehmem Dämpfungsverhalten.
Giant Revolt Advanced Pro 1
Das Giant Revolt Advanced Pro 1 ist eine der vielseitigsten Optionen im Gravel-Bereich und kombiniert hohen Komfort mit sportlicher Agilität. Durch die Flip-Chip-Technologie am Hinterbau kann der Radstand verlängert und damit die Reifenfreiheit auf satte 53 mm erweitert werden - eine Seltenheit im Performance-Gravel-Segment.
Race Gravel Bikes
Das Gravel Race Bike wurde speziell für den Renneinsatz entwickelt. Das geringe Gewicht und die Aerodynamik sind vor allem dem Carbonrahmen und den Carbonfelgen zu verdanken.
Trek Checkmate SLR 7 AXS
Mit dem Trek Checkmate SLR 7 AXS bringt Trek erstmals ein reines Race-Gravel-Bike auf den Markt - und setzt damit auf eine konsequente Weiterentwicklung gegenüber dem nun eingestellten Checkpoint SLR.
Ridley ASTR RS
Das Ridley ASTR RS kombiniert die Race-DNA des Kanzo Fast mit der Vielseitigkeit des Kanzo Adventure und setzt neue Maßstäbe im Gravel-Rennsport. Mit einer Reifenfreiheit von bis zu 52 Millimetern, einer aerodynamischen Geometrie und einem leichten Rahmen ist es auf hohe Geschwindigkeit und effiziente Kraftübertragung ausgelegt.
Gravel Bikes unter 9 kg: Eine Übersicht
Entdecke die Leichtigkeit des Fahrens mit unseren Gravel Bikes unter 9 kg. Leichter Antritt: Jedes Gramm weniger macht sich beim Beschleunigen bemerkbar.
- Rahmenmaterial: Carbon- und Aluminiumrahmen sind am beliebtesten.
- Reifenfreiheit: Gravel Bikes haben meist ausreichend Platz für breitere Reifen (35-45 mm).
- Du liebst lange Touren: Komfort geht vor!
- Ja, denn Gravel-Reifen verfügen über ein groberes Profil für bessere Traktion auf losem Untergrund.
- Auf jeden Fall!
- Sie ist einfacher zu warten und leichter.
- Klar! Viele Modelle bieten Montagemöglichkeiten für Gepäckträger und Taschen.
Die leichtesten Gravel Bikes im Überblick
Hier ist eine Auswahl leichter Schotterrenner, die die magische Grenze von 9 kg unterschreiten:
| Modell | Gewicht (Größe M) | Antrieb | Laufräder | Reifen | Preis (ca.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Wilier Triestina Rave SLR ID2 | 7,85 kg | Sram Red XPLR 40T, 10-46T | Miche Graff Aero 48 | Vittoria Terreno T50, 50 mm | 9900 Euro |
| 1OF1 Aerogravel | 8,0 kg | Shimano Dura-Ace Di2, 50/34T x 11-34T | 1OF1 C.45 Disc SL Ceramic | Schwalbe G-One Allround, 45 mm | 9999 Euro |
| Megamo Silk 05 AXS | 8,7 kg | Sram Apex/X1 Eagle AXS, 10-52 | Fulcrum Rapid Red 300 | Pirelli Cinturato, 40 mm | 3999 Euro |
| Specialized Crux Expert | 8,07 kg (Größe 56) | Sram Rival XPLR eTap AXS, 1x12, 40T, 10-44T | Roval Terra C | Pathfinder Pro 2BR, 38 mm | 6000 Euro |
| Stevens Camino AXS | 8,5 kg (Größe L) | Sram Force AXS 1x12, 40T x 10-44T | Zipp 303S | Continental Terra Speed, 40 mm | 4399 Euro |
| Rose Backroad FF GRX RX825 Di2 | 8,2 kg | Shimano GRX Di2 2x12, 31/48T x 12-36T | Rose GC50 | Schwalbe G-One RS | 4799 Euro |
| Mondraker Arid Carbon RR | 8,6 kg | Sram Force AXS 1x12, 40T x 10-44T | Mavic Allroad Pro Carbon SL | Maxxis Reaver, 45 mm | 6499 Euro |
| Giant Revolt Advanced 0 | 8,3 kg | Shimano GRX820, 2x12, 48-31T x 11-36 | Giant CXR 2 | Cadex GX, 40 mm | 4499 Euro |
| Trek Checkpoint SLR 9 AXS | 8,1 kg | Sram Red AXS 1x12, 40T x 10-44T | Bontrager Aeolus RSL 37V | Bontrager GR1 Team Issue, 40 mm | 12.999 Euro |
| Pinarello Grevil F7 | 8,6 kg | Sram Force AXS XPLR, 42T x 10-36T | Most Gravel Carbon 45 | Vittoria Terreno T50, 45 mm | 7200 Euro |
| Cervélo Aspero-5 Ekar | 8,5 kg | Campagnolo Ekar 1x13, 38T x 9-42T | Fulcrum Rapid Red 300 | Panaracer Gravelking SK, 38 mm | 5999 Euro |
| Canyon Grail CF SLX 8 eTap | 8,14 kg | Sram Force XPLR eTap AXS/ 1x12, 40T x 10-44T | Zipp 303 Firecrest Hookless | Pirelli Cinturato Gravel RC, 40 mm | 5299 Euro |
| Orbea Terra M21e Team 1x | 8,4 kg (Größe L) | Sram Force AXS 1x12, 40T x 10-44T | Oquo RC25 | Pirelli Cinturato Gravel H, 40 mm | 5999 Euro |
| BMC Urs 01 One | 8,9 kg | Sram Red XPLR AXS 1x12, 38T x 10-52T Sram XX SL Eagle | Zipp 101 XPLR | WTB Raddler, 44 mm | 11.999 Euro |
| Cube Nuroad C:62 SLX | 8,1 kg | Sram Force AXS & XX SL Eagle 1×12, 40T x 10-52T | Newman Advanced SL X.R.25 | Schwalbe G-One R, 45 mm | 4299 Euro |
Bedeutung des Gewichts bei Gravelbikes
Das Gewicht eines Gravelbikes spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Performance und Vielseitigkeit geht. Sie sind so konzipiert, dass sie sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände bewähren. Dabei stellt das Gewicht einen entscheidenden Faktor dar, der sowohl die Effizienz als auch den Fahrkomfort beeinflusst.
Warum ist das Gewicht wichtig?
Ein leichteres Gravelbike ermöglicht besseren Vortrieb und eine höhere Effizienz beim Klettern. Besonders auf längeren Anstiegen und in technischem Gelände wird jedes eingesparte Kilogramm spürbar. Gleichzeitig reduziert ein geringes Gewicht die Gesamtbelastung, was vor allem bei mehrtägigen Bikepacking-Touren ein Vorteil sein kann. Auch bei Rennen oder ambitionierten Runden, bei denen jede Sekunde zählt, kann sich ein geringeres Gewicht auszahlen.
Die Wahl der Komponenten
Das Gewicht steigt oder sinkt durch die verwendeten Materialien und Komponenten. Rahmen aus Carbon sind in der Regel leichter als welche aus Aluminium und Stahl. Aber selbst hier gibt es noch wesentliche Unterschiede bei den verwendeten Carbonfasern, die je nach Ausführung zusätzlich einige Gramm einsparen können. Das treibt die Kosten natürlich in die Höhe, das Material Carbon ist teurer.
Gewicht vs. Vielseitigkeit
Ist ein besonders leichtes Gravelbike immer die beste Wahl? Nicht unbedingt. Die Vielseitigkeit und die Funktionalität spielen ebenso eine große Rolle. Deshalb sollte zunächst immer die Frage gestellt werden, welchem Einsatzzweck das Gravelbike dienen soll.
Persönliche Vorlieben und der Einsatzzweck
Wie bereits erwähnt, hängt die Bedeutung des Gewichts von den individuellen Bedürfnissen eines jeden einzelnen Fahrers ab. Daher ist die Definition des persönlichen Einsatzzwecks des Gravelbikes essenziell, um nach dem Kauf nicht frustriert festzustellen, dass die Wahl des Bikes doch verkehrt war. Wer sein Gravelbike vor allem für Rennen oder schnelle Ausfahrten nutzen möchte, sollte ein möglichst leichtes Modell wählen.
Gefederte Gravelbikes: Komfort oder Kompromiss?
Je nach Terrain, Zeit im Sattel oder Komfortansprüchen des Fahrers reicht das aber nicht immer aus. Ganz vereinzelt tauchen hier und da Modelle auf, die doch wieder “echte” Federelemente tragen. Dazu gehören in erster Linie Federgabeln, aber auch Dämpfer zwischen Gabel und Rahmen sowie Elastomer-Pads, die in den Hinterbau integriert werden.
Streng genommen ist sogar die mit Absicht stark flexende Sattelstütze am Rose Backroad eine Federung, genau wie der “schwimmend” gelagerte Rahmenknoten am Hinterbau des Trek Checkpoint in der Carbonvariante.
Gefederte Gravelbikes: Konzept statt Umbau
Hersteller wie Giant, Canyon, Trek, Specialized, BMC oder YT haben wegen dieser Nachrüstproblematik ihre gefederten Gravelbikes von Grund auf neu konstruiert. Was ihnen zur Steigerung des Komforts eingefallen ist, reicht von innovativ bis genial.
Gefederte Gravelbikes: Alles nur ein Kompromiss?
Die Federung ist grundsätzlich ein Kompromiss. Mit Absicht etwas flexibler konstruierte Standardkomponenten wie biegsame oder geteilte Sattelstützen, extradünne Streben im Hinterbau oder weichere Lenkerbügel haben wenig negativen Einfluss auf das Fahrverhalten des Rades, soften aber Bodenwellen auch nur ein wenig ab.
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