Der Siegeszug des Gravelbikes hat eine fast in Vergessenheit geratene Fahrradgattung wieder in den Fokus gerückt: das Reiserennrad, auch Randonneur genannt. Einst beliebt im Alltag und auf Reisen, fiel es in den 1990er Jahren dem Trekkingbike zum Opfer, das mit moderner Technik und bequemerer Sitzhaltung punkten konnte. Der Randonneur wurde zu einem Nischenprodukt, das keine Kompromisse machte, und als solches nicht gerade massenkompatibel.
Erst die Discbrake erlaubte es, Rennlenker, alltagstauglich breite Reifen und eine Vertrauen erweckende Bremsanlage unter einen Hut zu bringen, und der Erfolg dieser Maßnahme zeigt sich am Durchmarsch des Gravelbikes. Ein Rad mit Rennlenker ist längst kein Exot mehr, zumal die Industrie viel dafür getan hat, diesen zu zivilisieren.
Etwa mit neuen Rahmengeometrien: Viele aktuelle Gravelbikes sind kompakt geschnitten, sodass man eher aufrecht und ziemlich komfortabel sitzt; in den Lenkerbogen muss man ohnehin nicht mehr greifen - jedenfalls nicht, um kräftig zu bremsen. Ihre Tourentauglichkeit haben die Breitreifen-Renner ja schon beim Bikepacking bewiesen; voll ausgestattete Modelle mit Licht, Schutzblechen und Träger sind da der logische nächste Schritt.
Die sportliche Alternative zum Trekkingbike ist handlich, schnell und leicht, erlaubt vielseitige Nutzung und lässt sich manchmal sogar zum reinrassigen Sportrad zurückbauen - jedenfalls dann, wenn keine Dynamo-Lichtanlage dran ist. Die Vielseitigkeit der Gattung „Gravelbike“ zeigt sich bei diesem zehn Gravelbikes mit Vollausstattung: Auch wenn das Grundkonzept stets dasselbe ist, gibt es Unterschiede bezüglich Sitzgeometrie, Reifenfreiheit und Ausstattung, über die man sich vor einer Kaufentscheidung klar sein sollte.
Das betrifft etwa die Frage nach der Lichtanlage oder die Anbaumöglichkeiten für Gepäckhalterungen. in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es bei den Velomotion-Testbikes übrigens kaum Ausreißer: Bei vergleichbarer Ausstattung sind die Preisunterschiede gering; Schnäppchen- wie Luxuspreis schlagen sich in einfacher bzw. superedler Bestückung nieder.
Ausgewählte Gravelbikes im Detail
Bulls Daily Grinder 3
Das Daily Grinder ist schon seit mehreren Jahren im Programm, wurde für 2022 aber mit einem komplett neuen Rahmen aufgewertet und ist damit gleich noch einmal attraktiver. Die optimierte Geometrie sorgt für eine angenehme Sitzhaltung und handliches Lenkverhalten; die Zugführung wurde verbessert und es gibt nun noch mehr Befestigungsoptionen am Rahmen - etwa die Möglichkeit, am Oberrohr ein Spannband anzubringen, das eine Jacke o. ä. Ausgestattet ist das Bulls mit einem hochwertigen Shimano-GRX-Mix.
Am Grinder 3 sind Bremsschalthebel und Kurbelsatz der 600er Serie montiert, dazu 800er Schaltungskomponenten und 400er Bremssättel, die jedoch nicht weniger gut funktionieren als ihre teureren Brüder. Für Alltagstauglichkeit sorgen am Bulls angenehm lange Schutzbleche, ein eleganter, aber solider Gepäckträger sowie eine Lichtanlage mit sehr hochwertigem „Shutter Precision“-Nabendynamo und hellem 70-Lux-Strahler. Der 28-Speichen-Radsatz ist solide; positiv hervorzuheben sind die Felgen, die wie die Schwalbe-Reifen schlauchlos gefahren werden können. Das Bulls Daily Grinder 3 ist sehr gut und praxistauglich ausgestattet.
Bergamont Grandurace RD5
Das Bike aus Hamburg gefällt optisch mit der typischen farblich abgesetzten Gabel, technisch mit rundum solider Shimano-GRX-Ausstattung. Bergamont setzt auf die RX400 mit 2×10 Gängen und spezifiziert dazu den 600er Kurbelsatz mit 46/30 Zähnen. Zusammen mit der 11-36er Kassette ergibt sich ein sehr breiter Übersetzungsbereich; die Abstufung ist dabei zwangsweise etwas gröber.
Shimano steuert auch den Nabendynamo bei, der die Hermanns-Lichtanlage mit Strom versorgt; die Laufräder sind mit 32 Speichen aufgebaut und damit extrem stabil. Felgen wie Schwalbe-Reifen können schlauchlos gefahren werden, was Rollwiderstand und Pannenschutz optimiert. Der filigran erscheinende Gepäckträger und das hintere Schutzblech stützen sich gegenseitig ab - eine elegante Konstruktion, die zusätzliche Streben überflüssig macht.
Der charakteristische Rahmen wurde zum Modelljahr 2022 im Detail überarbeitet und weist nun unter anderem eine optimierte Zugverlegung auf: Brems- und Schaltzüge führen unterm Vorbau ins Steuerrohr, was schön aufgeräumt wirkt. Die Sitzgeometrie ist vergleichsweise sportlich, wobei ein kurzer Vorbau einer zu gestreckten Haltung vorbeugt. Das Bergamont Grandurace RD5 ist solide und hochwertig ausgestattet, wobei es nur kleinere Konzessionen an den günstigen Preis gibt.
Stevens Supreme
Der sportliche Anbieter aus Hamburg hatte lange Jahre einen Randonneur im Programm, also ein Reiserennrad mit Vollausstattung. So ein Modell gibt es nicht mehr, dafür aber ein alltagstaugliches Gravelbike, an das man nur noch einen Heckträger montieren muss. Das Supreme baut dabei auf einem eigenen Rahmen auf, der sich vom Alu-Graveller in der Geometrie unterscheidet: Der Lenkwinkel ist etwas flacher, das Tretlager etwas niedriger über dem Boden. Auch die integrierte Zugverlegung wurde etwas unterschiedlich gelöst.
Gemeinsam ist beiden Modellen die GRX-Ausstattung, am Supreme als GRX-RX400 mit 2×10 Gängen zuzüglich RX600-Kurbelsatz mit 46/30 Zähnen. Auch hier wird eine 11-36er Kassette verbaut, die für eine große Bandbreite bei etwas gröberer Abstufung steht. Die 32-Speichen-Laufräder mit „Shutter Precision“-Nabendynamo werden vorne wie hinten von einer Steckachse gehalten - in dieser Preisklasse nicht üblich. Für 300 Euro mehr gibt es das Rad übrigens als Supreme Pro mit 2×11-Schaltung. Alu-Rahmen und -Gabel sind wertig und robust, die Ausstattung gerade für den Preis sehr gut.
Focus Atlas
Focus hat sein bislang einziges Gravelbike klar auf Bikepacking und andere Offroad-Abenteuer ausgerichtet: Alu-Rahmen und Carbongabel sind extrem robust, an letztere lassen sich Gepäckhalterungen montieren. Die 28-Speichen-Laufräder sind mit Steckachsen befestigt; Felgen wie Reifen stammen vom US-Anbieter WTB und sind Tubeless-tauglich.
Die mäßig stark profilieren WTB Riddler fallen mit 37 mm allerdings recht schmal aus; wer lange Touren im Gelände plant, sollte umrüsten, dann aber vorher den Platz unter den Schutzblechen checken. Der Preisklasse entsprechend verbaut Focus die Shimano GRX 400 mit 600er Kurbelsatz (46/30 Zähne) und 11-34er Zehnfach-Zahnkranz, was einem sehr goßen Übersetzungsumfang entspricht. Auch ein hochwertiger Shutter-Nabendynamo ist an Bord, dazu natürlich ein solider Heckträger mit tiefer angesetzter Querstrebe für Packtaschen.
Auch ein Hinterbauständer ist verbaut, der an vielen Allround-Gravellern fehlt, dabei natürlich im Alltag sehr praktisch ist. Das solide, dabei handlich lenkbare Atlas ist ideal für Gepäcktouren aller Art und natürlich für die ausgiebige Alltagsnutzung.
Cube Nuroad Pro FE
Cube bietet sein Allround-Gravelbike zu einem Preis an, der deutlich unter dem liegt, was die Mitbewerber aufrufen. Wie alle anderen Bikes in diesem Segment ist das Nuroad Pro FE mit einer Shimano-GRX-Schaltgruppe ausgestattet, bestehend aus RX600-Kurbesatz und 400er Schaltkomponenten. Der Zehnfachkranz ist mit 11-36 Zähnen breit aufgestellt. Gespart wird an der Bremsanlage: Die TRP-Bremssättel werden mechanisch aktiviert; das geschieht mit einfachen Shimano-Tiagra-Hebeln.
Was die Bremskraft angeht, ist das nicht von Nachteil; nur die Dosierbarkeit der Seilzugbremse fällt merklich gegenüber einer hydraulischen ab. Cube stattet das Rad mit 28-Speichen-Laufrädern aus, die wie die edlen Schwalbe-Reifen tubeless gefahren werden können und mit Steckachsen befestigt werden; vorne dreht sich hochwertiger Nabendynamo. Der Scheinwerfer ist oben am Lenker befestigt; die Rückleuchte ist elegant ins Schutzblech integriert, wo sie von den Streben des Heckträgers geschätzt wird.
Jener ist nur zum Einhängen von Seitentaschen vorgesehen, womit das Cube eher zum Bikepacking als zur Gepäcktour einlädt. Das Cube ist rundum solide ausgestattet und preislich sehr interessant.
Fuji Jari
Der japanisch-amerikanische Hersteller war schon immer ein Spezialist für Reiserennräder, sodass es naheliegt, das Gravelbike Jari als Basis für einen zeitgemäßen Randonneur zu nutzen. Mit ausgewogener Geometrie und eher kompakter Sitzhaltung ist das Rad gut für lange Touren geeignet; der Rahmen weit die üblichen Gewindebohrungen auf und sogar ein Polster unterm Oberrohr, falls das Rad einmal getragen werden muss. Die Carbongabel mit speziellem Kanal für das Dynamokabel kann mit Gepäckhalterungen ausgestattet werden.
Der vergleichsweise günstige Preis des Fuji spiegelt sich in der Komplettierung wider: Montiert ist eine Tiagra 2×10, die bei Shimano das Einsteiger-Segment nach oben abrundet; dazu kommen eine Sunrace-Kassette (11-34) sowie ein schlichter FSA-Kurbelsatz (46/30). Eine gute Wahl sind die „Tektro HY/RD“-Bremssättel, welche die einfache Montage von Seilzugbremsen mit der automatischen Belagnachführung eines hydraulischen Systems vereinen. Ein cleveres und ziemlich teures System.
Die soliden 32-Speichen-Laufräder sind mit Tubeless-tauglichen WTB-Felgen bestückt; die eher einfachen Vittoria-Reifen in 38 mm Breite sind auf festen Untergrund abgestimmt. Dass das Fuji ist nicht sehr teuer ist, sieht man der Komplettierung hier und da an.
KTM X-Strada
Die zweite Generation des X-Strada gefällt mit einem schlicht und schwungvoll gestalteten Aluminiumrahmen, ergänzt durch eine wuchtige Carbongabel und ansprechend lackiert. Gerade die Zug- und Leitungsführung gefällt sehr gut: Rein geht’s oben am Steuerrohr; der hintere Schaltzug kommt erst oberhalb des Ausfallendes wieder zum Vorschein. Beide Laufräder werden per Steckachse befestigt; mit 32 Speichen sind sie sehr stabil, die Felgen können auch tubeless gefahren werden.
Erwähnt werden sollte die sehr ungewöhnliche Rahmengeometrie: das Oberrohr ist bei allen Rahmengrößen extrem lang das Steuerrohr eher kurz, sodass sich eine sehr gestreckte, flache Haltung ergibt. Der kurze Vorbau kann das nur teilweise kompensieren. Die Österreicher montieren eine komplette Shimano GRX-RX400 nebst 600er Kurbelsatz (46/30), die Zehnfach-Kassette ist mit 11-36 Zähnen breit abgestuft.
Den leichten Gepäckträger steuert Spezialhersteller Tubus bei; die Schwalbe G-One Tubeless kommen hier in der etwas gröber profilierten „Bite“-Variante. KTM verzichtet darauf, dem LFC eine Dynamo-Lichtanlage zu gönnen; stattdessen sind Akkuleuchten montiert - vorne ein heller Busch & Müller Ixon Core, der freilich nicht fest angebracht ist und damit eine leichte Beute für Teilediebe. Das KTM ist insgesamt gelungen, einzig bei der Größenwahl sollte man angesichts der ungewöhnlichen Geometrie gut aufpassen.
Conway GRV 5.0
Die Marke Conway hat sich in den letzten Jahren immer stärker sportlich ausgerichtet und ist auch im Trend-Segment Gravel aktiv. Das 2022er GRV steht für eine recht junge Spielart der Gattung, denn seine Geometrie ist stark vom Trail-Mountainbike inspiriert: Der Lenkwinkel ist flach, das Oberrohr sehr lang, was durch einen extrakurzen Vorbau ausgeglichen wird. Das Ergebnis ist handliches Lenkverhalten bei sehr sicherem Geradeauslauf, was beim Graveln wie auf Touren natürlich gut passt.
An die charakteristisch geformte Carbongabel können Gepäckhalterungen montiert werden; der Alu-Rahmen weist die üblichen Gewindebohrungen für Flaschenhalter etc. Das Rahmenset dient als Basis für unterschiedliche Modellvarianten, darunter zwei mit Vollausstattung, die freilich etwas sparsamer komplettiert sind. AM GRV 5.0 kommt eine Shimano Tiagra mit 2×10 Gängen zum Einsatz, die mit hydraulischen Scheibenbremsen durchaus auf der Höhe ist; der Shimano-Kurbelsatz ist mit 50/34 Zähnen vorne aber eher auf den Rennrad-Einsatz abgestimmt.
Der 11-34er Zahnkranz sorgt immerhin für einen 1:1 übersetzten Berggang. Die klobigen Bremsschalthebel sind nicht gerade schön, die Funktion ist aber insgesamt gut, wenn die teureren Shimano-Gruppen auch präziser und knackiger schalten. Vom japanischen Hersteller kommt auch der Nabendynamo, die meisten Anbauteile wie Lenker, Vorbau usw. Der Rahmen des Conway gefällt und hätte sicher auch am Alltags-Graveller eine bessere Ausstattung verdient - gerade angesichts des Preises sollte auch eine Shimano GRX drin sein.
Lapierre
Aufwendig gefertigt ist der Aluminiumrahmen des Lapierre: Das Markenlogo wird per Öldruck aus dem Unterrohr herausgepresst, was wirklich einzigartig aussieht. Züge und Leitungen verlaufen im Unterrohr, und diverses Zubehör kann montiert werden. Etwas ungewöhnlich sieht der weit nach hinten orientierte Träger aus - wer große Füße hat, freut sich, stößt dann nämlich nicht mehr mit den Füßen an seine Packtaschen.
Die Geometrie des in fünf Größen verfügbaren Rahmens ist ausgewogen; für die Größenwahl ist interessant, dass er in der Länge um jeweils rund einen Zentimeter wächst, in der Höhe aber um satte drei Zentimeter. Rahmen wie Carbon/Alu-Gabel sind mit Steckachsen ausgestattet; die Laufräder mit Mavic-Felgen können schlauchlos gefahren werden. Das Profil der WTB-Reifen ist etwas größer und damit durchaus für Offroad-Passagen geeignet.
Dem günstigen Preis entsprechend verbau Lapierre die Shimano-Tiagra-Schaltgruppe mit 2×10 Gängen und Hydraulikbremsen, dazu einen FSA-Kurbelsatz mit 46/30 Zähnen. Zusammen mit der 11-34er Kassette stehen lang übersetzte Schnellgänge ebenso zur Verfügung wie leichte Berggänge. Das Lapierre ist auffällig gestaltet, dabei aber etwas sparsam, wen auch funktionell ausgestattet.
Falkenjagd Aristos R Trail Gravel
Titan ist gerade bei Langstreckenfahrern und -fahrerinnen ein beliebtes Rahmenmaterial. Das korrosionsfreie Metall ist leicht und optimal zum Bau praktisch ewig haltbarer Rahmen und Gabeln, und Falkenjagd aus München holt alles aus dem schwierig zu verarbeitenden Material heraus. Klar, dass ein Titanrad teuer ist, wobei man im Konfigurator von Falkenjagd aber auch aus besten Komponenten auswählen kann.
Unterschiedliche Schaltgruppen des italienischen Traditionsherstellers Campagnolo sind möglich, entweder mit 2×12 oder mit 1×13 Gängen; der leichte Carbon-Kurbelsatz der Campagnolo Chorus ist mit 48/32 Zähnen sehr gut für Reiserad wie Gravelbike geeignet. Dazu kann ein eng abgestufter Zwölffach-Kranz von elf bis 32 oder 34 Zähnen gewählt werden. Mit stabilem 32-Speichen-Radsatz ist das Aristos bereit für große Gepäcktouren; sportliche Naturen bekommen gegen Aufpreis natürlich auch leichte Carbonlaufräder.
Falkenjagd bietet Titanrahmen mit modernen Montagestandards an, die sportlichen Gravel-Einsatz ebenso erlauben wie lange Touren mit Gepäck.
Gravel Bike Tests 2025: Ein Überblick
In einer Zeit, in der das Streben nach Abenteuern und Freiheit ständig wächst, bieten Gravel Bikes die perfekte Schnittstelle zwischen Straßenrennrad und Mountainbike. Ob du ein erfahrener Gravel Bike Enthusiast oder ein Neuling in der Welt der grobkörnigen Fahrradwege bist, hier findest du nützliche Einblicke, die dir helfen, die perfekte Wahl zu treffen.
Allroad Gravel Bike Tests
Allroad Gravel Bikes besitzen eine harmonische Geometrie, mit einer aufrechteren Sitzhaltung, die den Fahrkomfort auf längeren Touren verstärkt. Sie sind mit breiten Reifen ausgestattet, die jedoch in der Regel nur über ein minimales Profil verfügen - optimal für Kieswege, aber weniger geeignet für schlammige Bedingungen.
Ghost Asket CF 30
Mit dem Ghost Asket CF 30 bringt Ghost sein erstes Gravel Bike mit Carbonrahmen auf den Markt - und bleibt dabei der eigenen Mountainbike-Tradition treu. Das lange Oberrohr, der flache Lenkwinkel und der große Radstand sorgen für eine ruhige, stabile Fahrt, die sich besonders auf anspruchsvollen Trails bewährt. Die Rockshox Federgabel mit 40 mm Federweg bietet in ruppigem Gelände zusätzlichen Komfort, während die verbaute Dropper Post auf Abfahrten für mehr Sicherheit sorgt.
Cervélo Áspero
Mit dem neuen Cervélo Áspero bleibt der kanadische Hersteller seiner Linie treu: ein kompromisslos schnelles Race-Gravel-Bike mit optimierter Aerodynamik und hoher Vielseitigkeit. Die zweite Generation bringt vor allem Detailverbesserungen mit sich, ohne das Erfolgsrezept des Vorgängers zu verändern.
Scott Speedster Gravel 30
Das Scott Speedster Gravel 30 präsentiert sich als minimalistisches, robustes Gravel Bike für Performance-Fans, die Wert auf Funktionalität ohne unnötigen Schnickschnack legen. Ausgestattet mit robusten Schwalbe G-One Reifen und zuverlässigen hydraulischen Shimano BR-RX400 Scheibenbremsen ist es für anspruchsvolles Gelände und jede Jahreszeit gewappnet.
Gravel Bikes fürs Bikepacking und Abenteuerfahrten
Gravel Bikes fürs Bikepacking und ausgedehnte Reisen bestechen durch eine relativ aufrechte Sitzhaltung. Sie bieten eine robuste Rahmenstruktur und Optionen zur Anbringung von Gepäckträgern und Taschen. Ein niedriger Schwerpunkt fördert zudem die Stabilität während der Geländefahrt.
Carver Gravel 230
Mit dem Carver Gravel 230 bringt der deutsche Hersteller ein vielseitiges Gravel Bike, das Komfort, Kontrolle und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis vereint. Der leichte Aluminiumrahmen überzeugt mit cleveren Dämpfungseigenschaften, die für ein angenehmes Fahrgefühl auf langen Touren sorgen.
Merida Silex 700
Das Merida Silex 700 überzeugt als vielseitiger Gravel-Allrounder, der sowohl komfortabel als auch spritzig ist. Mit einem Aluminiumrahmen und einer Carbon-Gabel kombiniert es Stabilität mit angenehmem Dämpfungsverhalten. Die 45 mm breiten Maxxis Rambler Reifen sorgen für zusätzlichen Komfort und gute Traktion - perfekt für lange Gravel-Abenteuer und Bikepacking-Touren.
Giant Revolt Advanced Pro 1
Das Giant Revolt Advanced Pro 1 ist eine der vielseitigsten Optionen im Gravel-Bereich und kombiniert hohen Komfort mit sportlicher Agilität. Durch die Flip-Chip-Technologie am Hinterbau kann der Radstand verlängert und damit die Reifenfreiheit auf satte 53 mm erweitert werden - eine Seltenheit im Performance-Gravel-Segment.
Race Gravel Bikes
Das Gravel Race Bike wurde speziell für den Renneinsatz entwickelt. Das geringe Gewicht und die Aerodynamik sind vor allem dem Carbonrahmen und den Carbonfelgen zu verdanken. Die gestreckte Sitzposition auf dem Rad erinnert stark an ein Rennrad.
Trek Checkmate SLR 7 AXS
Mit dem Trek Checkmate SLR 7 AXS bringt Trek erstmals ein reines Race-Gravel-Bike auf den Markt - und setzt damit auf eine konsequente Weiterentwicklung gegenüber dem nun eingestellten Checkpoint SLR. Das neue Modell kombiniert ein geringes Gewicht mit einer aggressiven Geometrie, die eher an Cyclocross-Rennräder erinnert als an moderne, MTB-inspirierte Gravel-Bikes.
Ridley ASTR RS
Das Ridley ASTR RS kombiniert die Race-DNA des Kanzo Fast mit der Vielseitigkeit des Kanzo Adventure und setzt neue Maßstäbe im Gravel-Rennsport. Mit einer Reifenfreiheit von bis zu 52 Millimetern, einer aerodynamischen Geometrie und einem leichten Rahmen ist es auf hohe Geschwindigkeit und effiziente Kraftübertragung ausgelegt.
Cube Nuroad Race FE: Testsieger unter den Gravelbikes mit Vollausstattung
Das Cube Nuroad Race FE ist mehr als ein modernes Gravelbike - es ist der Testsieger unter fünf voll ausgestatteten Gravelbikes im aktuellen Vergleich der Mybike-Ausgabe 03/2025. Beim Cube Nuroad Race FE Gravelbike verschmelzen sportliche Eigenschaften eines Rennrads mit der Robustheit eines Cyclocross-Rads und den praktischen Features eines Alltagsrads. Das Ergebnis ist ein vielseitiges Gravelbike mit Vollausstattung, das sowohl auf Schotterwegen, im Stadtverkehr als auch bei mehrtägigen Touren überzeugt.
Im Herzen des Bikes arbeitet die Shimano GRX 2×12-Gang-Schaltung - entwickelt speziell für Gravel und den raueren Einsatz. Die Kombination aus 46/30T-Kurbel und 11-36er-Kassette bietet dir eine breit gefächerte Übersetzung für jede Steigung und jedes Terrain.
Tabelle: Übersicht der getesteten Gravelbikes mit Vollausstattung
| Marke | Modell | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Bulls | Daily Grinder 3 | [Preis] | Hochwertiger Shimano-GRX-Mix, Shutter Precision-Nabendynamo |
| Bergamont | Grandurace RD5 | [Preis] | Solide Shimano-GRX-Ausstattung, schlauchlose Reifen |
| Stevens | Supreme | [Preis] | GRX-RX400 mit 2x10 Gängen, Steckachsen |
| Focus | Atlas | [Preis] | Robust, ideal für Gepäcktouren, Shutter-Nabendynamo |
| Cube | Nuroad Pro FE | [Preis] | Preislich interessant, solide Ausstattung |
| Fuji | Jari | [Preis] | Tiagra 2x10, Tektro HY/RD-Bremssättel |
| KTM | X-Strada | [Preis] | Ungewöhnliche Geometrie, Tubus-Gepäckträger |
| Conway | GRV 5.0 | [Preis] | Vom Trail-Mountainbike inspiriert, Shimano Tiagra |
| Lapierre | [Modellname] | [Preis] | Auffällig gestaltet, Shimano Tiagra |
| Falkenjagd | Aristos R Trail Gravel | [Preis] | Titanrahmen, Campagnolo-Schaltgruppen |
Gravelbikes mit Vollausstattung werden immer beliebter
Das Gravelbike ist auch deshalb so beliebt, weil es als “SUV unter den Fahrrädern” gleich mehrere Spezialisten wenn nicht ersetzen, dann aber doch kompetent vertreten kann. Wer nicht unbedingt Radrennen fährt, kann damit die sportliche Feierabendrunde ebenso bestreiten wie einen Familienausflug auf Waldwegen, eine ausgedehnte Radreise oder die täglichen Wege zur Arbeit.
Cube Nuroad: Die Schwächen des Testsiegers
Das Nuroad bringt alles an Zubehör mit, was an ein Alltagsrad gehört, auch ein stabiler Seitenständer ist an Bord. Alles kommt von der Eigenmarke Acid, doch nicht das gesamte Zubehör kann überzeugen. Kritikwürdig sind die Schutzbleche, weil sie für die verbauten 40-Millimeter-Gravelreifen etwas zu schmal ausfallen. Bei Mistwetter spritzt immer etwas Wasser an den Blechen vorbei.
Das minimalistische Rücklicht im Schutzblech ist von der Seite kaum zu sehen, weil es vom Gepäckträger verdeckt wird, zusätzliche Strahler oder Reflexstreifen fehlen. Auch die Befestigung des eigentlich guten Frontscheinwerfers am Lenker finden wir nicht optimal.
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