Gravel Laufrad Test: Was macht den Unterschied?

Beim Gravelbike lassen sich die potenziellen Einsatzgebiete auch anhand der Reifenbreite und des Stollenprofils erkennen. Schon diese Spreizung zeigt, dass sich die Radgattung immer weiter ausdifferenziert. Die schmalsten in diesem Testfeld von 16 Gravelrädern verbauten Pneus messen 36, die weitesten 50 Millimeter. Einige Test-Räder erinnern von ihrer Geometrie und Ausrichtung her an Allroad-Rennräder beziehungsweise an Cyclocrosser. Bei anderen liegt der Fokus klar auf der Langstrecke - und stärker auf Parametern wie der Robustheit, der Geländegängigkeit und des Dämpfungskomforts.

Es kann sich aus mehreren Gründen lohnen, ein serienmäßig ausgestattetes Gravel-Bike mit einem neuen Laufradsatz auszurüsten und in den meisten Fällen aufzuwerten. Mit die beliebtesten „Tuningteile“ sind in diesem Zusammenhang: die Laufräder. Schneller Radfahren mit der gleichen Leistung - das ist das, was die meisten Radprofis und Hobbysportler wollen.

Die Vielfalt der Gravelbikes und Laufräder

So rollt etwa das Bombtrack Beyond AL auf 50 Millimeter breiten, stark profilierten 29-Zoll-WTB-Ranger-Mountainbike-Reifen. Der robuste Beyond-Aluminium-Rahmen weist zahlreiche Anschraubpunkte, etwa für Zusatzflaschenhalter, Schutzbleche und Gepäckträger, auf. Am anderen Ende des Ausrichtungsspektrums - dem sportiv-agil-racigen - ist etwa das Specialized Crux DSW angesiedelt.

Mit einem Stack-to-Reach-Wert von 1,45 ist die Sitzposition sportiv, gestreckt und überhöht. Noch einmal zwei Millimeter schmaler sind die Challenge-Gravel-Grinder-Pro-Pneus am Gunsha ATR 4.0 PX. Es ist mit 8,19 Kilogramm zugleich das leichteste Modell in diesem Vergleich. Mitverantwortlich für das Leichtgewicht sind der nur etwa 1340 Gramm schwere Gunsha-TR-1350-Aluminum-Laufradsatz und Campagnolos neueste Gravel-Gruppe Ekar GT.

Nur noch fünf der Test-Modelle sind mit Zweifach-, elf mit Einfach-Gruppen ausgestattet. Ein Rad schaltet elektronisch, die 15 übrigen mechanisch. Die meistverbaute Gruppe: die Shimano GRX. Neun der sechzehn Testräder basieren auf einem Carbon-, sechs auf einem Aluminium-Rahmen. Der Kleinserien-Hersteller Pure Bros setzt beim Expro 800 auf einen Rahmen aus Stahl. Der Werkstoff steht für Robustheit, Korrosionsbeständigkeit, Langlebigkeit. In der Regel geht ein Stahl-Rahmen jedoch auch mit einem deutlich höheren Gewicht einher. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigt unser Testfeld.

Je zwei Carbon- und Aluminium-Modelle sind schwerer als das Expro 800: das Bulls Machete 2, das Megamo West 10, das Bombtrack Beyond AL und das Rondo Ruut AL. Das Rondo ist eine Besonderheit in diesem Testfeld: Als einziges Modell verfügt es über ein variables Gabel-Ausfallende. Je nach dessen Montage-Ausrichtung bietet das Ruut AL einen kürzeren Radstand oder einen größeren Nachlauf an der Gabel - eine höhere Agilität oder mehr Laufruhe.

Laufrad-Technologie und Aerodynamik

Wir haben zehn verschiedene Laufradsätze im Labor und in der Praxis getestet. Um den Trend zu schnellen, aerodynamischen Hochprofil-Laufrädern abzubilden, haben wir alle Modelle im Windkanal unter realen Fahrbedingungen untersucht. Wir wollten wissen: Machen hohe Felgen auch Gravel-Bikes klar schneller?

Noch vor einigen Jahren waren an den ersten Gravel-Rädern in der Regel stabile Rennrad-Laufradsätze mit Innenmaulweiten von 19 bis 21 Millimetern verbaut. Damit harmonieren sie besonders gut mit 40 Millimeter breiten profilierten Reifen oder 30er Slicks. Der Grund: Breitere Felgen erhöhen die effektive Breite der auf ihnen montierten Reifen und damit auch das Volumen.

Gravelbikes im Preisbereich von 2500 bis 4000 Euro sind meist mit einem Carbon-Rahmen und einer hochwertigen mechanischen oder sogar elektronischen Schaltung ausgestattet. Serien-Laufräder wiegen oftmals zwischen 1900 bis 2100 Gramm - sie sind damit vergleichsweise schwer. Die beiden leichtesten Test-Laufradätze von Specialized und Leeze wiegen 1263 beziehungsweise 1363 Gamm. Aktuelle Modelle weisen oft höhere Felgen im Bereich von 40 bis 45 Millimetern auf. Einige Hersteller wie DT Swiss und Scope haben inzwischen Laufräder mit 50 Millimetern Felgenhöhe und mehr im Portfolio. Als „aerodynamisch“ erachten wir Felgen ab 30 Millimetern Höhe. Die zehn Laufräder in diesem Vergleich weisen Felgenhöhen zwischen 18 und 42 Millimeter auf.

Im GST-Windkanal in Immenstaad am Bodensee prüften wir den Luftwiderstand der zehn Gravel-Laufräder, genauer: die benötigte Leistung bei 35 km/h. Bei einer alleinigen Betrachtung der beiden Laufräder macht das Vorderrad rund 80 Prozent des gesamten Luftwiderstands aus, das Hinterrad dagegen nur 20 Prozent, da es sich im Windschatten des Sitzrohres dreht. So ist es für aussagekräftige Ergebnisse ausreichend, nur die Vorderräder im Windkanal zu messen - dies entspricht auch den üblichen Testverfahren.

Alle Messungen wurden mit einer Windgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde durchgeführt. Während der Messungen dreht sich der Prüfstand von plus nach minus 20 Grad - damit fließen auch Seitenwindverhältnisse, wie sie in der Realität vorkommen, in das Gesamtergebnis ein. Straßen-Laufräder werden mit 45 km/h gemessen, die Werte sind somit nicht direkt vergleichbar.

Ergebnisse des Windkanaltests

Für unsere zehn Testlaufräder ergaben sich bei 35 km/h gewichtete Leistungen von 15,6 bis 19,4 Watt. Niedrige Werte sind besser, da weniger Leistung benötigt wird, um die gleiche Geschwindigkeit zu halten. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielen die 40 Millimeter hohen Leeze CC40 Allroad Evo Waso. Ihre gewichtete Leistung: 15,6 Watt. Es folgen, knapp dahinter, mit jeweils 16,3 Watt gewichteter Leistung, die Laufradsätze von DT Swiss und Swiss Side - beide sind 42 Millimeter hoch.

Grundsätzlich erzeugen breitere Reifen einen höheren Luftwiderstand, da sie dem Wind eine größere Anströmfläche bieten. Exemplarisch montierten wir deshalb einen 35 Millimeter breiten Terra-Speed-Reifen auf den DT-Swiss-GRC-1400-Laufradsatz.

Seitenwindempfindlichkeit und Lenkmoment

Je höher die Felgen sind, desto „empfindlicher“ sind sie auch für Seitenwind. Dieser Effekt ist messbar. Ursprünglich wurde der GST-Windkanal entwickelt, um Flugobjekte und Tragflügel zu messen. Deshalb können nicht nur der Auf- und der Abtrieb untersucht werden, sondern auch das Dreh- und das Lenkmoment bei einer seitlichen Anströmung.

Die GST-Software kann somit auch einen einheitenfreien „Lenkmoment-Beiwert“ für die Vorderräder ausweisen. Je größer dieser Wert ist, desto stärker beeinflusst der Seitenwind das Lenkverhalten. Aufgetragen wurde das Lenkmoment in Abhängigkeit von den Winkeln des Seitenwindes, von minus 20 bis plus 20 Grad. Die niedrigsten und damit besten Werte erzielten die Modelle von DT Swiss und SwissSide - mit je 42 Millimetern Felgenhöhe sind sie die höchsten Modelle im Test.

Sie stehen damit stellvertretend für einen Trend im Gravel-Race-Sektor zu höheren und damit aerodynamisch günstigeren Laufrädern. DT Swiss präsentierte kürzlich mit dem Modell GRC Dicut einen neu entwickelten Laufradsatz mit 50er Felgenhöhe, der für 40 Millimeter breite Reifen optimiert ist.

Weitere wichtige Faktoren: Gewicht, Steifigkeit und Lagerreibung

Auch für Gravel-Bikes gilt: Ab einer Geschwindigkeit von rund 15 Kilometern pro Stunde ist der Luftwiderstand der größte Fahrwiderstand, gefolgt vom Rollwiderstand der Reifen. Beinhaltet eine Tour viele Höhenmeter, so gewinnt auch das Gewicht an Bedeutung. Weiter nehmen die Laufräder beim Beschleunigen eine Sonderstellung ein, da sie zwei Mal beschleunigt werden müssen: Erstens in die Vorwärtsbewegung des Systems aus Rennrad und Fahrer. Zweitens als Beschleunigung bei der Drehbewegung des Laufrades selbst. Auch gerade deshalb sind Laufräder besonders effektive „Tuningobjekte“.

Das Gewicht aller Testmodelle wurde je einschließlich der aufgezogenen Felgenbänder ermittelt. Das erklärt teilweise die Differenzen zu den Herstellerangaben. Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Seitensteifigkeit der Laufräder. Wir belasteten die Felgen im Labor je seitlich mit einem Fünf-Kilogramm-Gewicht - dies entspricht rund 50 Newton. Wir nahmen die Nachgiebigkeit beziehungsweise Elastizität mit einer mechanischen Messuhr auf und verrechneten die Werte zur Seitensteifigkeit. Sie gibt an, welche Kraft nötig ist, um die Felge seitlich einen Millimeter zu bewegen.

Gute Werte liegen zwischen 30 und 35 Newton pro Millimeter, sehr gute darüber. Wir belasteten die Laufräder zur rechten und zur linken Seite und bildeten daraus den Mittelwert. Bei den Hinterrädern ergeben sich in der Regel etwas geringere Werte, da auf der rechten Seite aufgrund des Ritzelpakets die Speichen steiler stehen. Seitliche Kräfte an den Laufrädern entstehen etwa im Wiegetritt und beim Durchfahren von Spurrillen. Vorderräder mit einer hohen Seitensteifigkeit punkten hier durch ihre Lenkpräzision - und sie „laufen“ den Spurrillen weniger hinterher.

Mit der Anzahl der Speichen und deren Spannung steigt die Seitensteifigkeit. Insbesondere für schwere Fahrer und Bikepacker ist sie von größter Wichtigkeit. Auch das maximal zugelassene Gewicht ist für schwere Fahrer und Bikepacker ein zentraler Punkt. Das Fahrergewicht ist selbsterklärend, das Systemgewicht beinhaltet Fahrer, Fahrrad, Trinkflaschen und Gepäck.

Die Mavic-Allroad-SL-Laufräder liefern mit einem maximal zulässigen Systemgewicht von 135 Kilogramm den höchsten Wert im Test. Bei Leeze können die Laufräder gegen 400 Euro Aufpreis mit Keramik-Lagern geordert werden, bei den Specialized Roval Terra CLX II sind sie serienmäßig verbaut. Je nach dem Fahrergewicht und der Geschwindigkeit können durch eine reduzierte Lagerreibung rund zwei bis vier Watt „eingespart“ werden.

DT Swiss erweitert das Gravel-Portfolio

Mit drei neuen Gravel-Laufradsätzen erweitert DT Swiss das Produktportfolio um eine spannende Kategorie für alle Schotter-Fans. Wie wir beim Vergleichstest der besten Gravel-Bikes festgestellt haben, ist dieses Segment des Fahrradmarktes so divers wie seine Zielgruppe. Es ist alles dabei: vom Schotter-Racer, der beim Dirty Kanza-Rennen in Kansas über 200 Meilen auf feinsten Gravel-Autobahnen nach dem Windschatten sucht, bis hin zum Bike-Packer, der während der Mehrtagestour mit viel Gepäck vor allem das sorgenfreie Erlebnis schätzt.

Die Schweizer Konstrukteure und Produktverantwortlichen scheinen sich ein klares Bild der spezifischen Anforderungsprofile gemacht zu haben. So steht besonders beim Topmodell, dem GRC 1400 SPLINE 42, die aerodynamische Optimierung im Vordergrund. Windkanaltest und die Zusammenarbeit mit den Aero-Spezialisten von Swiss Side sollen maximale Performance für alle Gravel-Race-Aspiranten bieten. Die Innenmaulweite von 24 mm ist ein Merkmal der kompletten Kategorie und soll bei identischem Luftdruck und Reifen für einen geringeren Rollwiderstand sorgen - im Vergleich zum bisherigen Offroad-Laufradsatz, dem CRC 1400 SPLINE 24.

Die breitere Maulweite wirkt sich außerdem positiv auf das Fahrverhalten von Gravel-Reifen, die breiter als 35 mm sind, aus. Eine bessere Abstützung der Seitendwand des Reifens und die vergrößerte Auflagefläche des Pneus bedeuten mehr Grip und Sicherheit in Kurven und rauem Gelände. Breitere Reifen sind hier auch in Sachen Fahrkomfort ein absoluter Vorteil: Ist der Reifen breiter und hat er ein größeres Volumen, kann der Fahrer mit weniger Luftdruck fahren. Dank des geringeren Luftdrucks kann sich der Reifen leichter um die Unebenheiten des Untergrundes schmiegen und somit mehr Schläge absorbieren.

Zusätzlich verstärkt DT Swiss die Konstruktion der neuen Gravel-Laufräder so, dass ein zulässiges Gesamtgewicht (Fahrer und Bike) von 130 kg freigegeben ist - auch beim Carbon-Topmodell GRC 1400 SPLINE 42.

DT Swiss Gravel-Laufradmodelle

  • GRC 1400 SPLINE 42: Das Topmodell der neuen Kategorie, optimiert für Aerodynamik und Race-Performance.
  • GR 1600 SPLINE 25: Der Alleskönner, schnell genug für sportive Feierabendrunden und stabil genug für das große Abenteuer.
  • G 1800 SPLINE 25: Das Einstiegsmodell, ein solider Laufradsatz für Zuverlässigkeit mit 24 mm breiter Innenmaulweite.

Alternativen: Hunt, Zipp und aerycs

Ein Name, der dabei immer wieder fällt, ist Hunt. Die Briten sind im Gravel-Rennsport stark vertreten und lassen sich das nicht unbedingt teuer bezahlen. Klar, wenn Aerodynamik und Gewicht ausgereizt werden, kann es schon mal etwas teurer sein.

Zeitgleich und passend zur neuen Sram Red XPLR-Gruppe hat die Sram-Tochter Zipp zwei neue Gravel-Laufradsätze vorgestellt: das Topmodell 303 XPLR SW und das technisch etwas abgespeckte, dafür 600 Euro günstigere Modell 303 XPLR S.

Die Carbon-Felgen der aerycs GCS Terra Max bieten eine Innenmaulweite von 29 Millimetern. Laut aerycs ermöglicht dies einen geringeren Luftdruck, wodurch sowohl Grip als auch Komfort im Gelände steigen. Zudem reduziert sich die Walkarbeit der Reifen. aerycs empfiehlt für die GCX Terra Max Reifen zwischen 45 und 55 Millimetern.

Race-Gravel-Bikes im Test: Auf der Suche nach Sekunden

Gravel-Racing ist raus aus der Nische, rein ins Rampenlicht - und wer glaubt, hier geht’s noch um entspannte Ausfahrten im Flanellhemd, hat die letzten drei Jahre verschlafen. Spätestens seit dem Start der UCI Gravel World Championships und den letzten Jahren bei Unbound und The Traka ist klar: Das hier ist Rennsport mit allem, was dazugehört. Und auch die Bikes ziehen bei diesem Trend mit.

Fast jeder Hersteller teilt sein Gravel-Line-up inzwischen sauber auf: Adventure-Gravel für Bikepacking - optimiert für Langstrecke sowie Komfort - und Race-Gravel für alle, die nach Performance und schnellen Bikes suchen. Denn auch die Rennen selbst könnten unterschiedlicher kaum sein - von flachen Highspeed-Kursen auf Hardpack bis zu ruppigen Steinfeldern mit Matsch und Tragepassagen. Von Ultra-Endurance bis drei Stunden All-Out. Das stellt enorme Anforderungen an Mensch und Material - und sorgt dafür, dass das Angebot an Race-Gravel-Bikes immer heterogener wird.

Da kaum ein professioneller Gravel-Racer mit einem Rad von der Stange an den Start geht und wir das Maximum an Performance herauskitzeln wollen, haben wir einige Custom-Aufbauten im Testfeld. Eins ist jedenfalls klar: Es geht um Sekunden, um Taktik, um Präzision. Und wer auf dem Podium landen will, braucht das perfekte Setup - keinen Kompromiss, sondern ein Werkzeug, das exakt auf das Terrain abgestimmt ist. Und gerade weil der Sport noch jung ist, erleben wir eine Phase, in der Innovation greifbar wird: Überall entstehen clevere technische Lösungen für sehr spezifische Probleme. Das Segment erfindet sich quasi mit jedem Rennen ein Stück weit neu - und genau das macht es so spannend zu beobachten.

Die Testkriterien für Race-Gravel-Bikes

  1. Handling: Präzises, direktes Lenkverhalten kombiniert mit Laufruhe.
  2. Beschleunigung: Explosives Beschleunigen durch Verwindungssteifigkeit des Rahmens.
  3. Komfort: Komfort ohne Performance-Einbußen.
  4. Vielseitigkeit: Performance in unterschiedlichen Fahrsituationen.
  5. Design: Stimmige Rahmenproportionen, cleane Integration und passendes Farbkonzept.

Vergleich von Race-Gravel-Bikes

Zwei Jahre ist unser letzter großer Race-Gravel-Vergleichstest her - und seither hat sich das Segment in einem Tempo weiterentwickelt, das selbst die schnellsten Bikes alt aussehen lässt. Damals war Race-Gravel noch ein bunter Mix aus Allroad-, Crosser- und Adventure-Bike. Heute ist es eine knallhart fokussierte Disziplin, in der alles auf Speed, Präzision und maximale Effizienz ausgelegt ist.

Allein die Zahlen zeigen, wie gewaltig der Sprung seit 2023 war: Die Reifenfreiheit ist im Schnitt von 43 auf 46 mm gewachsen - ein Plus von rund 7 %. Die tatsächliche Reifenbreite stieg von durchschnittlich 38 auf 42 mm, also ganze 10,5 % mehr Breite für Grip, Komfort und Rollwiderstand. Gleichzeitig purzelten die Kilos: Das Durchschnittsgewicht sank von 8,74 auf 7,98 kg - eine Reduktion um gut 8,7 %. Der Preis? Wortwörtlich hoch: Mit einem Durchschnittspreis von 9.512 € liegt das neue Testfeld satte 47 % über den 6.454 € von 2023.

Einzelne Modelle im Überblick

Das 3T Extrema Italia bringt echten Monstertruck-Vibe ins Race-Gravel-Game mit massiven Reifen und Aero-Rahmen.

Das Cannondale SuperX 2 setzt voll auf Laufruhe, Stabilität und souveränes Handling.

Das Falkenjagd Aristos SL ist eine Ansage aus Titan mit exklusiver Ausstattung und lebendigem Fahrverhalten.

Das MERIDA SILEX 8000 vereint Adventure-DNA und Race-Ambitionen und punktet mit Laufruhe und Stabilität.

Das Parapera Anemos² gehört mit 7,47 kg zu den leichtesten Bikes und sorgt für messerscharfes Handling.

Das SCOTT Addict Gravel RC begeistert mit einem direkten, verspielten Handling und einem ausgewogenen Verhältnis aus Agilität und Stabilität.

Das Superior XR 9.7 GF bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis, limitiert aber die Gravel-Race-Tauglichkeit.

Die Jagd nach Watt: Wie viel bringen Hochprofil-Laufräder?

Wie viele Watt kann man mit Hochprofil-Carbon-Laufrädern im Gelände „sparen“? Der Australier Lachlan Morton fuhr eine Rekordzeit mit einem Gravel-Bike über Schotter, Geröll und durch Matsch. Neben der Physis der Fahrer ist das „Material“ schon längst ein Sieg-Faktor bei den großen Gravel-Rennen.

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