Günstige Chopper Motorräder im Test: Eine umfassende Kaufberatung

Du bist auf der Suche nach einem neuen Motorrad? Im 1000PS Marktplatz und in der 1000PS Marktplatz App finden sich tausende Angebote. Doch wie das richtige Modell finden? Wir beraten Sie unabhängig: In unserer Liste finden Sie die aktuell besten Chopper / Cruiser aus Tests und Meinungen.

Chopper gibt es in unterschiedlichen Hubraumklassen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 3,1 bewertet. Wir arbeiten unabhängig und neutral.

Was macht ein Chopper Motorrad aus?

Stilprägend für Chopper-Motorräder sind ein hoher Lenker, eine weit vorn liegende Fußrastenanlage und Gangschaltung sowie eine vergleichsweise tiefe Sitzposition. Die Bikes sind weniger für eine sportliche Fahrweise gedacht, sondern mehr auf ein entspanntes Fahren auf Langstrecken mit relativ wenig Kurven ausgelegt. Viele Modelle sind allerdings hart gefedert, worunter ihre Tourentauglichkeit leidet. Cruiser, die den Choppern ähneln, bieten etwas mehr Bequemlichkeit.

Großer Hubraum, hohes Drehmoment

Chopper sind in den verschiedensten Hubraumklassen anzutreffen, gelten jedoch erst über 500 Kubikzentimeter als „eigentliche“ Chopper - nicht selten liegen sie bei 1,2 Litern und darüber. Die Maschinen bieten ein sattes Drehmoment, eignen sich aber weniger für dynamische Kurvenfahrten, sondern eher für die kultiviert-gelassene Fortbewegung. In ihrer reinsten Form werden Chopper von ihren Besitzern individuell gestaltet (so genannte Custom Bikes).

Erfolg in der 125er-Klasse

Chopper der 500-Kubikzentimeter-Klasse gelten als ideale Bikes für Anfänger/Wiedereinsteiger. Die häufig von Yamaha, Honda und Kawasaki stammenden Modelle bieten genügend Leistung für Landstraße wie Autobahn, ein leichtes Handling sowie ausreichend Platz für einen Sozius. Während Chopper in der 250er-Klasse relativ selten zu finden sind, haben sie in der für Fahranfänger beliebten 125-ccm-Klasse in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erlebt - was auch daran liegt, dass sie mit dem Führerschein der Klasse A1/A und älteren Autoführerscheinen (vor 1980) gefahren werden dürfen. Charakteristisch für sie sind eine hohe Laufruhe und ein unkompliziertes Fahrwerk. Außerdem lassen sie sich gut beherrschen.

Tourentaugliche Cruiser

In den unteren Hubraumklassen sind die Grenzen zwischen den Choppern und den Cruiser-Versionen meist relativ durchlässig. Ursprünglich jedoch bildeten die Cruiser in den höheren Hubraumklassen eine insgesamt betrachtet tourentauglichere Variante der Chopper. Ihre Merkmale sind hier eine (mitunter extrem) tiefe Sitzposition, ein hohes Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich, ein besseres Kurvenverhalten sowie ein tendenziell auf Bequemlichkeit ausgerichtetes Chassis (zum Beispiel für eine aufrechte Sitzposition). Da sie relativ viel Gewicht auf die Waage bringen, empfiehlt sich ein eher zurückhaltender Fahrstil. Cruiser der höheren Hubraumklassen werden manchmal von Frauen oder von nicht so kräftigen beziehungsweise groß gewachsenen Männern den Choppern vorgezogen.

Top 5 Nippon Cruiser

Die 1000PS Crew fährt seit 15 Jahren sämtliche neuen Motorräder aller Kategorie und Leistungsklassen. Die Erfahrungen geben wir gerne in unseren Tests und Videos weiter. Um unseren Userinnen und Usern bei der Suche nach einem neuen Motorrad oder einen neuen Roller einen einfachen Überblick geben zu können, bieten wir seit 2017 die Top 5 Listen der 1000PS Crew an. Diese Top 5 Listen erstellen wir für die wichtigsten Anforderungen und beinhalten aktuelle Neue- und gebrauchte Motorräder und Roller. Die Listen haben keinen absolutistischen Anspruch und sind auch nicht vollständig. Aber sie bieten in jedem Fall eine großartige Unterstützung bei dem Beginn einer Suche nach einem neuen Bike.

  1. Kawasaki VN 800: Platz 1 der Nippon Cruiser war auch bereits in den Top 5 der besten Kawasakis vertreten: die Kawasaki VN 800. Dass sie eine 1:1 Kopie einer Harley Davidson ist, versucht sie erst gar nicht zu verstecken. Insbesondere mit dem großen Scheinwerfer, der an den der Fat Boy erinnert. Die Ähnlichkeiten hören hier aber nicht auf. Die Gabelverkleidung und die Starrrahmen Optik schreien nach amerikanischen Cruisern. Kawasaki trifft damit die einzig gültige Formensprache, wie Zonko meint. Einzig der Kettenantrieb mag den ein oder anderen Cruiser-Fahrer abschrecken, wenn ein Keilriemen bevorzugt wird. Harley-Nachbau oder nicht? Hier scheiden sich die Geister.
  2. Suzuki Intruder 1400: Diskussion gibt es aber keine bei der großen Auswahl an Motoren. Die Suzuki Intruder war auch mit einem 600er und einem 800er Aggregat verfügbar, die Intruder 1400 ergattert aber Platz 2. Der V2 mit langem Hub und Vierventilkopf dreht sehr weit und übermittelt damit ein sehr angenehmes Ansprechverhalten. Das Handling enttäuscht im Gegensatz dazu. Trotzdem ist die Suzuki Intruder 1400 flach gebaut und verfügt über ein schmales Vorderrad, was Anfänger zusprechen sollte. Das Trockengewicht von 260kg bleibt auch kontrollierbar. Preise liegen circa bei 4.000 Euro, wofür man einen schönen Cruiser mit Kardanantrieb bekommt. Laut der 1000PS Community sind Bremse und Federbein die beiden Schwachstellen auf die man achten sollte. Auch eine Investition in bessere Teile wird empfohlen.
  3. Honda Shadow 600: Auf Platz 3 liegt Motorrad, das schlichtweg nicht umzubringen ist. Deswegen sieht man auch noch heute viele von ihr auf der Straße. Die Rede ist von der Honda Shadow 600. Der Motor stammt direkt aus der Honda Transalp und verfügt über seinen sehr runden Lauf. Wie schon die Kawasaki VN 800, kopiert auch die Shadow 600 die Optik einer Harley Davidson. Diesmal ist es jedoch die Softail. Außerdem ist das wassergekühlte Aggregat optisch so gestaltet, dass es den Eindruck eines luftgekühlten V2 macht. Mit dem Gewicht von 196kg vollgetankt, ist die Honda Shadow 600 der leichteste Nippon Cruiser dieser Top 5 Liste.
  4. Yamaha Virago 535: Platz 4 ist wohl der Inbegriff der Verachtung. Harley Davidson Fahrer haben sie einfach gehasst: die Yamaha Virago 535. Trotzdem waren die Verkaufszahlen hervorragend, denn die Virago kam mit vielen Motorkonfigurationen. Für einen Soft Chopper verfügt die Virago 535 über gutes Handling und ein angenehmes Fahrwerk. Das Gewicht von 197kg war gering, wodurch sie auch für Einsteiger sehr interessant wurde. Langsam war die Yamaha aber nicht. 7,5 Sekunden dauert der Sprint auf 100 km/h, bei 159 km/h endet der Spaß. Angetrieben wird mit einem wartungsarmen Kardan. Die Yamaha Virago 535 gilt als recht wertstabil, Preise gehen aber schon ab 1.500 Euro los.
  5. Honda VF 750 C Magna: Der Nippon Cruiser auf Platz 5 ist definitiv ungewöhnlich und konkurrenzlos. Die Rede ist von der Honda VF 750 C Magna. Als einziges Bike dieser Liste, kann die Honda Magna als sportlich bezeichnet werden. Ihr V4 leistet 88 PS und läuft über 200 km/h. Leider hat sie damit nicht in die Cruiser Liga gepasst, weswegen die Verkaufszahlen auch in Grenzen blieben. Vielleicht war sie schlichtweg zu sportlich, die Honda musste man nämlich bis zum Drehzahlbegrenzer drehen. Auch das Fahrverhalten hat eher an das eines Sportmotorrads, anstatt an das eines Cruisers erinnert. Somit ist sie wirklich spannend zu fahren, die Honda Qualität spricht im Alltag für sich. Die letzte Generation wurde bis 2003 gebaut, Exemplare mit geringer Laufleistung sollten also zu finden sein.

A2-Cruiser mit breiten Reifen im Überblick

Bobber erfreuen sich großer Beliebtheit, gerade bei Einsteigern in die A2-Klasse mit maximal 48 PS. MOTORRAD zeigt 10 spannende Modelle.

Klassisch, stilvoll und erschwinglich - im Idealfall vereinen Bobber-Bikes in der A2-Klasse diese Eigenschaften. Für Fahrer, die die Kombination aus coolen Retro-Designs und moderner Technik suchen, bieten die Bobber-Modelle einen besonders markanten Look mit breiten Reifen, tiefem Sitz und minimalistischem Styling. Im Hinblick auf Leistung und Ausstattung bieten die Modelle für kleines Geld teilweise viel.

In diesem Artikel stellen wir 10 interessante A2-Cruiser vor, die das Bobber-Feeling in unterschiedlichen Preisklassen bieten - vom Bestseller-Modell Honda CMX 500 Rebel bis hin zur neuen Benelli Leoncino Bobber 400.

Modelle im Überblick

Modell Motor Leistung Besonderheiten Preis (ca.)
Benda Napoleon Bob 500 496-cm³-Zweizylinder 50 PS Hossack-Vorderradführung, minimalistisches Design N/A (keine Informationen zur Markteinführung in Deutschland)
Benelli Leoncino Bobber 400 384,5-cm³-V-Twin 34,5 PS Riemenantrieb, niedrige Sitzhöhe (730 mm) 5.999 Euro
Hanway B40 Bobber 401-cm³-Reihenzweizylinder 44 PS 16-Zoll-Räder, niedrige Sitzhöhe (690 mm) 6.250 Euro (+ 249 Euro Liefernebenkosten)
Honda CMX 500 Rebel 471-cm³-Zweizylinder 46 PS Tiefer Sitz, kurze Schutzbleche 7.340 Euro (2024, inklusive Überführung)
Jawa 42 Bobber 294,7-cm³-Einzylinder 27 PS Retro-Ästhetik, ABS-unterstützte Scheibenbremse vorn 4.000 - 4.500 Euro (umgerechnet, andere Märkte)
Kawasaki Eliminator 500 451-cm³-Zweizylinder 48 PS Niedriger Sitz (735 mm), ABS, Traktionskontrolle 6.845 Euro
Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber 349-cm³-Einzylinder 20,2 PS Solo-Sattel, breite Reifen N/A (keine Informationen zur Markteinführung in Deutschland)
Royal Enfield Shotgun 650 648-cm³-Zweizylinder 47 PS Gedrungene Silhouette, Solositz ab 7.590 Euro
Voge CU 525 494-cm³-Zweizylinder 47,6 PS Minimalistischer Look, kurze Kotflügel N/A (keine Informationen zur Markteinführung in Deutschland)
Zongshen Cyclone AQS 401 401-cm³-Zweizylinder 44 PS Halbautomatisches Getriebe, tiefer Solositz N/A

Cruiser: Definition und Eigenschaften

Die Bezeichnung Cruiser wurde vom englischen Verb „to cruise“ abgeleitet, was eine gemütliche Fahrweise umschreibt. Als Kategorie-Bezeichnung für Motorräder wurde der Begriff Cruiser in den 1990er-Jahren eingeführt. In der Regel sind damit schwere, flachgestreckte Motorräder mit einer tiefen Sitzposition gemeint. Weitere typische Eigenschaften sind breite Lenker, viel Chrom und üppig dimensionierte Schutzbleche. Stilistisch orientieren sich moderne Cruiser oft an den großen Komfortmodellen der 1930er-Jahre aus amerikanischer Produktion.

Heutige Cruiser weisen zudem viele Ähnlichkeiten mit Chopper-Modellen auf. Wie diese werden auch viele Cruiser von langhubigen V2-Motoren angetrieben. Die Motoren eignen sich vor allem zum entspannten und zugleich kraftvollen Dahingleiten. Im Gegensatz zum Chopper bietet der Cruiser in der Regel einen besseren Langstreckenkomfort. Neben typischen V2-Modellen wurden von Triumph oder Honda auch Cruiser mit Drei- sowie Sechszylindermotoren gebaut.

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