Die chinesische Motorradindustrie setzt zum Sprung nach Europa an, um sich auf dem prestigeträchtigen und finanzkräftigen Markt zu etablieren. Dass sie dafür in der Qualität ein hohes Niveau bieten müssen, wissen sie. Als eine der herausragenden Marken gilt CFMoto.
CFMoto 675 SR-R: Ein neuer Sportler aus China
Ein bemerkenswertes Beispiel ist die neue CFMoto 675 SR-R, ein bildschönes Sportmotorrad mit einem Dreizylindermotor. Dass die Marke sportaffin ist, hat sie mit dem Gewinn der letztjährigen Moto3-Weltmeisterschaft bewiesen, auch wenn der 250er-Motor vom Partner KTM stammte. Jetzt hofft CFMoto, den Erfolg in klingende Münze umwandeln zu können.
Die Optik der 675 SR-R stammt vom italienischen Design-Studio Modena 40, das auch für die italienische Traditionsmarke MV Agusta tätig ist. Sie zeigt einen sehr modernen Look mit verschachtelter Verkleidung und dezenten Winglets. Ihre schräg stehenden Doppelscheinwerfer samt Tagfahrlichtern sind von LEDs illuminiert, das gewissermaßen frei stehende, schmale LED-Rücklicht setzt einen besonderen Akzent. Die breite Schwinge und der kurze Auspuff passen zur Gesamterscheinung.
Allerdings versucht CFMoto erst gar nicht, maximale Leistung aus dem Motor zu quetschen, sondern belässt es bei 95 PS bei 11.000/min. Klingt erst einmal nach überschaubarer Leistung, aber sie muss nur 189 kg Leergewicht anschieben.
Bei meinem Test auf der Rennstrecke stellt sich bald heraus, dass die 675 SR-R erstaunlich schnell unterwegs ist. Ihre Sitzposition ist gelungen, sie erweist sich als sportlich, aber nicht unbequem. Ich hocke in 810 mm Höhe und dank des kurzen 15-Liter-Tanks muss ich mich nicht zu tief nach den Lenkerstummeln bücken. Die Aluminium-Fußrasten sind dem Einsatzzweck entsprechend relativ weit hinten positioniert.
Der unverkennbare Dreizylinder-Sound jagt mir eine wohlige Gänsehaut über den Rücken, dabei wird die CFMoto aber nie übertrieben laut. Die Gasannahme sollte einen Hauch spontaner sein, geht aber gerade noch in Ordnung. Verschiedene Fahrmodi bietet die 675 SR-R nicht, da sie über kein "Ride-by-wire" verfügt. Sie hat serienmäßig einen Quickshifter, der aber nur hochschalten kann und gerne etwas sanfter agieren dürfte.
CFMoto hat die 675 SR-R ganz auf Handlichkeit ausgelegt, mit 1400 mm Radstand und mit 64 Grad Lenkkopfwinkel. Sie lässt sich spielerisch abwinkeln, fällt fast von allein in Schräglage und auch Korrekturen in der Kurve lässt sie ohne Protest zu. Das Herausbeschleunigen fällt dem Dreizylindermotor leicht, er zieht sauber hoch bis zum Drehzahlbegrenzer, wo er dann allerdings ziemlich abrupt abregelt.
Eine echte Überraschung sind die Reifen des chinesischen Herstellers CST: Die Migra S3N in den bei Supersportlern üblichen Dimensionen 120/70-17 vorn und 180/55-17 hinten bieten guten Grip, auch wenn die zweistufige Schlupfregelung ausgeschaltet ist. Letztere regelt im aktivierten Zustand etwas grob. Vorn arbeitet die voll einstellbare Upside-down-Gabel feinfühlig auf 130 mm Arbeitsweg und liefert ein klares Gefühl für das Vorderrad. Im hinteren Federbein sind es ebenfalls 130 mm Federweg, die sich in Vorspannung und Zugstufe noch variieren lassen.
Die beiden radialen Vierkolben-Bremszangen von J.Juan mit 300 mm großen Bremsscheiben verzögern bissig, mit klarem Druckpunkt und ohne Fading. Wer die Sicherung unter der Sitzbank zieht, legt das ziemlich früh regelnde ABS lahm, was natürlich nur für die Rennstrecke erlaubt ist, dafür aber wesentlich spätere Bremspunkte zulässt.
Auf der Rennstrecke schlägt sich die 675 SR-R wirklich wacker und bereitet dank ihrer Handlichkeit einen Mörderspaß, allerdings setzen die Angstnippel der Fußrasten in großer Schräglage auf. Das kratzt zwar hässlich, ist jedoch nicht wirklich bedenklich.
Das fünf Zoll große TFT-Display offeriert einiges an netten Spielereien, zum Beispiel Laptimer, Apple Car Play bzw. Android Auto, Navigation, Geofencing und die Upgrades kommen "over-the-air".
CFMoto hat einen wirklich gelungenen Sportler auf die Räder gestellt. Die 675 SR-R ist agil und unter einem ambitionierten Fahrer auch flott unterwegs.
Günstige Mittelklasse-Motorräder unter 9.000 Euro
MOTORRAD zeigt 15 starke, leichte und zudem günstige Motorräder unter 9.000 Euro. Neu, mit bis zu 4 Jahren Garantie - und nicht alle kommen aus China. Es gibt sie noch: neue Motorräder mit mehr als 48 PS Leistung in Serie, die unter 9.000 Euro kosten und trotzdem nicht alle vom Rasenmäher-Händler mit angeschlossener chinesischer Handelsvertretung stammen.
Evergreen: Suzuki SV 650
Mit 7.100 Euro eine der günstigsten, mit 73 PS nicht die schwächste und als Highlight: der einzige V2 der Klasse. Der Evergreen, die Suzuki SV 650. Den Motor kennen wir im Grunde seit 1999, kontinuierlich weiterentwickelt und "kugelsicher". Sie fährt sich mit 649 Kubik wie gehabt enorm elastisch, dreht recht frisch aus und verbraucht dabei wenig. Man muss allerdings 200 Kilo fahrfertig bewegen, dafür ist die Sitzhöhe mit 785 Millimeter entspannt. Die Ausstattung darf als spartanisch bezeichnet werden, doch für 7.100 Euro plus Nebenkosten ist kaum mehr zu erwarten.
Neu: Suzuki GSX-8S
Mit 8.900 Euro allerdings recht weit oben in der Preisliste, dafür mit Fahrmodi und Traktionskontrolle. Mit 83 PS und 78 Nm aus dem neuen Reihentwin mit 778 Kubik steht sie gut im Futter, ist mit 202 Kilo allerdings nicht ganz leicht im Kontext Einsteiger. Und mit 810 Millimeter Sitzhöhe eher war für "Großgewachsene". Für beide Suzukis gilt: Die Fahrwerke sind gut abgestimmt, und 4 Jahre Garantie sorgen für ein Grundvertrauen.
Honda CB 750 Hornet
Ebenfalls neu im Segment Ü-48 und U-9.000: die -Honda Hornet CB 750 A. Ebenfalls ein neuer Reihenmotor mit 755 Kubik, allerdings 92 PS und 75 Nm stark, beides bei recht hohen Drehzahlen von teils über 9.000/min, muss man also wollen und können. Sitzhöhe 795 Millimeter bei 190 Kilo. Preis: 8.190 Euro plus Nebenkosten inkl. Traktionskontrolle. Mehr Leistung für weniger Geld ist derzeit neu außer in China nicht käuflich und wenn wie bei japanischen Herstellern fast üblich: Die Dinger halten ewig, da stören die "nur" 2 Jahre Garantie kaum.
Vierzylinder: Honda CB 650 R
Wer nicht so auf Zweizylinder steht und hohe Leistung bei niedrigem Preis schätzt, für den könnte die zweite Honda im Reigen passen: Die CB 650 R protzt mit einem sportlichen Reihenvierer mit 649 Kubik, 95 PS und 63 Nm, allerdings muss man für beide Spitzenwerte fast bis 10.000, respektive bis 12.0000 Touren drehen, und das will sowohl gewollt als auch gelernt sein. Mit 203 Kilo nicht ganz leicht, dafür mit Traktionskontrolle. Die Sitzhöhe von 810 Millimeter lässt die Honda recht erwachsen wirken. Preis: 8.800 Euro plus Nebenkosten. Also eher an der oberen Preisgrenze, mit 2 Jahren Garantie und seit 2024 optional mit der Automatik-Kupplung E-Clutch für 400 Euro Aufpreis.
Dreizylinder: Triumph Trident 660
Weder Twin noch Vierer verbaut Triumph in der Trident 660. Sondern ein Dreizylinder mit 660 Kubik, 81 PS und 64 Nm. Für die PS muss allerdings über 10.000/min. gedreht werden. Das maximale Drehmoment liegt bei 6.250 Touren bereits recht früh an und muss nur 189 Kilo bewegen, während man 805 Millimeter über der Straße sitzt. Fahrmodi und Traktionskontrolle sind an Bord. Und mit der Trident ab 8.145 Euro plus Nebenkosten bietet Triumph das optisch eigenständigste Krad unserer Auswahl und obendrein 4 Jahre Garantie.
Drillinge mit Twin: Kawasaki Z 650, Ninja 650 und Z 650 RS
Ebenfalls 4 Jahre Garantie gibt Kawasaki seinen gleich 3 in unseren Suchfilter passenden Motorrädern mit. Die Z 650, die Z 650 RS und die Ninja 650 werden alle vom bekannten 649er-Twin angetrieben, allerdings mit 2 PS weniger als 70. Der leistet 68 PS bei 8.000 Touren. Seit 2023 mit Traktionskontrolle. Die Stile der Kräder vollkommen unterschiedlich: die Z 650 im bekannten Sugomi-Style, passend dazu die Sportlerin Ninja. Retro-Look bietet die Z 650 RS und dazu mit 187 Kilo das niedrigste Gewicht, dafür mit 820 Millimeter die höchste Sitzhöhe. Die Z wiegt 188 Kilo, die Ninja 193, je 790 Millimeter Sitzhöhe.
Benelli Leoncino 800 und 752 S
Zum einen die Leoncino 800, zum anderen die 752 S. Technisch im Prinzip gleich, mit Reihentwin, 752 Kubik und 76 PS bei 8.500/min. Der Motor ist im Dauertest bei MOTORRAD in der Leoncino, zeigt sich tapfer und fahrbar. Die Leoncino ist mit 222 Kilo schwer, die 752 S mit 226 noch schwerer, die Sitzhöhen liegen mit 820 und 825 Millimeter ebenfalls recht hoch im Vergleich. Dafür liegen die Preise mit 8.049 und 7.349 Euro erfreulich niedrig. Beide sind nur mit 2 Jahren Garantie ausgestattet, dafür aber mit Bremssätteln von Brembo.
China-Kracher: QJMotor SRK 700
Von der Benelli-Konzernschwester steht noch die QJMotor SRK 700 zur Wahl. Reihentwin mit 73 PS bei 8.000 Touren. 196 Kilo fahrfertig sind an der Grenze zu schwer, die Sitzhöhe von 790 Millimeter dürfte den meisten passen. Preis mit 3 Jahren Garantie: 6.999 Euro.
Reiseenduro unter 7.000 Euro: QJ Motor SRT 700 und SRT 700 X
Für den gleichen Preis bietet QJMotor noch die einzige Reiseenduro im Segment an. Die SRT 700 mit dem gleichen Motor, serienmäßiger Griff- und Sitzheizung und sogar Kofferset ab Werk. Die Sitzhöhe beträgt niedrige 790 Millimeter, das Gewicht ausstattungsgemäß 235 Kilo. Preis: 6.999 Euro. Allerdings mit eher asphaltorientierten 17-Zoll-Rädern, also eher ein Crossover-Konzept.
Wer preisgünstig auch mal ins Gelände will, der kann für 7.699 Euro die SRT 700 X kaufen. Hochwertigeres Fahrwerk mit 19-Zoll-Vorderrad. Übrige Ausstattung wie die SRT 700, samt TFT-Display, bei der X allerdings 830 Millimeter Sitzhöhe.
Alte Revolution: Yamaha MT-07
Last but not least das Modell, das die Klasse "stark, leicht und preisgünstig" ab 2013 revolutionierte: Yamaha MT-07 in der günstigsten Version Pure. Herzstück weiterhin der Twin mit 689 Kubik und 73 PS bei 8.750/min. Dazu den prestigeträchtigen 180er-Reifen hinten, 184 Kilo fahrfertig und 805 Millimeter Sitzhöhe. Mit 7.874 Euro gerade noch günstig. Für 500 Euro mehr ohne Pure, dafür mit TFT, Connectivity und in bunt zu haben. In jedem Fall: 2 Jahre Garantie.
Die Wahl des Autors
Selbst gefahren bin ich bis auf die 752 S von Benelli und die beiden QJs alle diese Moppeds. Und ich würde mit dieser Erfahrung die Suzuki GSX-8S wählen. Der neue Suzuki-Twin bietet viel Kraft und Schmalz, perfekt für die Landstraße. Das Fahrwerk ist zwar einfach aufgebaut, aber einwandfrei abgestimmt - gerade für etwas stabilere Grillsportler wie mich. Und sie bietet mir bei 1,88 Meter Körpergröße viel Platz ohne zu zwicken. Die Leoncino ist mir etwas zu laut und das Händlernetz noch zu dünn. Die CFMoto ist gemütlich, könnte aber im Hinblick auf die Software mehr Feinschliff vertragen. Die SV 650 ist mir zu schwach, die MT-07 nicht modern genug und die CB 650 R unter 8.000 Touren ein wenig müde. Triumphs Trident finde ich zwar geil, sie ist mir jedoch etwas zu klein.
Top 20 - Die besten Supersportler aus den MOTORRAD-Tests
Knapp 50 Modelle aus dem Segment der Supersportler haben sich in den vergangenen elf Jahren unseren Tests, Top-Tests und Vergleichstests stellen müssen. Wir haben die 20 am besten bewerteten Bikes aus der Bestenliste herausgesucht.
Supersportler stehen für großen technischen Fortschritt und werden von den Herstellern mit allerlei feinsten Bauteilen, Assistenzsystemen und leistungsstarken Motoren ausgestattet. Schließlich sind Supersportler mitunter für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen.
Neue Modelle sammeln mehr Punkte
In den von MOTORRAD durchgeführten Tests können die Kandidaten insgesamt 1.000 Punkte erreichen. Dabei werden Punkte in den folgenden fünf Kategorien vergeben:
- Motor (250 Punkte)
- Fahrwerk (250 Punkte)
- Alltag (250 Punkte)
- Sicherheit (150 Punkte)
- Kosten (100 Punkte)
Wenig überraschend erhält eine brandneue Ducati Panigale V4 S aufgrund ihrer technischen Highlights deutlich mehr Punkte als eine Honda Fireblade des Modelljahrs 2012. Allerdings unterscheiden sich die beiden genannten Modelle auch deutlich beim Preis.
Für eine neue Panigale V4 S (Gesamtwertung: 715 Punkte) werden knapp 25.000 Euro fällig. Die 2012er-Fireblade (Gesamtwertung: 694 Punkte) war vor knapp sechs Jahren in der von uns getesteten Konfiguration für vergleichsweise günstige 16.110 Euro zu haben. Entsprechend hat die Fireblade bei der Preis-Leistungs-Note eine 2,6 erreicht während die V4-Panigale mit einer 4,0 bewertet wurde.
Für den großen 2018er-Supersportler-Vergleich ging eine BMW S 1000 RR mit einigen Extras an den Start.
Im Segment der Supersportler gibt es bei den durchgeführten Vergleichstests in manchen Fällen zudem eine weitere Besonderheit, die sich auf die 1.000-Punkte-Wertung auswirkt. Beim zuletzt durchgeführten Supersportler-Vergleichstest in MOTORRAD 08/2018 wurden sieben Supersportler in ihrer schärferen und für die Rennstrecke ausgelegten Version getestet.
Mit einer Ausnahme: anders als bei den anderen Testkandidaten gibt es die BMW S 1000 RR quasi nur als Basis-Variante, die so insbesondere auf der Rennstrecke nicht mit angeschärften Modellen wie der R1M von Yamaha oder der Panigale V4 S von Ducati vergleichen lässt. Entsprechend wurde die S 1000 RR im Konfigurator mit einigen Extras wie dem Racing-Paket ausgestattet, die sich allerdings auf den Preis auswirken. Der Preis der BMW stieg damit von 17.650 auf 24.225 Euro.
Ranking der Top Supersportler
Hier ist eine Übersicht der Top-Supersportler aus den MOTORRAD-Tests:
| Platzierung | Motorrad | Modelljahr |
|---|---|---|
| 1. | BMW S 1000 RR | 2017 |
| 2. | BMW HP4 | 2012 |
| 3. | Honda CBR 1000 RR Fireblade | 2017 |
| 4. | Suzuki GSX-R 1000 R | 2017 |
| 5. | Honda CBR 1000 RR Fireblade SP | 2017 |
| 6. | Suzuki GSX-R 1000 | 2017 |
| 7. | Ducati Panigale V4 S | 2018 |
| 8. | BMW S 1000 RR | 2012 |
| 9. | Yamaha YZF-R1M | 2017 |
| 10. | Suzuki GSX-R 1000 | 2015 |
| 11. | Honda CBR 1000 RR Fireblade | 2012 |
| 12. | Kawasaki Ninja ZX-10 RR | 2017 |
| 13. | Yamaha YZF-R1 | 2017 |
| 14. | Aprilia RSV4 RF | 2017 |
| 15. | Ducati 1299 Panigale S | 2015 |
| 16. | Triumph Daytona 675 | 2013 |
| 17. | Kawasaki Ninja ZX-10R | 2017 |
| 18. | Kawasaki Ninja ZX-10R | 2015 |
| 19. | Aprilia RSV4 RR | 2017 |
| 20. | Kawasaki ZX-6R 636 | 2013 |
Preisvergleich Supersport Motorräder
Aktuelle Supersport Motorräder haben durch die umfangreiche Ausstattung oft einen hohen Preis. Am Gebrauchtmarkt findet man jedoch junge Gebrauchte und günstige Supersportler.
Die 5 besten A2-Motorräder
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. MOTORRAD zeigt die 5 besten A2-Kräder.
Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert.
Die besten Einsteiger-Bikes mit 48 PS bei MOTORRAD
Platz 1: Honda CB 500 X
Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes. Als einziger Crossover der Klasse wirkt sie wie eine Reiseenduro und fährt wie eine Naked Bikes. Zu Recht versammelt sie 623 Punkte auf ihrem Testkonto und liegt damit weit vor dem 2. Platz. Und nicht nur bietet Honda mit der 500 X das derzeit beste Einsteiger-Bike in MOTORRAD, die 500 X darf sich auch noch mit der Preis-Leistungs-Note 1,0 schmücken.
Platz 2: Kawasaki Ninja 400
Bereits mit deutlichem Abstand in Form von 8 Punkten steht die Kawasaki Ninja 400 mit 615 Punkten auf Platz 2. Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten. Dafür verliert die Kawasaki ihren deutlichen Vorsprung dann wieder in der Alltagswertung.
Platz 3: Kawasaki Ninja 500 SE
Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Mit 132 Punkten steht er unerreicht auf Platz 1 der Antriebe, während die Ninja mit 613 auf Platz 3 steht. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
Platz 4: Honda CB 500 Hornet
Mit 611 Punkten steht die Honda Hornet 500 auf Platz 4 der Bestenliste der Einsteiger-Bikes von MOTORRAD. Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X. Den Grund zeigt die Punktewertung im Detail.
Platz 4: Honda CBR 500 R
Ebenfalls 611 Punkte erhält die Honda CBR 500 R. Im Grunde die Supersport-Version der Hornet und der CB 500 X. Ebenfalls interessant: Auch in der CBR fährt der Motor mit 122 Punkten mehr Punkte ein als in der CB 500 X. Die Unterschiede der Punkte zur CB 500 Hornet sind minimal.
Platz 5: KTM 390 Adventure
Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger. Und zwar dank der 609 Punkte, die die KTM 390 Adventure einfuhr. Allerdings noch eine Version von 2023, also die 390er-Modelle noch keine schräglagensensiblen System hatten.
125er-Motorräder mit Autoführerschein
Autofahrer können für kleines Geld den vereinfachten Führerschein Klasse B196 für Leichtkrafträder machen. Doch welche Modelle eignen sich für Neu-Biker? Hier finden Sie die interessantesten Motorräder mit 125 cm³ Hubraum.
Um ein 125er-Bike mit dem Autoführerschein zu fahren, bedarf es nur einer Fahrerschulung. Die sonst vorgeschriebene Ausbildung samt Prüfungen muss für die Fahrerlaubnis der Klasse B196 nicht mehr durchlaufen werden. Voraussetzung ist lediglich, dass man älter als 25 Jahre ist und seit über fünf Jahren den Pkw-Führerschein Klasse B besitzt.
Moderne 125er-Motorräder, offiziell Leichtkrafträder genannt, dürfen maximal 125 cm³ Hubraum und 11 kW/15 PS haben, Elektro-Leichtkrafträder entsprechend eine Nenndauerleistung von 11 kW. Sie kommen den nicht gedrosselten Motorrädern in vielen Punkten sehr nahe und bieten gehobenen Fahrspaß für überschaubares Geld.
Teilweise sind diese dennoch schnell unterwegs und haben aufwendig gestrickte Fahrwerke. Wer also ambitioniert unterwegs sein will, sollte ein Modell mit ABS wählen, denn besonders Fahranfängern bereiten Notbremsungen auf zwei Rädern oft Probleme.
Neue 125er im Jahr 2025
Hier die Neuheiten, die die Hersteller im Jahr 2025 mit 125 cm³ Hubraum auf den Markt bringen:
- Aprilia 125 SX/RX
- Benelli BKX 125 und BKX 125 S
- Honda Grom
- KTM 125 Enduro R
Die Rahmen der Bikes sind aus Stahl-Gitterrohr gefertigt und ermöglichen eine seitliche Positionierung des hinteren Federbeins, was die Absenkung der Sitzbank erlaubt.
Die besten nackten Motorräder der günstigen Klasse
Viel Motorrad um wenig Geld! Es geht ums pure Reiten ohne Verkleidung. Die besten nackten Motorräder der günstigen Klasse. Unter uns: Solo kann man mit diesen Naked Bikes genauso viel Spaß haben wie mit +100PS (Retro-Eisen, Scrambler und Cruiser stehen in einer anderen Top10-Liste). All diese Eisen gibt´s auch in einer gedrosselten Version für den A2-Führerschein (ungedrosselte A2-Nakeds bis 48PS gibt´s in einer eigenen Liste, hier klicken!).
Top 10 Naked Bikes
- Yamaha MT-07 2025
- Benelli 752S
- Ducati Monster (luftgekühlt)
- Husqvarna Vitpilen 701
- Aprilia Shiver
- Suzuki SV650 2024
- Ducati Scrambler 1100 Sport Pro 2023
- Triumph Trident 660 2025
- Kawasaki Z650 2023
Günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder 2024
Günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder erfreuen sich besonders bei jüngeren Fahrern großer Beliebtheit. Diese Motorräder dienen oft als Einstieg in die aufregende Welt der Hochleistungs-Motorräder.
Der Hauptvorteil dieser Motorräder liegt in ihrem ausgewogenen Verhältnis von Leistung und Handhabbarkeit. Sie bieten genügend Power und Fahrdynamik, um erste Erfahrungen zu machen udn sind für Einsteiger gut beherrschbar. Das schlanke, renninspirierte Design und die aggressive Sitzposition sprechen besonders junge Fahrer an, die sich vom Look und Feel des Rennsports angezogen fühlen.
Bewertung durch die Jury
Die Jury der 1000PS Top Awards besteht aus erfahrenen Testern, darunter Nils, Vauli, Horvath, Gregor, Poky, Mex, Wolf, Arlo, Amelie, Schaaf und Frankee.
Besonders herausfordernd ist die Bewertung von Motorrädern, die nur kurzzeitig oder nur von wenigen Testern gefahren wurden. Diese Modelle können logischerweise nur von denjenigen bewertet werden, die sie tatsächlich getestet haben.
Knappe Entscheidungen
In der Kategorie der günstigen Einsteiger-Supersport-Motorräder gab es enge Abstände in den Bewertungen der Juroren. Besonders knapp war es beispielsweise bei Platz 3, den sich Kawasaki Ninja ZX-4R/RR und der Honda CBR650R mit der exakt gleichen Punktezahl teilen.
Honda CBR650R
Die Honda CBR650R ist ein ausgezeichnetes Modell für Einsteiger, das eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Handlichkeit bietet. Angetrieben von einem 649-ccm-Reihen-Vierzylindermotor, liefert sie eine zunächst sanfte, aber in hohen Drehzahlen kraftvolle Beschleunigung, die für den alltäglichen Gebrauch ebenso geeignet ist wie für sportliche Fahrten.
Kawasaki Ninja ZX-4R/RR
Die Kawasaki Ninja ZX-4R/RR teilt sich den dritten Platz mit der Honda CBR650R und hat sich als eines der beeindruckendsten Modelle in der Kategorie der Einsteiger-Supersport-Motorräder etabliert. Ausgestattet mit einem 399-ccm-Vierzylindermotor, bietet die Ninja ZX-4R eine außergewöhnliche Leistungsentfaltung und ein atemberaubendes Fahrerlebnis, das in dieser Hubraumklasse sonst so nicht zu finden ist. Passend zu ihrer kleineren Hubraumgröße bietet die Ninja ZX-4R/RR ein beeindruckendes Handling und eine Agilität, die für den sportlichen Einsatz wie geschaffen sind.
Weitere erwähnenswerte Modelle
- Triumph Daytona 660
- Suzuki GSX-8R
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