Günstige Supersportler Motorrad im Vergleich

Supersportler stehen für großen technischen Fortschritt und werden von den Herstellern mit allerlei feinsten Bauteilen, Assistenzsystemen und leistungsstarken Motoren ausgestattet.

Schließlich sind Supersportler mitunter für den Einsatz auf der Rennstrecke vorgesehen.

Zudem orientieren sich die Hersteller bei der Entwicklung der Serienmodelle an den Bikes, die in den großen Motorsport-Rennserien an den Start gehen.

Entsprechend sammeln Supersportler in der 1.000-Punkte-Wertung bei den MOTORRAD-Tests im Vergleich zu Motorrädern aus den anderen Segmenten fleißig Punkte in den Kategorien Motor und Fahrwerk. Weniger gut sieht es dagegen in der Kategorie Alltagstauglichkeit aus.

Testkriterien und Bewertung

In den von MOTORRAD durchgeführten Tests können die Kandidaten insgesamt 1.000 Punkte erreichen. Dabei werden Punkte in den folgenden fünf Kategorien vergeben:

  • Motor (250 Punkte)
  • Fahrwerk (250 Punkte)
  • Alltag (250 Punkte)
  • Sicherheit (150 Punkte)
  • Kosten (100 Punkte)

Zudem wird eine Preis-Leistungs-Note vergeben um das Testergebnis besser einordnen zu können.

Wenig überraschend erhält eine brandneue Ducati Panigale V4 S aufgrund ihrer technischen Highlights deutlich mehr Punkte als eine Honda Fireblade des Modelljahrs 2012.

Allerdings unterscheiden sich die beiden genannten Modelle auch deutlich beim Preis.

Für eine neue Panigale V4 S (Gesamtwertung: 715 Punkte) werden knapp 25.000 Euro fällig.

Die 2012er-Fireblade (Gesamtwertung: 694 Punkte) war vor knapp sechs Jahren in der von uns getesteten Konfiguration für vergleichsweise günstige 16.110 Euro zu haben.

Entsprechend hat die Fireblade bei der Preis-Leistungs-Note eine 2,6 erreicht während die V4-Panigale mit einer 4,0 bewertet wurde.

Für den großen 2018er-Supersportler-Vergleich ging eine BMW S 1000 RR mit einigen Extras an den Start.

Im Segment der Supersportler gibt es bei den durchgeführten Vergleichstests in manchen Fällen zudem eine weitere Besonderheit, die sich auf die 1.000-Punkte-Wertung auswirkt.

Beim zuletzt durchgeführten Supersportler-Vergleichstest in MOTORRAD 08/2018 wurden sieben Supersportler in ihrer schärferen und für die Rennstrecke ausgelegten Version getestet.

Mit einer Ausnahme: anders als bei den anderen Testkandidaten gibt es die BMW S 1000 RR quasi nur als Basis-Variante, die so insbesondere auf der Rennstrecke nicht mit angeschärften Modellen wie der R1M von Yamaha oder der Panigale V4 S von Ducati vergleichen lässt.

Entsprechend wurde die S 1000 RR im Konfigurator mit einigen Extras wie dem Racing-Paket ausgestattet, die sich allerdings auf den Preis auswirken.

Der Preis der BMW stieg damit von 17.650 auf 24.225 Euro.

Top 20 Supersportler aus MOTORRAD-Tests

Knapp 50 Modelle aus dem Segment der Supersportler haben sich in den vergangenen elf Jahren unseren Tests, Top-Tests und Vergleichstests stellen müssen.

Wir haben die 20 am besten bewerteten Bikes aus der Bestenliste herausgesucht.

Platzierung Motorrad Modelljahr
1 BMW S 1000 RR 2017
2 BMW HP4 2012
3 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2017
4 Suzuki GSX-R 1000 R 2017
5 Honda CBR 1000 RR Fireblade SP 2017
6 Suzuki GSX-R 1000 2017
7 Ducati Panigale V4 S 2018
8 BMW S 1000 RR 2012
9 Yamaha YZF-R1M 2017
10 Suzuki GSX-R 1000 2015
11 Honda CBR 1000 RR Fireblade 2012
12 Kawasaki Ninja ZX-10 RR 2017
13 Yamaha YZF-R1 2017
14 Aprilia RSV4 RF 2017
15 Ducati 1299 Panigale S 2015
16 Triumph Daytona 675 2013
17 Kawasaki Ninja ZX-10R 2017
18 Kawasaki Ninja ZX-10R 2015
19 Aprilia RSV4 RR 2017
20 Kawasaki ZX-6R 636 2013

Günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder 2024

Günstige Einsteiger-Supersport-Motorräder erfreuen sich besonders bei jüngeren Fahrern großer Beliebtheit.

Diese Motorräder dienen oft als Einstieg in die aufregende Welt der Hochleistungs-Motorräder.

Der Hauptvorteil dieser Motorräder liegt in ihrem ausgewogenen Verhältnis von Leistung und Handhabbarkeit.

Sie bieten genügend Power und Fahrdynamik, um erste Erfahrungen zu machen und sind für Einsteiger gut beherrschbar.

Das schlanke, renninspirierte Design und die aggressive Sitzposition sprechen besonders junge Fahrer an, die sich vom Look und Feel des Rennsports angezogen fühlen.

Bewertung der Juroren

Die Jury der 1000PS Top Awards besteht aus erfahrenen Testern, darunter Nils, Vauli, Horvath, Gregor, Poky, Mex, Wolf, Arlo, Amelie, Schaaf und Frankee.

Zur Wahl stehen alle Motorradmodelle, die 2024 bei den Herstellern neu erhältlich sind.

Dabei müssen es nicht zwangsläufig Modelle sein, die 2024 neu vorgestellt wurden.

Jeder Tester erstellt unabhängig voneinander seine persönliche Rangliste der Lieblingsbikes von Platz 1 bis Platz 14.

Modelle, die nicht gewählt wurden, erhalten automatisch den 15. Platz.

Da nicht alle Tester in allen Motorrad-Segmenten Experten sind, durften bestimmte Kategorien ausgelassen werden.

Dadurch basiert das Gesamtranking auf weniger Einzelbewertungen, bleibt jedoch unverfälscht.

Besonders herausfordernd ist die Bewertung von Motorrädern, die nur kurzzeitig oder nur von wenigen Testern gefahren wurden.

Diese Modelle können logischerweise nur von denjenigen bewertet werden, die sie tatsächlich getestet haben.

In den Bewertungen der anderen Tester erhalten sie dann den 15.

Enge Entscheidungen

In der Kategorie der günstigen Einsteiger-Supersport-Motorräder gab es enge Abstände in den Bewertungen der Juroren.

Nils, Vauli, Horvath, Gregor, Poky und Mex gehörten zu den Juroren, die ihre Stimmen abgegeben haben.

Besonders knapp war es beispielsweise bei Platz 3, den sich Kawasaki Ninja ZX-4R/RR und der Honda CBR650R mit der exakt gleichen Punktezahl teilen.

Beispielsweise vergab Nils für die Honda CBR650R den ersten Platz, während Vauli die Kawasaki Ninja ZX-4R/RR auf den zweiten Platz setzte.

Horvath bewertete die Kawasaki am besten, während die Honda bei ihm weiter hinten lag.

Gregor, Poky und Mex zeigten ebenfalls unterschiedliche Präferenzen, was die enge Platzierung dieser beiden Modelle erklärt.

Modelle im Fokus

Honda CBR650R

Die Honda CBR650R ist ein ausgezeichnetes Modell für Einsteiger, das eine ausgewogene Mischung aus Leistung und Handlichkeit bietet.

Angetrieben von einem 649-ccm-Reihen-Vierzylindermotor, liefert sie eine zunächst sanfte, aber in hohen Drehzahlen kraftvolle Beschleunigung, die für den alltäglichen Gebrauch ebenso geeignet ist wie für sportliche Fahrten.

Die hochwertige Verarbeitung und Ausstattung, einschließlich eines einstellbaren Fahrwerks und eines modernen Farb-TFT Displays, machen die CBR650R 2024 besonders attraktiv.

Kawasaki Ninja ZX-4R/RR

Die Kawasaki Ninja ZX-4R/RR teilt sich den dritten Platz mit der Honda CBR650R und hat sich als eines der beeindruckendsten Modelle in der Kategorie der Einsteiger-Supersport-Motorräder etabliert.

Ausgestattet mit einem 399-ccm-Vierzylindermotor, bietet die Ninja ZX-4R eine außergewöhnliche Leistungsentfaltung und ein atemberaubendes Fahrerlebnis, das in dieser Hubraumklasse sonst so nicht zu finden ist.

Passend zu ihrer kleineren Hubraumgröße bietet die Ninja ZX-4R/RR ein beeindruckendes Handling und eine Agilität, die für den sportlichen Einsatz wie geschaffen sind.

Ein weiterer Vorteil ist das sportliche, dynamische Design, das sofort ins Auge fällt.

Allerdings ist sie, verglichen mit anderen Einsteiger-Modellen, etwas kostspieliger und aufgrund der hochdrehenden Motorcharakteristik möglicherweise nicht die erste Wahl für Fahrer, die eine entspanntere Fahrt bevorzugen.

Triumph Daytona 660

Die Triumph Daytona 660 vereint britischen Charme mit modernster Technik.

Ihr Dreizylindermotor sorgt für ein einzigartiges Fahrerlebnis, das durch einen satten Sound und eine lineare Leistungsabgabe ergänzt wird.

Das sportlich abgestimmte Fahrwerk bietet nicht nur eine hohe Präzision, sondern auch ausreichend Komfort für den Alltag.

Zudem besticht die Daytona 660 durch eine hochwertige Verarbeitung und eine umfangreiche Elektronikausstattung.

Suzuki GSX-8R

Die Suzuki GSX-8R hat sich in vielen Tests als Spitzenreiter in der Kategorie der günstigen Einsteiger-Supersport-Motorräder etabliert.

Sie bietet eine perfekte Kombination aus Leistung, Handling und Erschwinglichkeit.

Der Zweizylindermotor liefert eine hervorragende Beschleunigung und ist gleichzeitig relativ sparsam im Verbrauch, was sie besonders attraktiv für preisbewusste Fahrer macht.

Zudem überzeugt die GSX-8R mit ihrem agilen Fahrwerk und einer aggressiven Optik, die stark an größere Supersport-Modelle erinnert.

Ein kleiner Nachteil könnte die etwas weniger fortschrittliche Elektronikausstattung im Vergleich zu anderen Modellen in dieser Klasse sein.

Gebrauchte Sportmotorräder: High End zum Low-Budget-Tarif

Keine Motorradgattung altert schneller als die der Sportbikes.

Erfreulicher Nebeneffekt: Bei der gut abgehangenen Technik sinken die Preise schneller als anderswo.

Ideal, um sich endlich einen kleinen Hobby-Rennstall zusammenzustellen.

Auf jeden Fall, wenn sich der rational kalkulierende Gebrauchtkäufer auf den Markt älterer Sportbikes stürzt.

Wobei „stürzen“ in diesem Zusammenhang das falsche Wort ist.

Denn Eile ist bei diesen Perlen zunächst nicht angesagt, das ergibt sich später - nach dem Kauf - automatisch.

Empfehlenswerte Modelle

Wir haben 20 Sportmotorräder herausgesucht, die sich für Einsteiger und Fortgeschrittene eignen.

Dabei ist für jede Führerscheinklasse etwas dabei.

Die Modelle reichen in Sachen Hubraum von einer kleinen 125er-Aprilia bis zur gigantischen 1190er-KTM.

Aprilia RS4 125 (Modelljahr 2011)

Mit dem markanten Frontscheinwerfer ist die Aprilia RS4 125 ihrer großen Superbike-Schwester wie aus dem Gesicht geschnitten.

Das kommt bei jugendlichen Sport-Einsteigern gut an, und auch Kugelkopf-Gelenke mit Gewindestange zum Einstellen des Schalthebels, Radialbremsen sowie der massive Lenkkopf am Alu-Brückenrahmen wirken wie aus der Rennabteilung.

Anders als manche nur mit Kriegsbemalung geschminkte Langweiler-Mopeds will diese 125er turnen und nicht nur posen.

Die Aprilia RS4 125 gibt es ab 1.800 Euro.

Leider lassen sich aber die Abstimmungsschwächen des vom spanischen Motorradbauers Derbi stammenden Viertakters nicht wegdiskutieren.

Schweres Erbe also für die seit 2011 angebotene Nachfolgerin der seinerzeit auf Rundkursen sehr erfolgreichen Zweitakt-RS.

Ordentliche gebrauchte Exemplare der Aprilia RS4 125 gibt es schon unter 2.500 Euro.

Yamaha YZF-R 125 (Modelljahr 2011)

Unter Rookies gilt die Yamaha YZF-R 125 bereits seit 2008 als heiße Nummer.

Selten wie kaum zuvor sorgte ein Newcomer in der Achtelliter-Straßenszene für so viel Furore.

Kein Wunder, schließlich lässt es sich auch mit 15 PS, für die Hub­raumklasse recht breiten Reifen, einem stabilen Fahrwerk und knackigen Bremsen sehr zackig ums Ecke biegen.

Zudem erwies sich dieses Modell als dauerhaltbar und zuverlässig, auch wenn regelmäßig voll am Hahn gezogen wird.

Ab 1.600 Euro beginnen die Einstiegspreise bei der Yamaha YZF-R 125.

Der Viertakter ist gut für weit über 50.000 Kilometer, den MOTORRAD-Dauertest über 25.000 Kilometer jedenfalls bestand die Yamaha YZF-R 125 bravourös.

Das Motorrad wirkt erwachsen und ausgereift, ist daher nicht nur bei wilden Gasköppen stark nachgefragt.

Gepflegte Exemplare mit weniger als 25.000 Kilometern und manchmal sogar etwas Zubehör finden sich bereits ab 2.000 Euro.

Kawasaki Ninja 250 R (Modelljahr 2011)

Diese Maschine hatte in Deutschland von 2008 bis 2012 ein kaum beachtetes Gastspiel: nur knapp über 2.000 verkaufte Stück.

Der Typ EX250K war die vierte Auflage der 250er, die schon seit 1986 in den USA und Kanada als GPZ, GPX sowie ZZR Karriere machte, danach eben als Kawasaki Ninja 250 R.

Mit Einspritzung, 33 PS und neuer fescher Verkleidung startete die preisgünstige Straßensportlerin also auch hierzulande durch.

Die Kawasaki Ninja 250 R gibt es ab 1.700 Euro.

Der Twin der Kawasaki Ninja 250 R giert nach Drehzahlen, unter 6.000/min geht wenig, standfeste Bremsen und ein handliches Fahrwerk untermauern den sportlichen Anspruch.

Das Gebrauchtangebot ist überschaubar, längere Anfahrtswege zur Besichtigung müssen eingerechnet werden.

Bei den Inseraten sollte man genau darauf achten, ob auf Unfall- und Umfallerschäden hingewiesen wird, denn die Vorbesitzer sind oftmals unsichere Motorradanfänger.

Honda CBR 600 RR (Modelljahr 2005)

Seit 2003 gilt die Honda CBR 600 RR als die verschärfte CBR in der 600er-Klasse.

Parallelmodell und Dauerbrenner CBR 600 F konnte damals zwar auch schnell, aber auf der Rennstrecke wirkte sie angesichts erstarkter Konkurrenz beinahe schon fehlplatziert.

Von Beginn an spielte aber auch die seinerzeit brandneue Supersportlerin eine besondere Stärke aus, die schon dem zahmeren F-Modell zum Erfolg verholfen hat: Gefälligkeit statt Spitzenleistung.

Interesse an einer Honda CBR 600 RR? Die Einstiegspreise beginnen bei 2.500 Euro.

Mit super Ergonomie, gut berechenbarer Kraftentfaltung und fein dosierbaren Bremsen ließen sich mit der Honda CBR 600 RR Top-Rundenzeiten in der 600er-Klasse einfahren.

Besagtem Typ PC37 wurde 2005 dann etwas mehr Power eingehaucht, und er bekam eine Upside-down-Gabel verpasst.

Diese empfehlenswerte Gebrauchte ist auch heute noch eine erstklassige Wahl für spaßige Renntrainings.

Yamaha YZF-R6 (Modelljahr 2005)

Der im Bild gezeigte Typ RJ095 wurde nur 2005 gebaut.

Bei R6-Fans steht er komplett im Schatten des direkten Nachfolgers, des allseits heißbegehrten Typs RJ111.

Interessenten profitieren aber davon, denn eine Yamaha YZF-R6 aus 2005er-Jahrgang kostet bei etwa gleicher Laufleistung locker einen großen Schein weniger als die 2006er-Maschine.

Ab 2.500 Euro ist die Yamaha YZF-R6 zu haben.

Gegenüber den Vorgängerinnen hatte Yamaha viel verbessert, unter anderem eine Radialbremspumpe und radial verschraubte Bremssättel installiert, Gabel und Federbein modifiziert sowie die Vorderreifendimension geändert (120/70 ZR 17 statt 120/60 ZR 17).

Sitzposition und Ergonomie sind tadellos.

Zielsicher und fein lässt es sich mit dieser Yamaha YZF-R6 auch über kleinste Nebensträßchen bügeln.

Unterm Strich empfiehlt sich der Typ RJ095 mit famosem Handling, hoher Kurvenstabilität und Lenkpräzision sowie exzellenter Bremsdosierung.

Kawasaki Ninja ZX-6R (Modelljahr 2007)

Seit den 1990ern eine Macht auf der Landstraße!

2003 bekam die Kawasaki Ninja ZX-6R dann Einspritzung und ein Hubraumplus (636 cm³) spendiert - zugunsten der Alltagstauglichkeit.

Wer ambitioniert Supersportrennen fahren wollte, musste zur radikalen ZX-6RR mit regelkonformen 599 cm³ greifen.

2007 besann man sich bei der straßentauglicheren Version wieder auf diesen Hubraum, holte aus dem Motor sehr stattliche 125 PS heraus, stufte das Getriebe der Sechser neu ab und überarbeitete erfolgreich das Fahrwerk.

Schon ab 2.800 Euro kann man eine Kawasaki ZX-6R erwerben.

Die Kawa-Kunden goutierten die Modellpflege allerdings weniger, vor allem wegen der Gewichtszunahme von über zehn Kilo gegenüber der Vorgängerin.

Obwohl der pummelige Racer geradezu brillante Fahreigenschaften aufwies, sanken die Verkaufszahlen.

Weil die Kawasaki Ninja ZX-6R auch als Gebrauchte weniger gesucht wird, kann man dieses tolle, recht junge Motorrad relativ günstig erwerben.

Triumph TT 600 (Modelljahr 2000)

Musste das sein?

Im Jahr 2000 wagte Triumph mit der Triumph TT 600 den Angriff auf die japanische Supersportklasse.

Anstatt als Exotenmarke aber mit einem eigenständigen Bike für Aufsehen zu sorgen, puzzelte man in Hinckley/England nur bewährte Konzepte zusammen.

Beim Aussehen schien eine Honda CBR 600 F der damals vorletzten Generation Pate gestanden zu haben, und der konventionell aufgebaute Vierzylinder konnte bei der Leistungsentfaltung mit der Konkurrenz nicht wirklich mithalten.

Die Triumph TT 600 ist auf dem Markt ab 2.000 Euro zu haben.

Immerhin wollte man - als Novum in dieser Klasse - mit einer modernen Einspritzung punkten, doch massive Abstimmungsprobleme führten zu einem echten Durchhänger besonders in der Drehzahlmitte.

Zwar besserte Triumph kräftig nach, doch da hatte die Triumph TT 600 schon ihren Ruf weg.

Auch dass die Engländerin mit ihrem extrem handlichen Fahrwerk die japanische Konkurrenz durchaus in den Sack stecken konnte, half da nur wenig.

2003 kam bereits die Nachfolgerin.

Heute lockt die TT als günstiger Fast-Youngtimer mit Exoten-Flair.

Ducati 748 (Modelljahr 2000)

Die Ducati 748 nimmt in dieser Kategorie eine Sonderrolle ein.

Ursprünglich durfte der Dreiviertel-Liter-Twin bei Rennen laut damaligem Regelwerk gegen 600er-Vier­zylinder antreten - und die Duc tat dies zur Jahrtausendwende auch sehr anständig und beherzt.

Aus heutiger Sicht ist dieses Sportmotorrad allerdings gar nicht mehr so super: zu schlapp, zu schwer, zu hüftsteif.

Ein paar Jahre jüngere 600er jedenfalls würden die Italienerin auf dem Rundkurs gnadenlos abhängen.

Ab 3.500 Euro ist die Ducati 748 zu haben.

Na und?

Hört man hingegen auf Bauch und Herz, statt sich an Rundenzeiten zu orientieren, macht die Ducati 748 nach wie vor auch für Sportfreaks absolut Sinn, denn der Sound des Vierventil-Desmos und die wunderschöne Einarmschwinge berauschen.

Gepflegte, ordentlich gewartete Exemplare finden sich um 4.000 Euro.

Das Gute: Solche Liebhaberstücke verlieren kaum an Wert!

Suzuki GSX-R 750 (Modelljahr 2004)

Rennklassen wie Formel 750 gibt es schon lange nicht mehr, und auch die Zeiten, als Superbikes größtenteils mit 750 Kubik unterwegs waren, sind vorbei.

Suzukis Evergreen GSX-R 750 (seit 1984) überl...

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