Fahrradhelm Test: Sicherheit und Performance im Fokus

Rennradfahren erfreut sich anhaltender Beliebtheit, was durch steigende Verkaufszahlen und die Präsenz in sozialen Medien untermauert wird. Neben der Verbesserung der Fitness bietet das Rennradfahren die Möglichkeit, hohe Geschwindigkeiten und malerische Landschaften zu genießen. Besonders in hügeligem Terrain suchen immer mehr Rennradfahrer neue Herausforderungen. Dabei sollte die Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Die folgende Übersicht soll helfen, den passenden Helm zu finden.

Anforderungen an Rennradhelme

Rennradhelme müssen in erster Linie Sicherheit bieten, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Zusätzlich stellen Rennradfahrer spezielle Anforderungen an ihren Helm:

  • Leichtgewicht: Für optimale Performance soll der Helm möglichst leicht sein.
  • Aerodynamik: Ein geringer Luftwiderstand ist entscheidend.
  • Belüftung: Ausreichende Belüftung ist wichtig, um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden.

Ein guter Kompromiss zwischen Aerodynamik und Belüftung ist entscheidend, da zu viele Luftkanäle die Aerodynamik beeinträchtigen können. Im Gegensatz zu Mountainbike-Helmen verzichten Rennradhelme meist auf ein Visier, wobei spezielle Zeitfahrhelme eine Ausnahme bilden.

Sicherheitsstandards und -technologien

Alle Fahrradhelme, die auf dem europäischen Markt verkauft werden, müssen ein CE-Prüfzeichen und eine DIN-Sicherheitsnorm aufweisen. Dies garantiert jedoch nicht, dass jeder Helm gleich sicher ist, insbesondere bei den hohen Geschwindigkeiten, die auf dem Rennrad erreicht werden. Die Listung des Virginia Tech Institute wird von vielen Experten als eine Art »Goldstandard« angesehen.

Zusätzlich gibt es spezielle Schutzsysteme:

  • Mips (Multi-Directional Impact Protection System): Ein System, das den Fahrer bei schrägen Aufprällen besser schützen soll.
  • KinetiCore (Lazer): Ein eigenes Sicherheitssystem des belgischen Herstellers Lazer.
  • WaveCel (Trek und Bontrager): Eine weitere Schutztechnologie, die bei Helmen der Marken Trek und Bontrager eingesetzt wird.

Größen und Passform

Da es keine einheitlichen Rennradhelm-Größen gibt, sollte man beim Kauf nicht nur auf die Angaben von XS bis XL achten, sondern auch die zugehörigen Zentimeterangaben berücksichtigen. Um den eigenen Kopfumfang zu ermitteln, misst man etwas oberhalb der Ohren. Ein Helm sollte sicher umschließen, ohne dabei unangenehm zu drücken. Die Gurtbänder sollten straff anliegen, aber nicht einschneiden. Idealerweise befindet sich die Kante des Helms einen Finger breit über den Augenbrauen.

Getestete Rennradhelme und ihre Eigenschaften

Im Folgenden werden einige getestete Rennradhelme und ihre besonderen Eigenschaften vorgestellt:

  • Julbo Fast Lane: Ein preisgünstiger Helm mit guter Belüftung, geringem Gewicht und Fidlock-Magnetverschluss.
  • Scott Cadence Plus: Ein aerodynamischer Helm, der sich auch für größere Köpfe eignet und über einen Magnetverschluss am Kinn verfügt.
  • Rudy Project Skudo: Ein vielseitiger Helm mit guter Belüftung und einem einfach bedienbaren Verstellsystem.
  • Uvex Surge Aero Mips: Ein aerodynamischer Helm mit abnehmbarem Aero-Cover und guter Größenanpassung.
  • Giro Isode Mips: Ein günstiger Helm mit Mips-Sicherheitstechnologie und einfacher Anpassung.
  • Van Rysel RCR-R 900 Mips: Ein aerodynamischer Helm, der sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene eignet.
  • Sweet Protection Falconer Aero 2 Vi Mips: Ein komfortabler Helm mit futuristischem Look und leichtgängigem Verstellsystem.
  • Oakley Aro5 Race I.C.E.: Ein Helm mit detailverliebter Ausstattung, inklusive höhenverstellbarem Anpassungssystem und »Sonnenbrillengarage«.

Weitere Fahrradhelm-Typen

Neben Rennradhelmen gibt es auch andere Helmtypen, die für unterschiedliche Einsatzbereiche konzipiert sind:

  • Mountainbike-Helme: Häufig mit Visier ausgestattet, um vor Sonne, Schmutz und Steinen zu schützen.
  • City-Helme: Weniger sportlich abgestimmt, mit Fokus auf Tragekomfort und urbanem Look. Oft mit Reflektoren oder Beleuchtung ausgestattet.
  • Downhill-Helme (Fullface-Helme): Bieten maximalen Schutz für Kopf, Kinn und Gesicht und ähneln Integralhelmen von Motorradfahrern.

Fahrradhelm Test Ergebnisse

Im Fahrradhelm Test wurden verschiedene Modelle untersucht und in der Praxis getestet. Dabei wurden die Handhabung, die Verarbeitung, die Ausstattung und das Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet. Es wurden Fahrradhelme für Kinder als Mitfahrer (kleinere Kinder ab ca. 3 Jahren mit einem Kopfumfang von ca. 48-54 cm) und selbstfahrende Kinder mit einem Kopfumfang von ca. 50-57 cm getestet.

Einige Ergebnisse des Fahrradhelm Tests:

  • Alpina Mythos 3: zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und seine gute Passform aus.
  • Cratoni Pacer Plus: belegt bei uns den 2. Platz.
  • Casco Active 2: hat bei uns aktuell den 3. Platz belegt.
  • Abus Urban-I 3: belegt bei uns einen guten 4. Platz.

Tabelle: Fahrradhelm Testergebnisse

Modell Preis (ca.)
Alpina Mythos 3 99,95 €
Cratoni Pacer Plus 49,95 €
Casco Active 2 109,76 €
Abus Urban-I 3 159,95 €

Den Testsieger für Fahrradhelme im Jahr ’21 und ’17 gab es bereits für ca. 80 Euro. Eine Top-Platzierung konnte dabei der Casco Active 2 Helm belegen, gefolgt vom Cratoni Pacer. Insgesamt wurden Testnoten von 1,7 (gut) bis 3,9 (ausreichend) vergeben.

Tipps zur Auswahl und Pflege von Fahrradhelmen

Um sicherzustellen, dass ein Fahrradhelm optimalen Schutz bietet, sollten folgende Tipps beachtet werden:

  1. Helm gerade auf den Kopf setzen: Der Hinterkopf und die Stirn sollten größtenteils vom Helm umschlossen sein, ohne das Gesichtsfeld einzuschränken.
  2. Kopfring festziehen: Der Kopfring sollte so stramm gezogen werden, dass er angenehm fest sitzt.
  3. Gurtbänder richtig einstellen: Die Gurtbänder sollten senkrecht nach unten zeigen und ein Dreieck unter dem Ohr bilden.
  4. Kinnverschluss einstellen: Der Kinnverschluss sollte so eingestellt werden, dass sich der Helm bei geschlossenem Kinnriemen nicht abstreifen lässt.
  5. Helle, auffällige Farben wählen: Dies erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Bei Nichtgebrauch sollte ein Fahrradhelm kühl, trocken und möglichst dunkel gelagert werden. Sofern der Helm mit entnehmbaren Polstern ausgestattet ist, sollten diese von Zeit zu Zeit mit einem Feinwaschmittel bei max. 30°gewaschen werden. Nach einem Sturz sollte der Helm ersetzt werden, da das Helmmaterial durch die Einwirkung von UV-Strahlen und Schweiß mit der Zeit porös wird und dadurch seine dämpfende Eigenschaft verliert.

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