Wer sich heute für den Kauf eines geländetauglichen Rades interessiert, steht vor einer großen Auswahl an unterschiedlichen Typen. Um hier das richtige Rad zu finden, hilft die Analyse des persönlichen Fahrstils.
Was macht eine gute Mountainbike-Marke aus?
Generell kann man sagen, dass man mit Mountainbike-Marken, die sich im Profi-Sport engagieren, nichts falsch macht. Die meisten Erkenntnisse während einer Wettkampfsaison fließen in die nächste Generation der Herstellermodelle ein. Auch wenn die meisten der im Profisport eingesetzten Bikes sehr teure Räder sind, so sind doch die Grundmodelle in ihrer Rahmengeometrie identisch. So werden die günstigeren Modelle lediglich aus Aluminium statt aus Carbon gefertigt.
Sehr viel bedeutender ist die Frage: Welche Anbauteile bzw. Komponenten sind am MTB angebracht?
Komponenten machen das Mountainbike aus
Wenn man sich die einzelnen Bauteile an einem Mountainbike mal genauer anschaut, dann wird man feststellen, dass im Prinzip der MTB-Hersteller nur den Rahmen und im Falle von Fullys (vollgefederte MTBs) die Hinterbaukonstruktion stellt. Alle anderen Anbauteile wie Schaltwerk, Bremsen und Federsysteme kommen von Zulieferern wie Shimano, SRAM, Magura, FOX oder RockShox. Man kann es also so formulieren: Wenn ein Hersteller einen guten Rahmen baut, dann wird daraus in der Regel ein ganz gutes Mountainbike. Dies verdeutlicht, dass die Komponenten letztendlich einen maßgeblichen Anteil an der Qualität des Komplettrads haben.
Welche Mountainbike-Typen gibt es?
Um das richtige Rad zu finden, ist es wichtig, den persönlichen Fahrstil zu analysieren. Hier ein Überblick über die gängigsten MTB-Typen:
- Hardtail: Der Klassiker unter den MTBs, ideal für Touren-Biker. Das Hinterrad ist nicht gefedert, was Gewicht spart und die Wartung reduziert.
- Enduro-Bike: Für schwieriges Gelände und Geschicklichkeitsprüfungen. Vollgefedert mit 140 bis 160 mm Federweg und gekröpftem Lenker für mehr Sicherheit bei Abfahrten.
- Freeride-Bike: Für Fahrer, die bergab lieben und Sprünge und Geschwindigkeit suchen. Vollgefedert mit langen Federwegen von 150 bis 200 Millimetern.
- Race-Fully: Leicht und mit gestreckter Sitzposition, ideal für schnelle Höhenmeter und Wettkämpfe.
- All-Mountain-Bike: Bietet eine komfortablere Geometrie und eignet sich für entspannte, lange Touren.
Top Mountainbike-Marken im Überblick
Hier ist eine Liste an Top-Mountainbike Marken, mit der du stets den Überblick behältst!
- BERGAMONT: Die Marke Bergamont ist besonders für seine Mountainbikes bekannt. Die Fahrräder zeichnen sich durch ein hochwertiges Rahmendesign mit perfekt abgestimmter Geometrie, leichtem Gewicht und erhöhter Haltbarkeit aus. Die Bikes von Bergamont sind treue Begleiter für jedes Offroad-Abenteuer.
- Cannondale: Durch die vielen innovativen Produkte gehört Cannondale heute zu einer der führenden Marken im Bereich Mountainbike. Die wohl bekannteste Erfindung der Marke ist die 2000 vorgestellte Einbeinfederung "Lefty".
- CARVER: Geringes Gewicht, Langlebigkeit der Rahmen und exzellente Fahreigenschaften zeichnen die MTBs von Carver aus. Jeder Carver-Rahmen besitzt eine Herstellergarantie von zehn Jahren.
- CUBE: Die Mountainbikes von Cube zeichnen sich durch eine hochwertige Ausstattung, niedriges Gewicht und eine topaktuelle Designsprache aus - egal in welchem Preissegment.
- FOCUS: Schnelle und hochwertige MTBs sind das Kernprodukt der Marke. Entwickelt werden die Bikes in enger Zusammenarbeit mit Profisportlern.
- GHOST: Spezialisiert ist die Marke auf Mountainbikes mit Front- und Vollfederung. Heute ist Ghost für seine leichten und schnellen Sporträder bekannt, die weltweit wettkampferprobt sind.
- GIANT: Die Worldcup erprobten Fully-Bikes genießen schon seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf bei Einsteigern und Profis.
- HAIBIKE: Heute gilt Haibike als Vorreiter im Bereich E-MTB. Alle Räder von Haibike überzeugen mit absoluter Hochwertigkeit und bester Ausstattung.
- KTM: Dabei ist bei jedem einzelnen Bike die Auswahl der Komponenten essentiell, sodass ein perfektes Zusammenspiel aller Teile für ein gutes Fahrgefühl garantiert ist.
- LIV: Dabei spielen Hochwertigkeit und die bestmögliche Symmetrie des Fahrrads eine große Rolle.
- MERIDA: Vor allem im MTB-Bereich unterstützt MERIDA erfolgreiche Profisportler.
- SCOTT: Neue Rahmentechniken, ultraleichte Bauweise, erstklassige Qualität - dies sind bis heute die Erfolgssäulen des Unternehmens.
- SPECIALIZED: Im MTB-Bereich gilt SPECIALIZED als Vorreiter.
- TREK: Im Bereich MTB-Technologie ist Trek weltweit führend. Es ist daher keine Überraschung, dass das Unternehmen die technologisch fortschrittlichsten Mountainbikes der Welt baut.
- Bulls: Beliebte MTB-Modelle sind beispielsweise das Copperhead, das Nandi oder das Zarena, die jeweils verschiedene Preisklassen repräsentieren und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.
- Conway: Charakteristisch für die Mountainbikes sind optimal austarierte Federwege, eine sportliche Ausrichtung und innovative Features wie beispielsweise das Federsystem „Intelligent Moving Pivot“.
- Marin: Wer sich für Marin entscheidet, bekommt ein preiswertes Bike mit einem leichten und robusten Rahmen in höchster Qualität.
- Mondraker: Innovative Features, wie die Forward Geometry oder das Zero Suspension System machen Mondraker zu einer ganz besonderen MTB-Marke.
- Orbea: Ob Hobby-Mountainbiker, Downhill-Profi oder Wettkampf-Fahrer - mit mehr als 60 Modellen ist bei Orbea für jeden Typ das richtige Bike dabei.
- Rocky Mountain: Die Entwicklung der Hochleistungs-Bikes erfolgt am Hauptstandort in Vancouver, wo die Firma auch im Jahr 1978 gegründet wurde.
- Santa Cruz: Die Bike-Rahmen werden in der hauseigenen Produktionsstätte hergestellt und auch die Forschung im eigenen Carbon-Labor vorangetrieben.
Die besten Mountainbikes 2024/2025: Testsieger und Kauftipps
Egal, ob Tourenfully, Racebike oder Enduro-Bolide: Bei uns müssen sich alle Testbikes im aufwendigen Labortest und im harten Traileinsatz beweisen.
Hier sind die Testsieger, Kauftipps und mit Note "Überragend" bewerteten Bikes aus unseren Tests:
- Pivot Firebird Pro X0 Eagle Transmission: Testnote: überragend!
- Canyon Strive CFR: Das Canyon Strive CFR erhält das Siegel für den Preis-Leistungs-Tipp und das Testergebnis sehr gut.
- Last Asco Preconfigured Featherweight: Das Canyon Neuron bekommt die Testnote Überragend.
- Specialized Stumpjumper 15: Testnote: Überragend!
- Specialized S-Works Epic World Cup: Es bekommt den MOUNTAINBIKE-Tipp Vortrieb.
- Scott Spark RC World Cup Evo TR: Es bekommt den MOUNTAINBIKE-Tipp Allround.
- Canyon Lux World Cup CFR Loana Lecomte: Im Cross-Country-Test bekommt es den Preis-/Leistungs-Tipp.
- Arc8 Extra Coil Launch Edition: MOUNTAINBIKE-Testsieg!
- Propain Tyee CF Custom: MOUNTAINBIKE-Preis-Leistungstipp!
- Cube Stereo One22 HPC EX 29: Mountainbike-Preis-Leistungs-Tipp!
- Canyon Neuron CF 9: Mountainbike-Testsieger!
- Orbea Occam SL M10: holt es sich unseren All- Mountain-Testsieg.
- YT Jeffsy Core 4: Das Jeffsy holt den Kauftipp im All-Mountain-Test 2024 für die Kategorie Preis/Leistung.
- Santa Cruz Tallboy CC X0 AXS RSV: In unserem US-Dreambike-Test hat es mit der Note überragend abgeschnitten.
Günstige MTB Hardtails als Einsteiger Mountainbikes
Günstige MTB Hardtails werden oft als Einsteiger Mountainbikes bezeichnet. Sie kosten wenig und sind robust. Es gibt auch günstige Bikes mit denen man jede Menge Spaß im Gelände haben kann. Wir haben den kompletten Mountainbike Markt bewertet und dabei einige wirklich gute MTB-Modelle gefunden, die teilweise deutlich unter 1500 € kosten. Eins haben diese Modelle alle gemein: Es sind allesamt Hardtails. In der Preisklasse unter 1500 € taugen Fullys nichts! Bei Fullys fängt der Spaß ab 1500 € an.
Klassische Einsteiger Hardtails haben 100 Millimeter Federweg an der Gabel. Diese Bikes sind mit gut rollenden Reifen und relativ niedrigem Gewicht auf Vortrieb getrimmt. Lange Anstiege oder Touren mit 50 Kilometer und mehr sind mit diesen Bikes kein Problem. Außerdem lassen sie sich auch super im Alltag zum Pendeln oder für den Weg zur Arbeit einsetzen. Auf technischen Trails, in steilen Abfahrten oder bei Sprüngen sind diese Bikes raus. Kurzum: Beim richtigen Einsatz sind klassische Racehardtails immer noch geniale Bikes.
Seit dem Jahr 2022 nimmt der Trend rund um die Allround Hardtails richtig Schwung auf. Wenn man dann noch mit der Teleskopstütze den Sattel versenkt, erhöht sich die Bewegungsfreiheit auf dem Bike extrem. Das lässt einem anspruchsvollere Trails locker meistern. Gute Allround Modelle wiegen zwischen 12 Kilo und 13 Kilo und sind damit absolut tourenfähig. Die günstigsten Allround-Hardtails gibt es ab zirka 1000 Euro. Gute Fahrtechniker wagen mit diesen Bikes sogar kleinere Sprünge.
Trailhardtails sind die radikalsten Mountainbikes ohne gefederten Rahmen. Mit wuchtigen Federgabeln und Reifen aus dem Enduro Segment schrecken sie vor keiner Abfahrt oder keinem Sprung zurück. Sie sind besonders robust gebaut und wiegen meist deutlich über 12,5 Kilo. Lange Touren machen damit nicht wirklich Spaß. Vor allem für jugendliche Trail-Liebhaber mit geringem Budget sind sie eine gute Wahl.
Preisklassen im Überblick
- Unter 600 €: Für den sportlichen Einsatz können wir nur die wenigsten Mountainbikes empfehlen. Bikes in dieser Preisklasse sind super zum Pendeln oder für den Alltag, kommen aber schon auf leichten Trails an ihre Grenzen.
- Bis 1500 €: Hochwertige Schaltungen von Shimano oder Sram und gut funktionierende Fahrwerke gehören in dieser Preisklasse zum guten Ton. Ein Alpencross ist nicht ausgeschlossen. Ausgedehnte Touren mit leichten Singletrails machen mit diesen Bikes richtig Spaß.
Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.
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