Viele Motorradfahrer lassen sich von Schnee, Eis und niedrigen Temperaturen nicht abschrecken und wollen ihr Fahrzeug das ganze Jahr über genießen. Für diese hartgesottenen Biker ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Hier finden Sie die beste Ausstattung, ganz nach dem Motto "Es gibt kein falsches Wetter zum Motorradfahren, nur die falsche Bekleidung".
Was leisten Winterhandschuhe für das Motorrad?
Motorrad-Winterhandschuhe schützen Ihre Hände vor Fahrtwind und Abschürfungen bei Stürzen. Sie bestehen aus dickem, widerstandsfähigem Material und bieten zusätzliche Protektoren gegen Schläge. Winterhandschuhe bieten zusätzlichen Schutz gegen Erfrierungen, eine Gefahr, die beim Motorradfahren im Winter nicht zu unterschätzen ist.
Welche Motorrad Winterhandschuhe werden angeboten?
Der einfachste Weg, die Finger vor kaltem Fahrtwind zu schützen, ist das Tragen von Unterhandschuhen. Diese verwandeln einfache Motorradhandschuhe in brauchbare Kleidungsstücke für die Übergangszeit. Echte Winterhandschuhe haben ein integriertes Innenfutter, das die Finger vor Kälte schützt. Für Fahrten in echter Kälte sind beheizte Motorrad-Winterhandschuhe ideal. Diese haben integrierte Li-Ion Akkus, die mit einem Handyladegerät aufgeladen werden können.
Testergebnisse und Empfehlungen
Im Folgenden werden einige getestete und empfohlene Wintermotorradhandschuhe vorgestellt:
- Rukka R-Star: "Einer der besten Winterhandschuhe, den es derzeit zu kaufen gibt. Durch die 2-in-1-Ausführung hält er wahlweise lange schön warm oder erlaubt lange Fahrten ohne schwitzende Handflächen. Sehr überzeugend auch bei Nässe, vorbildlicher Tragekomfort. Eine Anschaffung fürs Leben." (97 Punkte)
- Rukka Imatra 3.0: "Der Rukka Imatra 3.0 ist ein hochwertiger Gore-Tex-Winterhandschuh aus Ziegenleder für mittlere Temperaturen, der auch für die Übergangszeit im Herbst geeignet ist." (93 Punkte)
- Rukka Mars 2.0 Gore-Tex: "Ein Thermohandschuh für Puristen. Durch den Verzicht auf feste Verstärkungen an Knöcheln und Fingern trägt sich der Mars 2.0 leicht und angenehm wie ein normaler Winterhandschuh." (88 Punkte)
Weitere erwähnenswerte Modelle:
- Rukka Offwind (Gore-Tex Gore Grip Technologie)
- Rukka GtX 3Chamb (Gore-Tex plus warm Handschuhe)
- Rukka Frosto (Gore-Tex plus warm Handschuhe für Herren)
- Rukka Harros (Gore-Tex plus warm Handschuhe für Herren)
- Modeka Makari (Winterhandschuh mit PrimaLoft-Isolierung)
- iXS Arctic-GTX 2.0 (Wärmeisolierung, wasserdicht und atmungsaktiv)
- iXS Vail 3.0 ST (Wärmeisolierung, wasserdicht und atmungsaktiv)
- Rukka ThermoG+ (Optimaler Kälteschutz, wasser- und winddicht)
- BMW Silvretta GTX (Wärmeisolierung, wasserdicht)
- iXS Tour LT Heat-ST (Winter-Heizhandschuh)
Marken und Hersteller
Als Händler für erstklassige Motorradbekleidung setzt man ausschließlich auf Markenqualität. Nur diese kann gewährleisten, dass die Winterhandschuhe für das Motorrad auch das leisten, was Sie von diesen Kleidungsstücken erwarten können. Folgende Hersteller werden im Lieferprogramm gelistet:
- DUCATI
- IXS
- GERMOT
- DAINESE
Die Ingenieure und Designer des Motorradherstellers DUCATI wissen genau, worauf es bei Motorradbekleidung ankommt. Die Motorrad Winterhandschuhe dieses Herstellers sind deshalb zwar hochpreisig, jedoch gemessen an ihrer Leistung und Qualität noch geradezu preiswert.
Heizhandschuhe für Motorradfahrer
Mit Heizhandschuhen lässt sich auch im Winter gut Motorrad fahren. Ihr Einsatzbereich liegt bei 5 Grad und darunter. Heizhandschuhe beheizen für gewöhnlich Finger und Hände von der Oberseite.
Eigenschaften, die Motorradhandschuhe mitbringen sollten
Beim Motorradfahren ist es wichtig, Sicherheitsbekleidung zu tragen. Dazu zählen auch Handschuhe. Zudem lassen sich mit hochwertigen Motorradhandschuhen auch kalte Tage auf zwei Rädern viel angenehmer gestalten.
- Belüftung: Eine gute Belüftung ist bei Handschuhen das A und O.
- Schutz: Gleichzeitig sollten sie genügend Schutz bieten, was beispielsweise durch Verstärkungen an den Knöcheln erreicht werden kann.
- Passform und Anti-Rutsch: Eine gute Passform und Anti-Rutsch-Beschichtungen sind wichtig, um ein Verrutschen am Lenker zu vermeiden.
- Zusatzfunktionen: Weitere Funktionen wie Touchscreen-Bedienbarkeit oder wetterbeständiges Gore-Tex-Material können wahlweise vorhanden sein, sind aber kein Muss.
- Material: Für den Winter besonders empfehlenswert sind Motorradhandschuhe, die aus festen und widerstandsfähigen Materialien gefertigt sind, um den Windchill-Effekt und die Belastungen durch den Fahrtwind zu minimieren. Eine hochwertige Fütterung sorgt dabei für Wärmeisolierung.
Materialien und ihre Eigenschaften
Motorradhandschuhe gibt es in verschiedenen Materialien, die jeweils eigene Vor- und Nachteile haben:
- Lederhandschuhe: Langlebig und robust, bieten exzellenten Schutz gegen Abrieb und sind oft mit Verstärkungen an kritischen Stellen wie den Knöcheln ausgestattet.
- Textilhandschuhe: Leicht und oft besser belüftet als Lederhandschuhe, bieten sie Komfort bei höheren Temperaturen.
Zusätzliche Funktionen
Motorradhandschuhe können zudem unterschiedliche Zusatzfunktionen haben. Hier liegt es in der Hand der Motorradfahrer:innen, abzuwägen, welche Eigenschaften sie für relevant erachten.
- Touchscreen-Fähigkeit: Ermöglicht die Bedienung von Smartphones und GPS-Geräten ohne das Ausziehen der Handschuhe.
- Wetterbeständigkeit: Materialien wie Gore-Tex bieten Schutz gegen Regen und Wind, wichtig für alle Wetterfahrer.
- Wärmeisolierung: Besonders wichtig für Winterhandschuhe, um die Hände warmzuhalten.
So finden Sie passende Motorradhandschuhe
Zunächst einmal sollten der Anwendungsbereich und die persönlichen Designvorlieben geklärt werden. Um beim Onlinekauf die passende Größe zu finden, sollte man die Hand an der breitesten Stelle ohne den Daumen ausmessen. Ein Blick in die Größentabelle der Hersteller führt zum passenden Produkt. Zusätzlich sollte auf eine möglichst flexible Einstellbarkeit des Handschuhs geachtet werden.
Top 10 Winter-Motorradhandschuhe 2024/2025
Mit dieser Top-10-Liste der Winter-Motorradhandschuhe können Sie der eisigen Kälte auf Ihrem Motorrad trotzen!
- Richa Inferno 12V
- Gerbing Xtreme XRL Long
- Alpinestars HT-7 Heat Tech Drystar
- Richa Level 2IN1 Gore-Tex
- Dainese Tempest 2 D-Dry
- Richa Cold Protect Gore-Tex
- Richa Vision 2
- REV’IT! Chevak Gore-Tex
Die Rolle der Motorradhandschuhe als Schutzkleidung
Motorradhandschuhe gehören wie Helme, robuste Stiefel oder Schuhe mit Protektoren zur persönlichen Schutzkleidung. Sie zeichnen sich durch abriebfeste Materialien aus Kunstfasern und/oder Leder mit aufgesetzten oder eingearbeiteten Protektoren an besonders gefährdeten Bereichen wie der Handkante oder den Fingerknöcheln aus. Ob sie mit kurzer oder langer Stulpe und mit oder ohne atmungsaktive sowie wasserdichter Membran ausgerüstet sind, ist Geschmackssache und hängt vom individuellen Einsatzzweck ab. Die Modellvielfalt ist groß und reicht vom leichten und knapp geschnittenen Handschuh für Offroad-Fahrten hin zum dick gepolsterten und wasserdichten Winterhandschuh.
Kriterien für wasserdichte Tourenhandschuhe
Die hier getesteten wasserdichten Tourenhandschuhe müssen ein kleines Kunststück vollbringen, da sie einen relativ weiten Einsatzbereich abzudecken haben. Die Hände sollen weder zu warm noch zu kalt werden - etwas Futter und Membran bedeutet aber zusätzliches Material. Gleichzeitig soll ein möglichst enger Sitz mit Bewegungsspielraum und guter Fingerfertigkeit für die Bedienung aller Hebel und Schalter am Lenker gegeben sein. Zudem sollte das Navigationsgerät zumindest rudimentär bedienbar sein, ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen.
Sicherheitsrelevante Details
Bei andauerndem Regen oder starker Gischt in der Luft ist die Sicht durch das Visier schnell dahin. Insbesondere im Dunkeln, wenn sich Lichter zigfach in den Tropfen auf der Kunststoffscheibe brechen, ist die Sicherheit gefährdet. Die reflexartige Wischbewegung mit der linken Handinnenfläche für bessere - leider oft verschmierter - Sicht lässt sich eleganter und effektiver erledigen: Mit einem kleinen und nicht zu weichen Gummistreifen am linken Zeigefinger des Handschuhs funktioniert die Schnellreinigung mit dem Visierwischer relativ gut.
Mindestens ebenso sicherheitsrelevant sind gut greifbare und gut schließende Klettriegel an den Stulpen. Zwei sind besser als einer, wobei kurze Stulpen oft nur Platz für einen Klettverschluss bieten. Auch sollte das Material der Stulpe nicht zu weich und dehnbar sein, sonst können die Handschuhe trotz Verschlussriegel beim Rutschen über den Asphalt abgestreift werden.
Materialien im Vergleich
Ob die Motorradhandschuhe aus (verstärktem) Textilgewebe oder Leder gefertigt sein sollten, ist Geschmackssache. Beide Materialien haben individuelle Vor- und Nachteile: Gutes und nicht zu dünnes (Ziegen-) Leder bietet im Prinzip den besseren Schutz, weil es bei Rutschern nicht so schnell durchscheuert. Dafür ist die Atmungsaktivität von Textilmaterialien besser.
Normen und Prüfungen
Standard ist bei geprüften Motorradhandschuhen die Kennung „EN 13594:2015“. Nach dieser Prüfung werden zum Beispiel Verstellsystem, Reißfestigkeit, Nahtstärke, Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Fingerfertigkeit und Knöchelprotektoren zertifiziert.
Schutz und Komfort
Die Schutz- und Pufferzone beim Motorradfahren ist minimal, insbesondere die Hände sind bei einem Sturz exponiert und verletzungsanfällig. Als Knöchelschutz beispielsweise haben sich ergonomisch geformte Hartschalen gegenüber schlagdämpfendem, aber weichem Material durchgesetzt. Die harten Protektoren sollten allerdings nicht zu schmal auf dem Handrücken ausfallen, weil der Tragekomfort bei geballter Hand ansonsten leiden kann. Gute Handschuhe sind zudem auf der Innenseite an der Handkante mit aufgesetzten (gepolsterten) Lederstücken oder eingearbeiteten Kunststoffprotektoren ausgerüstet. Damit soll die Hand beim reflexhaften Abstützen möglichst unbeschadet bleiben.
Weitere Aspekte
Bereits beim Anziehen hilft eine ausgeformte Lasche - insbesondere bei Modellen mit kurzer Stulpe - den Handschuh überzustreifen ohne dabei abzurutschen. Bei etwas dicker gepolsterten Handschuhen ist es wichtig, dass die Finger im Schnitt deutlich vorgekrümmt sind und man beim Griff um den Lenker nicht gegen einen Widerstand fassen muss. Wenn der Hersteller auf dem Handrücken, an Fingergelenken und besonders am Daumen Stretcheinsätze verarbeitet hat, kommt das dem Tragekomfort sehr zugute.
Passform und Materialmenge
Gleichzeitig muss der Motorradhandschuh stramm und eng an der Hand anliegen und der Schnitt ausgewogen sein. Gerade das ist allerdings bei der Vielzahl an anatomischen Variablen ein großes Kunststück, das nicht bei jedem Modell gelingt. Beim Ausziehen leger gefütterter Motorradhandschuhe (und spezieller Membrantechnologie) von der leicht schwitzigen Hand kommt es nicht selten zu dem lästigen Phänomen, dass das Futter mit herausgezogen wird. Der Handschuh lässt sich dann kaum wieder anziehen, weil auch die Finger der Innenlage nicht mehr da sind, wo sie sein sollten.
Wenn der Handschuh entsprechender Größe über die gestreckte Hand gezogen wird, passt er meistens recht ordentlich. Beim Griff um die Lenkerenden kommt es jedoch oft zur Faltenbildung in der Handinnenfläche, wenn das Material dort zu großzügig verarbeitet wurde. Ein indirektes oder unbequemes Griffgefühl ist dann die Folge - sogar Druckstellen können sich bilden. Bei der Anprobe sollte deshalb insbesondere diese Handstellung gecheckt werden.
Büse Open Road Touring
Der Büse Open Road Touring ist beinahe rundum perfekt gelungen. Er wird mit langer Stulpe durch zwei Klettriegel sicher fixiert. Die Passform ist für die Testhände beidseits sehr gut. Trotz Fütterung konnte der Hersteller die Fingerfertigkeit erhalten. Blinker, Lichtschalter und Hupe lassen sich gut ertasten - die Schaltflächen des Navigationsgerätes zielsicher betätigen. Auch das Smartphone-Display (ohne Schutzfolie) reagiert auf Berührung. Die Beweglichkeit von Fingern und der gesamten Hand ist ausgezeichnet. Hebel sind gut erreichbar und lassen sich ermüdungsfrei bedienen und unter der Dusche zeigt der „Open Road“ eine Stärke und bleibt dicht.
Held Bilbao WP
Der Held Bilbao WP greift nur knapp am Testsieg vorbei. Der Motorradhandschuh Held Bilbao WP passt wie angegossen. Schnitt, Proportionen und Stretch-Einsätze an den Fingern ergeben eine perfekte Passform, die Beweglichkeit am Lenker und während der Fahrt ist uneingeschränkt. Die Fingerfertigkeit ist sehr gut, auch die Bedienung vom Navi sowie dem Smartphone läuft zuverlässig. Bei der Ausstattung punktet der Handschuh mit einer Lasche am Bündchen und einem Visierwischer. Zwei Dinge haben uns weniger gefallen: So ist das Bündchen lediglich mit einem Klettriegel versehen und in Kombination mit dem dehnbaren Material in dem Bereich lässt sich der Handschuh selbst bei eng geschlossenem Riegel mit mäßiger Kraft von der Hand ziehen.
Richa Nasa 2
Trotz kleiner Unzulänglichkeiten gibt der Richa Nasa 2 ein gutes Gesamtbild ab. Ein Regenguss kann dem günstigen und wasserdichten Richa Nasa 2 nichts anhaben. Und wenn Regen auf dem Visier getrübte Aussichten bringt, hilft der Gummiwischer am linken Zeigefinger. Mit zwei Riegeln lässt sich der Handschuh sicher fixieren und der breite und harte Knöchelschutz ist vertrauenserweckend. Gedoppeltes Material in der Handinnenfläche soll Durchscheuern verhindern. Die Fingerfertigkeit an Schaltern und Armaturen ist sehr fein. An der Bedienung der Navigationselektronik ist kaum etwas auszusetzen, lediglich das Smartphone mit Schutzfolie will nicht auf Befehle reagieren. Der Handschuh mit langer Stulpe ist nur leicht gefüttert und eher für wärmere Tage geeignet.
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