Das Richtige Rennrad für Einsteiger: Ein umfassender Test und Kaufratgeber

Rennräder begeistern mit Geschwindigkeit und Dynamik. Wer als Anfänger ein Rennrad kaufen möchte, sollte einige Punkte beachten. Viele Hersteller bieten Modelle für verschiedene Ansprüche an. Leichte Rahmenmaterialien und hochwertige Schaltungen sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl. Auch das Einsatzgebiet spielt eine Rolle. Rennräder für flache Strecken unterscheiden sich von Modellen für bergiges Terrain. Im heutigen Blog geht es um das richtige Rennrad für Anfänger! Wir haben uns gefragt, auf welche Kriterien Einsteiger beim Kauf des ersten Rennrads achten sollten: Müssen es gleich ein 4500+€ Investition fürs Carbon-Rad sein oder tut es auch ein Einsteiger-Rennrad für zB 1500€?

Was kostet ein gutes Rennrad für Anfänger?

Rennräder gibt es in verschiedenen Preiskategorien. Für Anfänger empfehlen sich Einsteigermodelle, in denen keine allzu hochpreisigen Komponenten verbaut werden. Günstige Rennräder beginnen ab ca. 700 Euro. Hochwertige Einsteiger-Rennräder mit Carbon-Rahmen liegen oft über 2.000 Euro. Zusätzliche Investitionen in Helm, Pedale und passende Kleidung sind sinnvoll. Auch eine hochwertige Beleuchtung und ein zuverlässiges Schloss gehören zur Grundausstattung.

Die richtige Rahmengröße finden

Die richtige Rahmengröße ist das wichtigste Merkmal beim Kauf deines neuen Fahrrads. Nur so kannst du Spaß bei der Fahrt haben und die Freiheit auf deinem Rad spüren. Eine passende Rahmengröße sorgt für Komfort und eine ergonomische Sitzposition. Tabellen helfen, die optimale Rahmengröße anhand der Körpergröße zu bestimmen. Die Sitzposition beeinflusst nicht nur deinen Komfort, sondern auch deine Leistung. Individuelle Anpassungen am Lenker und Sattel optimieren die Ergonomie. Aufnahmen der eigenen Fahrweise helfen bei der Optimierung der Sitzposition. Viele Apps ermöglichen eine detaillierte Analyse. Erfahrene Rennradfahrer nutzen Foto- und Videomaterial zur Verbesserung der Fahrtechnik.

So ermitteln Sie Ihre Rahmengröße

Vor allem, wenn das Rennrad online bestellt werden soll, benötigt man seine Rahmengröße. Stelle dich barfuß auf einen ebenen Boden und klemme eine Wasserwaage so hoch wie möglich zwischen deine Beine. Mit der Formel „Schrittlänge (in cm) x 0,66“ lässt sich die Rahmengröße berechnen - zumindest, wenn diese vom Hersteller als Abstand von der Mitte des Tretlagers bis zur Mitte des Oberrohrs angegeben wird.

Welche Unterschiede gibt es bei den Materialien?

Aluminium vs. Aluminiumrahmen sind preiswert und robust. Carbon-Rahmen sind leichter und bieten mehr Komfort. Leichte Rahmenmaterialien erleichtern das Klettern an Steigungen. Felgenbremsen oder Scheibenbremsen beeinflussen das Gesamtgewicht. Aluminiumrahmen sind widerstandsfähiger gegen Stöße. Lackschutzfolien können Kratzer verhindern. Leichtere Rennräder beschleunigen schneller und erleichtern Anstiege. Carbonräder bieten ein optimales Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht.

Aluminium oder Carbon für Einsteiger?

Ganz klar: Aluminium. Aluminium ist für Einsteiger am besten geeignet. Es ist relativ leicht, robust und in der Regel günstiger als andere Materialien. Carbon hat den Vorteil, dass es leichter ist. Es ist aber auch anfälliger für Stürze. Gerade beim 1. Rennrad zählt der Spruch “The first scratch hurts the most” - d.h. Ein Aluminiumrahmen verzeiht einem Einsteiger mehr Fehler. Der Lack kann zwar abplatzen, aber der Rahmen ist selten direkt defekt und muss ersetzt werden.

Welche Schaltung eignet sich für Einsteiger?

Für Rennrad Einsteiger lohnen sich mechanische Schaltungen meist mehr, da der Unterschied zu Beginn nicht gravierend ist. Mechanische Schaltungen sind günstiger und leicht zu warten. Elektronische Schaltungen bieten präzisere Gangwechsel. Shimano (Shimano 105), SRAM und Campagnolo sind führende Hersteller. Rennräder für Einsteiger besitzen meist 16 bis 22 Gänge. Einsteiger sollten ein Modell wählen, das den individuellen Anforderungen entspricht. Diese Modelle bieten eine solide Grundlage für den Einstieg ins Rennradfahren.

Empfohlene Schaltgruppen für Einsteiger

Für das erste Rennrad kann man sagen, dass alle Einsteiger-Gruppen ab Shimano 105 oder SRAM Rival eine sehr gute Wahl sind! Bei der Wahl der Übersetzung (Kurbel und Kassette) sollte man die Bandbreite möglichst groß gestalten. D.h. man wählt eine 50/34 Übersetzung bei der Kurbel (50 Zähne großes Kettenblatt, 34 Zähne kleines Kettenblatt) und eine 11-34 Übersetzung bei der Kassette (größtes Berg-Ritzel 34, kleinstes Ritzel 11 Zähne).

Wichtige Punkte zum Kauf eines Rennrads

Jedes Rennrad bietet unterschiedliche Vorteile. Wer Preis, Ausstattung und Fahrstil berücksichtigt, trifft die richtige Wahl. Pedali bietet eine große Auswahl an Einsteiger-Rennrädern.

Checkliste für den Kauf

  • Rahmengröße: Wähle ein Rennrad, das deiner Körpergröße entspricht - und lass es am besten beim Bikefitting optimal auf dich einstellen.
  • Rahmenmaterial: Aluminium oder Carbon? Überlege genau, welche Eigenschaften dir am wichtigsten sind. Aluminium ist oft günstiger und robuster, während Carbon mit seinem geringeren Gewicht und besserer Dämpfung punktet.
  • Zubehör: Ein Check sollte vorher gemacht werden! Prüfe, ob dein Rennrad mit allen wichtigen Teilen ausgestattet ist. Dinge wie Pedale, Flaschenhalter oder Beleuchtung sind oft nicht inklusive.

Wo soll ich mein Rennrad kaufen?

Beim ersten Rennrad spielt der lokale Händler seine Stärken aus! Man hat den Vorteil, dass man eine vernünftige Beratung in Sachen Rahmengröße und Ausstattung bekommt. Der Onlinehändler wird erst dann relevant, wenn man exakt weiß, was man möchte und auch auf eine Erstberatung verzichten kann. Wird das Rennrad online gekauft, empfehlen wir zusätzlich ein Bike-Fitting zu buchen. Dabei wird das Rennrad perfekt an die individuellen körperlichen Voraussetzungen angepasst.

Empfehlenswerte Einsteigermodelle

Hier sind einige Modelle, die sich besonders für Einsteiger eignen:

  • Cube Attain Race
  • Giant Content AR2
  • Rose Pro SL 105

Cube Attain Race

Das Cube Attain Race gilt als solides Einsteigermodell, welches sich komfortabel fährt und trotzdem sportliche und beschleunigungsstarke Eigenschaften mitbringt. Ein Highlight des Rennrads sind die mechanischen Scheibenbremsen. Diese sind etwas direkter als Felgenbremsen, jedoch auch schwerer. Der Aluminiumrahmen ist leicht und bietet eine hohe Steifigkeit. Die Schaltzüge sind innen verlegt, zudem sind die Cubes „smooth-weld“ Übergänge besonders aufgeräumt.

Giant Content AR2

Der Giant Content AR2 glänzt vor allem durch seine Vielseitigkeit. Er bietet Komfort und ist gleichzeitig reaktionsschnell. Durch die Möglichkeit, breitere Reifen (bis 38 Millimeter Durchmesser) zu montieren, kann der Giant Content AR2 auch auf Schotterstrecken eingesetzt werden. Als zweite Besonderheit bietet Giant eine Kombination aus Felge und Reifen an, die ohne Schläuche geliefert wird (Tubeless Kit als Zubehör) und so Pannen vorbeugen soll. Eine Sattelstütze aus Karbon minimiert Ermüdungserscheinungen und sorgt für ein ruhiges Fahrgefühl.

Rose Pro SL 105

Das Rose Pro SL 105 ist ein super Einstiegsrennrad für Allrounder. Es ist ein komfortabler Begleiter sowohl für längere, flache Touren als auch für bergiges Gelände. Die Sitzposition ist nicht zu sportlich und daher auch auf längeren Touren sehr bequem. Optisch ist das Rose Pro SL ein echter Hingucker und kaum von einem Carbonrad zu unterscheiden.

Weitere wichtige Aspekte

Regelmäßige Wartungen erhöhen die Lebensdauer deines Rennrads. Kettenpflege, Bremsbeläge und Schaltungsjustierung gehören dazu. Bei der Reparatur können Werkstattbesuche Kosten verursachen.

Tipps für die ersten Kilometer

Als Rennrad-Anfänger sollten Sie mit Touren von 30 bis 50 Kilometern pro Tag starten - je nach Fitnesslevel und Streckenprofil. Das entspricht etwa 1,5 bis 2,5 Stunden Fahrzeit in moderatem Tempo und auf flacher Strecke.

Preiswerte Rennräder im Test: Ein Vergleich

Unkomplizierte Technik, langlebige Komponenten, komfortable Geometrien und kleine Preise: Die Attribute günstiger Rennräder wandern stetig zum Gravelbike ab, das in schneller Folge und hohen Stückzahlen in den Markt rollt und auf hohe Nachfrage trifft. Preiswerte Neuheiten mit langlebigen Alu-Rahmen ausschließlich für die Straße sind dagegen rar; bestehende Plattformen werden kaum noch weiterentwickelt oder von neuen Modellen ersetzt. Für viele Hersteller lohnt sich das Geschäft mit günstigen Straßenrennrädern offenbar nicht mehr. Sie stecken ihren Entwicklungsaufwand in hochwertige Räder, die dann mit technischen Innovationen hervorstechen, aber eben auch deutlich teurer sind.

Beispiel Rose

Exemplarisch für diese Entwicklung steht Rose: Zwar muss man den Bocholtern zugutehalten, dass sie als einziger Hersteller ein neues Modell in den Test schicken. Als Nachfolger des Pro SL, das einst als renntaugliches Rad mit leichtem Alu-Rahmen und hochwertigen Anbauteilen punktete, dient das Blend aber nur bedingt. Der Preis ist wie beim Pro SL weiterhin attraktiv, mit 1200 Euro ist das Rose das günstigste Modell im Feld. Doch das hohe Gesamtgewicht von mehr als zehn Kilogramm dokumentiert die Entwicklung: Vor zehn Jahren war ein Pro SL auf der Höhe der Zeit zwei Kilogramm leichter. Längst genießt das Gravelbike auch beim Direktvertreiber wesentlich höhere Priorität.

Das Allroadbike

Die Konkurrenz verfolgt einen etwas gemäßigteren Ansatz, die Idee dahinter ist aber identisch. Dank viel Platz für breite Reifen sollen die Alu-Renner die Möglichkeit eröffnen, im Gravelbike-Terrain zu wildern. Bereits ab Werk sind die meisten Modelle mit etwas breiteren Gummis als bei Straßenrennern üblich ausgestattet. Durch breite Felgen wölben sich die Pneus auf bis zu 34 Millimeter und übertrumpfen damit sogar das Maß von Cyclocross-Reifen. “Allroadbike” nennt sich diese noch junge Kategorie, der in unserem Vergleich das Giant Contend AR 2 am nächsten kommt. Die üppig breiten Reifen wappnen die Kandidaten nicht nur für Abstecher auf Schotterpisten, sie erhöhen auch auf asphaltierten Wegen den Federkomfort, zumal die Hersteller nur in Ausnahmefällen eine komfortfördernde flexible Carbonsattelstütze in den Rahmen stecken. Das Giant ist ein Beispiel dafür; das Rad fährt sich auf holperigen Straßen spürbar weicher als die Konkurrenz. Auch Canyon verwendet beim Endurace 6 eine Carbonstütze, deren Alu-Kopf sie aber etwas unnachgiebiger macht.

Auf Komfort ausgelegt

Auf Komfort im Sinne einer entspannten Sitzposition sind auch die Rahmengeometrien ausgelegt, die Fahrer oder Fahrerin in eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition bringen. Das andere Extrem bildet das Radon R1, dessen Rahmen vergleichsweise lang ausfällt und den Fahrer in Kombination mit dem großen Reach der Lenker-Vorbau-Kombi in eine rennmäßige Haltung bringt, wie wir sie eigentlich sonst nur von Profirädern kennen.

Mit den Testrädern muss man zwar keine Rennen gewinnen, das durchweg hohe Gewicht ist aber dennoch ein spürbarer Dämpfer für den Fahrspaß - zumindest wenn man schon mal ein richtig leichtes Rennrad fahren durfte. Die Alu-Rahmen mit dickwandigen Rohren machen die Räder zwar robust, treiben aber auch das Gewicht nach oben. Zusammen mit soliden Anbauteilen und Laufrädern pendelt sich die TOUR-Waage bei allen Rädern um die 10-Kilo-Marke ein, womit sich zahlreiche Tuning-Tipps ergeben. Leichtestes Rad ist das Canyon, gegenüber Radon und Rose spart es immerhin 700 Gramm.

Zum hohen Gewicht der Räder trägt auch Shimanos Komponentengruppe Tiagra bei, die durchweg montiert ist. Im Vergleich zur aktuellen Schaltungstechnik stehen zwei Ritzel weniger zur Verfügung; andererseits waren 2x10-Antriebe jahrzehntelang Rennrad-Standard, und mit den an den Testrädern montierten Kassetten sind die Räder bergtauglich übersetzt. Größer als beim Getriebe ist die spürbare Diskrepanz zwischen den hydraulischen Scheibenbremsen aktueller Top-Räder und den einfachen mechanischen Scheibenbremsen wie beispielsweise am Fuji und am Giant, die deutlich kräftigeren Zug am Hebel erfordern und nicht so gut bremsen. Auch die ungeschliffenen Scheiben am Radon und am Rose liefern deutlich weniger Bremsleistung.

Der Testsieger

Das beste Gesamtpaket und damit ein wirklich gutes, günstiges Straßenrennrad stellt Canyon. Qualitativ am nächsten kommt dem Endurace das Giant, das eine bessere TOUR-Note nur aufgrund etwas geringerer Steifigkeitswerte verpasst.

Zusammenfassende Tabelle der getesteten Rennräder

Modell Besonderheiten
Canyon Endurace 6 Leichtestes Rad
Giant Contend AR 2 Komfortabelstes Rad
Rose Blend Road Günstigstes Modell

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