Das Historische Kennzeichen wurde 1997 als besondere Möglichkeit für Oldtimer eingeführt. Es entspricht grundsätzlich dem regulären Euro-Kennzeichen. Einziger Unterschied: Die Erkennungsnummer endet mit dem Buchstaben H. Für Besitzer eines Oldtimers lohnen sich die Schilder durchaus, denn sie bringen finanzielle Vorteile mit sich. Damit man das H-Kennzeichen für sein Moped bekommen kann, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen beachtet werden.
Was ist ein H-Kennzeichen?
Das H-Kennzeichen dient dem Dauerbetrieb des Fahrzeugs, während das rote 07-Kennzeichen ausreicht, wenn Sie nur unregelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen, die der Präsentation von Oldtimer-Fahrzeugen und der "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" dienen.
Das H-Kennzeichen entspricht in Format und Aufbau dem regulären Kfz-Kennzeichen in Deutschland. Hinter der Nummer trägt es jedoch zusätzlich den Buchstaben H für "historisches Kraftfahrzeug".
Ein Oldtimer-Kennzeichen hat das Muster AB CD 123H. Vor dem H dürfen aus Platzgründen maximal sieben Buchstaben und Zahlen stehen.
Voraussetzungen für die H-Zulassung
Ein Kraftfahrzeug, das als Oldtimer mit H-Kennzeichen zugelassen werden soll, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV §2, Nr. Das Alter eines Fahrzeugs ist also nicht allein ausschlaggebend dafür, ob es als Oldtimer angemeldet werden kann.
- Die Erstzulassung des Leichtkraftrades muss vor mindestens 30 Jahren stattgefunden haben.
- Grundsätzlich erhalten zudem nur solche Fahrzeuge ein Oldtimerkennzeichen, die gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung die Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts unterstützen.
- Wichtig ist außerdem ein weitgehender Originalzustand des Fahrzeugs: Ein leistungsstärkerer Motor, der nachträglich eingebaut wurde, ist ebenso tabu wie andere jüngere Fahrzeugteile.
- Zeitgenössische Umbauten mit originalen Teilen und Umbauten für die Verkehrssicherheit sind jedoch erlaubt.
Nicht jedes alte Moped ist gleich ein Oldtimer. Ob das H-Kennzeichen vergeben wird, stellt der Prüfer bei der Hauptuntersuchung fest. In der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist genau festgelegt, welche Fahrzeuge als Oldtimer bezeichnet werden dürfen.
Ein Oldtimer darf beispielsweise nur Lackierungen haben, die in seinem Baujahr verfügbar waren. Ebenso darf ein defekter Motor nur durch einen Motor gleicher Baureihe ausgetauscht werden. Ausschließlich Anbauteile, die in den ersten 10 Jahren nach Erstzulassung üblich waren, sind zulässig.
Größere Umbauten müssen mindestens 30 Jahre zurückliegen. Das H-Kennzeichen wird auch nicht zugeteilt, wenn starker Rost oder Unfallschäden wie große Beulen vorhanden sind.
Den Originalzustand muss sich der Fahrzeughalter in Form eines Oldtimergutachtens von einem anerkannten Sachverständigen - etwa vom TÜV oder der DEKRA - bestätigen lassen. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung legt dabei nur vage fest, welche baulichen Voraussetzungen ein Oldtimer für die Zulassung mit H-Kennzeichen erfüllen muss.
In jedem Fall muss der Oldtimer verkehrssicher sein.
Ablauf der H-Zulassung
Ihr altes Moped erfüllt diese Kriterien? Dann erhalten Sie im Anschluss an die Prüfung ein offizielles Oldtimer-Gutachten, beispielsweise vom TÜV oder der DEKRA ausgestellt. Auch Sonderformen wie Zustands- oder Wertgutachten sind hier möglich. Die Zulassung Ihres Oldtimers mit H-Kennzeichen ist nicht aufwendig.
Um für ein H-Kennzeichen zugelassen zu werden, sollten Sie sich am besten vorher bei der zuständigen Zulassungsstelle informieren.
Für die H-Zulassung des Motorrads braucht die Kfz-Behörde verschiedene Unterlagen:
- Betriebserlaubnis; alternativ Nachweis über Einhaltung der Bau- bzw.
- Gutachten nach § 23 StVZO
- Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung (HU)
Die Schritte zur H-Zulassung
- Ein amtlich anerkannter Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur (z. B. DEKRA, TÜV) muss ein Gutachten nach § 23 StVZO erstellen und das Motorrad darin als Oldtimer einstufen.
- Mit den üblichen Fahrzeugpapieren, der Zulassungsbescheinigung I (ehemals Fahrzeugbrief), der Zulassungsbescheinigung II (ehemals Fahrzeugschein), Versicherungsbescheinigung und Personalausweis geht es zum Straßenverkehrsamt.
- Der 3. Schritt führt dich zu jenem Betrieb, der in unmittelbarer Nähe der Zulassungsstelle verortet ist und nach Vorlage der Bescheinigung das H-Kennzeichen fertigt.
Vorteile des H-Kennzeichens
Besitzer von Oldtimern mit H-Kennzeichen genießen eine Reihe von Vorteilen. Vor allem sparen sie bei der Kraftfahrzeugsteuer.
Fahrzeughalter eines Oldtimers mit H-Kennzeichen zahlen üblicherweise eine niedrigere Kfz-Steuer - für Autos fällt eine Pauschale von jährlichen 191,73 Euro, für Motorräder von 46,02 Euro an (Stand: Januar 2017). Auch die Konditionen rund um die Kfz-Versicherung sind mit Oldtimer-Nummernschild günstiger.
Unabhängig von Hubraum und Emissionen beträgt die Kfz-Steuer für Pkw, Lkw und andere mehrspurige Motorfahrzeuge sowie Anhänger pauschal 191,73 Euro. Für Motorräder gilt ein Einheitssteuersatz von 46,02 Euro.
Halter von automobilen Klassikern mit H-Kennzeichen profitieren zudem vom günstigeren Versicherungsschutz. Versicherer gehen nämlich davon aus, dass betagte Vehikel seltener und achtsamer im Straßenverkehr bewegt werden als andere Fahrzeuge. Entsprechend bietet die HDI Oldtimerversicherung attraktive Konditionen für ältere Fahrzeuge an.
Auch die Umweltauflagen sind nach aktueller Rechtslage geringer . Wenn die Pkw-Maut in Kraft tritt, wird für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen wegen der typischerweise hohen Schadstoffemission pauschal der Höchstsatz von 130 Euro anfallen.
Auch der Umweltaspekt dürfte gerade im Hinblick auf zukünftige Verkehrsregeln eine Rolle spielen. So dürfen Pkws mit H-Kennzeichen auch Umweltzonen befahren, die vom Schadstoffausstoß aus gesehen eigentlich tabu wären.
Nachteile des H-Kennzeichens
Direkte Nachteile von einer H-Zulassung haben Sie nicht. Der bürokratische Aufwand und die Kosten, die damit verbunden sind, könnten als Nachteil angesehen werden.
Allerdings müssen Sie gewisse Vorgaben bei der Instandhaltung einhalten, um den Status eines Oldtimers und damit die Berechtigung für eine H-Zulassung nicht wieder zu verlieren.
Kosten für die H-Zulassung
Wenn Sie Ihr Motorrad mit einem Oldtimer-Kennzeichen versehen wollen, ist das mit Kosten verbunden. Je nach Bundesland schwanken diese, daher sind die Angaben nur Durchschnittswerte.Am stärksten schlägt die Anfertigung des Gutachtens zu Buche - mit Kosten zwischen 150 und 500 Euro. Eine HU-Untersuchung kostet ca. 65 bis 75 Euro. Die Anmeldegebühr beträgt ca. 40 Euro, die Prägung neuer Kennzeichen ca.
Neben den allgemeinen Kosten fürs Motorrad anmelden, fallen folgende Kosten an:
- Das Gutachten: ca. 150 bis 500 Euro
- Die Hauptuntersuchung: ca. 65 bis 75 Euro
- Zulassungskosten: ca. 40 Euro
- Falls Wunschkennzeichen: ca. 10 Euro
- Anfertigen der Nummernschilder: ca. 30 Euro
H-Kennzeichen und Versicherung
Hat Ihr Oldtimer-Motorrad ein H-Kennzeichen, ist die Versicherung unter Umständen deutlich günstiger.
Bei der Versicherung Ihres Oldtimers sollten Sie stets die Wertsteigerung im Blick haben. So vermeiden Sie eine mögliche Unterversicherung.
H-Kennzeichen als Saisonkennzeichen
Seit einiger Zeit ist es möglich, Oldtimer saisonal zulassen, also das H-Kennzeichen und das Saison-Kennzeichen zu kombinieren. Dann zahlt der Halter noch weniger Kfz-Steuer und spart auch anteilig Versicherungsbeiträge.
Ein H-Saison-Kennzeichen gilt auf Wunsch für einen durchgehenden Zeitraum zwischen zwei und elf Monaten. Die Kfz-Steuer fällt nur für die Monate an, in denen das Auto auch gefahren wird. Die Versicherungsbeiträge sind in der Regel aber mindestens für sechs Monate zu zahlen.
Reguläres Kennzeichen oder H-Kennzeichen?
Niemand muss übrigens seinen Oldtimer mit einem H-Kennzeichen zulassen. Isetta) beträgt die Jahressteuer trotz des hohen regulären Satzes nur 76 Euro (3 x 25,36 Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter).
Erst ab 700 Kubikzentimetern Hubraum wird die ganzjährige reguläre Zulassung teurer als mit einem H-Kennzeichen.
Motorräder werden jährlich mit 1,84 Euro je angefangene 25 Kubikzentimeter Hubraum besteuert. Zweiräder bis 125 Kubikzentimetern Hubraum und nicht mehr als 11 kW sind steuerbefreit. Bis zu einem Hubraum von 600 Kubikzentimetern ist die reguläre Zulassung kostengünstiger als mit H-Kennzeichen.
Fazit
Das H-Kennzeichen für das Motorrad rentiert sich bei einer ganzjährigen Nutzung und birgt zusätzlich steuerliche Vorteile.
In Bezug auf die Kfz-Steuer rechnet sich ein H-Kennzeichen nicht unbedingt für Kleinwagen und Motorräder bis zur Mittelklasse.
H-Kennzeichen für ein Moped mit Oldtimer-Status:
- ✔ Sicher: Inklusive Käuferschutz
- ✔ Hochwertig: Geprüft und zertifiziert nach DIN CERTCO
- ✔ Günstig: Bis zu 70 % Vorteil gegenüber Schildern vor Ort
- ✔ Schnell: Bestellungen bis 15 Uhr werden noch heute versendet (Mo.
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