Das H-Kennzeichen wurde im Jahr 1997 eingeführt, um den Erhalt historischer Autos, Lastkraftwagen und Motorräder zu fördern. Mit diesem speziellen Nummernschild genießen Besitzer von Oldtimern eine Reihe von Vorteilen. Vor allem sparen sie bei der Kraftfahrzeugsteuer.
Was ist ein H-Kennzeichen?
Ein Oldtimer mit H Kennzeichen -auch als Oldtimer Kennzeichen oder historisches Kennzeichen bezeichnet- können Sie verwenden, wenn die folgenden Dinge sichergestellt sind. Wer sein Fahrzeug immer gut gepflegt und bei Reparaturen Originalbauteile verwendet hat, kann es mit dem H auf dem Kennzeichen als "kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut" anmelden.
H-Kennzeichen fürs Motorrad: Die Grundlagen
Auch für Motorräder gibt es H-Kennzeichen. Wenn Sie stolzer Besitzer eines Oldtimer-Motorrads sind, dann denken Sie wahrscheinlich darüber nach, Ihrem Schmuckstück mit einem H-Kennzeichen den letzten Schliff zu verpassen. Denn das H-Kennzeichen ist am Motorrad nicht nur ein Hingucker, sondern kann auch Vorteile mit sich bringen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Motorrad eine sogenannte H-Zulassung erhalten. Das H auf dem Kennzeichen steht für „historisch“.
Voraussetzungen für das H-Kennzeichen am Motorrad
- Mindestalter: Grundsätzlich kann ein historisches Fahrzeug erst ab 30 Jahren nach der Erstzulassung offiziell als ein Oldtimer gelten.
- Gepflegter Zustand: Ein guter Allgemeinzustand ist ebenfalls Pflicht. Zudem muss das Fahrzeug weitestgehend im Originalzustand sein.
- Originalteile: Bei ausgetauschten Teilen sollte es sich um Originalteile handeln. War dies nicht möglich, sollten die betreffenden Teile wenigstens originalgetreue Nachbauten oder zeitgenössische Teile sein. Auch diese müssen mindestens 30 Jahre alt sein.
Ob alle Grundvoraussetzungen für das H-Kennzeichen am Motorrad erfüllt werden, prüft der Gutachter. Der TÜV oder die DEKRA fertigt ein Gutachten nach Paragraf 23 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) an. Das Gutachten gilt nicht für immer. Bei der nächsten regulären HU-Untersuchung wird der Zustand des Motorrads erneut geprüft.
Abgesehen von den obigen Bedingungen benötigen Sie noch einen Nachweis über die bestandene Hauptuntersuchung.
Das Historische Kennzeichen wurde 1997 als besondere Möglichkeit für Oldtimer eingeführt. Es entspricht grundsätzlich dem regulären Euro-Kennzeichen. Einziger Unterschied: Die Erkennungsnummer endet mit dem Buchstaben H.
Das Gutachten: Der erste Schritt zur H-Zulassung
Ein amtlich anerkannter Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur (z. B. DEKRA, TÜV) muss ein Gutachten nach § 23 StVZO erstellen und das Motorrad darin als Oldtimer einstufen. Hier ist oftmals ein wenig „Verhandlungsgeschick“ gefragt. Last, but not least trifft das auch für den Sitz bzw.
Mit den üblichen Fahrzeugpapieren, der Zulassungsbescheinigung I (ehemals Fahrzeugbrief), der Zulassungsbescheinigung II (ehemals Fahrzeugschein), Versicherungsbescheinigung und Personalausweis geht es zum Straßenverkehrsamt.
Der 3. Schritt führt dich zu jenem Betrieb, der in unmittelbarer Nähe der Zulassungsstelle verortet ist und nach Vorlage der Bescheinigung das H-Kennzeichen fertigt. Bravo, du hast alle bürokratischen Hürden überwunden.
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Kosten für ein H-Kennzeichen am Motorrad
Wenn Sie Ihr Motorrad mit einem Oldtimer-Kennzeichen versehen wollen, ist das mit Kosten verbunden. Je nach Bundesland schwanken diese, daher sind die Angaben nur Durchschnittswerte.
- Gutachten: Am stärksten schlägt die Anfertigung des Gutachtens zu Buche - mit Kosten zwischen 150 und 500 Euro.
- HU-Untersuchung: Eine HU-Untersuchung kostet ca. 65 bis 75 Euro.
- Anmeldegebühr: Die Anmeldegebühr beträgt ca. 40 Euro, die Prägung neuer Kennzeichen ca.
Vorteile des H-Kennzeichens fürs Motorrad
- Steuerliche Vorteile: Hat das Motorrad ein H-Kennzeichen, fällt eine Steuer in Höhe von 46,02 € jährlich an.
- Günstigere Versicherung: Hat Ihr Oldtimer-Motorrad ein H-Kennzeichen, ist die Versicherung unter Umständen deutlich günstiger.
- Umweltzonen: In Innenstädten darf ein Auto mit H-Zulassung ohne Umweltplakette fahren.
Es gibt nicht besonders viele Vorteile von einem H-Kennzeichen am Motorrad - Nachteile allerdings auch nicht.
Wann lohnt sich ein H-Kennzeichen für Ihr Motorrad?
Bei Motorrädern lässt sich nicht pauschal sagen, ob ein H-Kennzeichen am Motorrad sinnvoll ist.Ob sich ein Motorrad-H-Kennzeichen lohnt, kommt auf den Hubraum des Zweirads an. Erst bei Oldtimer-Motorrädern mit mehr als 625 Kubikzentimetern (ccm) Hubraum sparen Sie Kfz-Steuer.
Daraus folgt, dass das H-Kennzeichen vor allem für Motorräder mit großem Hubraum von Vorteil ist.
Steuerliche Aspekte
Ohne H-Kennzeichen am Motorrad beträgt die Steuer regulär je angefangene 25 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum 1,84 €.
Versicherungsvorteile
H-Kennzeichen und Versicherung: Das H-Kennzeichen signalisiert dem Versicherer, dass es sich um ein Liebhaberfahrzeug handelt. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Biker mit so einem Gefährt sehr pfleglich und fahrtechnisch sicher umgeht - was günstige Versicherungstarife in Aussicht stellt.
Für Ihr historisches Kraftrad erhalten Sie bei der Allianz eine Motorrad-Oldtimer-Versicherung. Der Abschluss ist schnell und einfach online möglich.
Alternativen zum H-Kennzeichen
Neben klassischen PKWs, die den Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen genügen, erhalten bei Kennzeichen Deutschlandweit auch Busse, LKWs und Anhänger das passende Oldtimer-Kennzeichen um als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ zu gelten.
Es gibt unterschiedliche Zulassungsarten für einen Oldtimer. Ein reguläres Kennzeichen oder H-Kennzeichen, ein Saisonkennzeichen oder 07er-Kennzeichen. Das H Kennzeichen dient dem Dauerbetrieb eines Fahrzeugs. Das rote 07 Kennzeichen reicht aus, wenn nur die unregelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen geplant ist, die zum Zweck haben Oldtimer zu präsentieren bzw. die der "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts" dienen.
Eine Kombination von H- und Saisonkennzeichen ist möglich und erlaubt. Niemand muss allerdings seinen Oldtimer mit einem H Kennzeichen zulassen.
Saisonkennzeichen
Bei Saisonkennzeichen legt sich ein Autohalter verbindlich fest, für welchen zusammenhängenden Zeitraum (mindestens zwei, höchstens 11 Monate) das Fahrzeug jährlich zugelassen werden soll. Das kommt für alle diejenigen infrage, die den Wagen nicht das ganze Jahr über nutzen, wie es beispielsweise bei Cabriolets sein kann.
07-Kennzeichen
Seit Anfang der 90er Jahre gibt es für Oldtimer-Besitzer ein besonderes Kennzeichen für die Kurzzeitzulassung von Fahrzeugen mit Oldtimergutachten. Das 07-Kennzeichen (die rote Nummer). Das 07 Kennzeichen ist ein Wechselkennzeichen. Mit ihm können mehrere Fahrzeuge abwechselnd gefahren werden. So können historische Fahrzeuge im Straßenverkehr bewegt werden, ohne jedes Fahrzeug einzeln anmelden zu müssen.
Normalerweise wird das Kennzeichen für Fahrten zu Messen, Probe- und Showfahrten, Präsentationen u. ä. Auch für ein 07-Kennzeichen gilt: Für solche Fahrzeuge muss ebenso ein Oldtimer-Gutachten vorliegen. Es gilt außerdem ein Mindestalter von 30 Jahren.
Häufige Fragen zum H-Kennzeichen
Was darf ich nicht mit H-Kennzeichen?
Für Motorrad-Fahrer mit H-Kennzeichen gelten keine besonderen Verbote. Allerdings müssen Sie gewisse Vorgaben bei der Instandhaltung einhalten, um den Status eines Oldtimers und damit die Berechtigung für eine H-Zulassung nicht wieder zu verlieren.
Welche Nachteile hat ein H-Kennzeichen?
Direkte Nachteile von einer H-Zulassung haben Sie nicht. Der bürokratische Aufwand und die Kosten, die damit verbunden sind, könnten als Nachteil angesehen werden. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, steht hier.
Wie alt muss ein Motorrad für ein H-Kennzeichen sein?
Was bringt mir ein H-Kennzeichen am Motorrad?
Mit einem H-Kennzeichen gilt für Motorräder pauschal eine jährliche Kfz-Steuer von 46,02€. Damit unterscheidet sich der Steuersatz nicht stark zum Steuersatz der Motorräder ohne H-Zulassung. Allerdings kann die Versicherungsprämie günstiger ausfallen.
Ist die Motorradversicherung mit H-Kennzeichen teurer?
Meist deutlich günstiger als reguläre Kfz-Versicherungen und daher eine ideale Alternative für Ihren Klassiker!
Benötige ich ein Wertgutachten?
Ein Wertgutachten anzulegen, kann auch für andere Situationen wichtig sein.
Brauche ich für die Versicherung ein Gutachten?
Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie für den Abschluss einer Versicherung für Oldtimer-Motorräder das Gutachten gemäß § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) benötigen. Dieses sollten Sie daher rechtzeitig beim TÜV oder der DEKRA durchführen lassen.
Besteht die Pflicht zur Hauptuntersuchung?
Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Motorrad, auch wenn es mit einem historischen Kennzeichen versehen ist, regelmäßig zur Hauptuntersuchung bringen müssen. Für Motorräder, deren Erstzulassung nach dem 1. Januar 1989 liegt, ist im Rahmen der Untersuchung zudem eine Abgasuntersuchung (AU) vorgeschrieben.
Gibt es eine spezielle Moped-Oldtimer-Versicherung?
Grundsätzlich ist es möglich, für historische Kleinkrafträder eine Moped- oder Mofa-Oldtimer-Versicherung abzuschließen. Vorausgesetzt, Sie haben das Moped mit Oldtimer-Kennzeichen zugelassen. Für wertvolle Kleinkrafträder ab 30 Jahren, die Sie nicht mehr nutzen, kann sich beispielsweise eine Oldtimer-Moped-Versicherung mit Garagenversicherung lohnen.
Was ist bei Umbauten zu beachten?
Eine Oldtimer-Motorradversicherung ist auch abschließbar, wenn Umbauten am Zweirad erfolgt sind. Voraussetzung ist, dass die Veränderungen zeitgenössisch sind. Das heißt: Sie erfolgten in den ersten zehn Jahren der Zulassung oder sind typisch für diesen Zeitraum.
Kann ein Youngtimer zum Oldtimer werden?
Bei Erreichen der 30-Jahres-Grenze kann ein Youngtimer zum Oldtimer werden.
Die verschiedenen Baujahrsklassen für Oldtimer
Clubs und Verbände des Oldtimer-Weltverbandes FIVA organisieren nationale und internationale Oldtimer-Rallyes. Es sind Ausfahrten oder Gleichmäßigkeitsfahrten mit einer maximalen Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Die Fahrzeuge werden in Baujahrsklassen eingeteilt.
| Klasse | Baujahre | Bezeichnung |
|---|---|---|
| A | bis einschließlich 1904 | Ancestor |
| B | 1905 bis 1918 | Veteran |
| C | 1919 bis 1930 | Vintage |
| D | 1931 bis 1945 | Post Vintage |
| E | 1946 bis 1960 | Post War |
| F | 1961 bis 1970 | - |
| G | 1971 bis 1980 | - |
| Hab | ab 1981 | Fahrzeugregistrierung vor mind. 30 Jahren |
Fazit
Ein H-Kennzeichen für Ihr Motorrad kann sich lohnen, insbesondere wenn Sie ein Motorrad mit großem Hubraum besitzen und Wert auf eine günstige Versicherung legen. Prüfen Sie die Voraussetzungen und Kosten, um die beste Entscheidung für Ihr historisches Zweirad zu treffen.
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