H4 Lampen im Test: Vergleich und Empfehlungen für Motorradfahrer

Die Frühlingsdunkelheit lässt oft an der Lichtleistung des eigenen Fahrzeugs zweifeln. Viele PKWs und Motorräder sind weiterhin mit Halogenlampen der Bauarten H4 unterwegs. Der Nachrüstmarkt bietet hier zuverlässige Lösungen, insbesondere von Osram und Philips. Eine gute Sicht ist beim Fahren sehr wichtig - besonders nachts. Wer also noch mit veralteter Kfz-Beleuchtung unterwegs ist, sollte schnellstmöglich auf hellere H4-Birnen mit tageslichtähnlicher Lichtfarbe umsteigen.

Was ist eine H4-Glühbirne?

Bei einer H4-Birne handelt es sich um eine Biluxlampe (Zweifadenglühlampe), also eine Scheinwerfer-Lampe mit zwei Glühfäden. Der eine sitzt im Zentrum und erzeugt das Fernlicht, der andere sitzt außerhalb der Lampenmitte und ist für das Abblendlicht zuständig. Fahrzeuge mit H4-Glühbirnen sind daher am einteiligen Scheinwerfergehäuse für Fern- und Abblendlicht erkennbar. Die Leistung einer H4-Glühbirne ist mit 60 W für das Abblendlicht und 55 W für das Fernlicht gesetzlich vorgeschrieben und in der ECE-Regelung 37 festgehalten.

Achtung: Der Einsatz von H4 Lampen mit 100 Watt ist in Deutschland verboten.

H4-Birnen im Vergleich - Empfehlungen

Das Angebot an H4-Halogenlampen ist groß. Allerdings überzeugen nicht alle Leuchtmittel durch Helligkeit und Qualität. Alle Vergleichsangaben beziehen sich auf herkömmliche H4-Birnen.

  • Osram Night Breaker Laser H4 + 150 %: Die Osram Night Breaker Laser + 150 % gehört zu den besten H4-Glühlampen auf dem Markt.
  • Philips RacingVision H4 GT200: Die RacingVision GT200-Lampe von Philips liefert laut Angaben bis zu 200 Prozent helleres Licht, das über 80 m weit leuchtet.
  • Philipps Vision + 30 % H4: 30 Prozent mehr Licht im Vergleich zu Standard-Halogenlampen soll die H4-Glühlampe Vision + 30 % von Philips bieten.
  • Bosch H4 Plus 150 Gigalight: Die Bosch Plus 150 Gigalight H4-Birnen sorgen mit einer Lichtfarbe von 3450 Kelvin für mehr 150 Prozent mehr Leuchtkraft als Standard-Halogenlampen.
  • Philips X-tremeVision Pro150 H4: Die Philips X-tremeVision Pro150 H4 Halogenscheinwerfer sollen ein weißeres Licht mit bis zu 3400 Kelvin für einen besseren Kontrast projizieren.

Sind H4 mit LED erlaubt?

LED-Scheinwerfer sind aufgrund ihrer Lichtausbeute bei Neuwagen mittlerweile ab einer gewissen Preisklasse serienmäßig. Fahrer:innen älterer Autos können jedoch auch LED-Scheinwerfer nachrüsten. Allerdings nur, wenn die Lampen eine Zulassung (ABE - Allgemeine Betriebserlaubnis) haben. Das heißt, sie müssen TÜV-geprüft und vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) genehmigt sein. Die ABE muss zudem im Pkw mitgeführt werden. Von LED-Einsätzen ohne Zulassung ist abzuraten, da das Auto dann seine Betriebserlaubnis verlieren würde.

  • Osram Night Breaker H4-LED: Die Osram Night Breaker "Smart" H4-LED bietet laut Hersteller bis zu 330 Prozent mehr Helligkeit sowie 50 Prozent weniger Blendung.
  • Philips Ultionon Pro6000 H4-LED: Eine weitere, legale LED-Nachrüstung wird für mittlerweile über 200 Fahrzeugmodelle mit der Philips Ultinon Pro6000 H4-LED angeboten. Sie liefert bis zu 230 Prozent helleres Licht mit 5800 Kelvin.

Wie werden H4-Birnen gewechselt?

Während LED- und Xenon-Lampen oft nicht in Eigenregie ausgetauscht werden können, lassen sich gewöhnliche H4-Lampen in vielen Fahrzeugen schnell, einfach und günstig selbst auswechseln. Wichtig: Niemals die Birne am Glas anfassen! Selbst winzige Mengen Fett und Schweiß reichen dafür aus, dass der Glaskolben unterschiedlich erhitzt und so zerspringen kann. Außerdem sollten beide Lampen zeitgleich gewechselt werden, auch wenn nur eine den Dienst quittiert.

  1. Zündung aus, Licht auf Aus-Stellung und - wenn notwendig - Leuchten abkühlen lassen
  2. Platz schaffen: Bei manchen Automodellen muss im Motorraum Platz geschaffen werden, etwa indem die Batterie ausgebaut oder der Füllstutzen des Wischwassertanks abgenommen wird. Auf Schienen gelagerte Scheinwerfer lösen und vorsichtig herausschieben
  3. Schutzkappe am Scheinwerfer abnehmen
  4. Bügel lösen und Lampe vorsichtig aus dem Scheinwerfer ziehen
  5. Lampenstecker abziehen und die alte Lampe aus der Befestigung nehmen
  6. Die neue, passende Lampe korrekt einsetzen (die alte Glühbirne hilft bei der Orientierung)
  7. Darauf achten, dass Bügel und Verschlüsse einrasten und Dichtungen korrekt anliegen
  8. Zündung einschalten und prüfen, ob der Scheinwerfer funktioniert

Es kann vorkommen, dass ein Scheinwerfer nach dem Wechsel andere Verkehrsteilnehmer:innen blendet. Ist das der Fall, muss der Scheinwerfer neu eingestellt werden. Leider lassen sich nicht bei allen Automodellen die Glühbirnen selbst wechseln. Bei einigen Fahrzeugen ist die Fahrt zur Werkstatt nahezu unumgänglich.

Was ist der Unterschied zwischen H4 und H7?

Gewöhnliche Scheinwerfer sind entweder mit H1-, H4- oder H7-Birnen ausgestattet. H4-Birnen haben zwei Glühdrähte, einen für das Abblendlicht, einen für das Fernlicht, der Scheinwerfer also nur einen Sockel. Bei einem H7-Scheinwerfer handelt es sich um eine Weiterentwicklung der H4-Birne. Hier übernimmt eine Glühbirne die Abblendlicht-Funktion, eine zweite Birne Fernlicht und Lichthupe. Im Gegensatz zur H4-Birne haben H7-Leuchten nur einen Glühdraht im Gehäusekolben.

Lässt sich H4 gegen H7 tauschen?

Ein Austausch der beiden Lampentypen ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauweise nicht möglich.

Scheinwerfersysteme und Leuchtmittel im Praxistest

Wie schlägt sich ein gut 40 Jahre alter, konventioneller H4-Rundscheinwerfer im Vergleich zum 15 Jahre jungen, mit H7-Birnen bestücktem Multireflektor-Scheinwerfer? Was bringen bei früheren Tests besonders gut getestete H4-Birnen? Und welchen Unterschied machen Leuchtdioden, ganz einfach per Plug-and-play nachgerüstet? Wie hell strahlen dagegen moderne LEDs ab Werk? Oder bringt aktuelles Kurvenlicht Licht ins Dunkel? Der große Praxistest liefert Antworten.

Abblendlicht bei Kurvenfahrt und Kurven-Licht

Bei Motorrädern leuchtet das Abblendlicht bei einer Kurvenfahrt durch die Schräglage zur entgegengesetzten Seite. Hier setzt das adaptive Kurvenlicht von BMW an. Das gibt es in der K 1600 GT und optional in der R 1250 RT. Strahlt diese aktiv gesteuerte Lichttechnik dank Schräglagensensoren und viel Know-how wirklich überragend hell?

Wo diese fehlen, sollte man unbedingt die hintere Federbasis an das Mehrgewicht weit oben und hinten anpassen.

Selbst ein Supersportler wie die Honda Fireblade SC 59 reagiert da nämlich sensibel drauf. Ganz gelassen bleibt da nur die BMW K 1600 GT dank automatischer Niveauregulierung. Bei der Ducati Multistrada V4 S lässt das semiaktive Fahrwerk eine Anpassung an die Zuladung auf Knopfdruck zu: Das Federbein auf "2 Personen" gestellt (eventuell noch plus Gepäck), und schon strahlt der Lichtkegel exakt wieder dorthin, wo er im Solobetrieb stand. Klasse!

Modernes Naked Bike: Benelli Leoncino 800

Positive Überraschung: Das China-Bike mit modernem LED-Scheinwerfer erhellt die Nacht sehr ordentlich. Markant wirkt das hufeisenförmige Tagfahrlicht. Direkt darunter, in der oberen Hälfte des Scheinwerfers, sitzt das Abblendlicht, Fernlicht unten. Das breite, aus Fahrerperspektive fast rechteckig scheinende Abblendlicht leuchtet schön weit und ferner Links- wie Rechtskurven erstaunlich gut aus.

Klassisches Naked Bike: Yamaha SR 500 (1981)

Die Wahl dieses Testmotorrads erfolgte nicht ganz zufällig: Denn der markante Rundscheinwerfer mit riesigen 200 Millimetern Innendurchmesser sollte vor rund 40 Jahren eine gute Lichtausbeute signalisieren. Tatsächlich verbaute Yamaha ihn nicht allein in der SR 500 (Typ 2J4), sondern auch in der XJ 650, TR 1 und XJ 900 N.

Supersportler: Honda Fireblade (SC 59, 2008)

Versuch macht klug: Hier haben wir die 2 H7-Birnen dieser Fireblade gegen aktuelle Top-LED-Leuchtmittel von Philips getauscht - mit Freigabe per ABE. Und siehe da: Der Umbau lohnt sich sehr! Die Leuchtdioden made in China strahlen nochmals deutlich heller und mit bläulich-weißerem Licht als serienmäßige H7-Lampen.

Test: 21 H4-Lampen auf dem Prüfstand

AUTO BILD und TÜV haben eine große Auswahl von H4-Lampen auf Herz und Nieren geprüft. Die Testergebnisse sind aufschlussreich und zeigen deutlich, dass sowohl die Qualität als auch die Preise der Lampen stark variieren können. Dieser Test soll Autofahrern dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Testsieger im AUTO BILD-H4-Lampentest (2018): Philips Vision +30%

Das beste Testergebnis erzielt die Philips Vision +30% mit 53 von 55 Punkten und der Testnote "sehr gut". Sie erzielt eine sehr gute Ausleuchtung und ein überzeugendes Lichtbild. Auch in Sachen Reichweite kann die Philips-Leuchte überzeugen. Einzig bei der Lebensdauer gibt es Kandidaten, die länger halten - allerdings auch auf Kosten der Helligkeit.

Preis-Leistungs-Sieger (2018): Cartechnic H4-Lampe

So hat AUTO BILD getestet

Die Prüfungen erfolgten gemäß der ECERegel R37, wie sie auch für die Typprüfung von Glühlampen vorgesehen ist; die Spannung während der Tests betrug 13,2 Volt.

Die Testergebnisse im Überblick

Auf jeden Fall liefern die teuren Lampen der Platzhirsche Osram und Philips - wieder einmal - das beste Licht. Nur: Lebensdauer-Rekorde erzielen diese nicht. Das ist wie überall: Höchste Leistung und maximale Haltbarkeit lassen sich nicht vereinen. Wer darauf Wert legt, verzichtet besser auf ein paar Meter Reichweite und nimmt eine der Longlife-Varianten.

Testsieger: Die Philips Vision +30% leuchtet hell, homogen, hat eine klare Hell-dunkel-Grenze und einen exakt definierten 15-Grad-Anstieg für das asymmetrische Abblendlicht.

Noch länger halten nur LED, doch deren Einsatz anstelle von Halogenlampen ist gemäß EU-Recht nicht zulässig. Aus gutem Grund, wie die illegale Tripcraft LED zeigt. Wer die einbaut, wird garantiert von der Polizei gestoppt. Denn die Dinger können nur Fernlicht und blenden deshalb. Außerdem sind sie viel länger als eine H4-Lampe, bei den meisten Scheinwerfern lässt sich der Deckel an der Rückseite nicht mehr montieren. Folge: Staub und Wasser gelangen ins Scheinwerfergehäuse.

Aber auch der alte Geheimtipp, für helleres Licht eine 90/100-Watt-Lampe zu montieren, ist Quatsch, wie die Fansport beweist. Denn Licht kommt kaum heraus, nur Wärme.

Noch gefährlicher in diesem Punkt ist die Beacon: Als ganz normale 55/60-Watt Lampe gekennzeichnet, zogen sie über 90 Watt und entwickelten eine Hitze, welche bei längerer Dauer den ganzen Scheinwerfer verschmurgelt hätte.

Finger weg von Billig-H4-Lampen

Viele Kunden verlangen billig, also bekommen sie billig. Beispiel: Beluxx. Im Lichtstrom noch vorn dabei, kommt davon auf der Straße nichts an. Weil die Glühwendel irgendwo im Nirgendwo sitzt. Deren Maße und Lage ist auf Zehntelmillimeter genau festgelegt, damit sie im Scheinwerfer exakt an der richtigen Stelle sitzt und dieser das Licht optimal auf die Straße bringt. Das schafft keine der No-Name-Lampen, entsprechend wenig Punkte erhalten sie im Fach "Geometrie".

Hier liegt auch das Problem der A.T.U-Lampen: Die eine leuchtet ganz passabel, die andere unterirdisch. Im Mittelwert reicht es nur für ein "mangelhaft". Ursache ist die schlechte Fertigungsqualität, die keine engen Toleranzen einhält.

Auffällig: Nur drei Produkte im Test schaffen legal eine Reichweite über 100 Meter. Das ist auch dem Test-Scheinwerfer zuzuschreiben, offenbar legt Jeep mehr Wert auf eine breite Ausleuchtung, geizt dafür mit Reichweite.

H4-Lampen im AUTO BILD-Test - alle Ergebnisse im Detail

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse des AUTO BILD-Tests zusammen:

Produkt Paarpreis (€) Prüfzeichen Lichtstrom in Lumen (lm) Geometrie (max. 10 Punkte) Abblendlicht Reichweite (m) (max. 10 Punkte) Helligkeit (cd) (max. 10 Punkte) Blendung (cd) (max. 10 Punkte) Lichtstrom Fernlicht (lm) (max. 5 Punkte) Gesamtpunktzahl (max. 55 Punkte) Gesamturteil
PHILIPS VISION +30 % (Testsieger) 18,32 E1 10 (1155 lm) 10 9 (96 m) 10 (49 084 cd) 9 (445 cd) 5 (1900 lm) 53 1,1 (sehr gut)
CARTECHNIC (Preis-Leistungs-Sieger) 12,40 E1 9 (1085 lm) 9 10 (104 m) 10 (48 131 cd) 5 (608 cd) 5 (1696 lm) 48 1,6 (gut)
PHILIPS LONGLIFE ECOVISION 16,60 E1 10 (1111 lm) 10 8 (93 m) 6 (39 754 cd) 9 (421 cd) 5 (1751 lm) 48 1,6 (gut)
PHILIPS X-TREME VISION +130 % 34,00 E1 7 (1252 lm) 10 10 (110 m) 10 (58 301 cd) 6 (560 cd) 5 (1632 lm) 48 1,6 (gut)
PHILIPS WHITE VISION 31,40 E1 10 (1128 lm) 10 8 (94 m) 6 (38 098 cd) 9 (448 cd) 4 (1574 lm) 47 1,7 (gut)
OSRAM NIGHT BREAKER LASER NEXT GENERATION 9,95 E1 10 (1123 lm) 10 8 (95 m) 10 (52 070 cd) 7 (527 cd) 4 (1574 lm) 49 1,5 (gut)

H4-Lampe wechseln - das ist zu beachten

Scheinwerferlampen sind Hightech, verlangen bei der Herstellung extreme Präzision. Die aber nur wenige Werke zu liefern imstande sind. Asiatische Ramschbuden gehören eindeutig nicht in diese Liga.

Die wichtigste Regel: Scheinwerferlampen immer paarweise wechseln. Die guten sind so sorgfältig gefertigt, dass sie auch in der Lebensdauer eng beieinander liegen. Geht die eine kaputt, folgt die andere oft wenig später. Ärgerlich, wenn dann zum Wechseln erneut das halbe Auto zerlegt werden muss.

Übrigens, wer nicht zum Blender werden möchte, lässt nach einem Lampentausch die Scheinwerfereinstellung prüfen.

So funktioniert die H4-Lampe

In Serie ging die H4-Lampe 1971 im Mercedes SL. Ihre Besonderheit: Sie hat zwei Glühwendeln - eine für Abblendlicht, die andere für Fernlicht. Deshalb benötigt ihr Scheinwerfer nur einen Reflektor, das spart Kosten und macht die H4 auch heute noch für preiswerte Autos interessant.

Denn die Menge Licht, die eine Lampe aussenden darf, ist begrenzt. Bei der H4 sind es 1000 Lumen, mit einer Toleranz von 150 Lumen nach oben und unten.

Alte Motorräder haben bisweilen den Nachteil des schlechten Lichts für Nachtfahrten.

Lange haben sich die alten Glühbirnen gehalten, die mehr die Erdoberfläche beheizen und auch ein wenig Licht abgeben. H4 und H7 nennt man solche Glühfaden-Lampen, von älter Funzel-Technik ganz zu schweigen. Die Ultra hellen Xenon Gasentladungslampen gingen weitestgehend an der Motorradtechnik vorbei, MR berichtete. Während in Asien schon lange sogenannte Retrofits für Xenon und LED angeboten werden, bringt nun OSRAM legales LED Licht in den Motorrad-Scheinwerfer. Bisher leider nur für ausgewählte Modelle.

H4- und H7-Nachrüstlampen fürs Motorrad im Test

Die besten H4- und H7-Nachrüstlampen für Motorradscheinwerfer. Von MOTORRAD, gemeinsam mit den Profis von Marelli Automotive Lighting, unter Laborbedingungen getestet, bewertet und miteinander verglichen.

Licht-Tuning ist mit dem Tausch gegen eine hochwertige H4- oder H7-Lampe einfach und günstig.

Wunder sollte man aber nicht erwarten, denn den großen Unterschied macht der Scheinwerfer, nicht die darin steckende Lampe.

8 H4-Lampen für Motorräder im Test

  • Testsieger: H4-Lampe Osram Night Breaker 200
  • Kauftipp: H4-Lampe Bosch Plus 150 Gigalight
  • H4-Lampe Bosch Ultra White 4200K
  • H4-Lampe GE/Tungsram Megalight Ultra +130
  • H4-Lampe Osram Cool Blue Intense
  • H4-Lampe Philips RacingVision GT 200
  • H4-Lampe Bosch Longlife Daytime
  • H4-Lampe Philips Vision

Die Lichtverteilung ist prinzipiell okay, aber alle Messwerte liegen klar unter denen der Markenhersteller-Lampen. 65 m Reichweite sind schwach, da hilft auch eine "Xenonoptik" nicht.

H4- und H7-Lampen für Motorräder - gut zu wissen

Das Gros des motorisierten Zweiradbestands ist immer noch mit H4-Zweifadenlampen oder den grundsätzlich im Doppelpack verbauten H7-Einfadenlampen unterwegs.

Viel entscheidender sind Form und Größe des Scheinwerfers, konkret des Reflektors. Eine "alte" H4-Lampe im riesigen Rundscheinwerfer eines 1980er-Jahre-Youngtimers kann nicht nur theoretisch deutlich mehr Licht liefern als zum Beispiel die beiden vermeintlich "moderneren" H7-Lampen, die in einem 20 Jahre jüngeren, dafür aber viel kleineren Supersportler-Scheinwerfer stecken.

Hell oder langlebig

Wie hell eine Lampe strahlt, lässt sich durch den Lampenhersteller ganz bewusst steuern. Fallen Begriffe wie "Longlife" oder auch "Heavy Duty", wird verstärkt Wert auf eine hohe Lebensdauer gelegt. Die wird über eine dickere und/oder längere Glühwendel erzielt, welche weniger heiß wird, damit aber auch weniger hell ist.

LED, H4, H7 - Licht am Motorrad nachrüsten

Wer über den Wechsel des Leuchtmittels an seinem Motorrad nachdenkt, kann neben modernen Halogenlampen oftmals auch LED-Lösungen in Betracht ziehen. Jedoch gilt es im Vorfeld so manches zu beachten.

LED-Lichttechnik - auch zum Nachrüsten

Motorräder kommen heutzutage oftmals ab Werk mit LED-Scheinwerfern. Diese erlauben ein modernes und markenspezifisches Erscheinungsbild - plus natürlich eine gute und oftmals punktgenaue Ausleuchtung. All das bietet eine Umrüstung auf LED bei älteren Motorrädern zwar nicht, dennoch ist die Leuchtdiode womöglich auch hier eine reizvolle Option.

Wichtig sind jedoch zwei Punkte: Zum einen natürlich die Zulassung, denn nur dann dürfen LED-Lampen auch im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Auf der jeweiligen Hersteller-Homepage können sich Interessenten dann informieren, ob die Lampen auch für ihr Motorrad zugelassen sind - und sich die mitzuführende Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) herunterladen. Von nicht zugelassenen LED-Lösungen raten wir übrigens dringend ab.

Der zweite wichtige Aspekt hat mit der sogenannten Adaption zu tun, also der Anpassung des Auges an Helligkeitsverhältnisse: Wird der Lichtkegel auf dem Asphalt heller, passt sich die Pupille durch Verengung an. Dadurch wird aber zugleich alles außerhalb des Lichtkegels als dunkler wahrgenommen, was bei Nachtfahrten kontraproduktiv sein kann. Mehr ist hier nicht immer besser.

Tagfahrlicht, Positionsleuchten und Zusatzscheinwerfer - was ist legal?

Besser sehen und gesehen werden, das funktioniert wie beschrieben über mehr Licht vom Hauptscheinwerfer, alternativ können aber auch zusätzliche Scheinwerfer als weitere Lichtquellen agieren. Generell gilt: Am Motorrad darf nur jene Art von Beleuchtung montiert werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder zusätzlich erlaubt ist (also beispielsweise keine Unterbodenbeleuchtung oder LED-Lichterkette). Außerdem müssen alle Leuchten und Reflektoren über ein ECE- (großes E plus Ziffer) oder EG-Prüfzeichen (kleines e plus Ziffer), also eine Zulassung verfügen.

Mehr Lichtleistung durch Reinigung

Tatsächlich erhöht die gründliche Reinigung des Scheinwerferglases die Lichtleistung um bis zu 20 Prozent! Denn auch wenn das Scheinwerfergehäuse eigentlich gegenüber Staub und Nässe abgedichtet ist, kann sich hier über die Jahre eine hinderliche Schmutzschicht ansammeln.

H4-Lampe Test & Vergleich

Ihr persönlicher Spitzenreiter in unserer Rangliste.

Die Philips RacingVision GT200 H4 Scheinwerferlampe hat eine Leuchtweite von bis zu 80 Metern.

Die Osram Night Breaker 220 H4 Halogen-Scheinwerferlampe verbessert die Fahrsicherheit erheblich durch ihre hohe Helligkeit und den langen Lichtkegel.

Der OSRAM NIGHT BREAKER LASER H4 überzeugt uns in unserem Vergleich durch seine Hochleistungslampen.

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