Die Frühlingsdunkelheit lässt oft an der Lichtleistung des eigenen Motorrads zweifeln, besonders wenn es sich nicht um ein neueres Modell mit leuchtstarken LED-Scheinwerfern handelt. Viele Motorräder sind weiterhin mit Halogenlampen der Bauarten H4 und H7 unterwegs. Der Nachrüstmarkt bietet jedoch zuverlässige Lösungen, insbesondere von Osram und Philips.
H4- und H7-Nachrüstlampen im Test
In Tests von H4- und H7-Nachrüstlampen liegt der Fokus vor allem auf hellerem Licht. Wer hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, dem reichen Standardlampen. Sobald es aber dunkel wird, zeigen diese Exemplare Schwächen. Besonders bei schlechten Bedingungen wie Regen kann das gefährlich sein. Da hilft nur eins: mehr Licht.
Testergebnisse im Überblick
Hier ein Überblick über einige getestete H4-Lampen für Motorräder:
- Testsieger: Osram Night Breaker 200 (MOTORRAD-Urteil: sehr gut)
- Preis: 10,65 Euro (Doppelpack für 21,29 Euro)
- Reichweite: 84 m
- Fazit: Liefert satte 84 m Reichweite und eine Top-Lichtverteilung.
- Kauftipp: Bosch Plus 150 Gigalight (MOTORRAD-Urteil: sehr gut)
- Preis: 8,37 Euro (Doppelpack für 16,74 Euro)
- Reichweite: 84 m
- Fazit: Gute 84 m Reichweite, im Maximum nicht ganz an die Osram heran, aber ggf. günstiger.
- Bosch Ultra White 4200K (MOTORRAD-Urteil: gut)
- Preis: 10,57 Euro
- Reichweite: Knapp 84 m (mit Pkw-Scheinwerfer)
- Fazit: Knapp 84 m Reichweite sind sehr gut, und auch die Lichtausbeute liegt im oberen Bereich.
Auch H7-Lampen wurden getestet, hier die Testsieger:
- Testsieger H7-Lampen: Bosch Plus 150 Gigalight (MOTORRAD-Urteil: sehr gut)
- Preis: 9,44 Euro (Doppelpack für 18,87 Euro)
- Reichweite: etwas über 53 m
- Fazit: Mit etwas über 53 m minimal mehr Reichweite als die etwas günstigere Plus-50-Schwester, im mittleren Bereich auch etwas mehr Licht - knapper Testsieger (gemeinsam mit Osram).
- Testsieger H7-Lampen: Osram Night Breaker 200 (MOTORRAD-Urteil: sehr gut)
- Preis: 12,83 Euro (Doppelpack für 25,65 Euro)
- Reichweite: 53 m
- Fazit: Was Bosch und Philips mit ihren Top-Lampen können, kann Osram auch: 53 m Reichweite und Spitzenwerte in Sachen Beleuchtungsstärke. Der Lohn: Testsieg (gemeinsam mit Bosch).
Tabelle: Ausgewählte H4 Lampen im Test
| Lampe | Urteil | Preis (Doppelpack) | Reichweite | Fazit |
|---|---|---|---|---|
| Osram Night Breaker 200 | Sehr gut | 21,29 Euro | 84 m | Top Lichtverteilung |
| Bosch Plus 150 Gigalight | Sehr gut | 16,74 Euro | 84 m | Gute Reichweite, ggf. günstiger |
| Bosch Ultra White 4200K | Gut | N/A | Knapp 84 m | Gute Lichtausbeute |
LED-Lichttechnik zum Nachrüsten
Motorräder kommen heutzutage oft ab Werk mit LED-Scheinwerfern. Diese erlauben ein modernes Erscheinungsbild und eine gute Ausleuchtung. Eine Umrüstung auf LED bei älteren Motorrädern ist ebenfalls eine reizvolle Option. LEDs bieten hohe Leuchtkraft bei vergleichsweise niedrigem Stromverbrauch. Beispielsweise fordert die Philips Ultinon Pro6000 LED nur 15 Watt von der Lichtmaschine, leuchtet aber trotzdem mindestens genauso hell wie eine Halogenbirne mit 55 oder 60 Watt.
Wichtige Aspekte bei der LED-Nachrüstung
- Zulassung: Nur zugelassene LED-Lampen dürfen im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden.
- Adaption: Die Anpassung des Auges an Helligkeitsverhältnisse ist wichtig. Wird der Lichtkegel zu hell, kann alles außerhalb des Lichtkegels dunkler wahrgenommen werden.
Tagfahrlicht, Positionsleuchten und Zusatzscheinwerfer
Zusätzliche Scheinwerfer können als weitere Lichtquellen dienen und die Sichtbarkeit verbessern. Es gilt jedoch, die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Am Motorrad darf nur jene Art von Beleuchtung montiert werden, die gesetzlich vorgeschrieben oder zusätzlich erlaubt ist. Alle Leuchten und Reflektoren müssen über ein ECE- oder EG-Prüfzeichen verfügen.
Mehr Lichtleistung durch Reinigung
Die gründliche Reinigung des Scheinwerferglases kann die Lichtleistung um bis zu 20 Prozent erhöhen. Auch ein Upgrade von in die Jahre gekommenen Lampen auf moderne Halogenleuchtmittel kann zu einer deutlichen Verbesserung der Lichtleistung führen.
H4- und H7-Lampen für Motorräder - gut zu wissen
Das Gros der Motorräder ist immer noch mit H4- oder H7-Lampen unterwegs. H4-Lampen halten durchschnittlich 500 Stunden, während H7-Lampen unter Laborbedingungen bis zu 1.200 Betriebsstunden durchhalten können. Die Form und Größe des Scheinwerfers, insbesondere des Reflektors, sind entscheidend für die Lichtausbeute.
Wie hell oder langlebig soll die Lampe sein?
Die Helligkeit einer Lampe lässt sich durch den Lampenhersteller bewusst steuern. Begriffe wie "Longlife" oder "Heavy Duty" deuten auf eine hohe Lebensdauer hin, während Begriffe wie "Giga", "Power" und "Ultra" auf eine höhere Helligkeit hinweisen.
Fertigungsqualität
Die Fertigungsqualität spielt eine wichtige Rolle für die Lichtausbeute. Eine H4-Lampe besteht aus rund 20 Bauteilen, die exakt montiert sein müssen. Große Markenhersteller wie Philips, Osram und General Electric (GE) haben in ihrer Lampenproduktion unzählige Kontrollinstanzen, die eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen.
Scheinwerfersysteme und Leuchtmittel im Praxistest
Ein Praxistest zeigt, wie sich ein 40 Jahre alter H4-Rundscheinwerfer im Vergleich zu einem 15 Jahre alten H7-Multireflektor-Scheinwerfer schlägt. Auch der Unterschied zwischen H4-Birnen und LED-Lampen wird untersucht.
Abblendlicht bei Kurvenfahrt und Kurven-Licht
Bei Motorrädern leuchtet das Abblendlicht bei einer Kurvenfahrt durch die Schräglage zur entgegengesetzten Seite. Das adaptive Kurvenlicht von BMW in der K 1600 GT und optional in der R 1250 RT dreht das Abblendlicht abhängig von der Schräglage in die Kurve hinein.
Verwandte Beiträge:
- Mash Motorrad Erfahrung: Testberichte, Bewertungen & Tipps
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Die ultimative Fahrradbox für 2 E-Bikes: Perfekter Schutz und maximaler Komfort!
- Top E-Bikes unter 2000 Euro im Test: Günstige Pedelecs im großen Vergleich!
Kommentar schreiben