Leichtkraftradversicherung: Kostenvergleich für 125ccm Motorräder

Eine Leichtkraftradversicherung sorgt für ein sicheres Gefühl auf zwei Rädern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Zusatzleistungen und Kosten. Außerdem erhalten Sie hilfreiche Informationen und Tipps für die ideale Leichtkraftrad-Versicherung.

Was ist ein Leichtkraftrad?

Fahrzeuge mit einem Hubraum von 50 bis 125 ccm und einer Maximalleistung von 11 kW werden als Leichtkrafträder eingestuft. Dazu zählen auch dreirädrige Fahrzeuge mit höchstens 15 kW. Ein Leichtkraftrad kann man bereits mit 16 Jahren fahren.

Ein „richtiges“ Motorrad (auch: Kraftrad) liegt beim Hubraum und der Motorleistung (deutlich) über diesen Werten. Um ein Motorrad zu fahren, ist ein Führerschein der Klasse A erforderlich. Das Mindestalter für einen A2 Motorradführerschein für Motorräder bis 35 kw hingegen liegt bei 18 Jahren. Motorräder mit einer noch höheren Leistung kann man dann mit 20 fahren, wenn man 2 Jahre im Besitz eines A2 Führerscheins war.

Warum eine Leichtkraftradversicherung?

Unfälle oder kleinere Vorfälle im Straßenverkehr lassen sich nie völlig vermeiden - doch gegen die finanziellen Folgen von Schäden, die Sie anderen mit Ihrem Roller oder Motorrad zufügen, können Sie sich mit einer Versicherung für Ihr Leichtkraftrad absichern. Wer ohne Versicherungsschutz einen Unfall verursacht, muss für alle Schäden selbst aufkommen. Das kann existenzgefährdend teuer werden.

In jedem Fall ist für Ihr Leichtkraftrad die Kfz-Haftpflicht wie beim Auto oder dem Motorrad gesetzlich vorgeschrieben. Sie dient vor allem dem Schutz von anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch von fremdem Eigentum. Daher kommt sie für die finanziellen Folgen von Sach- und Personenschäden auf, die Sie anderen zufügen.

Die Kfz-Haftpflicht können Sie durch eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für Ihr Leichtkraftrad ergänzen. Die Leichtkraftrad-Versicherung können Sie darüber hinaus mit einem Kfz-Schutzbrief, einem Ausland-Schadenschutz, einem zusätzlichen Unfallschutz oder einer Rechtsschutzversicherung sinnvoll ergänzen.

Die Versicherungsbestätigung erfolgt in Deutschland elektronisch und dient Ihnen als Nachweis der gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung.

Welche Versicherungsarten gibt es?

Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt Schäden ab, die Versicherungsnehmer anderen mit ihrem Leichtkraftrad zufügen. Die gesetzliche Mindestdeckungssumme beträgt 7,5 Millionen Euro für Personenschäden und 1,12 Millionen Euro für Sachschäden.

Unsere Kfz-Haftpflicht-Versicherung für Leichtkrafträder kommt für berechtigte Schadenersatzansprüche auf, wenn Sie durch den Gebrauch Ihres Fahrzeugs an fremdem Eigentum und anderen Fahrzeugen oder Personen Schaden verursachen. Mit der HUK-COBURG haben Sie dabei den größten Kfz-Versicherer Deutschlands und erfahrenen Partner an Ihrer Seite.

Mit der Kfz-Haftpflicht sind Sie optimal gesichert, was Schäden an fremdem Eigentum oder Personen betrifft. Sie kommt jedoch nicht für die am eigenen Fahrzeug auf.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist der Grundstein Ihrer Leichtkraftrad-Versicherung. Im umgekehrten Fall, also wenn Sie unverschuldet einen Schaden aus einem Verkehrsunfall davontragen, übernimmt die gegnerische Kfz-Haftpflicht Ihre Kosten.

Teilkaskoversicherung

Eine Teilkasko deckt Schäden ab, die durch Diebstahl, Brand, Sturm oder Wildunfälle bzw. den Zusammenstoß mit Tieren entstehen. Auch Glasschäden sind bei der Teilkasko mitversichert.

Die Teilkasko Ihres Rollers bzw. 125 ccm Leichtkraftrads deckt Schäden ab, die durch Diebstahl oder Naturereignisse wie Brand, Sturm, Hagel oder Wildunfälle bzw. den Zusammenstoß mit bestimmten Tieren entstehen.

Die Teilkasko der Leichtkraftrad-Versicherung kommt für Schäden an Ihrem Fahrzeug auf: zum Beispiel durch Wind und Wetter sowie Tiere. Sie übernimmt auch Schäden, die durch Naturgewalten entstehen, wie zum Beispiel Hagelschäden.

Versichert sind Bruchschäden an der Verglasung des Fahrzeugs. Die Verglasung umfasst: Glas- und Kunststoffscheiben (Front-, Heck-, Trenn- und Seitenscheiben), Glasdächer, Spiegel und die Abdeckung von Leuchten. Zur Verglasung des Fahrzeugs zählen auch Glas- und Kunststoffscheiben von integrierten Fahrzeugassistenzsystemen und Displays. Bei einem Glasbruchschaden zahlen wir auch einen etwa erforderlichen Ersatz des Leuchtmittels.

Vollkaskoversicherung

Wenn Ihr Leichtkraftrad für Sie einen großen Wert darstellt, kann eine Vollkasko sinnvoll sein. So haben Sie den Rundum-Schutz für ihr Fahrvergnügen.

Eine abgeschlossene Vollkasko schützt Sie auch bei Unfallschäden und Vandalismus sowie Schäden, an denen Sie selbst einen Anteil haben. Sie beinhaltet immer auch die Leistungen der Teilkasko.

Die Vollkaskoversicherung übernimmt auch bei selbstverschuldeten Unfallschäden oder Vandalismus. Auch Schäden am Fahrzeug, deren alleinige Ursache ein Reifenplatzer ist, und Transportschäden werden übernommen.

Kosten einer Leichtkraftradversicherung

Ein wichtiger Faktor ist natürlich der Preis. Die genauen Kosten variieren ja nach Versicherungsanbieter und Leistungsumfang des Versicherungsschutzes. Außerdem hängen sie vom Alter, der Fahrpraxis und dem Modell des Motorrads des Versicherungsnehmers ab.

Als junger Fahrer auf zwei Rädern sind Sie einem höheren Risiko ausgesetzt. Gerade in den ersten Jahren nach dem Erwerb des Führerscheins kann der Beitrag der Versicherung für Ihr Leichtkraftrad sehr hoch ausfallen. Mit etwas Recherche und dem Vergleich hier lässt sich jedoch eine passende und bezahlbare Leichtkraftrad-Versicherung finden, vielleicht sogar mit einem schönen Rabatt.

Für die Versicherung einer 125ccm Maschine mit 16 Jahren muss man mit Kosten von 150 - 300 Euro rechnen. Das sind die Kosten als Fahranfänger nur für die Haftpflicht. Den genauen Betrag kann man hier im Leichtkraftrad Versicherung Vergleich ermitteln.

Die Versicherungsprämie hängt ab vom Alter des Fahrers, der Fahrpraxis, der Art des Leichtkraftrads und der Region, in der es angemeldet wird. Versicherungen für ein Leichtkraftrad sind häufig günstiger als für ein Motorrad, eine Haftpflicht ist das Minimum, das man vorweisen muss.

Oft gibt es lohnenswerten Rabatt, wenn man zum Beispiel eine bestimmte Anzahl von Jahren unfallfrei fährt. Neben der Kfz-Versicherung gibt es noch andere Ausgaben, die zu berücksichtigen sind, wie Benzin, Wartung und Reparaturen, aber meist keine Steuern. Die Betriebskosten für ein Leichtkraftrad belaufen sich auf 8 bis 12 Cent je gefahrenem Kilometer.

Tatsächlich ist es so, dass 125ccm Motorräder in der Regel steuerfrei sind. Bis zu einer maximalen Leistung von 11 kW fallen keine Steuern an. Darüber schon: Die Höhe der Steuer hängt von dem Hubraum und der Leistung des Fahrzeugs ab. Um den Steuerbetrag zu ermitteln, gilt folgende Berechnungsformel: (Hubraum in Kubikzentimetern / 25) x 1,84 Euro.

Für 125er-Maschinen sind wie bei anderen Kraftfahrzeugen eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, Teilkasko und Vollkasko können dazugebucht werden. Wie immer gilt: Je günstiger die Versicherung, desto weniger Schäden sind abgedeckt.

Die meisten Versicherer bieten auch Tarife für 125er-Motorräder oder -Roller an: Entweder als eigenen Tarif für Leichtkrafträder, andere Versicherer haben einfach einen Leichtkraftrad-Tarif in ihre Motorradversicherung integriert. Hilfreich ist der Tarifvergleich verschiedener Anbieter vor dem Abschluss eines Vertrags. Was die Versicherung kostet, hängt wie beim Auto, stark von den persönlichen Umständen wie dem Wohnort oder dem Parkplatz des Zweirads ab.

Generell gilt, dass man mit Kosten zwischen 50 und 70 Euro pro Jahr rechnen sollte. Die Deckungssumme liegt am besten bei 100 Millionen Euro, ein Selbstbehalt von 300 Euro für die Vollkasko- und 150 Euro für die Teilkaskoversicherung werden empfohlen.

Faktoren, die die Versicherungskosten beeinflussen

  • Fahrerfahrung: Anfänger zahlen höhere Prämien.
  • Versicherungsgeschichte: Ein schadenfreier Verlauf führt zu niedrigeren Prämien.
  • Wohnort: Der Versicherungsort beeinflusst die Kosten.
  • Versicherungsart und Deckungsumfang: Je nach Wahl variieren die Kosten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Kosten einer Motorradversicherung für eine 125 ccm Maschine je nach Versicherungsgesellschaft und individuell variieren können. Die Prämien können von einigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro pro Jahr reichen.

Zusatzleistungen und Optionen

So manche Leichtkraftradversicherung bietet Extras wie Pannenhilfe oder Ersatzfahrzeug an.

  • Kfz-Schutzbrief: Bietet Soforthilfe bei Unfall oder Panne rund um die Uhr.
  • Ausland-Schadenschutz: Reguliert Schäden im Ausland nach deutschem Schadenersatzrecht.
  • Unfallschutz: Zusätzliche Absicherung bei Unfällen.
  • Rechtsschutzversicherung: Unterstützung bei rechtlichen Auseinandersetzungen im Straßenverkehr.

Wichtige Aspekte bei der Wahl der Versicherung

  • Deckungsumfang/Deckungssummen: Überprüfen Sie, welche Summe im Schadensfall von der Versicherung abgedeckt wird. Diese sollte idealerweise bei 100 Millionen Euro liegen.
  • Selbstbeteiligung: Wenn Sie im Schadensfall einen Anteil der Kosten selbst übernehmen, kann sich das positiv auf Ihren Versicherungsbeitrag auswirken. Hier ist z.B. eine Selbstbeteiligung von 150 Euro bei der Teilkasko und 300 Euro bei der Vollkasko möglich.
  • Schadenfreiheitsklasse: Können Sie von einer günstigen Schadenfreiheitsklasse profitieren? Kann das Leichtkraftrad bei der Versicherung also Zweitfahrzeug versichert werden?
  • Regionalklasse: Die Regionalklasse wird anhand der Unfallstatistiken Ihrer Region ermittelt. Je höher das Unfallrisiko, desto höher die Versicherungsprämie bei Leichtkrafträdern.
  • Typklasse: Die Typklasse richtet sich nach dem Modell Ihres 125ers und berücksichtigt, wie oft es in Unfälle verwickelt ist. Je höher die Typklasse, desto höher die Prämie für die Leichtkraftradversicherung.

Es lohnt sich, mit einer möglichst hohen Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) in die Kfz-Versicherung zu starten, Man kann aber auch mit einem Leichtkraftrad nach und nach eine gute Schadenfreiheitsklasse erwerben und so beim nächsten Fahrzeug, z.B. Beim Motorrad oder Auto kostet die Versicherung meist deutlich mehr.

Saisonkennzeichen

Das sogenannte Saisonkennzeichen können Sie beantragen, wenn Sie Ihr Leichtkraftrad nur 2 bis 11 Monate im Jahr fahren, also zum Beispiel nur von April bis Oktober. Dann werden die Kosten für die Leichtkraftradversicherung auch nur für diesen Saisonzeitraum berechnet. Für die restliche Zeit muss Ihr Leichtkraftrad sicher geparkt sein - dann gilt auch in diesem Zeitraum der Schutz durch die Kfz-Haftpflicht und die Kasko-Versicherung.

Besonderheiten bei Elektro-Leichtkrafträdern

Für das Elektro-Motorrad gelten Versicherungskosten wie bei einem Fahrzeug der regulären Motorradversicherung oder der Leichtkraftrad-Versicherung.

Bei E-Leichtkrafträdern haben Sie meist höhere Anschaffungs- und Reparaturkosten als bei Leichtkrafträdern mit Verbrennungsmotor. Daher ist es gerade für die ersten Jahre ratsam, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen.

Besonders wichtig ist die Absicherung des Akkus, da dieser sehr teuer ist.

Zusätzlicher Rundum-Schutz für Schäden an Ihrem Akku über unsere Vollkasko bis 20.000 €:

  • Ersatz des Akkus bei einem Kaskoschaden - Muss bei einer Reparatur der Akku getauscht werden, kommen wir für die Kosten auf. Wir nehmen keine altersbedingten Abzüge vor. D.h. wir leisten unabhängig davon, wie alt der Akku ist.
  • Kosten für die Entsorgung des Akkus - Wir zahlen nach einem versicherten Schadenereignis in der Kasko die tatsächlich angefallenen Ausbau- und Verbringungskosten zur nächstgelegenen Rücknahmestelle. Die Entsorgungskosten übernehmen wir, soweit kein Dritter hierzu verpflichtet ist.
  • Abschleppen - Bei Beschädigung des Fahrzeugs oder des Antriebs-Akkus durch ein in der Kasko versichertes Schadenereignis zahlen wir folgende Kosten: Die Kosten für das Abschleppen vom Schadenort bis zur nächstgelegenen für die Reparatur oder die Diagnostik geeigneten Werkstatt.
  • Kosten bei drohender Entzündung - Droht infolge eines in Ihrer Kasko versicherten Schadenereignisses die Entzündung Ihres Elektro- oder Hybridfahrzeugs? Oder von dessen Antriebs-Akkus? Dann zahlen wir die notwendigen Kosten, um das Fahrzeug oder den Antriebs-Akku in Isolation zu verbringen und zu lagern. Beispielsweise in einem Hochvolt-Container. Im Inland übernehmen wir die dafür tatsächlich angefallenen Kosten für bis zu 2 Wochen.
  • Absicherung von Überspannungsschäden durch Blitzschlag - Ihr Leichtkraftrad ist z. B.

Und wenn Ihr E-Leichtkraftrad aufgrund fehlender Energie stehen bleibt, hilft Ihnen der HUK-COBURG Kfz-Schutzbrief weiter. Wir transportieren Ihr liegengebliebenes Fahrzeug zur nächsten Ladestation, damit Sie den Antriebs-Akku dort aufladen können.

Wie kann ich meine Leichtkraftradversicherung wechseln?

Ja, ein Versicherungswechsel ist grundsätzlich möglich. Je nach Vertragswerk kann eine Leichtkraftrad-Versicherung mehr oder weniger einfach gekündigt werden. Sie müssen bei einer regulären Kündigung die Kündigungsfrist einhalten. Kunden haben unter bestimmten Umständen aber auch das Sonderkündigungsrecht. Wenn Tarife sich bei gleichen Leistungen verteuern, ist das z.B. der Fall.

Es gibt 4 Möglichkeiten, die Versicherung zu wechseln:

  • Kündigung zum Ablauf: Die Kraftfahrtversicherung läuft immer bis zu dem im Versicherungsschein genannten Ablauf.
  • Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung: Hat Ihr Versicherer den Beitrag erhöht, können Sie Ihre Leichtkraftrad-Versicherung innerhalb eines Monats nach Erhalt der Rechnung kündigen.
  • Kündigung der Leichtkraftrad-Versicherung bei Fahrzeugwechsel: Beim Fahrzeugwechsel können Sie ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist die Leichtkraftradversicherung wechseln. Verwenden Sie für die Zulassung des neuen Fahrzeugs bitte eine „eVB-Nummer“.
  • Kündigung im Schadenfall: Im Schadenfall ist die Kündigung der Versicherung innerhalb eines Monats nach Erhalt der Schadenabschlussmeldung möglich.

Tipps für sicheres Fahren

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist das Tragen der korrekten Schutzausrüstung, bestehend aus Helm, Motorradjacke und -hose sowie Handschuhen und Stiefeln. Weiterhin sollten man mit den Besonderheiten seines Leichtkraftrads vertraut sein. Generell sollte genügend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern gehalten werden. Autofahrer können Zweiräder leicht übersehen.

Der Gesetzgeber schreibt vor, wie das Versicherungskennzeichen zu befestigen ist: An der Rückseite des Fahrzeugs - möglichst unter der Schlussleuchte.

Ja, Leichtkrafträder müssen auch alle zwei Jahre zum TÜV.

Schadenfreiheitsklasse übertragen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Schadenfreiheitsklasse zu übertragen - z. B. auf ein Zweitfahrzeug oder von einer Person auf die andere. Oder auch später vom Leichtkraftrad z. B. auf den ersten eigenen Pkw. Generell sind diese Übertragungen an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Unsere Tarifrechner unterstützen Sie bei der Auswahl Ihrer Einstufung.

Was tun im Schadensfall?

Im Schadensfall sollte die Versicherung schnellstmöglich informiert und alle relevanten Informationen bereitgehalten werden.

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