Halskrausen und Multitücher sind Supertalente, schützen vor Wind, Wetter, Sonnenbrand, Insekten und eignen sich auch abseits vom Motorrad für jeden Anlass. Wir testeten die Wirkung von Hals- und Gesichtsschützern in der Motorradpraxis und gingen auf Tour mit 13 Halskrausen, Masken und Multitüchern.
Sie unterscheiden sich konzeptionell, weswegen die Frage nach der Vergleichbarkeit durchaus berechtigt ist. Doch egal welche Stärken und welche Auslegung das jeweilige Produkt hat: Es kann nur wirken, sofern man es immer griffbereit hat und anzieht. Wir suchten deshalb nach dem optimalen, kompakten Alleskönner, der immer auf Tasche ist.
Testkriterien und Bewertung
Bereits im Frühjahr gingen die 13 Halskrausen, Masken und Multitücher auf die Reise und wurden dort direkt miteinander verglichen. Über die ganze Restsaison hinweg sollten sie sich zudem weiterhin bewähren.
Der erste Prüfpunkt: die Ausstattung. Wie umfangreich sind die Produkte mit speziellen Materialien wie etwa windbrechenden Membranen und Fixierungen, Belüftungen etc. ausgerüstet? Taugt die Ausstattung auch in der Fahrpraxis? Verarbeitung und Qualität der Stoffe sind außerdem entscheidend. Manche Textilien bilden bereits nach kurzer Tragezeit verknotete Fusseln, auch Pilling genannt. Das ist unschön und zeugt nicht gerade von guter Haltbarkeit des Produkts, welches man als Vielfahrer mitunter ja fast täglich benutzt. Ebenfalls schlecht: wenn der Schützer schnell an Form verliert.
Eine dauerhaft gute Passform hat nämlich entscheidenden Einfluss auf den Tragekomfort. Scheuert und drückt es irgendwo, wirkt es gerade an sehr sensitiven Hals- und Gesichtspartien besonders störend. Voraussetzung für guten Sitz sind gelungene Proportionen, also ein sehr körpernaher Schnitt. Die Passform überprüften verschiedene Tester mit ausgewählt unterschiedlichen Hals- und Kopfformen. Sitzt ein Teil nur mäßig, hat das auch direkte Auswirkungen auf den Wetterschutz und die Klimatisierung. Denn was man garantiert nicht braucht, ist: wenn der Fahrtwind am Tuch vorbei reinpfeift. Oder wenn man kaum atmen kann durch ein zu eng anliegendes und dichtes Material ohne Belüftungslöcher.
Extrapunkte gab es bei einer leichten Regenausrüstung (Imprägnierung). Auch wichtig: die Handhabung. Geht An- und Ausziehen leicht, und wie kompakt lässt sich das textile Teil verstauen? Aus allen Testkriterien ergab sich die Gesamtnote.
Jahreszeitliche Anforderungen
Wie sieht die übliche Saison eines Motorradfahrers aus? Im Frühjahr mit zu ersten Ausfahrten anregenden Sonnenstrahlen kann es in den Morgen- und Abendstunden empfindlich kalt auf dem Moped werden. Bei Landstraßentouren kühlt es am Hals dann durch den sogenannten Windchill-Effekt schnell mal auf null Grad runter. Winddichte Membranen und leicht wärmendes Material wie Fleece oder Wolle sind dann von Vorteil. Im Sommer mit vermehrtem Insektenflug schützen Multitücher Hals und Gesicht vor Einschlägen durch fliegendes Viehzeugs und im schlimmsten Fall sogar vor Stichen. Das Textil sollte aber eine ordentliche Belüftung zulassen. Fühlt man sich als Fahrer schwitzig und eingeengt, wirkt das negativ auf die Konzentration beim Fahren und somit auch auf die aktive Sicherheit.
Im Herbst gerät der Fahrer des Öfteren in Regenschauer. Je nach Material wärmen…
Die besten Motorrad-Halswärmer im Test
Hier ist eine Zusammenfassung einiger getesteter Produkte:
- Buff Windproof: Erste Wahl für Jethelm-Träger! Die Maske Buff Bandana Windproof mit luftdurchlässigem Ausschnitt an der Nase bietet besten Gesichtsschutz bei höchstem Tragekomfort.
- Buff Windproof: Das recht teure, aber hervorragend geschnittene und verarbeitete Schlauchtuch Buff Windproof ist jeden Cent wert.
- Büse Halswärmer: Der Halswärmer von Büse versteht sich in erster Linie als zusätzlicher Wetterschutz für Tourenkombis, die im Brust- und Halsbereich nicht ausreichend winddicht sind.
- Danes Halskrause Kolding: Danes Halskrause Kolding könnte Tourenfahrern zusagen, die gerne lange Strecken am Stück oder auf der Autobahn fahren.
- Difi Multituch: Klassisches, handliches Schlauchtuch. Der Stoff des Difi Multituchs kann aber qualitativ nicht besonders überzeugen. Als leichtes unkompliziertes Teil für den Sommer okay.
- H.A.D. Merino Black: Das gewiefte Multituch Merino Black H.A.D. aus deutscher Produktion punktet mit wärmender Wolle und super Preis.
- Held Multifunktional Halstuch: Klein, aber nicht gerade oho, sondern eher Standardware. Aber das Held Multifunktional Halstuch ist vergleichsweise preisgünstig. Gut für den Sommer oder als Ergänzung. Passt.
- Probiker Hals- und Gesichtsschutz: Der etwas unpraktische und wenig alltagstaugliche Hals- und Gesichtsschutz von Probiker schützt eher den Hals und die Brust. Noch okay für Touren in der Übergangszeit.
- Restless Halswärmer Classic: Bewährt, aber das Konzept ist in die Jahre gekommen - zu sperrig und wenig effizient, um als Allrounder zu überzeugen.
- Restless Face Mask Extreme: Die Face Mask Extreme von Restless ist sicherlich eine gute Wahl für überzeugte Jethelm-Träger, die auch bei Schlechtwetter ausrücken wollen. Der Tragekomfort ist jedoch mau.
- Reusch Halswärmer 1.0: Winddichtes Teil für Langstreckenfahrer, die es in nördliche Schlechtwettergebiete zieht. Im Alltag nervt aber die umständliche Handhabe des Halswärmers von Reusch.
- Thermoboys Fleece Multifunktionstuch 1.0: Thermoboys Fleece Multifunktionstuch 1.0 möchte sommers wie winters taugen.
- Vanucci Windmaster Sympatex: Der Vanucci Windmaster Sympatex mit klasse Verarbeitung und Ausstattung zum fairen Preis ist ein Tipp für Tourenfahrer, die auch mal kühlere Zonen ansteuern. Schützt vorbildlich.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Übersicht der getesteten Produkte mit Bewertung und Preis:
| Produkt | MOTORRAD-Urteil | Preis in Euro |
|---|---|---|
| Buff Windproof | sehr gut | 35,95 |
| Buff Bandana Windproof | gut | 42,95 |
| H.A.D. Merino Black | gut | 19,95 |
| Vanucci Windmaster Sympatex | gut | 24,99 |
| Reusch Halswärmer 1.0 | gut | 24,99 |
| Büse Halswärmer winddicht | befriedigend | 24,95 |
| Difi Multituch | befriedigend | 14,95 |
| Held Sommer-Halswärmer 9056 | befriedigend | 7,95 |
| Probiker Hals- und Gesichtsschutz | befriedigend | 14,99 |
| Dane Kolding | befriedigend | 29,95 |
| Restless Face Mask Extreme | befriedigend | 29,90 |
| Thermoboy Fleece Multifunk. | befriedigend | 19,99 |
| Restless Halswärmer Classic | ausreichend | 29,90 |
Die Suche nach dem besten Supertalent ist gemein. Schließlich kann ein Gesichtsschutz mit dickem Fleece zwar im Winter punkten, im Hochsommer holt man sich aber die schwitzige Hölle an den Hals. Wer clever ist, kombiniert ein luftiges Halstuch (z. B. Difi, Held) mit fetter Krause (z. B. Vanucci, Reusch) und erhält dadurch sehr guten Rundumschutz. Aber man muss zwei Teile kaufen und mitunter auf Tour mit sich führen. Allenfalls eine befriedigende Lösung.
Echte Alleskönner wie die von Buff und H.A.D. hingegen lassen sich kompakt verstauen, bieten guten Wetterschutz, klimatisieren bei Hitze und schmeicheln sich zudem mit ultra-bequemem Tragekomfort ein. Diese tatsächliche Multifunktion verdient gute bis sehr gute Bewertungen. Dass teuer nicht gleich gut ist, zeigen leider die eher sperrigen Teile von Restless.
Ob nun im Sommer oder im Winter, wenn man sich auf das Motorrad setzt und über die Straßen fährt, dann spürt man die Luft früher oder später am Hals. Es wird kalt, der Fahrtwind zieht vorbei und schon bald spürt man, wie sich alles zusammenzieht und schmerzt.
In diesen Situationen greifen viele auf einen Halswärmer zurück. Wir haben uns mit verschiedenen Halswärmern beschäftigt und eine Liste an empfehlenswerten Produkten erstellt und widmen uns zudem aktuellen Halswärmer Tests.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Achte auf einen Stoff, der Dich warm hält und eine gute Luftzufuhr zulässt. Ein guter Halswärmer für den Winter sollte auch Brust, Schultern und Rücken zum Teil bedecken können. Ein anschmiegsamer Wärmer ist gerade auf dem Motorrad unverzichtbar. Ohne Halswärmer im Winter kannst Du schnell Schmerzen im Hals bekommen.
Wenn Dein Motorrad-Halswärmer zu groß ist, kann es schnell passieren, dass der Fahrtwind sich durch Öffnungen schummelt oder der Wärmer bei der Fahrt herunterrutscht. Es gilt: Der Nackenwärmer sollte eng anliegen, aber Dir kein Gefühl von Enge geben, ein Wärmer der gut sitzt und leicht an- und auszuziehen ist.
Achte darauf, dass der Halswärmer zu Deiner Motorradjacke passt. Es kommt zudem auf die Jahreszeit an, im Winter gilt, dass der Wärmer bereits unter der Jacke anfängt, und nicht aus ihr herausrutschen kann, sowohl hinten als auch vorne. Außerdem sollte er gut in Deinem Gesicht sitzen und Dir dennoch eine gute Luftzufuhr gewährleisten. Im Sommer reicht auch schon ein einfaches Tuch, welches lediglich Deinen Hals bedeckt, aber auch über Mund und Nase gezogen werden kann.
Am besten geeignet sind natürlich Stoffe, welche für ihre Wärmeisolation bekannt sind und auch nicht zu Hautreizungen führen. Geeignete Stoffe sind: Daunen, Fleece, Wolle und Angora.
Geeignete Stoffe sind: Daunen, Fleece, WolleAngora. Weniger geeignete Stoffe aufgrund ihrer Wärmeisolation sind: Baumwolle, Viskose, Polyester, Gore-Tex.
Multifunktionstücher: Mehr als nur ein Halstuch
Ein Multifunktionstuch kann weit aus mehr, als ihm zugetraut wird. Es freut sich nicht nur über einen Outdoor-Einsatz, sondern steht auch gerne als modisches Accessoires zur Verfügung. Nicht zuletzt kann das Tuch auch als Vorsorge gegen Erkältungen eingesetzt werden.
Amazon bietet derzeit mehr als 2.000 Multifunktionstücher an. Hierunter gibt es viele unterschiedliche Varianten, sodass die Auswahl nicht leicht fällt. Im Kaufratgeber sind die wichtigsten Kriterien zusammengefasst um garantiert das perfekte Modell für jeden individuellen Anspruch zu finden.
Arten von Hals- und Kopfbekleidung für Motorradfahrer
- Multifunktionstuch: Ein nahtloser Schlauch aus elastischem Mikrofasergewebe, vielseitig einsetzbar.
- Biker-Halstuch: Ein traditionelles Baumwolltuch, groß, vielseitig und atmungsaktiv.
- Funktionshaube: Eine dünne Haube aus hochelastischen Stoffen, die Schweiß aufsaugt und für ein kühles Gefühl sorgt.
- Sturmhaube (Balaclava): Für Fahrten im Winter, aus verschiedenen Materialien wie Seide oder Windstopper.
Tipps und Tricks für den Kauf
Die richtige Hals- und Kopfbekleidung ist eine kleine, günstige, aber unglaublich wirkungsvolle Investition in Deinen Komfort und Deine Konzentration. Sie schließt die letzte Lücke in Deiner Ausrüstung und entscheidet darüber, ob eine lange Tour bei wechselhaftem Wetter zum Genuss oder zur Qual wird.
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