Die Idee, Tiere zur Stromerzeugung einzusetzen, ist nicht neu. Derzeit läuft auf Kickstarter eine Kampagne, bei der man sich ein Laufrad für Katzen kaufen kann - warum sollte man die Idee also nicht weiter entwickeln und die Tiere dabei Strom erzeugen lassen?
Laufrad für Katzen: Ein erster Schritt?
Bisher kannten die meisten Menschen Laufräder sicherlich nur aus dem Hamsterkäfig, aber nun hat Sean Farley aus Kalifornien (USA) ein Laufrad für Katzen entwickelt. Sein Projekt will er via Crowdfunding auf Kickstarter (One Fast Cat - Exercise Wheel) finanzieren, die nötigen 10.000 US-Dollar hat er bereits eingesammelt.
Die Idee bei dem Projekt ist ganz simpel, es wird einfach ein großes „Rad“ gebaut, welches mit einem rutschfesten Material innen bezogen ist, damit die Katzen nicht abrutschen.
Ein Laufrad konnte man für 175 US-Dollar (129,38 Euro) kaufen, jetzt sind noch welche für 199 $ (147 €) verfügbar. Allerdings kann man mit dem Laufrad noch keinen Strom erzeugen, weil ein Dynamo fehlt.
Aber dies sollte man leicht nachrüsten können, hat man dies geschafft, könnte man das Laufrad auch in den Garten stellen und lässt dann einfach Nachbars Katze den Strom erzeugen. Die Katzen bekommt man mit Katzenminze oder Leckerlies zum Laufrad. Selbst als das Futter, welches als Lockmittel eingesetzt worden ist entfernt wurde, haben sich noch Mäuse im Laufrad betätigt.
Die erzeugte Energie wird zwar nicht ausreichen, um ein Elektroauto voll aufzuladen, aber wenigstens wird dann keine Energie verschwendet.
Hamsterstrom: Nanotechnologie macht's möglich
Nanotechnologie ermöglicht es jetzt, elektrische Energie aus den Bewegungen eines Hamsters zu gewinnen. Einen entsprechenden Generator haben Forscher um Zhong Lin Wang vom Georgia Institute of Technology gebaut. Mit der comichaften Vorstellung eines Hamsters, der mit seinem Laufrad einen Dynamo antreibt, haben die Experimente Wangs allerdings wenig gemein: Bei ihnen trägt der Hamster ein Jäckchen, das während seiner Sprints im Laufrad Strom produziert.
Hintergrund der Neuentwicklung ist der Plan, mit Hilfe winziger Bauteile die Energie nutzbar zu machen, die durch Muskel-, Wind- oder andere Bewegung erzeugende Kraftquellen ohnehin anfällt. Tatsächlich gelang es den Wissenschaftlern auch, denselben Generator allein durch wiederholtes Einknicken eines Fingers anzutreiben.
Bislang seien Forscher immer an der Unbeständigkeit und dem mangelnden Rhythmus solcher natürlich auftretenden Bewegungen gescheitert, erläutert Wang. In Zukunft könnte das Gerät Nano-Apparate wie Sensoren oder Pumpen antreiben. Deren Entwicklung schreite laut Wang immer weiter voran, ohne dass das Energieproblem gelöst sei.
Bei implantierten Vorrichtungen etwa müssten die Batterien operativ gewechselt werden. Sein Generator könnte in Zukunft in Kleidungstücken stecken, auf Oberflächen aus Wind und Wellen Energie gewinnen oder direkt unter die Haut gebracht werden.
Mit rund einem Nanowatt (einem Milliardstel Watt) sei die Leistung seiner Erfindung allerdings noch zu gering für eine praktische Anwendung. Ab einem Microwatt wären laut Wang sinnvolle Bereiche erreicht.
Trotzdem ist der neue Mikro-Stromerzeuger ein erster Schritt in Richtung Praxistauglichkeit eines seit 2005 verfolgten Prinzips, das sich die piezoelektrische Eigenschaft von Zinkoxid zunutze macht: Werden kleine Stäbchen aus diesem Material verformt, entsteht elektrische Spannung.
Für ihren Generator befestigten die Forscher jetzt mehrere dieser Fäden an einem flexiblen Plastikplättchen, dessen Biegung sich auf sie überträgt.
Forscher Wang hält Kristalle aus Zinkoxid in vielerlei Hinsicht für die "besseren Kohlenstoff-Nanoröhrchen". Gemeinhin gelten diese dünnwandigen Rohre aus reinem Kohlenstoff als viel versprechende Alleskönner in der Nanotechnologie. Ihre Eigenschaften ließen sich bei der Herstellung allerdings weniger gut kontrollieren als die von Zinkoxid-Kristallen, die nicht nur Stäbchen, sondern auch Ringe, Spiralen oder wendelförmige Strukturen ausbilden können. Neben ihrer piezoelektrischen Eigenschaft dienen sie außerdem als Halbleiter.
Hamster als Handy-Ladegerät
Ein Hamster rennt sich in seinem Laufrad die Seele aus dem Leib und dient so als lebendiges Handy-Ladegerät. Der 16-jährige Engländer Peter Ash kam auf diese verrückte Idee. Er baute dazu einen Dynamo, der Strom erzeugt, wenn Hamster Elvis in seinem Laufrad durchstartet.
Der Strom wird dann direkt an das angeschlossene Handy geleitet. Zwei Minuten im Laufrad sollen angeblich für 30 Minuten Gesprächszeit reichen.
Angenommen, der Hamster rennt 10 Minuten am Stück, und ich könnte den Strom für meinen Laptop verwenden (was bräuchte es dazu?), würde die Akkuladung in diesen 10 Min. dann nicht weniger werden oder evtl. sogar mehr? lässtsich eigendlich relativ leicht ausrechnen... gehen wir mal von einem 150 Gramm schweren Hamster aus, der in einem Laufrad von mit einem Duchmesser von 16 cm läuft.. dann könnte er wenn er in einem winkel von 30 Grad zum Boden läuft das macht so zimlich genau ein halbes watt an leistung...
Mehr als ein paar LEDs wirst du so nicht betreiben können. Du könntest eine kleine Fahrradleuchte zum glimmen bringen. Wahrscheinlich reicht 1 HS (Hamsterstärke) gerade, um eine Leuchtdiode zu speisen, während der Hamster im Rad läuft. Schätzungsweise 0,5 Watt kann man bei einem Hamsterrad maximal gewinnen, im Schnitt etwa 0,15 Watt. Für einen Laptop brauchst du schätzungsweise 50 Watt oder mehr ....
Die Rettung? Hamster als Energielieferanten in Deutschland
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck präsentiert einen neuen Ansatz bei der Energiegewinnung - endlich sollen sich die panischen Hamsterkäufe der Vergangenheit auszahlen.
Das entschiedene Nein seiner Partei zur Atomkraft, der gescheiterte Flüssiggas-Deal mit Katar und der ständige Stress mit der Gasumlage, der womöglich Energielieferanten zugutekommt, die das Geld gar nicht nötig haben - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht sich bei dem Ringen um die Stromversorgungssicherheit Deutschlands infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine mit beinahe unlösbaren Problemen konfrontiert.
Doch nun hat sich der Grünen-Minister freigestrampelt: Bei der Tagung des Bundeskabinetts auf Schloss Meseberg präsentierte er eine einfache wie überraschende Antwort darauf, wie das Land seine Energie-Komplikationen im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht beheben kann. Die mehreren Millionen in deutschen Haushalten lebenden Hamster werden ab sofort zur Energiegewinnung eingesetzt.
Anstatt sich wie bislang sinnlos im Hamsterrad abzustrampeln, können die Nager endlich einen wertvollen Beitrag fürs Zusammenleben leisten. Mithilfe kleiner Dynamos am Laufrad wird aus der mechanischen Drehbewegung Strom erzeugt, der ins Hausnetz eingespeist wird und je nach Ausdauer des kleinen Kerlchens für die Befriedigung der wichtigsten Grundbedürfnisse einer deutschen Familie - etwa zwei bis drei Folgen einer Netflix-Serie - reicht.
Mit dem Motto „Ich glaub, mein Hamster stromert!“ schlägt Habeck mehrere Probleme mit einer Klappe. So ist der gewonnene Strom zu 100 Prozent Öko und dürfte somit eventuelle Kritiker in den Reihen der eigenen Partei verstummen lassen. Außerdem stören sich die Bundesbürger an einem vollgekoteten Hamsterkäfig im Kinderzimmer offensichtlich deutlich weniger als an dem Anblick eines Windrades.
Die wiederkehrenden panischen Hamsterkäufe der Deutschen zahlen sich jetzt endlich aus“, so der Wirtschaftsminister zufrieden.
Ethische Aspekte und Tierwohl
Es ist wichtig zu betonen, dass das Wohlergehen der Tiere im Vordergrund stehen muss. Die Hamster laufen ausschließlich freiwillig im Hamsterrad. Niemand zwingt sie, zu laufen. Insofern ändert sich für die Hamster nichts.
Das Tier wird weder gequält, noch gezwungen. Der Hamsterpartei liegt das Wohlergehen der Hamster besonders am Herzen. Im Übrigen hätte das Laufen im Rad vor allem positive Auswirkungen. Das Futter, tierärztliche Untersuchungen und auf Wunsch auch die Reinigung des Terrariums oder Käfigs bezahlt der Staat vollständig.
Fun Fact: Futter und Pflege aller Hamster kosten immer noch weniger als der Aufbau und die Instandhaltung erneuerbarer Energieerzeugung. Natürlich wird der Hamster ein Familienmitglied sein. Daher ist der Tod des Tieres natürlich mit Trauer verbunden.
Wir werden eine kostenfreie psychologische Betreuung anbieten, damit alle Bewohner gut über den Tod des Tieres hinwegkommen. Außerdem ist geplant, Hamsterfriedhöfe anzulegen, auf welchem den Hamstern für ihre Verdienste gedankt wird und ein Begräbnis für jeden Hamster am Ende seiner Lebenszeit zur Verfügung steht.
Es besteht die Möglichkeit, mehrere Hamster zu halten. Hamster sind gesellige Tiere und freuen sich über weitere Artgenossen im Käfig oder Terrarium. Falls der Wunsch des Haushaltes besteht, lediglich einen Hamster zu halten, kann er auch in das Familienleben integriert werden und Aufmerksamkeit durch Mitglieder des Haushaltes erfahren.
Für diesen Fall bitten wir Sie, Ihren Hamster an Freunde oder Bekannte zu überweisen. Stellen Sie weitere Fragen im Kommentarbereich.
Katzen als Freiläufer?
Eine Katze in der Stadt als Freiläufer zu halten ist etwa „artgerecht“? Sie wissen schon, dass das Durchschnittsalter freilaufender Katzen gerade mal ein Jahr ist, und dass das Durchschnittsalter von Wohnungskatzen 14 Jahre ist? Die „Natur“, von der Sie da so idealistisch schwärme, die gibt es für Hauskatzen in der Regel nicht mehr. Unsere Katzen fühlen sich in der Wohnung sehr wohl, haben genügend Platz und können herumturnen, wie sie lustig sind. Ich denke nicht, dass denen die Straße und die Autos besonders fehlen… die Idee mit dem Laufrad für Katzen hatten andere Menschen schon früher, aber das vorgestellte Rad hat durchaus Potential. Und zum Thema „Hohlkreuz“ - Katzen haben da weit weniger Probleme als Menschen. Schon mal gesehen, wie verdreht Katzen manchmal schlafen? Uns Menschen würde tagelang der Rücken wehtun, wenn wir auch nur wenige Minuten so „verdreht“ liegen müssten. Katzen machen, was ihnen Spass macht.
Alternativen und weitere Ideen
Kickstarter hat sicher sehr viel tolle Konzepte, dieses finde ich aber weniger gut. Katzen sind Freiläufer, die gehören hinaus in die Natur. Aber es gibt sicher genug Amerikaner, die das toll finden werden, wenn sie in der Couch sitzend, Chips, Burger und Bier genießen, während ihre Katze aus dem Laufrad katapultiert wird. Bei Strom fürs Elektroauto bleiben wir besser bei Photovoltaik, Windkraft oder Ähnliches. Interessante Konzepte gibt es auch, wo Bewegungen der Leute in Räumen, in Strom umgewandelt werden. Dort könnte man ja dann Menschen im Laufrad laufen lassen.
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