Mobiltelefone als Navi am Motorrad zu verwenden bietet viele Vorteile. Doch mit normalen Mobiltelefonen stößt man schnell an diverse Grenzen. Im Dauerbetrieb als Navi werden die Akkus von vielen Handys schon innerhalb eines halben Tages ausgesaugt. Top-Modelle sind relativ teuer.
Outdoor-Handys im Test: Robust und Leistungsstark
Am Markt tummeln sich viele Anbieter aus China die für relativ kleines Geld überraschend robuste Handys anbieten. Sogenannte Rugged Phones oder Outdoor Handys gibt es ab ca. 180 Euro. Doogee zum Beispiel ist eine der bekannteren Marken. Wir haben eines der Topmodelle - das S88 Plus - ausprobiert. Es ist im Moment auf Amazon um 329 Euro erhältlich.
Doogee S88 Plus: Ein robustes Cockpit-System
Eigentlich kommt es beim Militär oder auf der Baustelle zum Einsatz. Doch das robuste Doogee S88 Plus bietet sich auch als Cockpit-System für den robusten Motorradeinsatz an. 329 Euro kostet das Teil. Die Leistung ist beeindruckend.
Das Telefon ist nach IP68 Standard Wasser- und Staubfest. Das Telefon kann bei sehr tiefen aber auch sehr hohen Temperaturen im Betrieb bleiben. Im Test konnte es auch im Sommer bei über 30 Grad Außentemperatur problemlos als Navi genutzt werden. Laut Hersteller kann das Telefon zwischen - 55 und + 70 Grad betrieben werden. Das Telefon ist zertifiziert nach der herausfordernden MIL-STD-810 US Militärnorm.
Der Fingerprint Sensor funktioniert hervorragend, die Kamera darf als "gut" bezeichnet werden und die technische Ausstattung sorgt für ein richtig gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Ansonsten ist das Telefon ein "normales" Smartphone und kann im Alltag vollwertig eingesetzt werden.
Das S 88 Plus von Doogee ist ein richtig gutes Mobiltelefon für den rauen Einsatz bei intensiven Touren. Ganz nebenbei ist es ein praktischer Begleiter für Strand- und Campingurlaube.
Blackview BV7100: Ein Erfahrungsbericht
Anfang dieser Saison habe ich mir das Outdoorhandy Blackview BV7100 als Ersatz für mein Huawei P20 Pro geholt. In dieser Saison bin ich damit 17.000 km auf meinen zwei Eisenhaufen unterwegs gewesen. Was sofort ins Auge fällt, ist das Gewicht. Aufgrund der großen Speicherkapazität von 13.000 mAh fällt das Gerät entsprechend "klotzig" aus.
Akkuleistung und Robustheit
Im Dauerbetrieb als Navi werden die Akkus von vielen Handys schon innerhalb eines halben Tages ausgesaugt. Der riesige Akku erfordert keine externe Stromversorgung. Ein externes Kabel ist immer eine Fehlerquelle bei einem harten Rally-Einsatz. Der 10.000 mAh Akku hält aber selbst bei super intensiver Belastung die längsten Tagesetappen durch. Zum Vergleich: Aktuelle Topmodelle bei "normalen" Handys bieten rund 3.000 mAh.
Das S 88 Plus kann somit auch als mobile Powerbank verwendet werden. Man kann damit andere Verbraucher am Motorrad laden ohne eine externe Powerbank mitzuführen. GoPro oder Sena Headset aber auch andere Mobiltelefone können mit dem riesigen Akku geladen werden.
Damit besteht es vielfältige Test in rauen Bedingungen und ist damit auch bestens für einen sehr harten Enduroeinsatz gerüstet.
Nachteile der Outdoor-Handys
Doch klarerweise hat das robuste Handy mit dem riesigen Akku im Alltag einen großen Nachteil: Es ist sauschwer. Es wiegt laut Küchenwaage 371 Gramm. Ein Huawei P30 Pro samt robuster Hülle wiegt 240 Gramm.
Neben dem hohen Gewicht hat das robuste Outdoor-Handy einen weiteren Makel. Die deutsche Übersetzung ist leider nicht wirklich deutsch. Es wirkt wie eine Mischung aus Deutsch und Niederländisch. Im Alltag kommt man damit problemlos zurecht. Aber es gibt dem Teil einen "billigen" Anstrich.
Die Kamera ist etwas träge und kann mit den aktuellen Top-Handys keinesfalls mithalten. Doch in Relation zum Preis darf man wirklich zufrieden sein.
Handyhalterungen für Motorräder: Sicher und Stabil
Da moderne Handys sündteuer sein können, ist eine zuverlässige und stabile Halterung wichtig. Außerdem sollte sie sämtliche Vibrationen auch auf schlechtem Untergrund eliminieren, sehr variable Justierungsmöglichkeiten für den Betrachtungswinkel und praktische Einhandbedienung bieten.
Befestigungsmethoden und Montage
Befestigt wird das gute Stück mittels des SP-Connect Universal Interface. Das wird mit dem beiliegenden 3M Klebepad auf dem Handyrücken befestigt. An meiner Indian Scout ist das Blackview im Querformat mit SP-Connect montiert.
Der Kleber von 3M hält. Jede Vibration, jedes Schlagloch, jede hoppelige Strecke wurde ohne Zucken genommen. Ich vertraue dem Universal Interface bedenkenlos.
Grundsätzlich ist das Telefon durch seine robusten Kanten sehr einfach zu montieren. Man könnte es auch einfach mit Kabelbindern am Motorrad festzurren.
Der erste Schritt ist die sichere und korrekte Montage einer Handyhalterung: Komfortabel ist es schon, wenn sich eine Klemmschelle mit Rändelschraube nach kurzer Zeit stramm und sicher am Lenker des Motorrades befindet. Werkzeugfreie Montage ist praktisch und wohl nur unter dem Betrachtungspunkt der Diebstahlsicherheit nicht ideal.
Manche Hersteller im Test setzen auf klassische Verschraubungen der Klemmschellen mit einer oder zwei Innensechskantschrauben. Das ist zwar für Langfinger weniger schnell demontiert, kann aber je nach Lenkerart und Konfiguration des Cockpits Probleme bereiten, wenn etwa die Schrauben in der optimalen Position der Klemme nur schlecht festzuziehen sind oder die Schrauben unten lang aus dem Gewinde hervorstehen und an einem Fahrzeugteil anstoßen.
Zu bedenken ist auch der freie Lenkeinschlag nach rechts und links sowie in beide Ausrichtungen der Halterung horizontal und vertikal, sofern die Option gegeben ist. Ebenso sollte der vielleicht nur gelegentlich montiere Tankrucksack im Reiseformat einmal aufgesattelt werden.
Lenkerdurchmesser können je nach Modell und Typ des Motorrades sehr unterschiedlich ausfallen, bei konifizierten Griffstangen verjüngt sich der Durchmesser von der Klemmung nach außen hin sogar. Dafür müssen bei den Halterungs-Sets möglichst viele verschieden dicke Gummieinsätze für die Klemmschellen beigelegt sein.
Praktisch sind sie allerdings, wenn sich auf dem Lenker partout kein Platz für die manchmal recht große Halterung finden lässt. Auch lässt sich das Handydisplay so besser und direkter in das Blickfeld bringen, der Weg der Augen vom Verkehrsgeschehen hin zur Information wird kürzer.
Das klingt einfach, jedoch muss auf ein kleines, aber essenzielles Detail geachtet werden: Bei dem Spiegel des verwendeten Testmotorrades zum Beispiel lugten nach dem Aufstecken des Halterungsadapters nur noch wenige Millimeter des Gewindebolzens hervor. Zu wenig für eine sichere Verschraubung des Spiegels.
Auf langen Touren kann der Akku mächtig gefordert werden, wenn die Displayhelligkeit auf max. steht und gleichzeitig GPS und mobile Daten für möglichst genaue Orientierung sorgen. Spielt dann noch die Lieblingsmusik via Bluetooth in das im Helm verbaute Headset, ist der Energiespeicher schnell auf null Prozent.
Länge, Breite und Höhe aktueller Handys unterscheiden sich zum Teil extrem. Das muss bei den Innenabmessungen der Halterungen bedacht werden. Insbesondere bei der angegebenen maximalen Dicke (Höhe) sind die Werte oft knapp oder Angaben kaum nachvollziehbar.
Ob das Smartphone in der Halterung festgeschraubt, per Federklemmung, Magnet (für die meisten Handys kein Problem, mit dem Hersteller klären!) oder Bajonettverschluss gehalten wird, ist letztlich Geschmackssache. Jede Methode kann bei ordentlich durchdachter Ausführung und Konstruktion das Handy sicher halten.
Praktisch ist es auch, wenn sich der Betrachtungswinkel des Displays ohne Werkzeug ändern lässt. Auch die schnelle Formatänderung von hoch nach quer sollte im Idealfall ohne Werkzeug und Einhand während der Fahrt möglich sein.
In vielen Smartphone-Modellen sind sehr sensible Mechanikbauteile oder Sensoren etwa zur Bildstabilisierung integriert.
Empfehlenswerte Handyhalterungen
- Quad Lock Handlebar Mount Pro: Ein Klassiker am Motorradlenker, der durch sehr stabile und sichere Montage, festen Halt und Einhandbedienung überzeugt.
- SP Connect Moto Bundle AVM Universal Phone Clamp SPC+: Trumpft mit Einhandbedienung und einwandfreier Verarbeitung auf.
- Quad Lock Mirror Mount: Eine kompakte Halterung für die Spiegelstange mit festem Halt.
- Peak Design Motorcycle Bar Mount: Eine luxuriöse Aluminiumhalterung mit Kugelgelenk für variable Blickwinkelanpassung.
Quad Lock im Detail
Seit fast 15 Jahren tüfteln Zwei- und Mehrradbegeisterte bei Quad Lock an Smartphonehalterungen aller Art. Auf Motorrädern haben sie sich weltweit fast zum Standard entwickelt.
Im Lieferumfang befinden sich die geschraubte Lenkerklemme und ein 50 mm langer Verlängerungsarm, beide edel aus Aluminium gefräst und schwarz eloxiert, dazu der sogenannte Indexkopf mit der eigentlichen Verriegelungsmechanik.
Für perfekten Sitz am Lenker hat Quad Lock vier Adaptereinsätze (22,2 mm, 25,4 mm, 28,6 mm und 31,8 mm) beigelegt. Das ist eine vergleichsweise sehr große Auswahl, andere Hersteller bieten ab Werk meist nicht so viele Anpassungsmöglichkeiten. Auch ein passender Innensechskantschlüssel sowie eine extra lange Schraube für ein Distanzstück (nicht im Lieferumfang) zwischen Verlängerungsarm und Klemme sind enthalten.
Als Extra muss die zum Indexkopf passende Klebehalterung oder ein entsprechendes Case für das Smartphone gekauft werden.
Allerdings kann das Format nicht während der Fahrt spontan an den Sonnenstand angepasst werden, dafür sollte man einen kurzen Stopp einlegen.
Anders sieht es auf den gleichen Strecken mit montiertem Dämpfer aus. Schon im Stand ruckelt das Handy im Takt des Boxermotors mit und zeigt sich sehr sensibel. Auf der anschließend flott gefahrenen Holperstrecke wackelt das Gerät stark und mehr als ohne den Dämpfer, kleine Infos auf dem Display sind nicht mehr zu erkennen. Auch auf der Schnellstraße bewegt sich das Handy mehr als ohne das dämpfende Zusatzteil.
SP Connect im Detail
Im Fahrtest zeigt die 3in1 von SP Connect mit dem Anti-Vibrations-Modul beste Ergebnisse. Dank des Moduls dringen selbst auf der nahezu unerträglichen Kopfsteinpflaster-Strecke nur minimale Vibrationen bis zum Handy durch, alle Informationen bleiben nicht nur gut erkennbar, sondern auch ablesbar. Auf der Schnellstraße gibt es keine Ruckeleien, das System ist sehr stabil.
Die eigentliche geschraubte Telefonhalterung aus Kunststoff verbleibt zumindest während der Tagestour am Handy. In ihr befindet sich das Gegenstück zum Drehverschluss, das das Einhand eingesetzte Telefon sehr zuverlässig und stramm hält.
SP Connect bietet ein riesiges Sortiment an Sets, Zubehör, Auswahlmöglichkeiten und Ersatzteilen an, hier findet sich für jede Konfiguration geeignetes Material. Auch Halterungen mit Ladefunktion sind im Programm.
Die vielen Positionierungsmöglichkeiten, die sichere Verriegelung des Handys am Halter und die komfortable Einhandbedienung machen das gute System einzigartig.
Quad Lock Mirror Mount im Detail
Aus dem sehr umfangreichen Halterungs-Angebot von Quad Lock haben wir die kleine, verschraubte Befestigung Quad Lock Mirror Mount mit und ohne Dämpferelement getestet. Das Handydisplay ist in beiden getesteten Fahrsituationen bestens abzulesen.
Immerhin drei Adapter liegen der Spiegelhalterung bei, so kann sie an 10, 12 und 14 mm Durchmesser angepasst werden. Ohne Gummiadapter passt der Halter auch an Spiegelstangendurchmesser bis 16 mm. Auch mit dem separat erhältlichen Dämpfermodul haben wir das System getestet.
Peak Design Motorcycle Bar Mount im Detail
Die Peak Design Motorcycle Bar Mount ist in Ausstattung und Verarbeitung sehr gut. Ein vielfach justierbares und zur Gewichtsreduktion durchbrochenes, 6,5 cm langes Ärmchen endet in einer klemmbaren Aufnahme für den Kugelkopf der Halterung.
Die Handyhalterung selbst ist mit einem nicht zu sensiblen Silikondämpfer ausgestattet, der dezent integriert ist. Darauf befindet sich die magnetische Halteplatte mit zwei kleinen, aber sehr präzise und zuverlässig einrastenden Verriegelungen.
Der nicht super-sensibel gebaute Dämpfer dämpft, aber ohne allzu stark nachzuschwingen oder gar zu wackeln. Auf der groben Kopfsteinpflasterstrecke mit harter Fahrwerkseinstellung bewegt sich das Handy kaum und ist gut abzulesen.
Insgesamt hinterlässt das System von Peak Design einen sehr guten Gesamteindruck.
RAM Mount Tough Claw im Detail
Der Klassiker RAM bietet Unmengen Optionen und Zubehör von Motorrad-Handyhalterungen mit Ladefunktion bis hin zu Gelenk-Verbindungsarmen. Die hier getestete Version mit Schraubklemme (Tough Claw) und der sogenannten X-Grip-Federklemmung stellt zwar eine relativ einfache Variante dar, sie macht ihren Job aber gut.
Im Fahrtest dringen selbst auf grobem Kopfsteinpflaster kaum Vibrationen bis zum Handy durch, auf der Schnellstraße liegt das Smartphone absolut zitterfrei im Blick.
Zwar verfügt diese Ausführung lediglich über ein Gelenk, das jedoch deckt einen großen Kippwinkel ab, der sich einfach ändern lässt. Der hohe Reibungswiderstand im Gelenk macht eine Überwurfmutter wie an anderen Halterungen überflüssig. Auch lässt sich die Halterung mit einer Hand und etwas Kraftaufwand zum Beispiel vom Hoch- ins Querformat verdrehen.
Motorrad-Navigations-Apps: Die besten Optionen
Motorrad-Navigations-Apps sind unverzichtbare Werkzeuge für leidenschaftliche Biker. Sie bieten maßgeschneiderte Routenführung speziell für Motorradfahrer, wie kurvenreiche Strecken und landschaftlich reizvolle Routen.
Beliebte Apps im Überblick
- Calimoto: Bekannt für ihren Kurvenalgorithmus, der besonders kurvenreiche Strecken findet.
- Riser: Konzentriert sich auf Community-Features und Routenplanung, ideal für Fahrer, die ihre Touren teilen möchten.
- RideLink: Bietet Tracking, Routenplanung und Gruppen Navigation mit einer Live Community.
- Kurviger: Eine App für individuelle Routenplanung, besonders geeignet für Abenteuerfahrten.
- Scenic: Zeichnet sich durch umfassende Routenplanungs- und Navigationsfunktionen aus, exklusiv für iOS.
- OSMAND: Eine vielseitige App mit umfangreichen Offline-Karten und Open-Source-Charakteristik.
- REVER: Eine populäre App mit starker Community-Orientierung und Tracking-Funktionen.
- Motobit: Konzentriert sich auf die Sicherheit und das Wohlbefinden der Fahrer.
Funktionen und Kriterien einer guten Motorrad-App
Eine gute Motorrad-App sollte dir die Möglichkeit geben, schnell und einfach eine Route zu planen. Das bedeutet, dass die App ein einfaches und effektives Interface zur Verfügung stellen sollte, das es einem ermöglicht, eine Motorradtour schnell und einfach zu erstellen. Es bring nichts eine Motorradtour perfekt zu planen wenn es dann eine Herausforderung ist, den Navigationsanweisungen zu folgen.
Eine gute Motorrad-App sollte dem Nutzer die Möglichkeit geben, seine Motorradtour aufzuzeichnen und sie später analysieren zu können. Das bedeutet, dass dir die App detaillierte Informationen über die gefahrene Tour geben sollte, wie zum Beispiel die gefahrene Strecke, die Dauer der Tour, die absolvierten Höhenunterschiede und die durchschnittliche Geschwindigkeit.
Ebenso zeichnet sich eine gute Motorrad Navi App dadurch aus, dass diese regelmäßig aktualisiert wird, um sicherzustellen, dass das Kartenmaterial immer auf dem neuesten Stand ist.
Als Faustregel kann man sagen, dass 4 Sterne eine gute Bewertung und alles über 4,5 Sterne sehr gut ist.
Eine gute Motorrad-App sollte dem Nutzer auch in der kostenlosen Version nützliche Funktionen und Optionen bieten, um das Fahrerlebnis zu verbessern.
Detaillierte Betrachtung ausgewählter Apps
Motobit
Motobit zählt zu den neuesten Apps für Motorradfahrer und wurde als Erstversion im Sommer 2020 veröffentlicht. Die Entwicklung von Motobit war am Anfang sehr auf die Übermittlung von Warnungen von Straßengefahren fokussiert, um die Sicherheit beim Motorradfahren zu verbessern.
Mit Motobit kann man sehr einfach Motorradtouren direkt auf der Karte oder über die Adressensuche planen oder eine Rundtour in nur wenigen Klicks generieren. Die App bietet 4 unterschiedliche Routing-Modi, die es ermöglichen, die Route nach Belieben zu gestalten.
Die Navigationshinweise über Audio-Anweisungen oder dem Smartphonedisplay sind einfach zu folgen. Die Route wird automatisch neu berechnet, wenn eine Anweisung verpasst wird, was jedoch wie bei vielen anderen Apps auch abhängig von GPS- und Netzempfang ein wenig dauern kann.
Während der Navigation oder der Aufzeichnung einer Motorradtour liefert Motobit wie eingangs bereits erwähnt auch Warnungen über Gefahren auf der Straße, wie gefährliche Kurven, beschädigte Straßen, usw. sowie Geschwindigkeitskontrollen.
Die Motobit-App bietet viele Informationen über die aufgezeichneten Touren. Selbstverständlich sind alle allgemeine Informationen vorhanden, wie die gesamte Dauer, Distanz, Höhenmeter, usw. aber die App analysiert auch den Kurvenfahrstil während der Fahrt und bietet einen Überblick darüber, wie man jede Kurve fährt, um den eigenen Fahrstil ständig verbessern zu können.
Motobit berechnet auch den Schräglage (Neigungswinkel) und die Beschleunigung in Fahrtrichtung mit einer hohen Genauigkeit und bietet diese Informationen in Diagrammen an, die mit der Karte verknüpft sind, so dass man die Werte Punkt für Punkt auf der Karte betrachten und analysieren kann.
Die Stabilität der App ist wirklich gut. Die Motobit-App wird sehr oft aktualisiert und es werden ständig neue Funktionen hinzugefügt. Die durchschnittliche Bewertung der Motobit-App beträgt 4,6 bei über 3500 Bewertungen.
In der kostenlosen Version von Motobit kann man Touren planen und navigieren. Die Länge der Touren ist bei der Navigation allerdings auf 100 km begrenzt.
Calimoto
Calimoto bietet verschiedene Möglichkeiten, um eine Route zu erstellen, einschließlich automatisch erstellter Rundkurse sowie der „klassischen“ Variante über die Eingabe von Start- und Zielpunkten nach Adresse oder der Suche nach Wegpunkten auf der Karte. Es gibt auch verschiedene Routing-Modi und Möglichkeiten, die Route zwischen Wegpunkten, sogenannten POIs anzupassen.
Calimoto bietet entweder akustische über die Lautsprecher oder visuelle Navigationsanweisungen über das Smartphone-Display.
Calimoto hat seit dem großen Update im April 2022 einige Verbesserungen vorgenommen. Bei Calimoto wird kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet, was zu regelmäßigen Updates führt, die Abstürze vermeiden und Probleme beheben.
Die Bewertung der Calimoto-App ist 2024 auf 3,6 Sterne gefallen. Eine Besonderheit von Calimoto ist die Offline-Navigation.
Riser
Riser ist einfach und intuitiv verständlich. Das Menü am unteren Rand des Bildschirms enthält die wichtigsten Funktionen, während der Rest in einem Seitenmenü untergebracht ist. In Bezug auf die Routenplanung bietet Riser nur eingeschränkte Möglichkeiten. Du kannst eine Rundstrecke oder eine Route mit Start-, Ziel- und Zwischenzielen planen.
Die Navigation von Riser ist recht einfach gestaltet und die nötigen Informationen werden übersichtlich dargestellt. Für jede aufgezeichnete Motorradtour bietet die Riser-App eine Zusammenfassung der Route mit den wichtigsten Daten.
Die Stabilität der Riser-App ist sehr gut. Das größte Manko von Riser ist, wie bereits angesprochen, die hohen Zeitabstände der Updates. Die App wird nicht oft aktualisiert und erweckt den Anschein, kaum weiterentwickelt zu werden.
Riser wird mit 3,9 von 5 Sternen bewertet.
Kurviger
Kurviger ist ein sehr technisches Tool mit vielen Optionen, das viele Motorradfahrer abschrecken kann. Das galt besonders für die alte Version, aber die neue Version der App hat eine überarbeitete und intuitivere Benutzeroberfläche.
Die Routenplanung in Kurviger bietet eine riesige Auswahl an Anpassungs- und Filtermöglichkeiten.
Die Navigation von Kurviger ist ziemlich gut, die Karte ist übersichtlich und man kann Wegpunkte ganz einfach überspringen, die Navigation pausieren oder einen Überblick der gesamten Route erhalten.
Es scheint, dass die App kontinuierlich weiterentwickelt wird, in der Tat ist die Kurviger-App nicht mehr nur als Beta-Version verfügbar. Nach einer langen Phase der Kurviger-App als Beta, ist sie nun für alle verfügbar.
Die Kurviger-App hat derzeit eine Bewertung Auf Android von 4,5 von 5 Sternen bei über 1300 Bewertungen.
Scenic
Man erkennt, dass die App schon lange existiert und dass die Entwickler sehr auf das Feedback der Nutzer gehört haben, da die Scenic App für die meisten Anwendungen sehr einfach zu bedienen ist. Scenic bietet einen guten Routenplaner. Man kann Rundtouren oder vollständig personalisierte Touren mit der Adresssuche oder direkt auf der Karte erstellen.
Mit Scenic können auch Motorradtouren aufgezeichnet werden. Zusätzlich wird jede Fahrt mit aktivierter Navigation automatisch aufgezeichnet. Am Ende der Aufzeichnung erhält man eine Übersicht der gefahrenen Touren mit den wichtigsten Informationen wie Distanz, Dauer usw.
Die Aktualisierung der App erfolgt in unregelmäßigen Abständen. Es gibt Phasen, in denen die App häufig aktualisiert wird, aber auch längere Zeiträume, in denen keine Aktualisierungen stattfinden. Die letzte Aktualisierung zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Blogposts erfolgte im November 2022. Die Scenic App hat eine sehr gute Bewertung und beträgt 4,7.
Alternativen: Klassische Navigationsgeräte und Display-Lösungen
Neben Smartphones und Apps gibt es auch klassische Motorrad-Navigationsgeräte und Display-Lösungen wie das Beeline.
Klassische Navigationsgeräte
Autarke Navigationsgeräte haben diverse Vor- und Nachteile. Sie sind robust, trotzen oftmals Stürzen aus mittlerer Höhe, sind wasser- und staubdicht. Außerdem ist ihre GPS Navigation im Vergleich sehr genau und sie haben eine hohe Akkulaufzeit. Im Gegensatz dazu sind Motorrad Navigationsgeräte relativ teuer, meist sind auch Kartenupdates nicht umsonst. UND - sie können navigieren - mehr meist nicht.
Display-Lösungen: Beeline
Zwischen Navigationsgerät und Smartphone gibt es noch Display-Lösungen wie das Beeline. Das Beeline ist ein rundes Display, welches sich aufgrund seiner Größe sehr einfach im Sichtbereich des Fahrers platzieren lässt. Es funktioniert in Kombination mit einer Smartphone-App und zeigt die Route entweder in einer sehr reduzierten Kartendarstellung oder in einer einfacheren Pfeildarstellung an.
Der Vorteil dieser Lösung ist, dass das wertvolle Smartphone geschützt aufbewahrt werden kann, während das Beeline als Display-Erweiterung gut ablesbar den Weg weist. Der Nachteil - am Ende des Tages basieren beide Geräte auf einer Stromversorgung per Akku.
Fazit: Die richtige Wahl für jeden Fahrertyp
Auch wenn es eine Geschmacksfrage bleibt, gibt es für manche Fahrertypen prädestinierte Lösungen der GPS Navigation. Der Pendler, der nur von A nach B möchte, und vielleicht noch auf dem Motorrad die Autobahn-Nutzung ausschließt, fährt mit Smartphone und Google Maps am besten - weil effizient. Ist das mobile Endgerät nicht wasserdicht, kann auf eine Displayerweiterung wie das Beeline zurückgegriffen werden.
Verwandte Beiträge:
- Handy Halterung Motorrad SP Connect: Test & Kaufberatung
- Handyhalterung Motorrad: Test & Kaufberatung
- Handy beim Radfahren: Strafe & Bußgeld in Deutschland
- Handy Ladekabel für Motorrad: Sicher & robust - Top Empfehlungen
- Streckenposten Sachsenring MotoGP: Ein Blick hinter die Kulissen
- Fahrrad Willy Leipzig: Unglaubliche Erfahrungen und Geheimtipps, die du kennen musst!
Kommentar schreiben