Handyhalterung Motorrad Test: Sichere Navigation auf zwei Rädern

Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch auf dem Motorrad möchten viele Fahrer ihr Smartphone nutzen, sei es zur Navigation, zum Musikhören oder zur Kommunikation. Doch wohin mit dem Handy während der Fahrt? Eine Handyhalterung fürs Motorrad ist die ideale Lösung, um das Smartphone sicher und in Sichtweite zu befestigen.

Die Auswahl an Smartphone-Halterungen für Motorräder ist riesig. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die besten Halterungen namhafter Hersteller unter die Lupe genommen - vom Premium-Modell bis zum preiswerten Allrounder.

Montagesysteme im Überblick

Zuerst sollten Sie wissen, dass es unterschiedliche Montagesysteme gibt. Der Teufel liegt bekanntlich im Detail und auf das Cockpit deines Bikes kommt es hierbei maßgeblich an. Nicht jeder hat so viel Platz wie auf einer BMW GS, oder?

Die gängigsten sind:

  • Lenkerhalterungen: Besonders für Naked Bikes und Enduros superpraktisch.
  • Gabelbrücken-Halter: Sportler und Supersportler greifen oft zur Gabelbrücken-Montage, denn sie sind meist kompakt und halten bombenfest - ideal für hohe Geschwindigkeiten.
  • Spiegelhalter: Eine Alternative, wenn am Lenker kein Platz ist.
  • Tank-Montagen: Ideal für großflächige Displays oder Navigationsgeräte.

Welche für dich passt, hängt maßgeblich vom Motorradtyp und deinen Vorlieben ab.

Wichtige Kriterien beim Kauf einer Handyhalterung

Ein guter Motorrad-Handyhalter schützt das Smartphone vor dem Herausfallen, Vibrationen und Wettereinflüssen. Außerdem sollte er folgende Kriterien erfüllen:

  • Kompatibilität: Eignet sich das Halterungs-Modell für das eigene Smartphone? Wichtig ist hier die Größe des Geräts (in Zoll) und ob es in einer festen Hülle steckt.
  • Stabilität: Welches Befestigungssystem passt zu Fahrzeug und Sicherheitsbedürfnis? Je nach Motorrad kommen unterschiedliche Systeme infrage: am Lenker oder der Lenkeraufnahme, den Spiegelauslegern, dem Bremszylinder, der Gabelbrücke oder am Tank.
  • Funktionen: Welche Features sind wichtig? Soll das Gerät in der Halterung bedient werden können?
  • Sicherer Sitz: Absolut sicherer Sitz ist unbedingt notwendig und sollte keinen Kompromissen unterworfen werden.
  • Verstellbarkeit: Hier waren die Halterungen mit Kugelkopfgelenken im Vorteil, da sich bei ihnen der Blickwinkel beliebig und schnell einstellen ließ. Ihre Drehbarkeit haben wir mit der Angabe „360 Grad“ in den Datenkästen aufgeführt. Ist die Einstellung nur vertikal und horizontal über Scharniere möglich, muss man ein wenig probieren, um die optimale Position zu finden.
  • Stromversorgung: Wer auf Tour geht und das Handy als Navi nutzen will, braucht externen Strom, sonst ist das Teil nach wenigen Stunden durch die permanente Nutzung von GPS leergesaugt. Manche Motorräder verfügen ab Werk über USB-Buchsen, andere nicht.
  • Optik: Da überlegt man sich schon, ob dauerhaft eine klobige Halterung, die zwar funktional, aber eben immer am Motorrad verbleibt, die Lösung ist. Oder ob man etwas mehr Geld investiert und nach Entnahme des Smartphones nur ein kleiner, formschöner Aluminiumhalter sichtbar bleibt.

Top-Modelle im Test

Wir haben zwölf Handyhalterungen gründlich getestet und dabei die guten von den schlechten getrennt. Die meisten davon werden direkt an den Lenker geklemmt oder geschraubt.

Testsieger: SP Connect Moto Bundle

Der Testsieger kommt von SP Connect und versüßt das Leben schon bei der Montage: In den drei Schachteln, in denen das kostspielige Trio aus Halter, Handyhülle und optionalem Vibrationsdämpfer versendet wird, steckt auch ein Beutel Gummibärchen. Daneben gibt es hochwertige Frästeile, die auch ein Premium-Bike nicht entstellen, einen großen Verstellbereich und eine wirksame Vibrationsdämpfung.

Die Installation dauert ob der Vielzahl der Teile und Möglichkeiten etwas länger. Auch sind nicht für alle marktgängigen Smartphones die notwendigen passgenauen Hüllen erhältlich, und das Fixieren des Handys mit einer Vierteldrehung verlangt nach ein bisschen Gewöhnung und Fingerfertigkeit. Dafür ließ der SP Connect das iPhone im Test auch bei Vollgas nicht aus den Klauen.

Preis-Leistungssieger: Moggam Motorrad-Handyhalter

Die zweite Stufe des Siegerpodests erklimmt der unscheinbare Moggam-Handyhalter. Er sieht zwar weniger wertig aus als der Testsieger, überzeugt aber mit grundsolider Materialqualität und einem integrierten Dämpfer, der Vibrationen auf ein geringes Maß reduziert. Außerdem kann man ihn nicht nur am Lenkerrohr, sondern dank eines mitgelieferten Auslegers auch am Rückspiegel montieren.

Der Moggam nimmt das Handy nur von drei Seiten in die Zange. Das aber tut er mit seinem seitlichen Klemmhebel so energisch, dass man das Smartphone auch im Querformat nutzen kann.

Sehr empfehlenswert: Quad Lock Handlebar Mount Pro

Unter Biker:innen gelten die Handyhalter von Quad Lock fast schon als Institution. Wer das beste und schönste für Maschine und Smartphone verlangt, greift gerne zu den kostspieligen, aber hochwertig verarbeiteten Handyhaltern mit dem charakteristischen blauen Entsperrhebel.

Doch gerade dieser kann ein Problem darstellen: Je nach Einbauposition des Smartphones ist der Hebel nämlich verdeckt und damit schwer zugänglich, sofern man nicht den (mitgelieferten) Inbusschlüssel bemüht, um die Handyaufnahme in die optimale Position zu bringen.

Außerdem erfordert das Einklinken des soliden MagCase einigen Kraftaufwand, und zumindest am teils leicht ovalen Lenkerrohr unserer Test-Triumph hält der Quad Lock-Halter nicht so felsenfest wie seine Rivalen von SP Connect oder Moggam, die mit Schellen aus Metall verschraubt werden, während Quad Lock hier auf Kunststoff vertraut. Mit dem optionalen Dämpfer absorbiert er Vibrationen hingegen so souverän, dass das Smartphone auch auf der als Autobahn A3 getarnten Hardcore-Rüttelpiste nicht herunterfiel.

Weitere Empfehlungen

  • Rockbros Handyhalter fürs Motorrad: Komplett aus Metall gefertigt und sehr wertig.
  • iMestou-Handyhalter mit Ladefunktion: Bietet eine Ladefunktion für kompatible Handys.
  • Lamicall Handyhalter fürs Motorrad: Ermöglicht eine echte Einhandbedienung.

Tabelle: Ergebnisse der Top 3

Produkt (Punkte max.) SP Connect Moto Bundle Moggam Motorrad-Handyhalter Quad Lock Handlebar Mount Pro
Funktionalität (50) 33 33 31
Qualität (20) 19 15 18
Sicherheit (20) 20 20 18
Nachhaltigkeit (10) 10 10 10
Gesamtpunkte (100) 82 78 77
Bewertung Gut Gut Gut
Prädikat Testsieger Preis-Leistungssieger Sehr empfehlenswert

Vibrationsdämpfung: Ein wichtiges Thema

Moderne Smartphones, besonders iPhones mit optischer Bildstabilisierung, reagieren recht allergisch auf starke Vibrationen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du neben den Optionen von Quad Lock auch zum Moto Mount Pro von SP Connect mit Anti-Vibration-Modul greifen. Diese Halterung ist extrem vibrationsarm und schont damit deine Kamera.

Wetterschutz: Regensicher unterwegs

Wenn du bei Wind und Wetter unterwegs bist, brauchst du eine wasserdichte Lösung, abseits von all den Hüllen auf dem Markt. 🌧️Das Tough Case von Ultimateaddons gibt es für viele Modelle, beispielsweise für Geräte von Samsung und bietet hier richtig guten Schutz, denn es ist sogar komplett geschlossen und damit ideal bei Dauerregen.

Kabelloses Laden unterwegs

Ein echter Dauerbrenner ist das Quad Lock System. Warum? Weil es nicht nur bombenfest sitzt, sondern auch kabelloses Laden in der Pro-Version ermöglicht - ein echter Bonus, wenn du dein Smartphone auch zum Navigieren nutzt. Wenn du also nach der besten Motorrad-Handyhalterung mit kabelloser Ladefunktion suchst, ist der induktive Ladekopf von Quad Lock dein Freund.

Fazit

Die perfekte Halterung hängt stark von deinem Fahrstil, deinem Bike und deinem Budget ab. In jedem Fall solltest du darauf achten, dass die Halterung stabil sitzt und dein teures Handy nicht unterwegs flöten geht - wäre ja schade drum! 🪈Wenn du das nötige Kleingeld hast und Premium suchst, wirst du bei Quad Lock und SP Connect glücklich. Vielseitige Vibration-Dämpfung und kabelloses Laden inklusive. Wenn du mehr auf Preis-Leistung achtest, fährst du mit Lamicall oder Shapeheart besser.

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