Die ultimative Handyhalterung für dein KTM Motorrad im Test

Wer moderne Motorräder betrachtet, stellt fest, dass diese neben einem tollen LCD-Display meist auch viele Konnektivitätsfunktionen bieten oder sogar direkt eine Navigation integrieren. Da diese Lösungen jedoch recht proprietär sind und einige Funktionen vermissen lassen, kommt man um eine Smartphone-Halterung nicht herum, wenn man zum Beispiel die persönliche Playlist aus der Lieblingsapp vermisst oder beim Navigieren motorradspezifische Routen fahren möchte.

Der Hersteller SP Connect aus Wien hat eine innovative und vor allem praktische Smartphonehülle und -halterung für Zweiräder entwickelt, die mit fast jedem Motorrad (und auch Fahrrad) kompatibel ist. SP Connect bietet allen Motorradbegeisterten unter uns, die ihr Smartphone während der Fahrt nicht in der Tasche haben möchten, eine tolle Auswahl an verschiedenen Befestigungsprodukten.

Das gesamte SP Connect-Produktportfolio ist miteinander kompatibel, sodass man beispielsweise nur eine Telefonhülle benötigt und diese sowohl für das Fahrrad, die Motorradhalterung, als auch im Auto benutzen kann. Das neue SPC+ System besteht gegenüber dem Vorgänger aus ca. 40% dünneren Hüllen, die gleichzeitig etwa 25% stärkere Befestigungen bieten sollen. Mit einer Vielzahl an verschiedenen Handyhüllen bedient SP Connect alle gängigen iPhone-, Samsung- und auch Huawei-Modelle. Doch auch wenn man ein Handy eines anderen Herstellers verwendet - kein Grund zur Sorge, es gibt auch universelle Handyhüllen, die mit fast jedem Modell kompatibel sind.

Das Moto Mount Pro bildet die Basis für die Lenkerbefestigung am Motorrad. Auf dieser Halterung findet dann das Charging Anti Vibration Module |SPC+ seinen Platz. Die Montage des Moto Mount Pro ist ein Kinderspiel und sollte selbst handwerklich Unbegabten spielend leicht von der Hand gehen. Nachdem man die Schraube an der Halterungsschelle gelöst hat, den Haltearm um den Lenker gelegt hat (und bei Bedarf ein Adaptergummi für kleinere Lenkerrohrdurchmesser zwischengelegt hat), kann man die Schraube auch schon wieder festziehen.

Anschliessend lockert man die Schraube am Halterungsarm, damit man ihn wie gewünscht drehen und positionieren kann. Zum Schluss wird das mobile Endgerät nur noch in die Hülle eingesetzt und man sollte sich, je nach Anwendungszweck, entscheiden, ob man es horizontal oder vertikal nutzen möchte. Dies ist durch Lösen der dritten und letzten Schraube direkt am Arretiermechanismus des Moto Mount Pro möglich.

Wer, wie wir auch, die kabellose Ladefunktion der Smartphones während der Fahrt nutzen möchte, der benötigt noch das Charging Anti Vibration Module. Dieses kann per USB-Kabel an eine bestehende USB-Steckdose am Motorrad angeschlossen werden, um die Stromzufuhr zu gewährleisten. Wer bisher keine USB-Steckdose am Fahrzeug besitzt, kann auch auf das verfügbare Charger Cable (USB-C auf freie Enden 6/12V) von SP Connect zurückgreifen.

Das kabellose Lademodul wird einfach wie ein Zwischenstück/Adapter zwischen der Halterung (Moto Mount Pro oder Moto Stem Mount) und der Handyhülle aufgesetzt. Es bietet denselben Mechanismus wie die Halter-zu-Hülle-Verbindung mit je einem weiblichen und einem männlichen Gegenstück. Simpel, aber effektiv.

Wer übrigens ein modernes Smartphone mit mechanischem Bildstabilisator besitzt, der sollte auf das zusätzliches Anti-Vibrationsmodul nicht verzichten, um die empfindliche Mechanik der Kameras vor Schäden zu schützen. Das speziell für dieses Problem entwickelte Elastomer-Inlay dämpft in alle Richtungen und bewirkt dadurch, dass bis zu 60% weniger Vibrationen auf das Smartphone übertragen werden.

Für Fahrer eines Motorrads mit Stummellenker bietet die oben beschriebene Montagevariante keine zufriedenstellende Lösung. Für die Befestigung am Lenker ist entweder gar kein Platz oder auf Grund der Krümmung des Lenkers keine optimale Positionierung möglich. Hier bietet es sich an, eine andere Montageoption auszuwählen: Den SP-Connect Moto Stem Mount.

Auch hier ist die Montage ähnlich simpel und gut dokumentiert, wie wir am Beispiel einer Honda CBR 1000RR Fireblade auf den Bildern für euch dokumentiert haben. Für Besitzer der alten Halterungsgeneration (SPC - ohne Plus) bietet der Hersteller sehr preiswerte Adapter an, um in den Vorteil der neuen dünneren und stabileren SPC+ Hüllen zu kommen und diese trotzdem weiterhin am Lenker befestigen zu können. Diese Adapter gehen für weniger als 5 Euro über die Ladentheke.

Die Handyhülle an sich ist qualitativ sehr hochwertig und verliert auch bei intensiver Nutzung weder Farbe, Funktionalität, noch bekommt sie Risse - hervorragend! Auf der Innenseite der Smartphonehülle ist, ähnlich wie bei den original Handyhüllen von Apple, ein weiches Velours-ähnliches Material eingesetzt, damit die meist aus Glas bestehenden Rückseiten der teuren Smartphones nicht zerkratzen.

Bei der Halterung setzt SP Connect auf hochwertiges Flugzeugaluminium und nutzt die CNC-Technik für die Fertigung. Das Endprodukt fühlt sich entsprechend wertig an und hat ein tolles Finish. Auch die anderen Komponenten sind allesamt sehr hochwertig und exzellent verarbeitet.

Im Alltagsbetrieb macht sich das gesamte Bundle hervorragend. Die verbauten Schwingungsdämpfer lassen jederzeit ein gutes Ablesen des Displays während der Fahrt zu. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf teilweise holprigen Straßen bleibt das Smartphone da wo es sein soll und wird nicht aus der Halterung geschüttelt. Dank der kabellosen Ladefunktion wird die Ausfahrt auch nicht durch einen leeren Akku gestoppt.

Wir haben mittlerweile mehrere 10000km Testfahrten unternommen, sowohl mit der alten als auch mit der neuen Generation der Hüllen und Halterungen und möchten das Smartphone am Lenker nicht mehr missen. Unsere Erfahrungen mit dem SP Connect Moto Mount Pro sowie der optionalen Lade- und Anti-Vibrations-Option, sind ausgezeichnet.

Die extrem gute Verarbeitung des Moto Mount Pro trägt zu einem optisch ins Gesamtbild des Motorrads passenden Eindruck bei. Die passende Alternative für Superbikes wird mit dem Moto Stem Mount ebenfalls angeboten. Durch die Schwingungsdämpfung lässt sich das Display des Smartphones jederzeit einwandfrei ablesen, selbst bei vibrationsstärkeren Motorrädern!

Damit dies nicht zum Todesurteil für moderne Smartphones wird, ist das zusätzliche Anti-Vibrationsmodul samt Ladefunktion aber quasi Pflicht, wenn euer Gerät einen optischen Bildstabilisator besitzt. Die 360° Freiheit des Halterarms macht eine vollumfängliche individuelle Positionierung möglich. Insgesamt hat die Halterung mit Ladefunktion einen positven Eindruck bei uns hinterlassen und dieser Eindruck lässt sich da auch nicht durch den hohen, aber durchaus angemessenen Preis schmälern.

Das SP Connect Moto Bundle für ein spezifisches Handymodell kostet 99,99 Euro. Wer die Universalhalterung nutzt, zahlt 79,99 Euro. Optional kommen für nochmals 99,99 Euro das Charging Anti Vibration Module sowie das Wireless Charger Cable für 19,99 Euro hinzu.

Alternativen zu SP Connect: Quad Lock und Peak Design

Neben SP Connect gibt es auch andere Hersteller von Handyhalterungen für Motorräder, wie Quad Lock und Peak Design. Jedes System hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Peak Design Motorcycle Bar Mount

Peak Design hat sich nicht nur auf Taschen spezialisiert, sondern auch auf Handy-Hüllen mit sehr starken Magneten. Smartphone in die passende Peak Design-Hülle, und ab da kann das Handy an praktisch allen magnetischen Flächen fixiert werden. Fürs Motorrad gibt es bei Peak Design das passende Gegenstück, das die Hülle mitsamt Handy fest am Motorradlenker fixiert - und zwar nicht nur magnetisch, sondern sicherheitshalber zusätzlich mit einem Klick-Mechanismus, von Peak Design "Slim-Link" genannt.

Die Smartphone-Hülle ist trotz starker Magnete und dem Klick-System erfreulich dünn und dürfte selbst in der Hosentasche nicht stark auftragen. Für die Befestigung am Lenker bei Motorrad oder Fahrrad kann auf verschiedene "Mounts", also Gegenstücke, zurückgegriffen werden.

Der "Universal Bar Mount" lässt sich ohne Werkzeug per Silikonband an jeglicher Art Lenker fixieren, kann also vom Motorrad ans Fahrrad wechseln, vom Kinderwagen an den Roller usw. Der "Bar Mount" wiederum wird klassisch mittels verschraubter Klemme am Lenker befestigt, mit diversen Abstandhaltern. Anschließend kann die Stellung des (abnehmbaren) Auslegers über eine Mutter und ineinandergreifende Verzahnungen individuell justiert werden.

Das Smartphone passt hoch und quer in das Viereck - egal, welcher "Mount" verwendet wird, muss aber mit der passenden Peak-Design-Hülle ausgestattet sein (erhältlich für iPhone-, Samsung- und Google-Pixel-Modelle). Oder aber man nutzt die universelle Adapterplatte zum Kleben auf andere Hüllen. Mit einer Hand und ohne Drehbewegung schnappt das Handy magnetisch in die Halterung ein und hält bombenfest - selbst bei Enduros im Gelände. Abnehmen lässt es sich ebenfalls einhändig über einen Mechanismus auf der Rückseite.

Ein Vibrationsdämpfer für das empfindliche Smartphone-Innenleben ist direkt hinter der magnetischen Platte integriert. Der nicht super-sensibel gebaute Dämpfer dämpft, aber ohne allzu stark nachzuschwingen oder gar zu wackeln. Auf der groben Kopfsteinpflasterstrecke mit harter Fahrwerkseinstellung bewegt sich das Handy kaum und ist gut abzulesen. Ebenso schluckt der Dämpfer auf der glatten Asphaltstraße Vibrationen nahezu komplett, das Smartphone bewegt sich lediglich minimal.

Quad Lock Handlebar Mount Pro

Der neue Testsieger Quad Lock Handlebar Mount Pro ist ein Klassiker am Motorradlenker. Er überzeugt durch sehr stabile und sichere Montage an der Griffstange, festen Halt des Handys und Einhandbedienung. Stabile, sehr sichere aber auch teure Handyhalterung mit einer Vielzahl an Ausstattungsoptionen.

Seit fast 15 Jahren tüfteln Zwei- und Mehrradbegeisterte bei Quad Lock an Smartphonehalterungen aller Art. Auf Motorrädern haben sie sich weltweit fast zum Standard entwickelt. Im Lieferumfang befinden sich die geschraubte Lenkerklemme und ein 50 mm langer Verlängerungsarm, beide edel aus Aluminium gefräst und schwarz eloxiert, dazu der sogenannte Indexkopf mit der eigentlichen Verriegelungsmechanik.

Für perfekten Sitz am Lenker hat Quad Lock vier Adaptereinsätze (22,2 mm, 25,4 mm, 28,6 mm und 31,8 mm) beigelegt. Das ist eine vergleichsweise sehr große Auswahl, andere Hersteller bieten ab Werk meist nicht so viele Anpassungsmöglichkeiten. Auch ein passender Innensechskantschlüssel sowie eine extra lange Schraube für ein Distanzstück (nicht im Lieferumfang) zwischen Verlängerungsarm und Klemme sind enthalten.

Als Extra muss die zum Indexkopf passende Klebehalterung oder ein entsprechendes Case für das Smartphone gekauft werden. Die Montage des fest verschraubten Halters mit insgesamt drei Variablen zieht sich. Bis die richtige Position gefunden ist, vergehen etliche Minuten, die Einstellungsmöglichkeiten sind groß. Das ist auch gut so, denn schließlich dürfen keine wichtigen Infos oder Schalter im Cockpit verborgen werden.

Der Wechsel der Displayposition vom Hoch- ins Querformat lässt sich beim Einklicken des Smartphones bequem wählen, ohne schrauben zu müssen. Allerdings kann das Format nicht während der Fahrt spontan an den Sonnenstand angepasst werden, dafür sollte man einen kurzen Stopp einlegen.

Beim Fahrtest auf grobem Kopfsteinpflaster mit straffen Fahrwerkseinstellungen zeigt sich die Halterung stabil. Anders sieht es auf den gleichen Strecken mit montiertem Dämpfer aus. Schon im Stand ruckelt das Handy im Takt des Boxermotors mit und zeigt sich sehr sensibel. Auf der anschließend flott gefahrenen Holperstrecke wackelt das Gerät stark und mehr als ohne den Dämpfer, kleine Infos auf dem Display sind nicht mehr zu erkennen. Auch auf der Schnellstraße bewegt sich das Handy mehr als ohne das dämpfende Zusatzteil.

Vergleich: SP Connect vs. Quad Lock

Es stellt sich die Frage, welches System das richtige ist. Beide Hersteller schneiden gut ab, welches System das richtige ist, kommt ganz auf den Verbraucher an. Stabile, sehr sichere aber auch teure Handyhalterung mit einer Vielzahl an Ausstattungsoptionen.

Im Fahrtest zeigt die 3in1 von SP Connect mit dem Anti-Vibrations-Modul beste Ergebnisse. Dank des Moduls dringen selbst auf der nahezu unerträglichen Kopfsteinpflaster-Strecke nur minimale Vibrationen bis zum Handy durch, alle Informationen bleiben nicht nur gut erkennbar, sondern auch ablesbar. Auf der Schnellstraße gibt es keine Ruckeleien, das System ist sehr stabil.

Mit einer Innensechskantschraube klemmt sich die Metallschelle sehr fest an den Lenker, ein etwa zehn Zentimeter langer Metallarm kann daran in feinsten Schritten bis zum optimalen Winkel per Schraube ausgerichtet werden. Die eigentliche geschraubte Telefonhalterung aus Kunststoff verbleibt zumindest während der Tagestour am Handy. In ihr befindet sich das Gegenstück zum Drehverschluss, das das Einhand eingesetzte Telefon sehr zuverlässig und stramm hält.

Nur mit Werkzeug lässt sich die Halterung von hoch nach quer drehen. Bis allerdings Schelle, Auslegerarm und Bajonett korrekt und auch bei den Formatvarianten sicher zusammenpassen, ist viel Tüftelarbeit angesagt. Ohne Werkzeug lässt sich die Position hier später nicht mehr ändern.

SP Connect bietet ein riesiges Sortiment an Sets, Zubehör, Auswahlmöglichkeiten und Ersatzteilen an, hier findet sich für jede Konfiguration geeignetes Material. Auch Halterungen mit Ladefunktion sind im Programm. Die vielen Positionierungsmöglichkeiten, die sichere Verriegelung des Handys am Halter und die komfortable Einhandbedienung machen das gute System einzigartig.

Aus dem sehr umfangreichen Halterungs-Angebot von Quad Lock haben wir die kleine, verschraubte Befestigung Quad Lock Mirror Mount mit und ohne Dämpferelement getestet. Das Handydisplay ist in beiden getesteten Fahrsituationen bestens abzulesen. Das mag auch an dem sehr kompakten Aufbau liegen, ein Verlängerungsärmchen fehlt hier, das Smartphone liegt mit nur ca. 2,5 cm Abstand dicht an der Spiegelstange (oder der dünnen Querstange von älteren Enduro-Lenkern).

Weitere empfehlenswerte Handyhalterungen

Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere empfehlenswerte Handyhalterungen für Motorräder:

  • LEMEGO Handyhalterung: Bietet eine besonders günstige Option mit einer wasserdichten Tasche.
  • Grefay Handyhalterung: Eine universell einsetzbare und robuste Halterung aus Edelstahl.
  • Impact Pro Mount 360°: Lässt sich um 360° drehen und bietet maximale Sicherheit durch 8 Kontaktpunkte.

Montagearten für Handyhalterungen

Es gibt verschiedene Arten von Halterungen zur Montage:

  • Lenkkopfhalterung: Wird auf dem Lenkkopf des Motorrades angebracht und ist besonders zentral ausgerichtet.
  • Lenkerhalterung: Wird an dem Lenker des Motorrades angeschraubt.
  • Spiegelhalterung: Wird über eine Schraubklemme am Spiegel befestigt.
  • Tasche mit Klettverschluss: Wird über eine Klemme am Lenker befestigt.

Die besten Motorrad Navi Apps

Zu den besten Motorrad Navi Apps zählen:

  • Google Maps: Bietet seit einiger Zeit auch einen Motorrad-Modus.
  • Calimoto: Ermöglicht eine besonders ausgefeilte Routenplanung mit Streckenprofilen.
  • Riser: Bietet im kostenlosen Modus eine effektive Navigation und in der kostenpflichtigen Version zahlreiche Zusatzfunktionen.

Motorrad Headsets

Viele Motorrad Headsets lassen sich über das Handy nutzen. Der Vorteil eines Motorrad Headsets besteht darin, dass über dieses eine optimale Kommunikation mit anderen Motorradfahrern stattfinden kann. Zudem lassen sich auch Anrufe über das Handy mit dem Headset während der Fahrt durchführen. Weiterhin kann auf zahlreiche Medieninhalte auf dem Handy zurückgegriffen werden.

Fazit

Der Kauf einer Motorrad Handyhalterung ist definitiv empfehlenswert für alle Motorradfahrer, welche lange Touren fahren und sich häufig auf Straßen befinden, welche sie nicht kennen. Mit den hier empfohlenen Halterungen kann grundsätzlich ein Maximum an Sicherheit während der Fahrt garantiert werden, sodass das Smartphone garantiert nicht aus der Halterung fällt.

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