Wer mit dem Smartphone in der Hand im Auto erwischt wird, dem droht ein Bußgeld. Kurznachrichten oder das Hantieren auf dem Display, das als Navi fungiert, sind verboten. Es sei denn, das Mobiltelefon ist fest in einer Halterung im Fahrzeug angebracht. Allerdings nur, wenn man es nicht zu exzessiv betreibt. Verliert man die Straße jedoch völlig aus dem Blick und ist nur noch mit seinem Mobiltelefon beschäftigt, so kann der Tatbestand der rechtswidrigen Smartphone-Nutzung vorliegen.
Verschiedene Befestigungsmethoden im Vergleich
Besonders weit verbreitet sind Smartphone-Halterungen mit Saugnapf für die Fensterscheibe bzw. das Armaturenbrett. Während ein Saugnapf an nahezu jeder Windschutzscheibe hält, sollte man sich sein Armaturenbrett einmal näher anschauen. Das sollte aus Kunststoff bestehen, die Leder-Varianten hochwertiger Fahrzeuge scheiden in der Regel aus. Außerdem sollte die Oberfläche eher glatt als konturiert oder wellenförmig ausfallen, damit der Saugnapf sich schön ansaugen kann. Option Nummer zwei besteht in der Montage der Halterung in den Lüftungsschlitzen des Fahrzeugs. Hier kommt eine Luftdüsenklemme zum Einsatz. Das Smartphone selbst wird entweder über zwei Klemmbacken oder über einen Magneten festgehalten.
Das Magnetsystem findet nicht nur im Lüftungsschlitz Anwendung. Zahlreiche Hersteller verkaufen kleine Magnet-Halterungen, die auf das Armaturenbrett oder auf die Mittelkonsole geklebt werden. Die erforderliche Metallplatte wird auf das Mobiltelefon gepappt. Klebelösungen sind ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Vielfach hatten wir echt was zu tun, um die Kleberückstände wieder vom Smartphone, der Hülle oder dem Armaturenbrett zu entfernen.
Wichtige Kriterien vor dem Kauf
Bevor Sie sich eine neue Smartphone-Halterung zulegen, checken Sie zunächst, für welche Maße und welches Gewicht diese ausgelegt ist. Speziell bei Modellen mit ausziehbaren Klemmbacken kann es bei größeren Smartphones unter Umständen eng werden, das Handy passt dann nicht rein. Saugnapf ist zudem nicht gleich Saugnapf. Bei hochwertigen Modellen wird die Luft durch einen Schiebemechanismus rausgedrückt. Viele Halterungen für die Lüftungen eignen sich in erster Linie nur für kleinere und damit auch leichtere Handys. Schwerere Modelle wie etwa das iPhone 11 wiegen knapp 200 Gramm, nicht alle Lamellen halten dieser Masse nicht stand und klappen nach unten. Bei Halterungen für den Lüftungsschlitz kommt es wirklich stark auf das Auto an. Einige Halterungen sitzen zu locker, andere so stramm, dass man Angst hat, die Lamelle könnte verbogen werden oder durchbrechen.
Die getesteten Modelle im Detail
Vanmass Handyhalterung Auto 3 in 1
Gleich drei Halte-Optionen auf einmal erwirbt man mit der Vanmass Handyhalterung 3 in 1. Ob man zum Saugnapf mit ausziehbarem Teleskoparm, zur aufklebbaren Kunststoffplatte oder zum Adapter für das Lüftungsgitter greift, entscheiden Besitzer der Vanmass-Halterung selbst. Vanmass hat die Halterung nach eigenen Aussagen diversen Härtetests unterzogen. Demnach eignet sich das System für ein breites Temperaturfenster von minus 40 bis zu 90 Grad Celsius. Der Saugnapf besteht aus natürlichem Silikon, das Klebepad stammt von 3M und hilft dann, wenn das Armaturenbrett zu rau ist.
Vanmass verspricht den Gebrauch von zuverlässigem Material und vertraut nach eigenen Angaben auf einen präzisen Mechanismus. Die Haltefüße und der Lüftungsclip sind von weichem Silikon bedeckt, um Kratzer am Smartphone bzw. Oberhalb des Saugnapfes sitzt eine Arretierschraube, um den Teleskoparm sowohl nach oben als auch nach unten zu drehen. Unterhalb der Smartphone-Halterung befindet sich ein Kugelgelenk, über das man das Smartphone um 360 Grad drehen kann, also sowohl horizontal als auch waagerecht ausrichten darf. Über eine große Kunststoffmutter legt man selbst fest, wie schwergängig oder leicht das Mobiltelefon geneigt bzw. gekippt wird.
Setup-Option eins eignet sich für alle Autos: Hierzu wird die Halterung per Saugnapf an die Frontscheibe gedrückt. Einfach den Bügel runterdrücken, und schon sitzt die Vanmass bombenfest an der Scheibe. Möchte man die Position oder das Fahrzeug wechseln, so klappt das blitzschnell und ohne größere Rückstände. Auf einigen Armaturenbrettern kann man die Halterung ebenfalls mittels Saugnapf anbringen. Diese sollte eben und glatt sein. Falls es hier Probleme gibt, greift Variante zwei. Doch damit nicht genug. Sollten Sie Ihr Auto-Gebläse für eine Montage des Handyhalters bevorzugen, so können Sie zum Lüftungsclip greifen. Der wird in einen Lüftungsschlitz geklemmt und kann dreistufig in seiner Haltekraft angepasst werden.
Die Vanmass Handyhalterung Auto 3 in 1 ist mit die stabilste Lösung im Testfeld, zumindest wenn man zum Saugnapf greift und auf den Adapter für die Lüftung verzichtet. Halterung und Saugnapf bilden eine feste Einheit. Viele Mitbewerber planen hier zu viel Luft ein, wodurch eine sichere Verbindung ausgeschlossen ist. Das ist bei der Vanmass anders. Das vordere Kugelgelenk lässt sich problemlos so einstellen, dass man das Handy leicht drehen kann, es dadurch aber nicht instabil wird. Bei unseren Testfahrten hatten wir keine störenden Vibrationen zu beanstanden. Die Vanmass Handyhalterung Auto 3 in 1 ist eine sehr stabile, flexible und praktische Lösung, um das Smartphone im Auto sicher zum Telefonieren, Navigieren oder Abrufen von Nachrichten zugänglich zu machen.
Hama Multi Handy-Kfz-Halterung
Die Hama Multi Handy-Kfz-Halterung ist sehr flexibel einsetzbar. Geeignet ist der Hama-Helfer für nahezu alle aktuellen Smartphones. Diese dürfen zwischen 4 und 11 Zentimeter breit sein. Die beiden Klemmbacken sind innen dick mit Schaumgummi gepolstert. Sie klemmen das Smartphone super fest ein. Hinzu kommt, dass das Mobiltelefon auf jeder Seite von einem kleinen Schaumstoffpolster daran gehindert wird, hin- und herzuwackeln. Zur Montage an der Windschutzscheibe wird die Luft aus dem Saugnapf über einen kleinen Hebel herausgedrückt. So ist sicherer Halt garantiert.
Daran schließt sich ein rund 18 Zentimeter langer Schwanenhals an, der in wirklich jede Richtung gebogen werden kann. Dazu benötigt man etwas Kraft, was gut ist. Auf der anderen Seite des Schwanenhalses sitzt ein Kugelgelenk, um die Halterung frei um 360 Grad zu drehen. Die Kombination aus Schwanenhals und Kugelgelenk ermöglicht es, das Mobiltelefon in jede gewünschte Position zu bringen. Damit die beiden Klemmbacken automatisch nach außen fahren, genügt ein Druck rechts unten auf den kleinen Taster. Anschließend schiebt man die Backen zusammen, bis sie fest am Handy anliegen. Dieses wird unten durch zwei Auflagen gesichert. Im Handumdrehen ist die Hama-Halterung für den Einsatz im Lüftungsgitter umgebaut. Dazu wird diese am Kugelgelenk ausgehakt. Einfach die kleine mitgelieferte Platte einsetzen, fertig. Über zwei Klammern befestigt man das Hama-Zubehör auf einer Lüftungslamelle. Der Anpressdruck reicht aus. Im Gegensatz zur Schwanenhals-Lösung hat man nun leider kaum Möglichkeiten, sein Smartphone auszurichten. Nach links oder rechts lässt es sich bestenfalls wenige Millimeter drehen.
Lisen Handyhalterung Auto Magnet
Von allen getesteten Handyhaltern für das Gebläse gefällt uns die Lisen-Handyhalterung Auto Magnet am besten. Konzipiert ist der Lisen-Halter für alle gängigen Smartphones, egal ob klein oder groß - wie z. B. ein iPhone 12 Pro Max. In die kleine Halteplatte für das Smartphone sind sechs starke Magnete eingebaut, die ein Maximalgewicht von 3,5 Kilo halten können. Zum Anbringen auf der Rückseite des Mobiltelefons bzw. auf dessen Schutzhülle liegen zwei runde und eine rechteckige Eisenauflage bereit, außerdem entsprechende PET-Folien, möchte man diese als Schutz auf das Smartphone kleben.
Die Halteplatte verfügt über ein Kugelgelenk, damit man den Winkel des Mobiltelefons verstellen kann. Kommen wir zur Besonderheit: Die maximal 25 Millimeter lange Klemme, die in den Lüftungsschlitz gesteckt wird, ist über ein großes Drehrädchen in der Länge verstellbar. Man platziert sie im Gebläse und hakt sie am Ende in eine Lamelle ein. Die Entlüftungsklinge wird verriegelt und kann nicht mehr nach unten klappen. Am besten geeignet ist der Lisen-Halter für waagerechte Lüftungen. Drei Kontaktpunkte sorgen dafür, dass er nicht wackelt und auch nicht herausfallen kann. Das Smartphone-System ist erstaunlich stabil und wackelt weder horizontal noch vertikal. Handys lassen sich ohne Anstrengung in alle Richtungen drehen und auch seitlich kippen. Während der Fahrt machen sich dezente Vibrationen bemerkbar.
Fidlock Vacuum Car Vent Base
Smartphone auflegen, fertig! Auf Magnetismus und Unterdruck setzt das pfiffige Smartphone-Haltesystem Vacuum Car Vent Base von Fidlock. Die Fidlock-Halterung wird an einer Lüftungslamelle im Fahrzeuggebläse montiert. Beide Klemmbacken sind innen gummiert, sodass die Lamelle keinen Schaden nimmt. Durch einen gut erreichbaren Schraubmechanismus lässt sich der Druck der Klemmbacken individuell anpassen. Das Problem, dass sich gerade schwerere Smartphones nach vorne neigen, weil die Lüftungslamelle ebenfalls nach unten kippt, kann man mit der Fidlock-Halterung effektiv lösen. Im vorderen Bereich der Halterung sitzt ein Kugelgelenk: Man bringt das Mobiltelefon, nachdem es etwas nach vorne gekippt ist, einfach in die gewünschte Position und schraubt das Gelenk fest.
Oberhalb des Kugelgelenks befindet sich die eigentliche Innovation des Vacuum Car Vent Base. Damit das Handy gehalten wird, benötigt man entweder ein spezielles Smartphone-Case von Fidlock, das knapp 30 Euro kostet, oder den so genannten Vacuum Uni Phone Patch für knapp 15 Euro - das ist eine dünne Adapterplatte, die auf jede Smartphone-Hülle hinten draufgeklebt wird. Wird das Smartphone jetzt auf die Halterung aufgesetzt, wird es durch einen starken Magneten sofort angezogen. Im Lüftungsgitter montiert kann man sein Handy jetzt sowohl um 360 Grad drehen als auch durch das Kugelgelenk nach Belieben ausrichten. Selbst auf holprigen Wegen bleibt das Smartphone jetzt starr an seinem Platz.
Die Fidlock-Halterung ist so dezent, dass man sie dauerhaft am Lüftungsgitter montiert lassen kann. Das Smartphone hat man mit einem Handgriff montiert. Die Lösung ist zwar nicht ganz preiswert, weil man zwei Komponenten benötigt. Der Bedienkomfort und die Verarbeitung des Smartphone-Haltesystems Vacuum Car Vent Base haben uns allerdings überzeugt.
Blukar Handyhalterung Auto
Eine preiswerte Alternative zu unserem Vanmass-Testsieger ist die Blukar Handyhalterung Auto. Herzstück der Halterung ist ein kräftiger Saugnapf. Blukar vertraut dabei nicht nur auf das Vakuum-Prinzip, sondern hat den Saugnapf zusätzlich mit einer extrem klebrigen Schicht überzogen. Diese gewährt optimalen Halt, das Ablösen von der Scheibe gelingt glücklicherweise nahezu ohne Rückstände. Auf glatten Armaturenbrettern kann die Handyhalterung ebenfalls angebracht werden. Oberhalb des Saugnapfes ist der ausziehbare Teleskoparm an einem Kunststoffgelenk angebracht. So kann der Arm um bis zu 270 Grad gedreht und an jeder beliebigen Stelle festgeschraubt werden. Vorne sitzt ein Kugelgelenk mit der Smartphone-Halterung, die sich um 360 Grad drehen und im Winkel verändern lässt.
Gute Nachricht: Der Blukar-Teleskoparm ist auch ausgezogen und mit schwerem Handy sehr stabil. Die Blukar-Halterung verfügt über eine gummierte Rückseite, damit das Smartphone weich und optimal geschützt aufliegt. Sie nimmt Smartphones mit einer Größe zwischen 4 und 7 Zoll auf. Ein Druck auf den rückseitigen Taster genügt, und die beiden seitlichen Klemmbacken fahren heraus. Die untere Smartphone-Auflage zieht man stufenweise per Hand heraus. Sie ist mit einer geriffelten Gummioberfläche überzogen. Im Test wurde unser Samsung-Modell problemlos festgehalten, sowohl seitlich als auch unten. Selbst bei Schlaglöchern machte dies keine Anstalten, sich in irgendeine Richtung zu bewegen. Genau so wünscht man sich das. Auch der Teleskoparm und das Kugelgelenk verdienten sich Bestnoten: keinerlei Vibrationen oder Bewegungen. Wer eine Saugnapf-Halterung sucht, findet im Blukar eine sehr ausgereifte und preiswerte Lösung.
Vicseed 3 in 1 Handyhalter
Beim Vicseed 3 in 1 Handyhalter handelt es sich um das baugleiche Modell wie unser Testsieger von Vanmass. Zur Ausstattung gehört ein ausziehbarer Teleskoparm, der nahezu komplett auf störende Vibrationen verzichtet. Der Teleskoparm ist stabil, egal ob ausgefahren oder eingezogen, das vordere Kugelgelenk erlaubt eine präzise Ausrichtung des Smartphones, und der Saugnapf hält bombenfest. Nicht sonderlich zufrieden sind wir hingegen, wie beim Vanmass-Modell, mit dem Lüftungsclip. Dann muss man mit Wacklern und Vibrationen leben.
Blukar Handyhalterung Auto (Lüftungsgitter)
Die Blukar Handyhalterung Auto eignet sich für alle Smartphones mit einer Größe zwischen 4,7 und 6,5 Zoll. Sie ist ebenfalls sehr kompakt und für das Lüftungsgitter im Auto konzipiert. Dazu werden einfach zwei Vierbackenhalter in die Lüftung gesteckt. Damit man das Smartphone einfügen kann, muss man die rechte Kunststoffklammer nach außen ziehen. Das Mobiltelefon wird jetzt automatisch festgehalten. Einfaches Drehen genügt und das Telefon lässt sich um 360 Grad ausrichten. Leider nur um sich selbst. Dadurch ist das Display immer im 90-Grad-Winkel zum Fahrzeuginnenraum ausgerichtet. Das erwies sich im Test als echter Nachteil. Je nachdem, welches Lüftungsgitter man zum Befestigen verwendet, wird das Smartphone entweder teilweise vom Lenkrad verdeckt oder es lässt sich schlecht ablesen, weil es weiter rechts in Richtung Beifahrer montiert und nicht abgewinkelt werden kann.
AUTO BILD-Handyhalter-Test (2025)
Der aktuelle Test bewertet zehn Halterungen mit verschiedenen Befestigungsmethoden und nennt deren Vor- und Nachteile.
Testsieger: Miracase Car Phone Holder
Zwei Befestigungsmethoden, flexibel justierbar, gute Verarbeitung, stabiles Bild auch bei schlechter Straße: Die Halterung von Miracase entscheidet am Ende ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Note 1,6 ("gut") für sich. Mit einem Preis von rund 25 Euro ist sie allerdings auch der teuerste Testkandidat, der zugleich etwas mehr Platz im Handschuhfach oder in einer Ablage in Anspruch nimmt. Für Ästheten könnte die etwas kratzempfindliche Fläche hinter dem Handy zu einem optischen Problem werden. Im Test war schnell die erste gut sichtbare Schramme drin. Das aber ändert nichts daran, dass der Testsieger eine gute und flexibel einsetzbare Halterung ist.
Preis-Leistungs-Sieger: Yosh CH115
Doppelt hält besser: In der Packung des Yosh CH115 (ca. 11 Euro) stecken gleich Halter. Sie fallen solide aus und sind in ein paar Sekunden zusammengesteckt. Einziger Ort für die Befestigung des insgesamt ebenfalls mit "gut" (Note: 1,7) bewerteten Produkts - und damit eine entsprechende Einschränkung für bestimmte Automodelle: die Lamellen der Lüftungsausströmer. Diese müssen breit genug sein, damit sich die sich zum Ende hin verjüngenden Halteklammern weit genug auf die Lamellen aufschieben lassen. Andernfalls droht die Halterung bei starken Unebenheiten oder auf Dauer herunter zu rütteln. Mit der einfachen und damit auch unauffälligen Konstruktion einher geht außerdem die fehlende Justierbarkeit, denn es gibt kein bewegliches Element. Bei Automodellen mit Ausströmern auf der richtigen Höhe ist der Yosh eine perfekt einfache und günstige Lösung, die dank mitgelieferten Magnet-Klebepads für alle Handymodelle geeignet ist und das Sichtfeld - und damit die Sicherheit unterwegs - nicht negativ beeinflusst.
Testergebnisse im Überblick
Die meisten Befestigungssysteme sind nützliche Produkte, haben aber ihre individuellen Grenzen im Einsatz: Saugnäpfe gehen immer an der Scheibe, dort sind sie dann in der Regel mehr oder weniger stark im Sichtfeld. Bei besonders schrägen oder niedrigen Scheiben, zum Beispiel in Sportwagen, spricht darum eher etwas für ein System mit Haken oder Klemmen, die am Lüftungsgitter installiert werden - und dort nicht im Weg sind. Ihr Nachteil ist wiederum in den meisten Fällen eine eingeschränkte oder gar fehlende Justierbarkeit.
Wie der Test- und der Preis/Leistungs-Sieger kommen auch die beiden Halterungen von UGreen sowie die von Blucar auf die Note "gut". Die Blucar ist eine klassische Saugnapf-Lösung mit guter Justierbarkeit des Handys und spürbarem Platzbedarf sowohl im Betrieb als auch beim Verstauen. Dank Release-Knopf auf der Rückseite ist das Handy nach der Fahrt schnell wieder in der Hand. Etwas wacklig, aber noch ablesbar wird das Bild, wenn der Teleskoparm der Blukar (ca. 14 Euro) ausgefahren ist. Die extrem starke Klebewirkung des Saugnapfs macht wenig Lust, die Halterung wieder abzubauen. Alles in allem eine nicht besonders ästhetische, aber solide, variable und praktikable Lösung zum fairen Preis.
Die beiden Ugreen-Halterungen finden ihren jeweiligen Platz an einer Ausströmer-Lamelle und zwingen das Handy mit seiner eigenen Schwerkraft in seine Parkposition: Steckt man das Telefon von oben in den dafür vorgesehenen Platz, rutscht das es nach unten und zieht damit gleichzeitig die Haltearme seitlich heran. Das geht einfach und zuverlässig. Größter Unterschied zwischen der 50853 (ca. 13 Euro; Note 1,8) und der LP671 (ca. 14 Euro; ebenfalls Note 1,8): Letztere erlaubt dank Kugelkopf eine Verstellung des Blickwinkels auf das Handy - was allerdings nur eingeschränkt in der Praxis hilft, da das Telefon das Lüftungsgitter nach unten zieht und somit der Kugelkopf vor allem dazu herhalten muss, dass sich der Bildschirm nicht in Richtung Fahrzeugboden ausrichtet. Beide Halterungen sind gut verarbeitet und bieten ein stabiles Bild.
Der Beeasy Car Phone Holder (ca. 14 Euro) sowie der Lisen 2E7115 (ca. 15 Euro) halten per Klebefläche auf dem Armaturenbrett. Während der Lisen einen drehbaren Sockel hat und damit eine gewisse Justierbarkeit bietet, ist der Beeasy starr: Einmal aufgeklebt, hat das Handy immer den gleichen Winkel zum Fahrersitz. Dafür bietet er vor dem Handy eine kleine rutschfeste Ablagefläche für Krams. Beide Halterungen haben offene Klemmen für ein Ladekabel, was die Unordnung etwas reduziert. Zum zeitweisen Abbauen eignen sie sich wegen des Anklebens nicht. Ihr Platzbedarf ist aber überschaubar, daher stören sie bei Nichtgebrauch nur wenig. Das Handybild wackelt bei beiden Produkten auch auf unebener Strecke so gut wie gar nicht. Darum haben sie sich die Note 2,1, also ein "gut", gleichermaßen verdient.
Die Anschaffung der Produkte von Sweetone (ca. 14 Euro, "befriedigend") und Gesmatek (ca. 16 Euro, "befriedigend") sollte wegen der ungewöhnlichen Befestigungspunkte und den damit verbundenen Einschränkungen besonders gut überlegt sein: Die Sweetone-Halterung kommt an den Innenspiegel, das Handy hängt dann unter diesem. Dort nimmt die klobige Konstruktion immens viel Raum ein - und damit auch Sicht weg. Das ist allenfalls in einem großen Wohnmobil oder einem Nutzfahrzeug akzeptabel. Zudem ist sowohl die Installation, als auch das Einsetzen und Entnehmen des Telefons fummelig und kaum mit einer Hand möglich. Die Schieber für die Befestigung am Spiegel rasten nur unter hohem Kraftaufwand ein und sie lassen sich nicht gut greifen. Beim Test löste sich der Innenspiegel aus seiner Halterung an der Scheibe. Eine flexible Justierbarkeit des Telefons ist dagegen kein Problem.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Gesmatek-Halterung, die ebenfalls nur "befriedigend" ist: Die große Federklammer mit seinem gewölbtem Klemmfuß benötigt reichlich Kraft zum Öffnen, was zwar für recht stabilen Halt, aber auch für eine fummelige Installation unter hohem Kraftaufwand sorgt. Überraschend sind die auf der Packung per Foto empfohlenen Installationsorte: über dem Tacho, also direkt vor der Nase des Fahrers, sowie über dem Rückspiegel, der also teilweise verdeckt wird. Beides sind bei Weitem nicht die besten Orte, denn der Blick nach vorn oder hinten wird so massiv eingeschränkt. Sowohl bei Gesmatek als auch bei Sweetone ist das Einsetzen und Herausnehmen des Handys kaum mit nur einer Hand möglich. Das macht keinen Spaß.
Auf dem letzten Platz landet die Halterung von Montola für ca. 13 Euro. Sie kann gleich aus mehreren Gründen nicht wirklich überzeugen. Am schwersten wiegt die mangelnde Konstruktion des eigentlich zur Justierung des Handys gedachten Kugelkopfes mit Überwurfmutter. So fest man sie auch dreht, die Kugel hält nicht in ihrer Pfanne. Je nach Straßenzustand und Fahrweise sinkt das Handy mehr oder weniger schnell nach unten und entzieht sich so dem Blick des Fahrers. Die nötige Neuausrichtung des Telefons lenkt ab und ist darum letztlich ein Sicherheitsrisiko. Darum gibt es eine Abwertung um eine ganze Note auf "ausreichend": Zwar hält sie das Handy fest, nicht aber in der vom Fahrer angenommenen Position. Damit erfüllt sie nicht den Zweck, den sie verspricht. Zudem befand sich im Lieferumfang kein Reinigungstuch zur Herstellung einer sauberen Fläche für den Klebefuß der Halterung.
Häufig gestellte Fragen
- Welche Art der Befestigung des Halters im Cockpit ist die beste? So vielfältig die Bauformen unserer Fahrzeuge sind, so unterschiedlich kann die optimale Handyhalterung sein. Einige Anbieter liefern gleich zwei Befestigungsmethoden, was diese Angebote fast universell macht. Saugnapf-Halter für die Scheibe finden ebenfalls in jedem Fahrzeug ihren Platz, schränken jedoch bei besonders flach liegenden Frontscheiben die Sicht ein. In diesen Fällen ist eine Halterung für die Lüftungsausströmer womöglich die bessere Wahl.
- Wie teuer ist eine gute Handyhalterung? Eine Handyhalterung, die sowohl fest mit dem Fahrzeug verbunden ist als auch das Handy sicher und so fest hält, dass sich das Display auch noch bei unebener Wegstrecke gut ablesen lässt, muss nicht teuer sein. Schon ab etwa 13 Euro gibt es zuverlässige Systeme, die mit allen gängigen Handymodellen kompatibel sind.
- Was taugen Halterungen, die mit Klebepads am Armaturenbrett befestigt werden? Es gibt längst gute Klebstoffe, die eine Handyhalterung dauerhaft und stabil mit dem Armaturenbrett verbinden. Meist ist dazu allerdings eine völlig ebene Fläche ohne Rundungen erforderlich. Außerdem ist diese Fläche zuvor bis zur absoluten Staub- und Fettfreiheit zu reinigen.
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