Hardtail Mountainbike: Wofür geeignet?

Mountainbikes werden in diversen Ausführungen angeboten. Das MTB Hardtail gehört dabei zu den beliebtesten Formen, da es relativ vielseitig einsetzbar ist. Das ursprünglichste Fahrrad unter den Mountainbikes ist das Hardtail. Hier beginnt oft der Einstieg in die Faszination Mountainbike.

Was ist ein Hardtail Mountainbike?

Bei einem MTB Hardtail handelt es sich um ein Rad, das vorn eine Federungsgabel besitzt. Hinten ist das Bike ungefedert. Der Rahmen besteht in der Regel aus leichtem Aluminium. Besonders hochwertige Modelle haben einen Carbon-Rahmen.

Die Federgabel ist ein wesentliches Feature des MTB Hardtail. Der Federweg beträgt typischerweise zwischen 80 und 140 mm, abhängig vom Einsatzbereich. Hochwertige Hardtails haben hydraulische Scheibenbremsen. Mechanische Scheibenbremsen sind kostengünstiger, aber weniger leistungsfähig. Auch bei der Schaltung gibt es Qualitätsunterschiede.

Die beliebten Hardtails werden als Kinder Mountainbikes sowie für Erwachsene angeboten. Typisch sind Größen von 26 Zoll und 27,5 Zoll.

Einsatzbereiche von Hardtail Mountainbikes

Mit einem Hardtail MTB kannst du auf der Straße und gemäßigte Runde im Wald, auf Wiesen und Feldern fahren. Die Räder sind zudem als Trail Hardtail Mountainbikes sehr beliebt. Sie bieten eine gute Balance zwischen Kletterfähigkeit und Abfahrts Performance. Du kannst es auf der normalen Straße fahren, aber auch bei Touren durch die Natur. Für allzu raues Terrain oder steile Abfahrten ist das Hardtail Mountainbike jedoch nicht geeignet.

Wofür ist ein Hardtail geeignet? Hauptsächlich zum Fahren auf gut befestigten Straßen und Feld- und Forstwegen. Aber auch unbefestigte Wege, wie zum Beispiel einfache Downhill-Singletrails, gefallen dieser Fahrrad-Gattung sehr gut. Mit ihm findet der Fahrer genügend Bodenhaftung und aufgrund der Steifigkeit wird die Kraft am besten auf den festen Untergrund übertragen. Mit dem Hardtail erlebt der Fahrer ein pures und intensives Fahrerlebnis, bei dem sich eine vorausschauende, aktive Fahrweise besonders bezahlt macht. Ohne Heckfederung werden etwaige Fahrfehler weniger intensiv ausgeglichen und der Fahrer kommt in den Genuss sich selbst eine gute Fahrtechnik anzueignen.

Bezüglich Sitzposition und Geometrie gemäßigt sportlich, präsentiert sich das Touren-Hardtail als gutmütiger Charakter für entspannte Runden auf den Hometrails. Unter Zuhilfenahme der Federgabel und der Ausschöpfung der Übersetzungsbandbreite, sind Mehrtages-Touren oder auch ein Alpencross möglich.

Wenn du ein Mountainbike hauptsächlich zum Fahren auf gut befestigten Straßen und Feld- und Forstwegen suchst und nur hin und wieder auf einem unbefestigten Weg bzw. Downhill-Singletrail unterwegs bist, dann ist ein Hardtail das richtige Mountainbike. Mit ihm hast du genügend Bodenhaftung und aufgrund der Steifigkeit des Bikes kannst du damit die Kraft am besten auf den festen Untergrund übertragen.

Hardtail vs. Fully: Was ist der Unterschied?

Während ein Hardtail MTB nur vorn gefedert ist, ist ein MTB Fully vollgefedert. Mit der Vollfederung eines Fullys werden Stöße und Unebenheiten noch mehr abgefangen. Hardtails sind ideal für alle, die ein leichtes, wartungsarmes Bike für Straße und Gelände suchen. Sie eignen sich perfekt für Touren auf befestigten Straßen, Waldwege und leichte Trails.

Hardtail oder Fully? Für manche ist es eine Glaubens- für andere eine Geld- und für noch andere gar keine Frage - die Frage nach Hardtail oder Fully. Im Gegensatz zum Fully besitzt das Hardtail keinen gefederten Hinterbau. Aufgrund des fehlenden Dämpfers ist dieser entsprechend "hart" bzw. ungefedert. Mit dem Hardtail bewegen sich Fahrer auf den Spuren der ursprünglichen Mountainbiker.

Als vollgefedert - im Englischen "full suspension" - wird ein Mountainbike mit Front-Federgabel und gefedertem Hinterbau bezeichnet. Dank des Fahrwerks werden Stöße und Schläge gedämpft, Traktion, Grip und damit die Fahrsicherheit steigen. Besonders in Trails mit Steinen, Wurzeln und anderen Unebenheiten ist das "Fully" gegenüber dem Hardtail deshalb im Vorteil. Hier kann der Fully-Fahrer oft entspannter agieren, als sein Kollege auf dem Hardtail, der deutlich aktiver fahren muss.

Ist der Einsatzbereich eher auf Straßen, Feld- und Waldwege beschränkt, dann ist das klassische Mountainbike mit ungefedertem Hinterbau in seinem Element. Die zumeist höhere Steifigkeit der Rahmen, die in der Regel aus Aluminium oder Carbon gefertigt sind, verleihen Hardtails ordentlich Vortrieb - und das bringt auf Asphalt und in leichtem Gelände mitunter mehr Geschwindigkeit. Dazu sind Hardtails im Vergleich zum Fully auf gleichem Level in der Regel leichter.

Anspruchsvolle Trails, technische Abfahrten und lange Tagesetappen - geht es dir um kernige Mountainbike-Action im Gelände, oder planst du lange Touren bis hin zum Alpen-Cross? Dann ist das Fully die richtige Wahl. Dank der Vollfederung hält das Fully besseren Kontakt zum Boden, dadurch entsteht in schwierigen Fahrsituationen mehr Kontrolle. Dazu kommt der dank der Hinterbau-Dämpfung erhöhte Komfortfaktor, der sich bei langen Fahrten positiv bemerkbar macht.

Vor- und Nachteile von Hardtails

Hardtails punkten vor allem hinsichtlich des geringeren Preises und Gewichts, das sie oft zu einem bevorzugten Einstiegsmodell machen. Die fehlende Technik am Hinterrad bedeutet zwar weniger Kontrolle und Komfort beim Fahren, allerdings ist der Pflegeaufwand des MTBs dadurch auch geringer.

Der größte Unterschied zwischen den beiden MTB-Modellen ist die zusätzliche Hinterbaudämpfung beim Fully. Dieses weitere Federelement prägt die Einsatzgebiete des vollgefederten MTBs und zeigt wesentliche Unterscheidungsmerkmale im Vergleich zum Hardtail auf.

Ausstattung und Komponenten

Als einer der wichtigsten Merkmale eines Mountainbikes gilt die Federung, die bei einem Hardtail durch die Federgabel an der Front gewährleistet wird. Die an Hardtails verbauten Federgabeln besitzen häufig 100 Millimeter - zum Teil mehr - Federweg. Was jedoch viel entscheidender ist als der Federweg, ist die Frage, ob und wie sich diese Federung anpassen lässt.

Ab etwa 800,00 Euro aufwärts kommen Federgabeln mit einer Luftfeder zum Einsatz, die sich optimal an dein Gewicht und deine Vorlieben anpassen lassen und zudem über eine verstellbare Ausfedergeschwindigkeit („Rebound“) verfügen.

Ein weiteres relevantes Merkmal eines Mountainbikes ist die Kettenschaltung. Hierbei findet der Gangwechsel direkt über die Kette statt, die je nach Gang über verschiedene Zahnräder läuft. Im vorderen Bereich befinden sich dabei die sogenannten Kettenblätter (1-fach, 2-fach oder 3-fach) und hinten die Kassette mit sieben bis zwölf Ritzeln. Mit ihrer großen Übersetzungsbandbreite eignet sich die Kettenschaltung sowohl für steile Anstiege als auch für das Treten bei hohen Geschwindigkeiten bergab.

Eine der grundlegendsten Neuerungen der aktuellen Mountainbikes ist die 1-Fach-Kettenschaltung. Hierbei wird nur noch ein einzelnes Kettenblatt verbaut und der Gangwechsel findet allein über das Schaltwerk im hinteren Bereich statt. Dadurch spart man nicht nur Gewicht, sondern man verhindert auch effektiv, dass die Kette im Gelände abspringt.

So gut wie alle Mountainbikes besitzen heutzutage Scheibenbremsen. Und das hat einen guten Grund, denn die Scheibenbremsen sind besonders resistent gegenüber Nässe und Verschmutzung und bieten eine durchweg gut dosierbare Bremskraft. Die meisten Scheibenbremsen sind dabei hydraulisch, das heißt, sie werden wie beim Auto mit Öldruck betrieben. In wenigen Fällen werden die Bremsen noch mechanisch, also mit einem Seilzug angesteuert, was eine geringere Bremskraft zur Folge hat. Heutzutage werden diese fast nur noch bei Kinder- und Jugendrädern eingesetzt, da das Gewicht des Fahrers geringer ist und die Bremskraft über einen Seilzug ausreichend ist.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Aufgrund der großen und für Einsteiger oft unübersichtlichen Auswahl an unterschiedlichen Hardtail-MTBs solltest du vor dem Kauf überlegen, wie und wofür du dein neues Bike insbesondere einsetzen möchtest. Benötigst du ein Bike für leichte Offroad-Abenteuer, was auch im Alltag eine gute Figur macht oder suchst du ein waschechtes Mountainbike, mit dem du Trails rauf und runter jagen kannst?

Das Material wie Aluminium oder Carbon bestimmt auch maßgeblich über dessen Einsatzmöglichkeiten. Grundsätzlich sind etwas flachere und längere Rahmen besser für den Einsatz im sportlichen Bereich geeignet, da die Sitzposition hier gestreckter und somit effizienter ausfällt. Den meisten Einsteigerinnen und Einsteigern genügt jedoch eine aufrechtere und komfortablere Rahmengeometrie.

Seit der Erfindung des Mountainbikes galt die Reifengröße von 26 Zoll lange als Konstante. Bis auf wenige Ausnahmen kommen an aktuellen MTBs heutzutage aber nur noch 27,5 (650B) und 29 Zoll große Räder zum Einsatz. Viele Hersteller setzen bei kleineren Rahmengrößen auch kleinere Räder ein, um die Fahreigenschaften zu verbessern. In der Regel rollen größere Räder besser über Hindernisse hinweg und sind daher auch bei höheren Geschwindigkeiten komfortabel. Die kleineren Räder lassen sich hingegen einfacher beschleunigen. Sie sind zudem agiler und auch bei der Stabilität liegen sie vorne. Bei der Wahl der Laufradgröße kommt es also auf deine Vorlieben und deinen Fahrstil an.

Bei der Bereifung orientieren sich die Hersteller am Einsatzbereich der Mountainbike-Hardtails. Dies ist der Grund, weshalb einige MTB-Hardtails mit weniger grobem Profil ausgestattet sind - sie funktionieren (rollen) sowohl auf befestigten Untergründen als auch im Wald gut.

Preisspanne für Hardtail Mountainbikes

Ein Einsteiger-Hardtail ist bereits ab etwa 450,00 Euro zu haben. Für ausdauernde Offroad-Touren eignen sich die MTB-Hardtails der Mittelklasse, die bei ungefähr 800,00 bis 1.200,00 Euro liegen. Oberhalb dieser Preispanne finden sich besonders leichte Cross-Country-Hardtails oder auch die robusteren Trail- und Enduro-Hardtails.

Im Vergleich zu einem Fully ist ein Hardtail deutlich günstiger. Du bekommst ab 1200 Euro sehr vernünftige Hardtails, während du für ein gutes Fully rund 2000 Euro ausgeben solltest. Es gibt zwar auch deutlich günstigere Fullys, die dann aber überdurchschnittlich schwer und mit schlechteren Komponenten, wie Schaltung und Bremsen, ausgestattet sind. Wenn du generell nicht mehr als 1500 Euro für ein Mountainbike ausgeben möchtest, dann solltest du lieber ein gutes Hardtail als ein schlechtes Fully kaufen. Das Wichtigste an einem Mountainbike sind nämlich nicht die Federeigenschaften, sondern eine gute Kraftübertragung und eine zuverlässig funktionierende Bremse.

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