Hardtail Mountainbike selbst zusammenstellen: Der Weg zum individuellen Mountainbike

Ein maßgeschneidertes Mountainbike, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, findet man selten beim Händler oder im Internet. Wer einen individuellen Aufbau bevorzugt, muss sein MTB selbst zusammenstellen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Damit dies reibungslos funktioniert, ist eine umfassende Planungsphase erforderlich. Dabei ist nicht nur die Kompatibilität der einzelnen Teile zu beachten, sondern auch, dass das Endergebnis hinsichtlich Performance und Funktion harmoniert.

Im Vorfeld sollte genau überlegt werden, ob es sich überhaupt lohnt, ein MTB selbst zusammenzustellen. Dieser Artikel soll Ihnen als Hilfe dienen, indem er die Vor- und Nachteile eines Individualaufbaus gegenüberstellt und Sie in zwölf Schritten bei einer optimalen Konfiguration unterstützt.

Warum ein individuelles Mountainbike?

Der Markt bietet eine Vielzahl an hervorragenden Komplett-Bikes einschlägiger Hersteller aus unterschiedlichen Preiskategorien, die fast schon optimal konfiguriert sind. In vielen Fällen reicht diese Lösung aus, und bei Bedarf wird an der ein oder anderen Stelle durch einen Komponentenwechsel optimiert. Wer allerdings ein völlig maßgeschneidertes Bike mit einer individuellen Ausstattung haben möchte, kommt um eine eigene Zusammenstellung nicht herum.

Allerdings reicht es hierzu nicht aus, die gewünschten Teile und einen optisch ansprechenden Rahmen zu bestellen. Im Vorfeld muss viel geplant, verglichen und gerechnet werden, um am Ende eine funktionierende Konfiguration auf die Räder stellen zu können.

Die Vorteile eines individuellen Aufbaus

  • Ausdruck der eigenen Persönlichkeit: Bunte Farbkombinationen, ausschließlich in Europa gefertigte Teile oder Signature-Parts vom Profi-Idol.
  • Kompromisslose Ausrichtung auf die eigenen Bedürfnisse: Stahlfederdämpfer und Downhillreifen für die nächsten Ausflüge in den Bikepark, oder Leichtbauteile für mehr Tourentauglichkeit des eigenen Enduros.
  • Verwendung gebrauchter Teile: Gebrauchte Teile lassen sich berücksichtigen.

Die Nachteile und wirtschaftliche Aspekte

Wirtschaftlich betrachtet ist der Selbstaufbau eines Mountainbikes oft nicht die vernünftigste Wahl. Firmen wie Canyon, Cube oder Radon bauen technisch einwandfreie Bikes, die 95 % aller Biker zufriedenstellen können. Wer als Privatperson den Rahmen und die Einzelteile für sein Bike selbst kauft, muss damit rechnen, dass er für das individuelle Komplettbike ca. 25-35 % mehr ausgeben wird, als für ein vergleichbar ausgestattetes Bike von der Stange. Für Enthusiasten machen die Stunden, die man vor dem Rechner und in der Werkstatt verbringt, um so ein individuelles Traumbike zusammenzustellen, einen großen Reiz aus. Wirtschaftlich ist der Aufbau eines individuellen Bikes also nicht rentabel.

Die Frage ist dann nicht, ob es sich wirtschaftlich lohnt, sondern ob man es sich leisten will und kann. Zudem gibt es den Vorteil, bei individuellen Aufbauten auch alte, gebrauchte Teile wiederzuverwenden.

Die 12 Schritte zum individuellen Mountainbike

  1. Schritt 1: Vor- und Nachteile abwägen
  2. Schritt 2: Kategorie bestimmen
  3. Schritt 3: Rahmen wählen
  4. Schritt 4: Kompatiblen Steuersatz finden
  5. Schritt 5: Antrieb, passendes Innenlager und Pedale
  6. Schritt 6: Fahrwerk zusammenstellen
  7. Schritt 7: Laufräder und Reifen konfigurieren
  8. Schritt 8: Kraftvolle Bremsen aussuchen
  9. Schritt 9: Cockpit nach Maß erstellen
  10. Schritt 10: Komponenten des Sitzbereichs selektieren
  11. Schritt 11: Zubehör nicht vergessen (Kettenführung und Mudguard)
  12. Schritt 12: Für gutes Werkzeug und Montageständer sorgen

Alternativen zum kompletten Selbstaufbau

Viele Hersteller bieten ihre Modelle auch als Rahmenset an. Das sind dann die gleichen Rahmen wie deren Katalogmodelle, jedoch ohne Komponenten. Diese Serienrahmen sind eine hervorragende Basis zum Aufbau eines individuellen Bikes.

Vorteile von Aufbauten auf Basis eines Serienrahmens:

  • Der Rahmen kann problemlos vorher getestet werden.
  • Serienrahmen beinhalten die ganze Qualität und Erfahrung des Herstellers.
  • Serienrahmen haben die gleiche Garantie und Kulanz wie die vorkonfigurierten Katalogmodelle und sind zudem meistens etwas günstiger als Custom Modelle.
  • Sie sind in der Regel schneller lieferbar.

Kosten und Individualisierung

Serienrahmen mit gängigen Komponenten aufzubauen ist in der Regel etwa 5 % -15 % teurer als ein vergleichbares Katalogmodell. Manchmal können wir individuelle Bikes sogar günstiger als Katalogmodelle anbieten. Die teuerste Variante ist, einen individuell angefertigten Maßrahmen mit Edelteilen auszustatten.

Es gibt unendlich viele, tolle Möglichkeiten der Individualisierung. Tolle Bikes aufzubauen ist unsere Leidenschaft. Viele Biker träumen davon, ein individuelles Mountainbike selbst aufzubauen. Doch fehlendes Know-how bei der Kompatibilität von Anbauteilen ist eine große Hürde dabei.

Unterstützung und Services

Bei Bike-Components in Aachen arbeiten viele Biker mit Herzblut. Der Online-Versender Bike-Components ist dafür bekannt, tief in der Szene zu stecken. Per Telefon helfen einem die Mitarbeiter von Bike-Components, das eigene Traumbike zusammenzustellen. Dabei achten sie nicht nur auf die Kompatibilität der Teile, sondern auch darauf, dass Kleinteile wie die Sattelklemme oder Spacer unter dem Vorbau nicht vergessen werden. Die Beratung, welches Tretlager in welchen Rahmen passt, ist dabei völlig kostenfrei. Je nach Komplexität des Bikes kann zusätzlich für 150 bis 200 € ein Aufbauservice gebucht werden.

Wer auf einem individuellen Mountainbike durch die Wälder rollen will, kann das jetzt auch ohne technisches Wissen. Mit dem Aufbauservice von Bike-Components kann man bei Spezifikation und Aufbau auf das Know-how von Profis zurückgreifen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0