Harley Davidson Biker Boots Test: Wasserdichte Kurzstiefel im Vergleich

Durch die City mit Motorrad und per pedes - wasserdichte, komfortable Kurzstiefel sollen als Allrounder diesen Spagat am besten meistern. Doch können die Kurzen einen Vollwert-Motorradstiefel ersetzen? Die Anbieter haben sich auf diese Bedürfnisse eingeschossen und bieten mittlerweile ein gutes Repertoire an wasserdichten Kurzstiefeln an. Preislich liegen diese Modelle zwischen 100 und knapp unter 200 Euro. Geld, das schmerzt, wenn der frisch erworbene Schuh drückt oder nicht dicht hält.

Der Anspruch an Motorradstiefel

Gesucht wird also der Top-Allrounder, der alles kann: Stadt, Land, Motorrad. Und auch etwas Fluss, besser gesagt, er soll auch Nässe nicht scheuen. Vom gerade über den Knöchel reichenden, turnschuhhaften "Bikerboot" mit Schaltverstärkung und Protektoren bis hin zum mehr oder weniger "abgeschnittenen" klassischen Tourenstiefel.

Eine ausführliche Anprobe sei deshalb auch bei den augenscheinlich sehr bequemen kurzen Stiefeln unbedingt angeraten. Falls möglich, auch eine Probefahrt, denn gerade stärker auf Freizeit getrimmte Modelle mit dickerer Sohle sind auf der Raste und beim Bremsen und Schalten zunächst sehr gewöhnungsbedürftig. So richtig daneben lag in dieser für Motorradfahrer wichtigsten Disziplin glücklicherweise keiner der getesteten Stiefel.

Komfort und Alltagstauglichkeit

Derartige Ausfälle beim Komfort gab es nur wenige, die Mehrzahl der getesteten Modelle empfohlen sich als sehr bequem. Und das ist gut, denn wer mit dem Motorrad unterwegs ist, möchte vielleicht auch mal längere Wege zu Fuß zurücklegen, etwa, um dringende Einkäufe zu erledigen. Oder fürs Pendeln ins Büro einen komfortablen Schuh am Fuß haben, der sich locker den ganzen Tag tragen lässt, aber gleichzeitig ausreichend Sicherheit für den Heimweg bietet.

Und auf längeren Touren stehen ebenfalls manchmal längere Märsche vom Wanderparkplatz zum Aussichtspunkt et cetera an da wäre es doch prima, wenn der Schuh zumindest kleinere Geländeexkursionen erlaubt, ohne gleich Blasen an den Füßen zu verursachen.

Sicherheit und Material

Beim Nässetest hingegen gab es Ausreißer. Es ist nicht leicht, einen wasserdichten Stiefel zu schustern, aber bei Schnürstiefeln gibt es diesbezüglich offenbar mehr Probleme als bei den eher klassisch geschnittenen Kurzstiefeln. Die Klassiker bieten auch mehr Sicherheit, schützen durch einen insgesamt steiferen Aufbau und mit vorwiegend Leder als Außenmaterial besser die Haut, Knochen und Gelenke. Die weniger abriebfesten Textil-Varianten sorgen im Gegenzug tendenziell für ein besseres Klima im Schuh - und modisch liegen sie ohnehin deutlich vorn.

Den perfekten Allrounder gibt es aber wohl nicht. Jedenfalls nicht in diesem Test. Bleibt unterm Strich festzuhalten, dass es eine gut gemeinte Idee ist, einen Stiefel für alles zu bauen. Meist bleibt es aber bei einem Kompromiss.

Die Testkriterien von MOTORRAD

  • Testareal Fußgängerzone: Genau, denn Kurzstiefel sollen sich auch auf diesem Parkett keine Fehltritte leisten.
  • Komfort und Klima: Bei Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius absolvierten alle Stiefelmodelle je eine Testrunde (ca. 1500 Meter) durch die Stuttgarter Innenstadt, um etwaige Druck- und Scheuerstellen zu ermitteln und das Schuh-Innenklima zu prüfen.
  • Fahrverhalten: In Südfrankreich zeigte sich schon zuvor bei etwas kühlerem, aber sonnigem Wetter auf einem extrem kurvigen Pass bei Hunderten von Schalt- und Bremsvorgängen, ob die teils wanderschuhähnlichen Stiefel einem den Spaß auf dem Motorrad vermiesen.
  • Qualitätskontrolle: In den Fahrpausen protokollierten die Tester Praktisches und Unsinniges bei der Handhabung und überprüften alle Exemplare genau auf Qualitätsmängel.
  • Nässetest: Dazu sollte pro Modell je ein mit Wasser befülltes Paar drei Stunden lang dicht halten, ein weiteres Paar musste sich zehn Minuten lang im Tauchbad bewähren.

Testergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der getesteten Modelle und ihre jeweiligen Stärken und Schwächen:

Alpinestars Afrika XCR

Fazit: Der superbequeme und luftige Stiefel gibt sich trotz guter Membran wegen eines Konstruktionsfehlers wasserscheu. Außerdem Schwächen bei der Sicherheit und Verarbeitung, und ein Sonderangebot ist er auch nicht. MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

Daytona Journey XCR

Fazit: Sommerlicher Top-Komfort-Tourenstiefel mit eingeschränkten Alltagsqualitäten, der beste Verarbeitung und gute Sicherheit bietet und deshalb den Testsieg einfährt. Kostet viel, bietet aber auch viel. MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

Difi Freedom AX

Fazit: Der Difi ist nicht besonders hochwertig ausgestattet, aber auf jeden Fall seinen Preis wert. Unauffällig punktet er sich ins Spitzenfeld. Ein rundum komfortabler Motorradstiefel, der einen bei Nässe nicht im Regen stehen lässt. MOTORRAD-Urteil: Sehr gut

Hein Gericke Forano GTX

Fazit: Ein ausgewogener Allrounder mit guter Ausstattung, aber kleineren Schwächen (Wasserdichtigkeit, Fahrkomfort, Schnürsenkelsicherung). Macht einen schmalen Fuß und stellt sich auch beim Preis nicht breit auf. MOTORRAD-Urteil: Gut

Held Paddock

Fazit: Äußerlich auf Freizeit und Alltag getrimmt, in der Praxis jedoch wenig überzeugend. Als Motorradstiefel immerhin befriedigend. Der Preis spricht für ihn, unterm Strich ist der billig gemachte Paddock aber wenig attraktiv. MOTORRAD-Urteil: Befriedigend

Icon Accelerant

Fazit: Kurze Fahrten auf dem Motorrad sind problemlos zu bewältigen, doch bei richtigen Touren vermittelt der voluminöse Stiefel kein gutes Gefühl bei häufigem Schalten und Bremsen.

Weitere Aspekte beim Kauf von Motorradstiefeln

  • Optimale Passform: Grundsätzlich sollte ein Motorradstiefel fest sitzen und eng anliegen.
  • Robuste Konstruktion: Abgesehen von den Protektoren und dem Material, sollten die Motorradboots über eine robuste Grundform verfügen.
  • Höhe des Schafts: Empfiehlt es sich Wert auf einen hohen Schaft zu legen. Dieser sollte zumindest die kompletten Knöchel, als auch die Wade und natürlich das Schienbein umschließen.
  • Beschaffenheit der Sohle: Die Sohle sollte robust beschaffen, und rutschfest sein.
  • Material: Achten Sie vor allem auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit - dabei muss es nicht immer Echtleder sein.
  • Protektoren: Ein qualitativ hochwertiger Stiefel verfügt über Protektorenelemente seitlich am Schuh, im Knöchelbereich, an der Ferse und am Schien- und Wadenbeinbereich.
  • Schaltverstärkung: Ein Muss an jedem Modell ist die sogenannte Schaltverstärkung.
  • Sichtbarkeit: Wie allgemein bei Bikern bekannt, sind vor allem komplett schwarze Motorradstiefel sehr beliebt.
  • Herausnehmbare Einlegesohle: Viele Motorradfahrer kennen das Problem vor allem im Sommer. Die hohen Temperaturen begünstigen Schweißfüße enorm.
  • Wasserdicht: Falls Sie nicht nur Schönwetterfahrer sind, sollten Sie sich für ein wasserdichtes Modell entscheiden.
  • Tragekomfort: Nicht zu unterschätzen ist der Tragekomfort der Stiefel. Nur ein Modell, in dem Sie sich wirklich wohlfühlen, werden Sie bei jeder Ausfahrt tragen.

Bekannte Marken für Motorradstiefel

  • Alpinestars: Bekannt für qualitativ hochwertige Produkte im Motorsportbereich.
  • SIDI: Führender Hersteller, der auch professionelle Motorradfahrer ausstattet.
  • Daytona: „Made in Germany“ - steht für Qualität und Langlebigkeit.
  • O’Neal: Spezialisiert auf robuste und strapazierfähige Motocross Stiefel.
  • IXS: Schweizer Marke mit weltweitem Vertrieb.
  • Protectwear: Erfreut sich wachsender Beliebtheit und bekannt für Bestseller-Produkte.

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