Der Reiz mancher Stadt hängt eben oft von seiner Geschichte und weniger von seinem aktuellen Auftritt ab. Für den Harley-Gläubigen sind Milwaukee und Sturgis Pflicht. Wir wollen schließlich keine MOTORRAD-Verbrennungen im nichteuropäischen Ausland provozieren. Der Begriff "Heiligtum" ist an dieser Stelle vielleicht unangebracht.
Die Anfänge in Milwaukee
Milwaukee/Wisconsin sieht im direkten Vergleich mit Bielefeld gar nicht mal so gut aus. Zumindest auf den ersten Blick, denn mit dem Lake Michigan hat man zwar deutlich mehr Wasser vor der Haustür, doch an Wäldern, Kurven und Hügeln also an allem, was dem gemeinen Motorradfahrer Spaß bereiten könnte mangelt es dem Umfeld der 600000-Einwohner-Stadt im Norden der USA ein wenig. Und trotzdem ist die größte Stadt Wisconsins ein potenzielles Urlaubsziel. Zumindest für Harley-Davidson-Fans, denn hier begann fast alles: Die Brüder Arthur und Walter Davidson schraubten hier 1903 gemeinsam mit Kumpel William S. Harley ihr erstes Motorrad zusammen.
Was in einem winzigen Schuppen in der 38. Straße begann, war 17 Jahre später zum größten Motorradhersteller der Welt geworden und Milwaukee spätestens nach dem Ableben des letzten verbliebenen Konkurrenten Indian 1953 zur Hauptstadt der V-Twin-Bewegung. Den legendären Schuppen gibts schon lange nicht mehr, er wurde im Rahmen einer außer Kontrolle geratenen Bautätigkeit versehentlich platt gemacht. Doch nur einen Steinwurf entfernt in der Juneau Avenue steht noch immer die erste richtige Harley-Fabrik. In dem seit 1910 kontinuierlich ausgebauten Backsteingebäude wurden bis 1973 und der Produktionsverlagerung nach York/Pennsylvania rund 1,25 Millionen Motorräder gebaut. Harley-Davidsons Hauptverwaltung residiert noch immer in dem heute denkmalgeschützen Gebäude.
Bis zum Frühsommer 2008 war an der Juneau Avenue auch das Harley-Davidson-Archiv beheimatet. Eine exklusive Sammlung, die der Öffentlichkeit aber leider gar nicht und Auserwählten auch nur sehr selten zugänglich war. Doch seit dem 12. Juni 2008 ist nichts mehr, wie es war. An diesem Tag eröffnete Berufs-Enkel und HD-Chefdesigner Willie G. Davidson das offizielle Harley-Davidson-Museum. Das wurde nach 95 Jahren auch mal Zeit, doch das Warten hat sich gelohnt: Das, was da fünf Kilometer südöstlich des Headquarters auf eine 81000 Quadratmeter große Industriebrache am Menomonee River gestellt wurde, ist allein schon die Milwaukee-Reise wert. Wenn die Amis eines können, dann Museum!
Rund 8000 Exponate, 170 davon Motorräder, machen die Harley-Davidson-Geschichte auf eine zwar sehr selbstbewusste, aber niemals penetrante Art und Weise lebendig. Man muss gar nicht mal zu den Hardcore-Harleyfans gehören, um vor der hölzernen Steilkurve, beim Probesitzen auf dem Werksrenner VR 1000 (ausdrücklich erlaubt!) oder in Anbetracht der Harley-Exoten (Snowmobil, Golfwagen, Motorroller etc.) in Begeisterung zu verfallen und sich anschließend im Museums-Shop dem Kaufrausch hinzugeben. Für die 12000 Quadratmeter Museum sollte ein ganzer Tag eingeplant werden. Und da man schon mal hier ist, lassen sich die etwas versteckteren Reize Milwaukees an den verbleibenden Tagen eines verlängerten Wochenendes gut erkunden.
Die Harley-Heimat ist nämlich auch DIE Bierbrauerstadt der USA und was direkt damit zusammenhängt ein Zentrum deutscher Auswanderer. Bis um 1890 war die Bevölkerungsmehrheit Milwaukees deutschsprachig. Die Besichtigung der Miller-Brauerei und die Einkehr bei Maders oder Karl Ratzschs, den vielleicht besten deutschen Restaurants Nordamerikas, können den Milwaukee-Aufenthalt wunderbar ab-runden.
Das Mekka der Biker: Sturgis
Gut genährt bietet es sich nun an, den Flieger zu besteigen und ins 1300 Kilometer weiter westlich gelegene Rapid City zu düsen. Dieser Tipp gilt besonders für Anfang August, denn dann steigt 45 Kilometer nordwestlich der zweitgrößten Stadt South Dakotas ein weiteres Muss im Leben eines Harley-Jüngers: Die Sturgis motorcycle rally. Die erste August-Woche ist im Kalender eines jeden echten US-Bikers reserviert für den großen Trip Richtung Norden, genauer gesagt in das 6442-Einwohner-Städtchen Sturgis.
Was dort 1938 mit einem lokalen Rennen, neun Startern und kaum mehr Zuschauern begann, ist mittlerweile das bekannteste und vermutlich auch größte Motorradtreffen der Welt. Die Statistik nennt 600000 Besucher, was Doppel- und Dreifachzählungen vermuten lässt, aber echte 66000 Tagesgäste sind für knapp 2000 Meter Main Street und ein paar kleine Seitenstraßen dann doch schon eine ganze Menge Volk. Sturgis ist praller Motorrad-Karneval, das Kostüm-Spektrum fällt aber etwas übersichtlicher aus als in Köln, Düsseldorf oder Mainz. Die Mehrzahl der Besucher ist als Leder-Girl oder -Boy oder irgendetwas dazwischen verkleidet und bevorzugt ein Umzugsgefährt aus Harley-Produktion. Das Kulturprogramm ähnelt dann aber dem am Rhein: Schaufahren, Schaulaufen, Leute gucken und Bier trinken. Viel Bier. Doch trotzdem läuft alles unglaublich gesittet ab. Dafür gibts zwei Gründe.
Erstens: Die meisten Besucher haben die 40 deutlich überschritten und können auch mit Alkohol lustig sein. Zweitens: Die von echten 15 auf gefühlte 150 Beamte verstärkte Sturgis Police ist überall präsent und kennt das Wort Toleranz noch nicht einmal vom Hörensagen. Das führt zum Teil zu absurden Situationen: Die bösesten aller Biker auf den verwegensten aller Maschinen stoppen artig an jeder der drei Stoppschild-Kreuzungen, setzen die Füße ab, schauen nach links, schauen nach rechts und prötteln dann in aller Gemütsruhe von dannen. Wheelies, Burnouts? Nicht hier, nicht in Sturgis! Der Gipfel der Verwegenheit ist erreicht, wenn in einem der unzähligen Saloons die zwar knapp, an entscheidender Stelle aber immer züchtig bekleideten Tabledance-Aktivistinnen den Kopf eines bierseligen und zahlungswilligen Bikers zwischen ihre beiden besten Argumente nehmen.
Deutlich kräftiger geht die Post auf den etwas außerhalb von Sturgis gelegenen Campgrounds ab. Motorradfahrer-Interessengemeinschaften wie Hells Angels oder Outlaws bespielen ihre eigenen Plätze. Wenn die Ordnungsmacht mal ausnahmsweise keine Präsenz zeigt, lässt dann auch der Ami die Sau raus. Richtig gefährlich wirds aber schlimmstenfalls nur für die Sänger der in erstaunlich großer Zahl aufspielenden Top-Acts: Aerosmith-Frontman Steven Tyler (auch schon 61) stürzte 2009 bei einer kleinen Tanzeinlage von der Bühne und brach sich die Schulter. Da das Sturgis-Leben aber nicht nur daraus bestehen kann, Milwaukees Bierbrauer zu unterstützen oder Altrockern beim Ver-unfallen zuzuschauen, gibts unmittelbar südlich von Sturgis die Black Hills.
Die schwarzen Berge sind eine Mittelgebirgskette, die sich über rund 150 mal 90 Kilometer erstreckt und bis auf 2350 Meter ragt, meist aber unter 1000 Metern bleibt. Die sympathische, nicht nur namensmäßig an den Schwarzwald erinnernde Gegend, ist das Tagestouren-Paradies für Sturgis-Besucher. Europäische Motorradfahrer werden aber zumindest in der Hauptreisesaison und vor allem während der Rally-Woche nur wenig Fahrspaß haben. Die überwiegend Fulldresser fahrenden US-Biker bevorzugen nämlich die extrem lässige Gangart und meiden Schräglagen, wo immer sie können. Auf Deutsch: Die Amis stehen ständig im Weg herum. Ein Leihmotorrad-Trip in die Berge lohnt sich trotzdem: Mit dem Mount Rushmore National Memorial, den vier in Stein geschlagenen Präsidentenköpfen, und der ewigen Baustelle Crazy Horse Memorial, ebenfalls eine eindrucksvolle Stein-Bearbeitung, gibts Sehenswürdigkeiten, die auch dem abgeklärtesten Europäer ein "Ist schon ziemlich eindrucksvoll!" entlocken können. Das gilt allerdings auch für die Sparrenburg und die ist bekanntermaßen das Wahrzeichen Bielefelds.
Die Legende von Hollister
Hollister, die kalifornische Kleinstadt rund 150 Kilometer südlich von San Francisco, hatte sich feingemacht: Die zweistöckigen Häuser entlang der Hauptstraße waren frisch getüncht. Aus den Jukeboxen der Kneipen klangen Bebop- und Bigband-Sounds. Männer trugen breitkrempige Hüte, die Frauen weite Röcke. Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die American Motorcycle Association (AMA) wieder zu einem Amateurrennen eingeladen. 4000 bis 5000 Gäste aus ganz Amerika wurden zur dreitägigen sogenannten Gypsy-Tour erwartet, die am 3. In der Illustrierten "Life" erschien einige Tage später, am 21. Juli, ein Bild von jenem Wochenende in Hollister. Fotograf Barney Peterson hatte es ursprünglich für den "San Francisco Chronicle" gemacht. Zu sehen war darauf ein offensichtlich sturzbetrunkener Biker, der inmitten von zerbrochenen Bierflaschen auf einer Harley-Davidson, Modell EL Knucklehead, entspannt vor sich hin soff. "Er und seine Kumpels terrorisieren eine Stadt" stand darunter. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) verbreitete das Foto weltweit.
Viele von denen, die an jenem ersten Juli-Wochenende des Jahres 1947 in das Städtchen gekommen waren, hatten ihre Runden auf einer Harley-Davidson gedreht. Während des Krieges hatte die amerikanische Motorradschmiede aus Milwaukee, Wisconsin, mehr als 88.000 Kräder für den Einsatz an der Front produziert. Nach Kriegsende überschwemmten die Maschinen den US-Markt. Doch nicht alle der angereisten Biker gehörten zur renommierten Motorradsport-Organisation AMA. Gekommen waren auch Clubs, aus denen später die Hells Angels hervorgehen sollten, bekannt vor allem durch Straftaten einzelner Mitglieder. Sie nannten sich "Satans Sünder", die "Pissed Off Bastards of Bloomington" oder "Motherfuckers". Typen, die eher auf Randale aus waren.
Mit Lederjacken, Jeans und Stiefeln heizten die kriegserprobten Nachwuchs-Biker auf ihren Motorrädern durch die Kleinstadt und fuhren mit ihren Maschinen durch die Kneipentüren bis an den Tresen. Alkohol floss in Strömen. Es kam zu wilden Schlägereien, Mobiliar ging zu Bruch. Zu viel für die sieben Polizisten der Stadt, die den Mob nicht unter Kontrolle bekommen konnten. Sie forderten Verstärkung an. Als die endlich da war, wurde Tränengas eingesetzt. Eine schnell herangeschaffte Band spielte Musik auf der Hauptstraße, um die Biker zur beruhigen. 59 Personen wurden festgenommen.
Bei ihren Recherchen in Hollister 50 Jahre später spürten die Reporter Jerry Smith und Buzz Buzzelli den Mann auf, der auf dem Foto hinter dem Biker inmitten der zerbrochenen Bierflaschen stand. Es war Gus De Serpa, ein Filmvorführer aus dem örtlichen "Granada"-Kino. De Serpa hatte an jenem Tag gegen 23 Uhr Feierabend. "Meine damalige Frau und ich gingen in die Stadt, um uns den ganzen Trubel anzusehen - dabei gerieten wir zwischen all diese Leute", erinnerte sich De Serpa. "Sie waren auf dem Bürgersteig, da war auch ein Fotograf. Sie begannen, mit den Füßen Bierflaschen zusammenzukratzen, wissen Sie, so von der einen Seite auf die andere. Der Mann, der auf dem Motorrad posierte, sei wohl aus einer Bar gekommen, vermutete De Serpa. "Sie haben ihn einfach überredet, sich auf das Motorrad zu setzen. Ich sagte zu meiner Frau: 'Das ist nicht richtig, das sollten sie nicht machen. Lass uns hinter ihnen stehen, damit sie das Foto nicht machen können.' Ich nahm an, dass sie das Foto nicht machen würden, wenn ich dort stand. Aber der Fotograf machte trotzdem eine Aufnahme, es war ihm egal."
Easy Rider und die Suche nach Freiheit
Aus einer Laune heraus gedreht, verhalf "Easy Rider" den Drehbuchautoren und Hauptdarstellern Peter Fonda, Dennis Hopper und Jack Nicholson sowie der Band "Steppenwolf" zum großen Durchbruch. Die Handlung der Geschichte ist schnell erzählt: Die Protagonisten Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) verkaufen in Los Angeles aus Mexiko eingeschmuggeltes Kokain an einen Drogendealer. Ziel soll der "Mardi Gras" sein, der Karneval von New Orleans. Auf ihrem Weg werden sie von einer gastfreundlichen Farmerfamilie aufgenommen, machen Halt in einer Hippie-Kommune in den Bergen New Mexicos und werden schließlich in Las Vegas wegen unerlaubter Teilnahme an einer Parade ins Gefängnis gesteckt. Dort treffen Billy und Wyatt auf den heruntergekommenen, aus reichem Hause stammenden Anwalt George Hanson (Jack Nicholson), der ihnen aus dem Gefängnis hilft und sich den beiden anschließt.
Sie fahren ein Stück gemeinsam durch die Südstaaten, bis sie in einer namenlosen Kleinstadt ankommen. Dort werden die drei in einem Café vom Sheriff und einigen Stadtbewohnern angepöbelt und nicht bedient. Hanson bezahlt die Prügel mit seinem Leben, Billy und Wyatt können mit ein paar Blessuren entkommen. Sie landen schließlich in New Orleans, wo sie unter erheblichem Drogen- und Alkoholeinfluss den "Mardi Gras" mit zwei Prostituierten feiern. Am abendlichen Lagerfeuer müssen sich Billy und Wyatt jedoch desillusioniert eingestehen, dass weder Drogen und Sex noch Geld ihnen die erhoffte Freiheit verschaffen können.
Der gesamte Film ist gespickt mit Symbolen und Anspielungen auf die amerikanische Tradition und Gesellschaft. Die Namen der beiden Protagonisten sind den beiden amerikanischen Western-Legenden Billy the Kid und Wyatt Earp entlehnt. Die beiden modernen einsamen Cowboys Hopper und Fonda "reiten" auf ihren Motorrädern den Idealen der Freiheit hinterher. Auf ihrer Kleidung und auf den Motorrädern sind zahlreiche Symbole der amerikanischen Kultur abgebildet. So versteckt Wyatt das Drogengeld in seinem Tank, den die amerikanische Flagge ziert. Auf ihrer Reise durch das Land treffen sie auf einige Personen, die Eigenschaften der uramerikanischen Gesellschaft widerspiegeln.
Als der Film 1969 in die Kinos kommt, sind die Zuschauer begeistert: Einen derartigen Film hat es noch nicht gegeben. Die Art und Weise der Dreharbeiten ist neuartig und experimentell, ebenso die Einbindung der Musik. Es wird kein spezieller Soundtrack für den Film geschrieben, sondern die einzelnen Szenen werden mit der Musik der damaligen Generation unterlegt. Es entsteht ein Mythos um eine Motorrad fahrende Flower-Power-Bewegung und ihre Chopper. Zahlreiche Fans basteln danach an ihren eigenen Motorrädern herum, um ebenso coole Chopper wie die Protagonisten zu fahren. Das Publikum schafft sich eine eigene Romantik des Films, unterstützt durch die Bilder und nicht zuletzt die Songs.
"Easy Rider" wird häufig als der bedeutendste Film der Hippiekultur beschrieben. Bis heute gilt das Lied "Born to be Wild" als einer der Schlüsselsongs der Hippiebewegung und darf auf keiner anständigen Biker-Fete der Welt fehlen. Im Gegensatz zur Auffassung des Publikums wollten Hopper und Fonda jedoch genau das Gegenteil beschreiben: Die Hippiekultur ist dem Ende nah und hat keine Ideale mehr, der amerikanische Traum von der Freiheit ist geplatzt. So schön und weit das Land auch ist, die Freiheit wird man in dieser amerikanischen Gesellschaft nicht mehr finden. Der Name "Easy Rider" ist das beste Beispiel für die oft falsch verstandene Intention des Films.
Reiseinformationen
Die 70. Sturgis Motorcycle Rally fand vom 9. bis zum 15. August 2010 statt. Die Jubiläumsveranstaltung lässt sich hervorragend mit einem Milwaukee-Wochenende kombinieren.
Anreise
Der Weg nach Milwaukee führt in jedem Fall über Chicago. Flüge von Frankfurt/M. gibts ab unter 500 Euro hin und zurück. Bei Discount-Angeboten muss man meist in London-Heathrow umsteigen. Milwaukee liegt 130 Kilometer nördlich von Chicago hier ist der Mietwagen gefragt. In Milwaukee lässt sich praktisch alles zu Fuß erreichen, die Stadt ist nicht sehr groß. Nach Rapid City, dem Sturgis nächstgelegenen Flughafen, gehts direkt über Chicago oder mit Umsteigen (Denver) auch ab Milwaukee. Der Hin- und Rückflug ab Chicago kostet knapp 600 US-Dollar (United Express). In Rapid City bzw. Sturgis muss natürlich eine Leih-Harley her. Ein nicht ganz billiger Spaß: Black Hills Harley-Davidson zum Beispiel verlangt während der Rally pro Tag 250 US-Dollar bei drei Tagen Mindest-Mietzeit (www.bhharleydavidson.com).
Unterkünfte
Das nagelneue, in unmittelbarer Nähe des Harley-Davidson-Museums gelegene und in einem alten Lagerhaus untergebrachte Hotel ist ein (Designer-)Traum und auf Motorradfahrer spezialisiert. Auf zahlungskräftige, denn das Doppelzimmer fängt bei knapp 200 US-Dollar an wers kann, sollte sich den Luxus gönnen. Deutlich günstiger sind die einschlägigen Hotelketten: Das im Zentrum Milwaukees gelegene Best Western Inn Towne Hotel verlangt ab 82 US-Dollar fürs Doppel. Rapid City und Sturgis sind außerhalb der Rally-Woche zwar Provinz, aber trotzdem Urlaubs-Region mit Hotelzimmer-Preisen ab 65 US-Dollar. Während der Rally kostet das Zimmer meist das Doppelte oder Dreifache. Gern genommene Alternativen: Ferienhäuser oder Camper.
Vier Personen zahlen für die Rally-Woche in einfachen Unterkünften ab 1200 US-Dollar, Komfort gibts erst ab 2000 US-Dollar aufwärts. Die ganz Harten bauen ihr Zelt im Vorgarten eines Einfamilienhauses in Sturgis auf die Einheimischen vermieten während der Rally-Woche einfach alles und jedes. In jedem Fall ist frühzeitiges Reservieren angesagt, einschlägige Infos gibts z. B. über die offizielle Rally-Seite www.sturgismotorcyclerally.com.
Aktivitäten
In Milwaukee gehts natürlich ins Harley-Davidson-Museum (alle Infos unter www.h-dmuseum.com), der Eintritt beträgt 16 US-Dollar. Die kostenlose Miller-Brauereitour mit anschließender Probe-Verkostung ist auch ein Muss (www.millercoors.com). Was ansonsten in Milwaukee abgeht, wird unter www.visitmilwaukee.org verraten. The Sturgis Motorcycle Museum & Hall of Fame (www.sturgismuseum.com) ist auch außerhalb der Rally-Woche einen Besuch wert und mit fünf US-Dollar ein günstiger Spaß. Der Motorrad-Parkplatz am Mount Rushmore Memorial kostet exakt das Doppelte.
Besonderes
In Wisconsin und South Dakota existiert keine Helmpflicht für erwachsene Motorradfahrer - man darf aber.
Zusammenfassung
Die Geschichte von Harley Davidson ist eng mit der amerikanischen Kultur verbunden. Von den bescheidenen Anfängen in Milwaukee über die legendären Treffen in Sturgis bis hin zum Kultfilm "Easy Rider" hat die Marke Harley Davidson die Motorradwelt nachhaltig geprägt. Die Reise durch diese Geschichte ist ein Muss für jeden Motorradenthusiasten.
| Ort/Ereignis | Bedeutung |
|---|---|
| Milwaukee, Wisconsin | Geburtsort von Harley-Davidson, erste Fabrik |
| Sturgis, South Dakota | Austragungsort des größten Motorradtreffens der Welt |
| Hollister, Kalifornien | Ort eines legendären Motorradtreffens im Jahr 1947, das zur Entstehung des Biker-Images beitrug |
| "Easy Rider" (Film) | Kultfilm, der die Hippiebewegung und die Suche nach Freiheit auf dem Motorrad thematisierte |
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