Für viele ist eine Harley-Davidson weitaus mehr als nur ein Motorrad. Es lohnt sich definitiv, sich auch mit Hinblick auf eine mögliche Wertanlage mit dieser Art von Bike auseinanderzusetzen. In einer Zeit, in der die Zinsen auf Sparvarianten vergleichsweise niedrig sind, befinden sich zahlreiche Motorradfans auf der Suche nach einer Alternative. Aber worauf sollte bei einer Harley-Davidson als Wertanlage eigentlich geachtet werden?
Anlegen oder verkaufen?
Menschen, die sich dazu entschieden haben, eine Harley-Davidson als Wertanlage zu nutzen, werden im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen Fragen konfrontiert. Wer hieran Interesse hat, kann auf Seltenundteuer.de Wert ermitteln und verkaufen oder weiter abwarten, bis das entsprechende Modell im Idealfall noch ein wenig wertvoller geworden ist. Daher lohnt es sich umso mehr, sich auf einschlägige Plattformen und deren neutrale Einschätzungen zu verlassen.
Experten betonen in diesem Zusammenhang immer wieder, dass es vor allem die etwas teureren Motorräder sind, die sich hervorragend dazu eignen, als Wertanlage genutzt zu werden. Die Marke Harley-Davidson nimmt in diesem Zusammenhang in gewisser Weise eine Sonderposition ein. Ein Blick auf einschlägige Anzeigen zeigt, dass es auch gebrauchte Modelle oft immer noch schaffen, nach einiger Zeit bis zu 80 Prozent ihres Neupreises zu erreichen. Zu guter Letzt braucht es für einen gewinnbringenden Verkauf häufig aber etwas Geduld.
Denn: Auch wenn es viele Liebhaber von Harley-Davidson gibt, und allerlei Sammlerstücke dies bezeugen, bedeutet dies nicht, dass es besonders leicht wäre, ein solches Motorrad innerhalb weniger Tage zu verkaufen. Nicht nur Häuser gelten mittlerweile als lukrative Wertanlage und sollten nach dem Kauf dementsprechend geschützt werden. Wer sich dazu entschieden hat, alternativ eine Harley-Davidson als Wertanlage zu nutzen, weiß, dass irgendwann der Tag kommt, an dem das Motorrad verkauft werden wird.
Faktoren für eine optimale Wertsteigerung
Damit einer optimalen Wertsteigerung im Idealfall nichts im Wege steht, ist es natürlich wichtig, das Bike zu pflegen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es im Alltag nicht genutzt werden dürfte. Ein Blick auf die Verkaufspreise, die im Zusammenhang mit unterschiedlichen Harley-Davidson Modellen erzielt werden können, zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, auf diese Form von Investition zu setzen.
Wertstabilität von Harley-Davidson Motorrädern
Es ist zum Haare raufen: So manches, was gestern erstanden wurde, gilt heute schon als veraltet, ist morgen höchstens noch die Hälfte wert und übermorgen bereits irreparabel defekt. Zum Glück weiß die Motor Company Rat: Sie empfiehlt die Investition in Bikes made in USA. Diese Anlage sorgt nicht nur für jede Menge good Vibrations im Leben, sie ist auch ausgesprochen ökonomisch, denn die Motorräder mit dem geringsten Wertverlust stammen von Harley-Davidson. Das gab soeben EurotaxSchwacke, der unabhängige Informationsdienstleister für automobile Marktdaten und Analysen, bekannt.
Fast 500 Motorräder von 125 bis 2.300 Kubikzentimeter nahmen die deutschen Datenexperten hinsichtlich Ein- und Verkaufswert sowie dem Restwertverlauf unter die Lupe. Das Ergebnis: der Wiederverkaufswert liegt bei den Bikes von Harley-Davidson auf höchstem Niveau.
Schwacke hat eine Rangliste der wertstabilsten Motorräder veröffentlicht. Basis der Untersuchung war die Auswertung der Gebrauchtpreise der 25 beliebtesten Maschinen Deutschlands aus dem Jahr 2012 - unter ihnen: zwei Harleys. Solche Dreijährigen haben inzwischen im Schnitt 25.000 Kilometer auf der Uhr und sind noch etwa 62 Prozent ihres Neupreises wert. Die beiden Ausreißer stammen aus den USA: Restwert-König unter Deutschlands zulassungsstärksten Motorrädern ist die Dyna Fat Bob. Sie erzielt nach drei Jahren noch einen Restwert von stattlichen 75,2 Prozent.
Restwerte von Harley-Davidson Modellen (Schwacke-Analyse)
| Modell | Restwert nach 3 Jahren |
|---|---|
| Dyna Fat Bob | 75,2% |
| Forty-Eight | 74,6% |
„Qualität, Zuverlässigkeit und eine stabile Preispolitik zahlen sich halt auch bei den Gebrauchtpreisen aus“, freut sich Dieter Börjes von Börjes American Bikes. „Gut für alle, die ihre Harley durch ein neues Bike ersetzen wollen!“ Die Neue stammt dann in den allermeisten Fällen wieder aus Milwaukee, USA.
Auf geprüfte und garantierte Qualität kann sich der Gebrauchtmaschinenkäufer natürlich auch verlassen, wenn er sich für eine gebrauchte H-D Maschine interessiert. Zu diesem Zweck wurde das „Harley-Davidson Originals“-Gebrauchtfahrzeug-Siegel entwickelt. Motorräder mit diesem Siegel werden von uns mittels eines 99 Punkte umfassenden Checks auf Herz und Nieren geprüft.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Nicht jedes Motorrad kann als Wertanlage dienen. Limitierte oder exklusive Modelle - Maschinen, die in kleiner Stückzahl produziert wurden, sind besonders gefragt. Sie werden oft als Sammlerstücke betrachtet und erzielen auf Auktionen hohe Preise. Kleinserienmodelle und Prototypen - Kaum erhältlich und oft nicht fahrbereit, aber in Sammlerkreisen äußerst begehrt. Geringer Kilometerstand und Originalzustand - Je weniger ein Motorrad gefahren wurde und je näher es am Originalzustand ist, desto höher sein Marktwert.
Insbesondere italienische Edelmarken wie Ducati und Bimota bieten interessante Möglichkeiten für Investoren. Diese Maschinen sind nicht nur aufwendig konstruiert und optisch ansprechend, sondern werden oft in limitierter Stückzahl produziert. Ein weiteres Beispiel ist die Ducati Diavel AMG Special Edition. Nachdem bekannt wurde, dass die Kooperation zwischen Ducati und Mercedes-AMG beendet wurde, stieg der Wert dieses Modells auf Sammlerauktionen erheblich an.
Harley-Davidson - insbesondere die CVO-Modelle sind immer gefragt. Klassiker wie der „Knucklehead“ aus dem Jahr 1947 erzielen heute Preise von ca. Interessanterweise erfreuen sich Motorräder aus der DDR wachsender Beliebtheit. Modelle aus dem VEB Simson Suhl, u.a. bestehend aus Simson SR1, Simson SR2, Spatz, Schwalbe, Star und später S50 und S51, oder die MZ ES 175/250 haben in den letzten Jahren stetig an Wert gewonnen.
Custom-Bikes sind ein zweischneidiges Schwert. Während von renommierten Customizern gebaute, mehrfach ausgezeichnete und in Magazinen präsentierte Umbauten durchaus an Wert gewinnen können, ist der Großteil individuell gestalteter Motorräder eher schwer verkäuflich. Das Problem: Umbauten sind oft zu speziell, um eine breite Käuferschicht anzusprechen. Daher sollte man nur dann in ein Custom-Bike investieren, wenn es eine nachgewiesene Historie, einen bekannten Schöpfer und eine gewisse Medienpräsenz vorweisen kann.
Fazit
Ein Motorrad kann unter bestimmten Bedingungen eine attraktive Wertanlage sein. Allerdings ist dies nicht ohne Risiko - der Markt ist volatil, und die Wertsteigerung hängt stark von Faktoren wie Modell, Zustand, Historie und Nachfrage ab. Zudem sollte bedacht werden, dass viele Sammlerstücke nicht gefahren werden können oder sollen, um ihren Wert nicht zu mindern. Wer gezielt investiert, kann mit dem richtigen Motorrad eine beachtliche Wertsteigerung erzielen. Die besten Chancen bieten limitierte Sondermodelle, Klassiker mit Kultstatus oder historische Maschinen.
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