Die Harley-Davidson Dyna Wide Glide FXDWG ist ein echter Klassiker unter den Choppern. Mit ihrem markanten Design und dem kraftvollen V-Twin-Motor zieht sie die Blicke auf sich und sorgt für ein unvergleichliches Fahrgefühl.
Design und Ergonomie
Die Dyna Wide Glide besticht durch ihr klassisches Chopper-Design. Mit langen Linien, breiten Reifen und einer tiefen Sitzbank bietet sie nicht nur eine ansprechende Optik, sondern auch eine bequeme Sitzposition.
Im Vergleich zu anderen Dyna-Modellen wie der Dyna Street Bob oder der Dyna Low Rider unterscheidet sich die Wide Glide durch eine breitere Vorderradgabel und einen längeren Radstand, was für ein stabileres Fahrverhalten sorgt. Während die Street Bob eher sportlich und kompakt wirkt, bietet die Wide Glide entspanntes Cruisen auf langen Strecken.
Ausgangsbasis dafür ist die identische Sitzbank, die den Fahrer jeweils in niedrigen 680 Millimetern über dem Boden platziert. Doch damit hören die ergonomischen Gemeinsamkeiten eindeutig auf. Erst Lenker und Fußrasten machen die Wide Glide zur Wide Glide und die Street Bob zur Street Bob, denn Harley hat das, was Chopperfahrer wirklich wollen, in gleichmäßiger Dosierung über beide Modelle verteilt.
So sind es die bekömmlichere Hinterraddimension (160 statt 180 Millimeter), vor allem aber die Michelin-Bereifung, die den Umgang mit der Street Bob etwas freundlicher (und bei Regenfahrten sicherer) gestalten.
Für die Wide Glide spricht hingegen der "Peter-Fonda-Effekt". Solange es nicht über die 100-km/h-Marke geht oder Kurven in engagiertem Tempo angegangen werden, fühlt es sich richtig lässig an, wenn die Füße unter dem Lenkkopf sich den Fahrtwind durch die Zehen pfeifen lassen.
Motor und Leistung
Der V-Twin-Motor der Dyna Wide Glide liefert eine beeindruckende Leistung und sorgt für ein kraftvolles Ansprechverhalten. Im Vergleich zur Dyna Fat Bob, die ebenfalls mit einem V-Twin ausgestattet ist, bietet die Wide Glide eine sanftere Beschleunigung und ein besseres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich.
Damit ist sie ideal für entspanntes Cruisen auf der Landstraße. Die Fat Bob hingegen ist etwas agiler und eignet sich besser für eine sportlichere Fahrweise. Schon bei rund 3500/min liegt ein Drehmomentmaximum um die 120 Newtonmeter an, aber ab 2000/min und bis zu rund 5000/min lässt sich unbeschwert choppern, bevor für die Zweiventiler mit ihren zwei untenliegenden Nockenwellen die Luft dünn wird.
Eine seidenweiche Gasannahme und nahezu null Spiel im Antriebsstrang minimieren Lastwechselreaktionen fast vollständig. Da ruckelt nichts und klackert nichts, es geht umgehend und geschmeidig vorwärts, und zwar sogar ganz tief aus dem Drehzahlkeller.
Fahrverhalten und Handling
Das Fahrverhalten der Dyna Wide Glide ist ein weiteres Highlight. Sie bietet eine gute Balance zwischen Stabilität und Agilität. Im Vergleich zur Dyna Super Glide, die etwas leichter und agiler ist, fühlt sich die Wide Glide bei höheren Geschwindigkeiten stabiler an.
Für Fahrerinnen und Fahrer, die ein sportlicheres Fahrgefühl suchen, könnte die Super Glide die bessere Wahl sein. Die Wide Glide ist perfekt für entspanntes Cruisen und lange Touren, während die Super Glide eher für den Stadtverkehr geeignet ist.
Komfort und Ausstattung
Die Dyna Wide Glide bietet eine komfortable Sitzposition, die auch auf langen Strecken angenehm bleibt. Im Vergleich zur Dyna Low Rider, die eine etwas sportlichere Sitzposition bietet, ist die Wide Glide eher auf Komfort ausgelegt.
Die Low Rider ist ideal für Fahrer, die einen sportlicheren Fahrstil bevorzugen. Die Wide Glide hingegen ist perfekt für alle, die Wert auf entspanntes und komfortables Fahren legen.
In der Tat ist es vor allem die Sitzposition, die den entscheidenden Unterschied zwischen der neuen Wide Glide und der alten Street Bob macht. Arme nach oben oder Beine nach vorn - so definieren sich die beiden Chopperphilosophien, entscheiden muss jeder selbst. Und wer weder das eine noch das andere mag? Sollte lieber zu Fuß über den Rummel schlendern oder ein ganz normales Motorrad fahren.
Sitzbankmodifikationen und Zubehör
Serienmotorräder werden perfekt auf Menschen mit durchschnittlicher Bein- und Armlänge konzipiert. Wenn Du nicht der Norm entsprichst und lange oder kurze Beine Dein Eigen nennst, dann bietet Harley-Davidson eine Fülle von Möglichkeiten an. Hier geht es um die richtige Sitzbank für die perfekte Sitzposition. Die Reach Sitze sind so geformt und gestaltet, dass Du den Boden leicht erreichen kannst. Du sitzt im Vergleich zu Seriensitzen näher an den Bedienelementen. Die richtige Sitzhaltung kann großen Fahrern zu deutlich mehr Komfort auf dem Bike verhelfen und übermäßige Belastung des Rückens vermeiden.
Die Form und Schaumstoffdichte der Sundowner Sitze wurde im Straßentest mit Hunderten von Stunden und anhand von ergonomischen Prüfungen entwickelt. Die leicht zugänglichen eingebauten Handpumpen und die Luftablassventile erlauben eine schnelle und bequeme Einstellung für den Fahrer und den Sozius zum aufpumpen oder ablassen.
Testsitzbank aus Händler Ausstellungsraum mit HD + Demo bedruckt.Sitzbank - Einzelsitz OEM 52949-97A + 52581-97B original Road King (passt für alle Touring Modelle 97-2007) mit schwarzen Nieten + HD eingestickt. Kann als Sitzbank oder Einzelsitz gefahren werden. Sehr edel und top Zustand. Fahrerrückenlehne einstellbar OEM 52596-09A mit Rückenpolster OEM 52546-09A für alle Touring Modelle ab 2009. Original HD. Mit dem Knopf hinten in der Mitte der Rückenstütze lassen sich fünf verschiedene Höhen einstellen. Zur Vor- oder Rückwärtsverstellung um 30 Grad die Seitenlasche des Rahmens drücken.
Individuelle Anpassungen und Umbauten
Ursprünglich startete Olafs Begeisterung für Harleys im Jahre 1984, als er damals, noch mit seiner 80er-Honda, zu einem Harley-Treffen bei sich im Ort fuhr. Dort hatte er die Gelegenheit, als Sozius an der großen Ausfahrt teilzunehmen. Danach war er angefixt und für ihn war klar, irgendwann einmal selbst so ein Eisen besitzen zu wollen.
Im gleichen Jahr sah er erste Bilder der neuen Harley-Davidson Dyna Wide Glide und war ihr sofort verfallen. Und da er sich mit dem örtlichen Dealer nicht handelseinig wurde, bemühte sich Olaf um einen Eigenimport aus England, der sich zu der Zeit finanziell lohnte. Im November 2009 stand der lang ersehnte Bock endlich in Vivid Black in seiner Garage.
Zuallererst wurde das Frontend zerlegt, die Gabelbrücken und alle anderen Aluteile schwarz lackiert. Danach machte er sich an die vorderen Blinker, die durch schwarze Lenkerendenblinker von Kellermann ersetzt wurden. Und da der Winter noch etwas andauerte, wagte er sich auch noch ans Heck. Hier wurden das originale mittige Rücklicht sowie die unsäglichen Harley-Blinker ersetzt durch All-in-one-Rücklichter von Kellermann. Und weil Olaf ungern Kompromisse eingeht, verschweißte er das ehemalige Befestigungsloch der Serienblinker und ließ den Fender neu lackieren.
Da er die Möglichkeit bekam, in der Maschinenbaufirma seines Freundes Klaus sämtliche Metallarbeiten durchzuführen, machte er sich danach an den Bau eines seitlichen Kennzeichenhalters aus drei Millimeter dickem Stahlblech mit entsprechender Beleuchtung. Als diese Arbeiten erledigt waren, wurde das Bike im Frühjahr 2010 erstmals zugelassen.
Im Laufe des Jahres wurden noch die Tankembleme getauscht sowie die originalen Federbeine durch schwarze, 20 Millimeter kürzere von Progressive Suspension ersetzt. Nach Einbau eines „Big Sucker“-Luftfilters von Ness und Slip-ons von Rush wurde das Mapping des Aggregats angepasst und deutlich verbessert.
Das nächste Winterprojekt bestand darin, eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Gepäck zu schaffen. Hierzu fertigte er einen Gepäckträger mit abnehmbarer Rückenstütze für längere Touren sowie einen aufklappbaren 5-Liter-Kanister mit Trägerplatte, alles schnell entfernbar. Angebracht ist der Kanister an der Schwinge - sehr praktisch, um kleinere Dinge wie Brille, Handschuhe usw. zu verstauen.
Im darauffolgenden Winter wurde der originale Lenker gegen eine deutlich bequemere Hollywood-Bar von Thunderbike getauscht. Und weil er schon dabei war, wurden die originalen Harley-Riser von ihm gekürzt und mit neuen gedrehten Grundplatten versehen.
Auch im nächsten Winter sollte es ihm nicht langweilig werden, da sich Olaf auf der CUSTOMBIKE-SHOW von den damals aufkommenden großen Vorderrädern inspirieren ließ. Also wurde bei TTS ein radial gespeichtes Big-Spoke-Vorderrad in 23 Zoll geordert, schwarz gepulvert, aber mit Edelstahlnippeln.
Nun musste natürlich ein Frontfender in 23 Zoll her, was sich damals allerdings als sehr schwierig erwies. Fündig wurde er nach langer Suche bei Fred Kodlin, wo er einen Rohfender erwarb, welchen er samt der Gabelaufnahmen selbst anpasste. Dann gefiel ihm das originale Speichenrad nicht mehr. Also ersteigerte er im Netz das Scheibenrad einer Softail Deuce, das natürlich ebenfalls schwarz gepulvert wurde.
Beim TÜV gab’s dann erst mal Ärger. Olaf hatte eine Mischbereifung aufgezogen (vorn Avon, hinten Dunlop), außerdem war das vorhandene Gutachten nur an ein 21-Zoll-Rad angelehnt. Somit bedurfte es einer Einzelabnahme mit Fahrtest. Bike-Farm-Chef Gerd Remmert erwies sich als guter Geist bei der Sache, nach fünf bangen Wochen waren die Räder schließlich eingetragen.
Und da man ja schlecht aufhören kann, wenn man erst mal angefangen hat, war die nächste Maßnahme, eine neue, flachere Sitzbank mit Grundplatte anzufertigen. Hierzu konstruierte Olaf aus Blech eine tragende Unterkonstruktion für ein Gelsitzpolster, das er bei Maik in Bielefeld polstern ließ. Lackiert wurde das Ganze wieder in Vivid Black.
Da er dem Bock mittlerweile den Namen „Night Glide“ verpasst hatte, fertigte er noch ein neues Cover mit Schriftzug für den Seitendeckel an.
Die Fairing wurde von Olaf mit Glasfasermatten repariert, in Form und Breite verändert, angepasst und schließlich vom Lackierer geschwärzt. Die Halterung baute er natürlich selbst. Um die Verkleidung bei Bedarf schnell abnehmen zu können, wurden die originalen Schnellspanner von Harley verwendet. Ein Fachbetrieb fertigte eine unkaputtbare Polycarbonatscheibe auf Maß an.
Um eine komfortablere Position für die Füße zu erreichen, besorgte sich der umtriebige Olaf aus dem Zubehör noch ein Paar kleinere Trittbretter. Die Halter dafür in einem für ihn angepassten Anstellwinkel fertigte er auch selbst.
Harley-Davidson FXDCI Dyna Super Glide Custom Modelljahr 2005
Ein geradliniges, pures Custom-Bike mit viel Glanz. Ihr leichtes Handling, ihre Power und das klare, stilvolle Design locken zur Ausfahrt. Wie könnte das klassisch-schlichte Design einer Super Glide verbessert werden?Ganz einfach - tauche das Bike in Chrom. Das ist die neue Super Glide Custom. Ein geradliniges, pures Custom-Bike mit viel Glanz. Der erste Blick gleitet von allein zum silbernen, pulverbeschichteten Motor mit Details in Chrom.
Das bewährte Twin-Cam 88-Triebwerk ist mit einer ausgeklügelten Einspritzanlage ausgestattet undträgt Sie so viele Kilometer die Straße entlang, wie Sie nur wollen. Er ist vibrationsdämpfend montiert, so dass nur die “good vibrations” zu spüren sind und die Tour so genauso bequem wird, wie es das Bike auf den ersten Blick erwarten lässt. Der Tank erhielt eine farblich abgestimmte Konsole mit einem verchromten Tankdeckelring. Die staggered shorty dual Auspuffanlage, der verchromte Scheinwerfer und das leichte Handling locken zur Ausfahrt. Und um die ganze Angelegenheit noch besser zu machen, wurde die Dyna Super Glide Custom mit einerniedrigen Sitzbank für zwei ausgerüstet.
Technische Daten: Harley-Davidson Street Bob (Wide Glide)
| Merkmal | Street Bob | Wide Glide |
|---|---|---|
| Motor | Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-45-Grad-V-Motor | Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-45-Grad-V-Motor |
| Hubraum | 1585 cm3 | 1585 cm3 |
| Leistung | 56,0 kW (76 PS) bei 5350/min | 57 kW (78 PS) bei 5250/min |
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