Die Geschichte von Harley-Davidson Hettstadt: Eine Verbindung von Leidenschaft, Handwerkskunst und einem Hauch von Göttlichkeit

Die Geschichte von Harley-Davidson Hettstadt ist eine von Leidenschaft, Handwerkskunst und dem unermüdlichen Streben nach Individualität. Sie erzählt von Menschen, die mit Herz und Seele an ihren Maschinen arbeiten und dabei einzigartige Meisterwerke schaffen. Ein besonderes Kapitel dieser Geschichte ist die Zusammenarbeit mit dem Vatikan, die Harley-Davidson Hettstadt zu internationaler Aufmerksamkeit verhalf.

Die Anfänge: Ein Traum wird Wirklichkeit

Christoph Repp ist Harley-Händler und verkauft die Bikes so, wie sie aus Milwaukee kommen. Aber bei "Harley-Davidson Würzburg Village", wie Repp seinen weitläufigen Laden getauft hat, wird auch umgebaut, wird "customized", wie die Szene das nennt. Zum Teil richtig krass. Nach Kundenwunsch oder auch nur, um zu zeigen, was geht.

Udo Sacher: Ein Leben für Custombikes

Udo sammelt jetzt alles zum Thema. Er verschlingt Kataloge und Zeitschriften. Da will er auch mitmischen. Er weiß zu diesem Zeitpunkt schon, dass es bei Kassel eine Firma geben soll, die Chopperzubehör verkauft - aber für viel Geld und eigentlich nur passend für echte Motorräder. Udo fährt jedoch eine Honda CY 50. Ihr verpasst der Youngster die längeren Standrohre von Yamahas DT 80. Dazu wird ein Apehanger angeschraubt, mit 22 Millimetern Rohrdurchmesser; gekauft von Irmgard, der Verkäuferin im örtlichen Eisenwaren- und Fahrradzubehörladen.

An Apehangern: Udo hätte in den achtziger Jahren leicht als Werners Double durchgehen können. Der Umgang mit Eisen, Stahl, Feuer und Schweißdraht ist ihm zu der Zeit schon ins Blut übergegangen. Aus der Honda entsteht ein handgedengelter Feuerstuhl, der ihm manches Grinsen ins Gesicht treibt.

Ein kleiner Harleyshop in der Käsburger Straße in Würzburg erledigt das für Udo und kurbelt nebenbei das Verlangen nach einer Harley an. Zwar dringt er auch mit seiner einzylindrigen Horex in Geschwindigkeitsbereiche vor, in der sich die alten Harleys bewegen … doch irgendwie üben die V2 Motoren einen unglaublichen Reiz auf ihn aus.

Bald holt er sich im Harleyshop einen Motor, ein Getriebe, einen Starrrahmen und eine Springergabel - alles originale alte Harleybrocken. Das Teile-Sammelsurium wird innerhalb eines Jahres zusammengesetzt und durch Richard Coley getüvt. »Damals fuhr man zum Tüven noch nach Hessen«, weiß Udo heute zu berichten. »Dort in Berstadt, in der Bäckergasse, hatte der Richard Coley seinen Laden«, fährt er fort. Der Richard importierte Motorräder aus den USA«, gibt’s die zusätzliche Info. Dieser Richard Coley bleibt lange Zeit eine von Udos Harley-Davidson-Anlaufstellen - auch noch in den frühen Neunzigern, als Richard den Custom Store in Aschaffenburg übernimmt.

Was sich Udo damals so nach und nach im ehemaligen Stall seines Elternhauses, in der Sudetenstraße in Großheubach, einrichtet, dürfte eher als Werkstatt denn als Shop durchgehen. Aber weil zu der Zeit Ersatzteile von den Großhändlern nur an Firmen verkauft werden, die ein Ladengeschäft vorweisen können, wird bei den Belegfotos für die Anträge ein wenig geschummelt.

Als der 230er-Hinterreifen noch das Maß aller Dinge ist, muss er für seinen alten Kumpel Christoph »Chicken« Repp so eine Walze in eine Knucklehead einpressen und mit langer Springergabel ausstatten.

Auch als Chicken 2008 im nahen Hettstadt das Harley-Davidson Würzburg Village eröffnet, reißt Udos Arbeit für seinen Kumpel nicht ab. In einem Außenlager baut Udo anbaufertige Kotflügelheckteile, Tanks und mehr für das Village.

Nach der Jahrtausendwende bricht der Oldschool endgültig wieder aus. Er geht beim Design seiner Mopeds jetzt wieder ganz große Schritte zurück, spezialisiert sich nun fast ausschließlich auf Panheads, Knuckles und Flatheads; was auch auf Anhieb ganz gut funktioniert.

Anfang 2019 arbeitet Udo an einer besonderen Shovel, als Kumpel Chicken eine Idee an ihn heranträgt. Udo soll für seinen Freund Repliken der beiden Easy-Rider-Chopper bauen. Die Fertigstellung muss allerdings bis zu den Harley-Days in Hamburg Ende Juni erledigt sein; spätestens. Udo nimmt die Herausforderung an und zieht alle Register: Er braucht korrekte Dimensionen und exakte zeitgenössische Teile. Udo will so original wie möglich bauen.

Der Termin wird gerade so eingehalten: Beide Repliken stehen schließlich auf dem Hamburger Event. Bald werden sie auch auf anderen Shows präsentiert, sind immer ein Zuschauermagnet. Udo steht gern grinsend daneben, denn er hat da schon das nächste Projekt fertig.

Die "Papst-Harley": Ein Motorrad für den Frieden

Zwei Würzburger schrauben derzeit an einem Motorrad für Papst Franziskus höchstpersönlich: Die Harley hat sogar einen vergoldeten Motor. Der langhaarige Harley-Mann steht in der Werkstatt und lässt ein zufriedenes Tabakwölkchen Richtung Decke steigen. "Sowas passiert nur einmal im Leben", sagt er mit Blick auf die halbfertige Maschine vor ihm auf der Hebebühne. Diese Harley soll keine Preise gewinnen. Viel besser! Sie wird an den Papst ausgeliefert.

Natürlich erwartet niemand, dass Franziskus das Papamobil mit dem Motorrad vertauschen wird. Der Bau des "Papst-Motorrads", wie Repp es vereinfachend nennt, ist Teil einer ebenso ungewöhnlichen wie kreativen Benefiz-Aktion. Hier kommt Thomas Draxler ins Spiel. Der promovierte Gesundheitswissenschaftler aus dem hessischen Schaafheim, unweit von Aschaffenburg, verbindet christlichen Glauben und Motorradleidenschaft.

Bei einem Motorradfahrer-Gottesdienst in Altötting hatte er motorradbegeisterte Priester kennengelernt. "Damals kam der Gedanke auf: ,Fahren wir doch mal nach Rom!'" Dann kam noch die Idee dazu, dem Papst ein Motorrad zu schenken - dem Pontifex wurde ja auch schon eine Vespa verehrt.

Am 29. Juni fährt ein Motorrad-Pulk in Hettstadt zum sogenannten Peace-Ride los. Ziel ist Rom. Dort wird ein Gottesdienst im Petersdom besucht. Die "Papst-Harley", die derzeit auf der Hebebühne in Hettstadt steht, wird bei der Tour dabei sein - und soll am Ende der Reise, am 7.

Franziskus werde das Motorrad signieren, versichert Draxler. Ob das genau am 7. Juli klappt, sei indes noch nicht klar: "Kann sein, dass der Termin kurzfristig vorher angesetzt wird." In diesem Fall werde die Harley zunächst per Transporter zum Signieren nach Rom gebracht und dann beim Peace-Ride schon signiert mitfahren, so Thomas Draxler.

Im Sattel des Motorrads wird Draxler-Sohn Tom sitzen. Der war Azubi bei Harley in Hettstadt, kürzlich hat er die Meisterprüfung abgelegt.

Die Koordination mit dem Vatikan besorgt laut Thomas Draxler, Karl Wallner. Der hochrangige Theologe ist Missio-Nationaldirektor für Österreich.

Die signierte Harley soll versteigert werden. Der Erlös soll in ein Missio-Projekt, ein Waisenhaus in Uganda, fließen. Man hofft auf eine sechsstellige Summe.

Allein die Optik des Motors rechtfertigt den Aufwand. Die beiden im V gespreizten Riesen-Zylinder der Harley-Davidson-Triebwerke sind schon im Serienzustand wahre Skulpturen. Im "Papst-Trimm" sind einige Partien des schwarz lackierten 1750-Kubik-Motors, der rund 80 PS leistet, vergoldet. Gülden glänzen auch einzelne Speichen, hinteres Zahnriemenrad und Bremsscheiben.

Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus ein ungewöhnliches Geschenk bekommen: Etwa 40 Mitglieder der bayerischen "Jesus Biker" übergaben dem Pontifex eine Harley-Davidson. Die Gruppe aus Hettstadt bei Würzburg bat Franziskus, das schwarz-weiße Motorrad zu signieren, das extra für den Papst gebaut worden war. Deshalb ließen die christlichen Biker auch wissen, dass sie die Maschine versteigern werden. Der Erlös soll einem Waisenhaus in Uganda zugutekommen.

Harley-Davidson Modellneuheiten

Die Harley-Davidson Low Rider ST des Modelljahres 2025 vereint klassisches Design mit zeitgemäßer Technik und Leistung. Die Harley-Davidson Low Rider S 2025 präsentiert sich als aggressiver Performance-Kingpin, der für Fahrer entwickelt wurde, die kompromisslose Leistung suchen und bereit sind, ihr Motorrad bis an die Grenzen zu bringen. Direkt ab Werk vereint dieses Bike die markante Attitüde des Westküsten-Stils mit der unnachgiebigen Performance des Milwaukee-Eight 117 H.O. Die Harley-Davidson Heritage Classic 2025 verkörpert den Inbegriff des amerikanischen Cruisers und verbindet nostalgisches Design mit moderner Technik. Die Harley-Davidson Street Bob 2025 setzt neue Maßstäbe im Bobber-Segment und vereint klassisches Design mit moderner Performance. Die Harley-Davidson Fat Boy ist seit ihrer Einführung ein Symbol für kraftvolles Design und beeindruckende Leistung. Harley-Davidson präsentiert mit der Breakout 2025 ein Motorrad, das die Essenz des klassischen Chopper-Stils mit moderner Technik und beeindruckender Leistung vereint. Harley-Davidson präsentiert mit der Nightster Special 2025 eine gelungene Symbiose aus traditionellem Sportster-Erbe und zeitgemäßer Technik. Dieses Modell besticht durch seine markante schwarze Optik, die direkt ab Werk für einen entschlossenen Auftritt sorgt. Anklänge an die jahrzehntelange Geschichte der Sportster-Reihe verbinden sich harmonisch mit einem tragenden Motor und einem aktualisierten Chassis-Design, das sowohl die Leistung als auch das Handling auf ein neues Niveau hebt. Harley-Davidson hat für 2025 die Nightster mit einer auffälligen neuen Farboption vorgestellt: dem Snake Venom Color-Shift-Lack. Diese spezielle Lackierung verändert je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel ihre Farbe und verleiht dem Motorrad einen dynamischen und einzigartigen Look. Zusätzlich zur neuen Lackierung wurden aufgewertete Räder und ein exklusiver verchromter Auspuffschutz integriert, die das Gesamtbild abrunden.

Weitere Engagements von Harley-Davidson

Harley-Davidson stoppt vorübergehend die gerade erst begonnene Produktion der Livewire. Harley-Davidson erweitert die Softtail-Familie im kommenden Jahr um die puristische Low Rider S. Auffälligste Merkmale sind der auf vier Zoll hohen Risern ruhende hohe Lenker, der tief ausgeformte Solositz und die farblich auf die Maschine abgestimmte Scheinwerferverkleidung. Harley-Davidson sponsert Motorradneulingen einen Teil der Fahrschulausbildung. Mit Probefahrtangeboten und Wiedereinsteigerkursen tourt Harley-Davidson wieder durchs Land. Harley-Davidson hat die Livewire zur Vorbestellung freigegeben. Die neue Electra Glide Standard (FLHT) soll ein ursprüngliches Reiseerlebnis bieten, das ganz in der Tradition der Touring-Motorräder von Harley-Davidson steht. Die Standard zeigt die klassische Silhouette der Touring-Maschinen. Harley Davidson zeigt auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas Harley-Davidson ergänzt sein Modellprogramm zum neuen Jahr um eine neue Softail-Variante. Die FXDR 114 wird vom 1,87-Liter-V2 angetrieben, der hier mit 91 PS und 160 Nm zwar drei PS weniger leistet, dafür aber fünf Newtonmeter mehr Drehmoment liefert. Das Styling des neuen Power Cruisers ist vom Drag Racing inspiriert. Vor drei Jahren unternahm Harley-Davidson den Versuch, mit der Baureihe Street im mittleren Hubraumsegment Fuß zu fassen und eine jüngere Käuferschicht anzusprechen. Das in Indien gefertigte 750er-Einstiegsmodell namens Street 750 überzeugte jedoch in Sachen Qualität und Material zunächst nicht. Der Kostendruck war zu offensichtlich. Harley-Davidson will bis zum Jahr 2022 in neue Segmente und Märkte vorstoßen, um noch mehr Kunden für die Marke zu gewinnen. Wie das Unternehmen heute bekanntgab, sieht der Wachstumsplan „More Roads to Harley-Davidson” neben neuen Modellen für die Stammkundschaft eine modular konzipierte Mittelklassebaureihe vor. Harley Davidson ist bei der diesjährigen European Bike Week (04. - 09.09.2018) mit 20 Vertragshändlern vor Ort. Die Motorradveranstaltung in im Süden Kärntens am Faaker See findet zum 21. Mal statt. Auf 40 000 Quadratmetern wird die Zeltstadt „Harley Village“ eröffnet. 70 Maschinen stehen für kostenlose Probefahrten bereit. Harley-Davidson bietet ab sofort in Deutschland eine Garantieverlängerung für Neufahrzeuge um ein auf dann fünf Jahre an. Je nach Modell kosten die zwölf zusätzlichen Monate zwischen 165 Euro und 283 Euro. Harley-Davidson ist auch in diesem Jahr wieder mit seiner Roadshow auf Tour. Im Gepäck sind 20 Motorräder unterschiedlicher Baureihen, die für Probefahrten und vierstündige Wiedereinsteigerkurse bereitgestellt werden. Für die Saison 2018 ergänzt Harley-Davidson die Sportster-Familie um die neuen Typen Iron 1200 und Forty-Eight Special. Das vierte „Harley Dome Cologne“ war vermutlich das letzte. Harley-Davidson hat die kostenfreie Großveranstaltung für 2018 gestrichen. Laut Importeur ist es nicht mehr möglich, das Motorradtreffen im Innenstadtbereich „wirtschaftlich umzusetzen“. Man habe auch kein befriedigendes Alternativareal gefunden, heißt es in einer Pressemitteilung. Harley-Davidson stellt auf der EICMA als jüngsten Spross der Softail-Baureihe die Sport Glide vor. Bei dem Factory-Custombike lassen sich nicht nur die Koffer, sondern auch die Verkleidung abnehmen. Harley-Davidson verdoppelt die Garantiezeit und erhöht sie auf vier Jahre. Die beiden zusätzlichen Jahre wickelt die Marke in Kooperation mit der CG Car-Garantie Versicherungs-AG ab. Die Garantie bei Harley-Davidson ist unabhängig vom Kilometerstand. Die neue Modellreihe 2018! Man sagt, die erste echte Motorradjacke mit Reißverschluss sei von einem New Yorker Lederschneider für einen Harley-Davidson-Händler auf Long Island angefertigt worden. Fakt jedenfalls ist, dass das Unternehmen „Genuine Black Horsehide Leather Jackets“ diese Jacke 1947 in sein offizielles Bekleidungsprogramm aufnahm. Zum 70. Harley-Davidson erweitert seine Touringbaureihe um die Road King Special. Sie kommt ohne Scheibe aus und verfügt über einen etwa 23 Zentimeter hohen Mini-Ape-Lemker. Harley-Davidson hat mit der XG750R die erste völlig neue Harley-Davidson Flat-Track-Rennmaschine seit über vier Jahrzehnten präsentiert. Ihr Triebwerk basiert auf dem flüssigkeitsgekühlten „Revolution X“-Motor der Street 750.

Dunlop Reifen für Harley-Davidson

Speziell für die großen amerikanischen Tourer und Cruiser von Harley-Davidson, Victory und Indian hat Dunlop einen neuen Motorradreifen entwickelt. Sein Name steht für Classic Customs par excellence.

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