Die Harley-Davidson, ein Chopper, der in Design, Funktion und technischer Innovation noch immer seinesgleichen sucht und Motorrad-Geschichte schrieb, feiert im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag. Eine Legende lebt und fasziniert Motorradfans auf allen Kontinenten. Hollywood setzte diesem Mythos mit zwei Zylindern in Filmen wie „Easy Rider“ ein Denkmal.
Freiheit und Abenteuer: Harley-Fans in Thailand
Harley-Fans gelten als freiheitsliebende Menschen. Deren Motto laute: Ride free - Live free (frei übersetzt: Freie Fahrt, lebe in Freiheit). Und wo könnte dieses Motto eher und besser umgesetzt werden als in Thailand? Immer mehr Urlauber mieten sich denn auch eine Harley-Davidson oder gehen auf eine begleitete Tour.
„Wer in Thailand eine Harley besitzt oder mietet und damit das Land erkundet, erlebt das letzte bisschen Freiheit, das du in Europa schon lange nicht mehr hast“, sagt Pan. Das ist einer der Gründe, warum sich immer mehr Urlauber in Pattaya eine Harley mieten oder auf eine begleitete Tour gehen. Touristen wird es leicht gemacht.
Sie können von ihrem Heimatland aus den Trip buchen, kommen mit dem Flugzeug in Bangkok an und steigen gleich auf. Alles ist bis ins Detail organisiert. Von Ausländern, die Riding im Blut haben und aus eigener Erfahrung die besten Routen und Ziele in diesem Land kennen. Ein Land wie aus dem Bilderbuch und das tropische Klima machen die Touren zu einem Erlebnis.
Die Reiseroute wird individuell zusammengestellt, Ziele und Pausen werden mit den Teilnehmern abgestimmt. Sie werden nicht nur im Sattel sitzen, sondern auch Zeit haben zum Schnorcheln, Tauchen, Fischen, Golfen, Schwimmen oder für eine Elefanten-Trekking-Tour. Ziele sind im Süden die Koh Samui, Chumpon, Phuket und Krabi, im Norden Chiang Mai und Chiang Rai.
Biker sollten sich auf jeden Fall sieben Tage Zeit nehmen, für die 2.500 bis 3.000 Kilometer lange Südthailandtour müssten es schon zwei Wochen sein. Nicht Rasen, sondern ein gemütliches Chopperfahren bei einer Höchstgeschwindigkeit von etwa Tempo 100 bestimmt den Trip. Die Reisegeschwindigkeit wird dem langsamsten, unsichersten Biker angepasst. Denn Sicherheit steht allemal im Vordergrund.
Teilnehmer rühmen denn auch die aussergewöhnliche kameradschaftliche Atmosphäre. Auf einem Thailand-Run „heizen“ die Bikers durch eine traumhaft schöne Landschaft. Jeder Motorradfahrer sollte sich anpassen können und die wenigen Regeln beachten. Dazu zählen: Der Führer fährt vorneweg, der Begleit-Pick-up hinterher. Hinweise der Reiseleitung sind unbedingt zu beachten, ein Mindestmass an Fahrdisziplin ist unabdingbar.
Nur so wird die Suche nach Freiheit und Abenteuer für alle Teilnehmer zu einem ultimativen Erlebnis. Denn Motorradfahren in Thailand heisst: preiswerte Touren im Vergleich zu Angeboten in anderen Ländern, so gut wie keine Polizeikontrollen, eine 20-Baht-Suppe an der am Fahrbahnrand aufgebauten Garküche essen, ständig Sonnenschein und Wärme.
Motorradfahren und schönes Wetter gehören nun mal zusammen. Und in Deutschland Kälte und Regen reduzieren die Bike-Zeit auf zwei Monate im Jahr. In einer Tour-Gruppe befinden sich Fahrer aller Altersklassen, von 20 bis 60. Der Geschäftsführer eines Unternehmens fährt neben einem Facharbeiter und einem Handwerker. Alle eint: Sie wollen ihren Urlaub nicht ausschliesslich am Strand oder in der Kneipe verbringen.
Am Ende ihrer langen Reise erhalten die Teilnehmer ein während der Tour gedrehtes Video mit Eindrücken, die sie sicherlich so schnell nicht vergessen werden. Zum Beispiel wie sich auf dem Südtrip eine Kobra über die Fahrbahn schlängelte und die Biker hart auf die Bremse treten mussten.
„Die Thais sind so nette, freundliche und hilfsbereite Menschen“, hat Gerhard jüngst bei einem Trip erfahren. Polizisten würden weder nach Führerschein, abgefahrenen Reifen oder Funktion der Blinker schauen, sich aber umso mehr für die ungewöhnlichen Motorräder interessieren. Seiner Gruppe sei Ungewöhnliches widerfahren, berichtet der Schweizer Motorradfahrer begeistert: Polizeibeamte hätten die Harley-Touristen mit Blaulicht zum Hotel geleitet.
Harley-Davidson und ihr Image
Harleys hinkt immer noch das Image nach: schwarze Lederjacken, schwere Maschine, Machos und Mädchen. „Lederjacken sind nun mal der beste Schutz für den Fahrer. Und Machos und Mädchen gelten wohl eher für Urlauber, die auf ihrer Honda die Bars in Südpattaya nach einer hübschen Thai abfahren“, weist Pan das Negativ-Image zurück. „Tatoos sind einfach schön“.
Wer einmal auf einer Harley gesessen hat, den lässt dieser Chopper nicht mehr los. Das versichern seine Fans. Und dass so viele Harley-Fahrer tätowiert seien, habe nichts mit ihrem Status als Chopper-Fahrer zu tun, sondern mit dem Zeitgeist. „Tatoos sind in Mode und einfach schön.“
Harley-Davidson in Thailand: Produktion und Markt
Thailand ist inzwischen aber auch ein wichtiger Standort für die Motorradherstellung und liegt mit seiner Produktionskapazität (2 + Millionen) an fünfter Stelle nach China (23 Millionen Einheiten), Indien (20 Millionen), Indonesien (8 Millionen) und Vietnam (3 Millionen). Heutzutage gibt es in Thailand 8 Motorradhersteller mit einer Gesamtproduktionskapazität von 3 Millionen Einheiten pro Jahr. Es handelt sich um Honda, Yamaha, Suzuki, Kawasaki, BMW, Triumph, Ducati und Harley Davidson, die auch alle Harleys für Europa produzieren.
In Thailand sehen wir eine positive Marktentwicklung in den nächsten 5 Jahren, und bereits das Jahr 2022 hat diese Ansicht trotz der Pandemie mit einer robusten Leistung unterstützt.
Herausforderungen: Biker-Gangs und Kriminalität
Die Royal Thai Police (RTP) wird nun fünf große Biker-Gangs mit Sitz im Land untersuchen, nachdem sie am 21. Juli den Anführer, einen österreichischen Staatsbürger und einige Mitglieder des Outlaws Motorcycle Club in Pattaya festgenommen hat. Polizeigeneral Surachate Hakparn, stellvertretender nationaler Polizeichef, sagte der Bangkok Post, dass die Polizei immer noch daran arbeite, Verbrechen von Ausländern, die auf thailändischem Boden leben, zu beseitigen.
„Fünf große Banden sind auf unserem Radar“, sagte er und fügte hinzu, dass es sich um den Outlaws Motorcycle Club oder Outlaws MC, Hells Angels Motorcycle Club oder Hells Angels, the Bandidos Motorcycle Club handelte, der auch als Bandido Nation, Mongols Motorcycle Club bekannt ist oder die Mongol Brotherhood und der Vagos Motorcycle Club, der auch als Green Nation bekannt ist.
Die Bandenmitglieder fahren meist große Motorräder wie Harley-Davidson-Motorräder, haben Tätowierungen und sind an der Verteilung von Betäubungsmitteln und anderen kriminellen Aktivitäten beteiligt, darunter Körperverletzung, Erpressung, Diebstahl, Kreditvergabe, Betrug, Geldwäsche, versuchter Mord oder Mord.
Polizeigeneral Surachate sagte, der Mangel an strenger Strafverfolgung und korrupte Beamte seien weitere Gründe dafür, dass sich die Bandenmitglieder für Thailand entschieden hätten. Strengere Visumskriterien könnten dazu beitragen, Bandenmitglieder oder Personen, die auf internationalen schwarzen Listen für Kriminelle stehen, von der Einreise in das Land abzuhalten.
„Wenn es noch Mafia-Banden gibt, fühlen sich Ausländer nicht sicher. Sie möchten vielleicht nicht nach Pattaya reisen oder an der Ostküste investieren. Das fügt dem Land großen Schaden zu“, fügte er hinzu. Polizeigeneral Surachate sagte, die Polizei müsse Vertrauen zwischen Einheimischen und Ausländern aufbauen. Sie müssen Gesetze durchsetzen und die Sicherheit internationaler Besucher gewährleisten.
Reparatur, Verleih und Touren
Ein Spezialist für Harley-Davidson hat im Juni an der Thappraya Road gegenüber der Soi Norway eröffnet. Der Franzose Patrick nannte sein Geschäft V2. Er verleiht und verkauft Harleys, vermittelt Touren und hat eine bestens ausgestattete Reparaturwerkstatt. Der US-Amerikaner Steve, Kfz-Meister für die amerikanischen Motorräder, repariert und wartet alle Modelle. Weiter im Angebot sind Airbrush (u.a. Tankbemalung) sowie Aufbauarbeiten und Änderungen nach Kundenwünschen. Im Geschäft werden Zubehör aller Art und Textilien wie T-Shirts verkauft.
Vier Harleys können gemietet werden: Dyna Twin Cam 2000 (Neupreis 850.000 Baht) haben 1.460 ccm und gut 60 PS. Diese Modelle stehen auch für Touren bereit, auf Wunsch können Softail und Fat Boy gebucht werden. Wer eine Twin Cam einen bis drei Tage mietet, zahlt pro Tag 2.500 Baht, ab dem dritten Tag sind es 2.000 Baht. Bei einem langfristigen Vertrag gibt’s weiteren Rabatt.
In Europa gebuchte zweiwöchige Touren kosten rund 2.900 Euro. Im Preis enthalten sind Flug, Hotel, Reiseleitung und Helm, für Essen und Trinken müssen die Biker aufkommen. Jeder Teilnehmer sollte eine Reisekrankenversicherung abschliessen und bei dem Trip ein langarmiges Hemd oder eine Jacke tragen. Denn täglich werden bei sengender Sonne bis zu 350 Kilometer gefahren.
Event-Kalender im Biker's Cafe
Das Biker's Cafe bietet eine Eventreihe für Motorrad-Enthusiasten. Hier eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen:
| Datum | Event |
|---|---|
| 24. April | Harley-Davidson |
| 15. Mai | 3. Mai: Honda |
| 26. Juni | Ducati |
| 24. Juli | BMW Motorrad |
| 28. August | Sportbikes |
| 25. September | Adventure Bikes |
| 26.-30. Oktober | Halloween Bikers Week |
| 27. November | Gentlemen’s Bike Meet |
| 24. Dezember | Christmas Special (17:00-21:00 Uhr) |
| 25. Dezember | Christmas Special (17:00-21:00 Uhr) |
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