Harley-Davidson Jubiläumsmodelle 2003: Eine Hommage an 100 Jahre Motorradgeschichte

Im Jahr 2003 feierte Harley-Davidson sein 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums legte die Motor Company spezielle Jubiläumsmodelle auf, die bei Fans und Sammlern gleichermaßen begehrt sind.

Die ersten Eindrücke von den 2003er Modellen konnten Fans und Freunde der Marke am 31. August 2002 beim Tag der offenen Tür der deutschen und österreichischen Vertragshändler gewinnen, denn just zu diesem Zeitpunkt standen die ersten Maschinen des Jubiläumsjahrgangs in den Showrooms. Jeder, der den Mythos und seine hundertjährige Geschichte live erleben wollte, war herzlich eingeladen - einerlei, ob er schon eine Harley-Davidson besaß oder noch davon träumte.

»I hate these lights«, grummelte Willie G. Davidson, Vice President Styling der Motor Company, wohl wissend, dass seine jüngsten Kreationen unter solch puffigem Gefunzel nicht zur Geltung kommen würden.

Wahre Juwelen in Sterling Silver und Vivid Black wurden präsentiert. Neben der Fat Boy in Schwarz-Silber hatten die pfiffigen Amis noch weitere 117 Jubiläums-Varianten in petto. Heißt: von der Sportster 883 in herkömmlichem Blau bis zur Screamin’ Eagle Road King in Centennial Gold war jede 2003er-Harely ein Sammlerstück.

Man achtete allerdings peinlichst auf die Prägung am Kurbelgehäuse, denn nur diese gewährte absolute Sicherheit, dass es sich tatsächlich um ein original 100TH Anniversary Bike handelte.

Ein Blick zurück: Harley-Davidson im Wandel der Zeit

Harley-Davidson kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Gegründet im Jahr 1903 von William S. Harley und Arthur Davidson in einem kleinen Holzschuppen in Milwaukee, entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einem der größten Motorradhersteller der Welt.

Hier ein kurzer Überblick über wichtige Ereignisse in der Geschichte von Harley-Davidson:

  • 1903: Gründung der Harley-Davidson Motor Company in Milwaukee.
  • 1918: Harley-Davidson macht einen geschickten Schachzug, da es nicht die ganze Produktionskapazität dem Militär anbietet.
  • 1923: Harley-Davidson war der nach Produktionskapazität größte Motorradhersteller der Welt, hatte aber zunehmend Probleme Kunden im eigenen Land zu finden. Statt zu feiern suchte man neue Märkte in Japan und kürzte das Rennbudget.
  • 1933: Es war eines der schwärzesten Produktionsjahre in der nunmehr seit Oktober 1929 andauernden „Depressions-Ära“: Von 22 Modellen im Programm erreichen nur die VL (886) und VLD (780) nennenswerte Stückzahlen.
  • 1943: Unpassend zum 40. Geburtstag ist mal wieder Weltkrieg angesagt.
  • 1953: Konkurrent Indian schließt die Tore und lässt Harley-Davidson als einzigen namhaften Motorradhersteller der USA zurück.
  • 1969: Harley-Davidson fusionierte mit der Firma AMF, einem großen Anbieter von Freizeitprodukten.
  • 1981: 13 Harley-Manager kauften die Gesellschaft von AMF zurück.
  • 1983: Gründung der HOG (Harley Owners Group).
  • 2003: Der 100. Unternehmensgeburtstag wird mit einer mobilen Megafete weltweit gefeiert.

Die Geschichte von Harley-Davidson ist geprägt von Innovationen, Krisen und Erfolgen. Das Unternehmen hat sich immer wieder neu erfunden und ist dennoch seinen Wurzeln treu geblieben.

Die Jubiläumsmodelle 2003 im Detail

Die Jubiläumsmodelle des Jahres 2003 zeichneten sich durch besondere Lackierungen, Embleme und Ausstattungsmerkmale aus. Sie waren in den Farben Sterling Silver und Vivid Black erhältlich und trugen das 100th Anniversary Emblem auf Tank, Sitz und anderen Teilen.

Zu den beliebtesten Jubiläumsmodellen gehörten:

  • Fat Boy
  • Sportster 883
  • Screamin’ Eagle Road King

Jedes dieser Modelle war ein Sammlerstück und verkörperte die lange Tradition und den einzigartigen Stil von Harley-Davidson.

Milwaukee/Hamburg - Harley-Davidson fährt mit Vollgas in das 101. Jahr seiner Unternehmensgeschichte. Im Sog des US-Konjunkturaufschwungs hat der amerikanische Motorradhersteller seinen Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um rund zehn Prozent steigern können und die Erwartungen der Analysten übertroffen. In New York kletterte die Aktie um über vier Prozent auf ein Zwei-Jahreshoch bei 58 Dollar. Insgesamt verbuchte Harley-Davidson in dem am 28. März beendeten Dreimonats-Abschnitt Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn. Die Erlöse stiegen um 4,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (980 Millionen Euro). Konzernchef Jeffrey L. Bleustein sprach von einem starken Start ins Jahr. Das Produktionsziel für das erste Quartal sei erreicht worden. Der Zweizylinder bleibt: Mit der V-Rod fährt Harley-Davidson in die Zukunft.

Im abgelaufenen Quartal lieferte das Unternehmen 74.090 Motorräder aus, ein Plus von 4,9 Prozent. Der US-Absatz erhöhte sich dabei auf 59.744 Stück. In den vergangenen 18 Jahren verbuchte Harley-Davidson jährlich Rekorde, bis ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2003 die Erfolgsserie riss. Zudem kündigte Bleustein ein Aktienrückkaufprogramm an. Harley-Davidson dominiert den amerikanischen Markt für schwere Motorräder und hat auch in Europa eine treue Fangemeinschaft.

2003 feierte das Unternehmen, gegründet von William S. Harley und Arthur Davidson, sein 100-jähriges Bestehen.

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