Kapstadt, eine Stadt, die für ihre atemberaubende Landschaft und ihre lebendige Kultur bekannt ist, bietet auch eine faszinierende Geschichte im Zusammenhang mit Harley-Davidson. Von den frühen Geschäftsbeziehungen mit Japan bis zu den heutigen Motorradtouren durch Südafrika, die Marke hat eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt.
Frühe Anfänge: Harley-Davidson und Japan
Das Engagement von Harley-Davidson in Fernost begann bereits früh in der Firmengeschichte. Zwischen 1912 und 1917 kaufte die kaiserliche japanische Armee einige wenige Harley-Davidson-Seitenwagenmodelle. In den 1920er Jahren bestellte die japanische Importfirma "Nippon Jidosha KK" einige J-Modelle mit elektrischer Ausrüstung. Auffällig war jedoch, dass keine Ersatzteile geordert wurden, was Harley-Davidson misstrauisch machte.
In den 1920er Jahren versuchte die Charles Gable Company, eine amerikanische Im- und Exportfirma, eine Alleinvertretung für den Lizenzverkauf von Harley-Davidson-Motorrädern in Ulan Bator zu erhalten. Auch hier wurde keine Ersatzteilbestellung aufgegeben, was das Misstrauen von Harley-Davidson verstärkte.
Alfred Richard Child betritt die Bühne
Alfred "Rich" Child wurde vom Management der Company beauftragt, in Japan und Fernost nach neuen Absatzmärkten zu suchen. Er entwickelte sich zu einem zuverlässigen Vertrauten der Firmenbosse und stand in ständigem Kontakt mit Walter und Arthur Davidson.
Nach einem verheerenden Erdbeben in Japan im Jahr 1923 entstand eine hohe Nachfrage nach Transportmitteln. Motorräder mit oder ohne Beiwagen erwiesen sich als ideal für die Versorgung der Bevölkerung und den Wiederaufbau. Da es in Japan keinen Motorradhersteller gab, drängte Charles Gable auf die Generalvertretung für den gesamten Fernost-Markt. Harley-Davidson hatte jedoch bereits einen Vertrag mit Nippon Jidosha und setzte Rich Child als Generalbevollmächtigten ein.
Politische Herausforderungen und illegale Geschäfte
Im Jahr 1924 begrenzte der US-Kongress die Einwanderungsrate aus Japan, was von den Japanern als Affront empfunden wurde. Alfred Rich Child reiste nach Yokohama und traf sich mit Baron Okura von Nippon Jidosha. Harley-Davidson war unzufrieden mit dem schleppenden Verkauf und der fehlenden Ersatzteilbestellung. Baron Okura erwies sich als arrogant, und Child brach die Gespräche ab.
Child fand heraus, dass Charles Gable unerlaubterweise Harley-Motorräder nach Japan einführte und schwarz verkaufte. Nippon Jidosha war in diese illegalen Geschäfte verwickelt. Child informierte Milwaukee, woraufhin alle Verbindungen zu Gable gekappt wurden.
Die Gründung der Harley-Davidson Sales Company of Japan
Im Jahr 1924 schloss Alfred Rich Child im Auftrag von Harley-Davidson einen Vertrag mit dem Pharmakonzern Sankyo Co. Limited über eine neue Harley-Vertretung in Japan ab, die er als Managing-Director leitete: die "Harley-Davidson Sales Company of Japan". Sankyo kapitalisierte die neue Firma, und Child erhielt eine fünfprozentige Provision auf alle Geschäfte.
Die neue Firma bestellte sogleich 350 Big-Twins, die meisten mit Seitenwagen, sowie Ersatzteile und Händler-Spezialwerkzeuge. Der Deal lief prächtig, und Child traf sich mit Arthur Davidson in Vancouver, um seinen Erfolg zu feiern.
Dank der guten Beziehungen von Sankyo zur japanischen Regierung wurden große Kontingente von Harleys an die Armee, die Polizei und den Postdienst verkauft. Viele Harleys fanden auch ihren Weg nach China.
Transportprobleme und die Weltwirtschaftskrise
Es gab immer wieder Ärger bezüglich Transportschäden, da die hölzernen Kisten, in denen Harley-Davidson seine teilzerlegten Maschinen verpackte, beim Ausladen in den Überseehäfen rau behandelt wurden. Im Herbst 1929 crashte die Börse, was zu einer Weltwirtschaftskrise führte. Der Dollar fiel gegenüber dem Yen, wodurch sich der Importpreis aller Harleys verdoppelte.
Alfred Rich Child schlug eine Lizenzproduktion von Harley-Motorrädern in Japan vor. Harley-Davidson stimmte diesem Plan zu, und der Sankyo-Konzern finanzierte das Geschäft mit 75.000 Dollar. Eine neue Firma wurde gegründet: die Harley-Davidson-Factory in Shinagawa.
Die in Japan produzierten Motorräder durften nur in Japan selbst verkauft werden. Fred Barr wurde als neuer Chefingenieur aus Milwaukee nach Shinagawa entsandt.
Geheime Geschäfte und die Rikuo
Harley-Davidson hielt den gesamten Fernost-Deal aus Angst vor politischen Konsequenzen streng geheim. Im Jahr 1935/36 gab es Ärger mit dem Sankyo-Konzern, da Sankyo die Verträge mit Harley-Davidson betreffend des Lizenzbaus der EL kappen wollte.
Im Jahr 1936 kündigte Harley-Davidson alle Verträge mit dem Sankyo-Konzern auf und erklärte sich damit einverstanden, dass Alfred Rich Child eine neue, eigene exklusive Harley-Davidson-Importfirma gründete: die "Nichiman Harley-Davidson-Sales", zuständig für Japan, Korea, Nordchina und die Mandschurei.
Sankyo baute die alten Seitenventiler weiter und nannte sie nun "Rikuo", was soviel bedeutet wie "König der Landstraße". Im Jahr 1937 putschte sich in Japan das Militär an die Macht. Colonel Fujii verstaatlichte die Fabrik in Shinagawa, zahlte Alfred Richard Child aus und verwies ihn des Landes.
Das Ende des Fernost-Abenteuers
Alfred Rich Child verließ Japan mit seiner Familie und einem stattlichen Betrag. Er bekam keinen Job bei Harley-Davidson und war verbittert darüber. Die Rikuo wurde weitergebaut, und im Werk Shinagawa wurden nun auch Torpedos fabriziert. Ab 1937 wurde die mit dem 1200er VL-Motor bestückte Rikuo nur noch in der Militär-Version "Typ 97" gebaut.
Im Jahr 1959 stellte Rikuo die Produktion der total veralteten Motorräder ein. Eine kleine historische Randbemerkung: Es gab noch eine andere Harley-Kopie in Japan. Die Kurugane Company baute in Hiroshima von ...
Harley-Davidson in Kapstadt heute
Heute bietet Kapstadt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Marke Harley-Davidson zu erleben. Erfahrene Harley Davidson Enthusiasten planen und führen Motorradtouren durch Südafrika. Die Touren führen entlang der Traumstrasse R 62, über traumhafte Pässe und atemberaubende Natur bis hin zur Garden Route.
Für grenzenlosen Harley Davidson Genuss stehen Busse zur Verfügung, in denen das benötigte Gepäck untergebracht wird und auch Begleitpersonen mitfahren können. Die neuesten Modelle stehen startklar für Sie bereit. Die Touren starten in Kapstadt.
Beliebte Motorradtouren in und um Kapstadt:
- Route 62: Vergleichbar mit der Route 66 in Amerika, verbindet Kapstadt und Port Elizabeth.
- Garden Route: Eine malerische Strecke entlang der Küste mit atemberaubenden Landschaften.
- Chapman's Peak Drive: Eine Küstenstraße südlich von Kapstadt mit über 100 Kurven.
- Grootrivier Pass und Bloukrans Pass: Führen zum Tsitsikamma National Park.
Ob Sie nun ein erfahrener Motorradfahrer oder ein Neuling sind, Kapstadt bietet die perfekte Kulisse für ein unvergessliches Harley-Davidson-Abenteuer. Mieten Sie eine Harley Davidson und unternehmen Sie eine Fahrt, bei der Sie unaufhörlich sagen werden, wie schön das alles ist. Bei Cape Bike Travel können Sie auch ohne Führerschein an einer chauffierten Motorradtour mitmachen.
Einige Highlights von Kapstadt, die Sie mit Ihrer Harley erkunden können:
- Tafelberg
- Kap der Guten Hoffnung
- Weinregionen
- Bo-Kaap Viertel
- Strände von Clifton und Camps Bay
| Tag | Route | Distanz |
|---|---|---|
| 1 | Ankunft in Kapstadt | 60 km |
| 2 | Kapstadt - Wellington | 295 km |
| 3 | Wellington - Montagu | 300 km |
| 4 | Montagu - Oudtshoorn | 285 km |
| 5 | Oudtshoorn - St. Francis Bay | 320 km |
| 6 | St. Francis Bay - Graaff-Reinet | 320 km |
| 7 | Graaff-Reinett - Addo | 280 km |
Die Geschichte von Harley-Davidson in Kapstadt ist geprägt von Abenteuer, Innovation und der Suche nach neuen Märkten. Von den frühen Anfängen in Japan bis zu den heutigen aufregenden Motorradtouren hat die Marke eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt. Erleben Sie selbst den Nervenkitzel einer Harley-Davidson-Fahrt durch die atemberaubende Landschaft Südafrikas.
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