Viele neue Autos haben ein sogenanntes Keyless-Zugangssystem. Das Auto erkennt den Schlüssel bereits, wenn sich der Fahrer oder die Fahrerin in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs befindet, und sperrt die Tür auf. Der Fahrer oder die Fahrerin muss den Schlüssel dazu nicht einmal aus der Tasche nehmen. Der Motor lässt sich ebenso einfach per Knopfdruck starten. Keyless-Schließsysteme sind heute weit verbreitet und gehören oft schon bei Kleinwagen zur Serienausstattung.
Sicherheitslücken und Diebstahlrisiken
Das Problem: Es gibt eine weit verbreitete Sicherheitslücke bei den als Keyless, Keyless Go oder Keyless Entry bekannten Komfort-Schlüsseln. Autodiebe können mit der Technik ausgerüstete Fahrzeuge leichter stehlen als solche mit normalem Funkschlüssel: Langfinger müssen sich nur mit einem kleinen Gerät in der Nähe des Autoschlüssels aufhalten - auch wenn sich dieser nicht in unmittelbarer Nähe zum Auto befindet - und mit einem zweiten Gerät an der Autotür. So "verlängern" sie die Reichweiten der Signale um Hunderte von Metern - und das Auto lässt sich sekundenschnell illegal öffnen und starten. Ein "Hacken" der Daten des Autos ist dabei gar nicht erforderlich. Nur rund 10 Prozent der überprüften Autos ließen sich nicht überlisten und waren gegen den Angriff mit dem vom ADAC benutzten Reichweiten-Verlängerer besser geschützt. Wichtig zu wissen: Diese Sicherheitslücke bei Keyless-Komfort-Schlüsseln existiert auch, wenn der Schlüssel im Haus liegt oder man ihn unterwegs dabei hat. Das Tückische: Läuft der Motor einmal, kann das Auto auch ohne Schlüssel so lange fahren, wie Sprit im Tank oder die Antriebsbatterie noch nicht leer ist. Wenn ein Dieb zum Beispiel bei laufendem Motor nachtankt, kann er das gestohlene Fahrzeug problemlos auch über weite Strecken überführen.Einige Diebe haben Möglichkeiten gefunden, das verschlüsselte Signal zu stören oder zu kopieren, um Zugang zum Fahrzeug zu erhalten.Laut den fortlaufenden Tests des ADAC an über 600 Fahrzeugen mit Keyless-Systemen konnten fast alle Autos mühelos geöffnet, gestartet werden. Das Problematische daran ist, dass das Auto ohne Schlüssel laufen kann, solange Kraftstoff im Tank ist. Gauner tricksen das schlüssellose Verriegelungssystem über eine Schwachstelle aus. Dafür benutzt er einen Aktenkoffer oder eine Laptoptasche, in denen eine Antenne verbaut ist. Moderne Autoknacker arbeiten mit einem Tablet- oder Router-ähnlichen Gerät. Sobald Dieb Nummer 1 dem Sender nah genug ist, leitet er die abgegriffenen Daten per Funkstreckenverlängerer an Dieb Nummer 2 weiter. Auch Langfinger Nummer 2 ist mit dem entsprechenden High-Tech-Gerät ausgerüstet. Das aufgefangene Datensignal gaukelt dem Keyless-Access-System vor, Schlüssel bzw. Transponder wäre in der Nähe.
Autobesitzerinnen und -besitzer von Modellen mit Keyless-Systemen können zudem ein zweites Mal zum Opfer werden: Wird das gestohlene Fahrzeug von der Polizei gefunden und untersucht, gibt es keine Aufbruchs- oder sonstige Diebstahlspuren. Das kann zu Problemen bei der Regulierung des Schadens oder zu dem Verdacht führen, der Besitzer oder die Besitzerin habe den Diebstahl nur vorgetäuscht, um Versicherungsbetrug zu begehen.
Versicherungsaspekte
Im Fall eines gehackten Funkschlüssels oder wenn Autodiebe das Keyless-Go-System überwunden haben, tritt die Kaskoversicherung in Kraft. Die Teilkaskoversicherung deckt den Diebstahl des Fahrzeugs ab, einschließlich gestohlener fest im Fahrzeug montierter Teile. Wertgegenstände wie Smartphones, mobile Navigationsgeräte und Laptops sind von der Erstattung ausgeschlossen. Die Vollkaskoversicherung wird automatisch aktiviert, da die Teilkaskoversicherung inbegriffen ist. Der BGH bestätigte die Verurteilung wegen Diebstahls nach §243 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 StGB. Der Versicherungsnehmer behauptet, dass ein Einbruchdiebstahl mithilfe einer Funkwellenverlängerung des Keyless-Go-Systems stattgefunden hat, bei dem sein Fahrzeug gestohlen wurde. Er argumentiert, dass der Dieb durch die unverschlossene Tür zwischen Haus und Garage gelangte und den Fahrzeugschlüssel entwendete. Das Fahrzeug des Versicherungsnehmers hat ein hohes Sicherheitsniveau, wodurch ein Diebstahl durch Funkwellenverlängerung unwahrscheinlich sei. Der Versicherer argumentiert zudem, dass der Versicherungsnehmer zumindest fahrlässig handelte, indem er den Garagenöffner im Wagen zurückließ. Ein Pilot aus Freiburg erlebte einen Diebstahl seines Audi RS 3 mittels Keyless-Go-System im Bahnhofsviertel von Frankfurt. Das Amtsgericht München entschied, dass die Versicherung nicht haften müsse, da keine Spuren am Türgriff zu sehen waren also kein "Aufbrechen" des Fahrzeugs, stattgefunden habe, wie in der Vertragsklausel festgelegt. Der ADAC warnt bereits seit einigen Jahren vor unsicheren drahtlosen Schlüsseln bei modernen Autos, aber anscheinend hat dies bisher keine Auswirkungen gezeigt. Es ist den Dieben ein Leichtes, diesen Prozess durchzuführen, da die benötigten Geräte nur einige hundert Euro kosten.Diebstahlsicherheit bei Motorrädern
Seit einigen Jahren findet man Komfort-Schließsysteme (Keyless) auch bei Motorrädern. Zu den wichtigsten Herstellern zählen BMW, Ducati, Harley-Davidson und KTM. Die Diebstahlsicherheit von Keyless haben ADAC Ingenieure auch bei Motorrädern überprüft. Hierfür wurden praktische Versuche an vier Motorrädern unterschiedlicher Marken mit Keyless-Schließsystemen durchgeführt. Es kamen die gleichen Funkstrecken-Verlängerer zum Einsatz, die bereits bei den Untersuchungen von Pkw verwendet wurden. Bei allen vier Motorrädern war es mit den Funkverstärkern möglich, über weite Distanzen zwischen Funkschlüssel und Motorrad das Lenkerschloss zu entriegeln und die Zündung zu aktivieren.Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit
Um den Schutz vor möglichen Angriffen auf Keyless-Go-Systeme zu erhöhen, werden verschiedene Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. Frequenzwechsel beinhaltet, dass der elektronische Schlüssel und das Fahrzeug in regelmäßigen Abständen zwischen verschiedenen Funkfrequenzen wechseln. Moderne Keyless-Go-Systeme setzen außerdem auf starke Verschlüsselungsalgorithmen, um die Kommunikation zwischen Schlüssel und Fahrzeug abzusichern. Einige Systeme legen zeitliche Einschränkungen fest, innerhalb derer das Funksignal gültig ist. Auch wenn ein Angreifer das Signal abfängt, hat er nur eine begrenzte Zeitspanne, um es zu nutzen. Nach Ablauf dieser Zeit wird das Signal ungültig. Modernste Systeme verwenden Sensoren und komplexe Algorithmen, um verdächtige Aktivitäten zu identifizieren.Es gibt noch vieles, das wir für dich tun, das hier nicht auf der Liste steht: Zum Beispiel ausführlich erklären, was Sache ist. Am Motor fein nachjustieren, bis das Fahrgefühl perfekt passt. Ehrliche Empfehlungen geben, um dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Gemeinsam Ersatzteil-Kataloge wälzen. Dein Custom-Bike planen und visualisieren. Wenn du uns noch nicht kennst, schau am besten einfach mal vorbei.
Deaktivierung von Keyless Go
Ist es auch möglich, Keyless-Go auszuschalten? Die Keyless-Go Funktion des jeweiligen Schlüssels kann deaktiviert werden, indem man zweimal auf die Schließentaste des Schlüssels drückt.Technische Aspekte und Nachrüstung
Eine Nachrüstung mit Originalteilen wird von den Herstellern nicht unterstützt. Auch die Verkabelung ist aufwendig und daher nur etwas für Profis. Und wie steht es um die Sicherheit? Man findet auch Nachrüstsätze zum Preis von unter 100 Euro. Sie sind nur für ältere Modelle geeignet, deren Türschlösser nicht mit Lin-Bus oder Ähnlichem kommunizieren. Teilweise wird dazu vorgeschlagen, Originalschlüssel in das Zündschloss zu stecken, die Zündung anzuschalten und anschließend den Schlüssel abzusägen. Der aufwendige Einbau mit großem Kabelsatz erfordert viel Fachkenntnis über die richtigen Anschlusspunkte. Meist sind keine fahrzeugspezifischen Anleitungen verfügbar, die genau das erleichtern würden.Alternativen und Empfehlungen
Digitale Funktechnik schützt besser Mit digitaler Funktechnik können Hersteller ihre Keyless-Modelle sicherer machen. Diese Technik verwendet Computerchips mit Ultra-Wide-Band-Technik (UWB) im Schließsystem, mit deren Hilfe aus der Laufzeit der Funksignale präzise die Entfernung des Schlüssels zum Auto ermittelt werden kann. Bei Verwendung der vom ADAC benutzten Funkverlängerung reagiert das Auto dann nicht mehr.Es ist erfreulich, dass Jaguar Land Rover seit 2018 als erster Autohersteller diese Technik in neuen Modellen einbaut. Neben dem Discovery ist laut Herstellerangaben die gleiche neue Keyless-Technik auch in den Modellen Range Rover, Range Rover Sport (jeweils ab Modelljahr 2018), Jaguar E-Pace und i-Pace verbaut. Seit 2019 sind zudem immer mehr Automodelle von Audi (unter anderem A3, Q4 e-tron), Cupra (u.a. Born, Formentor), Seat (Leon), Škoda (u.a. Enyaq, Octavia) und Volkswagen (u.a. Golf 8, ID.-Modelle, Caddy, T 7) mit UWB geschützt. Von BMW, Genesis, GWM (Great Wall Motors), Hyundai, Kia, Mercedes und Suzuki gibt es ebenfalls erste Modelle mit besserem Schutz.
Der ADAC fordert die Automobilhersteller auf, die gesamte Elektronik in Fahrzeugen systematisch und unter Einhaltung der neuesten Sicherheitsstandards abzusichern, wie es bereits in anderen Bereichen der IT praktiziert wird. Es ist inakzeptabel, dass Autos mit Keyless-Schließsystemen einfacher gestohlen werden können als solche mit herkömmlichen Funkschlüsseln. Neue Fahrzeuge mit Keyless-Schließsystemen müssen effektiv vor Diebstahl geschützt sein und die Hersteller sind daher verpflichtet, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Durch den Einsatz digitaler Funktechnologie können Hersteller ihre Keyless-Modelle sicherer gestalten. Diese Technologie nutzt Computerchips mit Ultra-Wide-Band-Technologie (UWB) im Schließsystem, um mithilfe der Laufzeit von Funksignalen genau die Entfernung des Schlüssels zum Auto zu bestimmen. Es ist erfreulich zu sehen, dass Jaguar Land Rover seit 2018 als erster Autohersteller diese Technologie in neuen Modellen integriert. Seit 2019 verfügen immer mehr Fahrzeugmodelle von Audi (A3, Q4 e-tron), Cupra (Born, Formentor), Seat (Leon), Škoda (Enyaq, Octavia) und Volkswagen (Golf 8, ID.3, ID.4, ID.5, Caddy, T 7) über UWB-Schutz.
Schutzmaßnahmen für Harley-Davidson
Um Ihre Maschine vor Diebstahl zu schützen und lange Freude daran zu haben, ist es ratsam, es den Dieben schwer zu machen. Stellen Sie zunächst sicher, ob die Funktion des Schlüssels möglicherweise deaktiviert wurde. Wenn keine andere Option besteht, können Sie den Notfallschlüssel zur Ver- oder Entriegelung verwenden. Die Mehrzahl der neuesten Fahrzeuge verfügen heutzutage über ein Keyless-Zugangssystem, was äußerst bequem ist, da das Auto den Schlüssel automatisch erkennt, sobald sich der Fahrer in der Nähe befindet, ohne dass dieser den Schlüssel herausnehmen muss. Der Motor kann ebenfalls ganz einfach per Knopfdruck gestartet werden. Allerdings besteht das Problem, dass bei den beliebten Komfort-Schlüsseln wie Keyless, Keyless Go oder Keyless Entry System eine weit verbreitete Sicherheitslücke existiert. Experten sind sich einig: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, besonders wenn man weiterhin auf diese praktische Technologie angewiesen ist. Um Missbrauch zu vermeiden, ist es am besten, Keyless Go überhaupt nicht zu benutzen.Alarm-Transportmodus:
★ Für Modelle mit FOB mit Drücker: Alarm deaktivieren, Zündung einschalten, FOB solange gedrückt halten, bis Blinker 3x blinkt. Zündung ausschalten, FOB erneut solange gedrückt halten bis Blinker 3x blinkt, fertig.
★ KEYLESS-GO bis 2010 inkl.: Zündung einschalten, Kill Schalter auf OFF, Zündung auf ACC, beide Blinkerschalter gleichzeitig drücken und wieder loslassen, Zündschalter auf OFF. Fertig
★ KEYLESS-GO ab 2011 Softail: Zündung einschalten, Zündung ausschalten, innerhalb 3 Sek beide Blinkerschalter drücken und wieder loslassen, fertig
Wichtige Hinweise zur Batterie und Alarmanlage
Deine Harley-Davidson AGM (Absorbed Glass Mat) Batterie ist eine dauerhaft versiegelte, wartungsfreie, ventilgeregelte Batterie. Die Batterie wird in aufgeladenen und betriebsbereitem Zustand geliefert. Bitte versuche auf keinen Fall die Batterie zu öffnen. Bitte beachte, dass Deine Harley-Davidson auch im geparkten Zustand Strom verbraucht. Durch die serienmäßige Alarmanlage ist es notwendig, Deine Harley-Davidson AGM Batterie während der Winterpause, aber auch bei längerer Nichtbenutzung (> 14 Tage), regelmäßig zu laden.Laden: Zu empfehlen ist ein automatisches Batterieladegerät mit konstanter Spannungsüberwachung mit einer Ladeleistung von höchstens 5 A bei weniger als 14,6 V (z.B. Original Harley Davidson Batterieladegeräte / alt.
Lagerung: Wenn das Motorrad beispielsweise mehrere Wochen (> 14 Tage) nicht gefahren wird, bitte das Motorrad an die angeschlossene Stecker-Verbindung (optionaler Einbau durch House of Flames) anschließen.
Unsere Empfehlung: Schließe Dein Motorrad stets an ein automatisches Batterieladegerät an. Es besteht die Möglichkeit, dass Sicherheitssystem für einen Zyklus zu deaktivieren, um so das Motorrad bewegen zu können, ohne das der Alarm ausgelöst wird. Den Lenker nicht verdrehen, sich nicht über den Sitz schwingen oder das Motorrad vom Seitenständer heben.- Den Motorbetriebsschalter EINSCHALTEN.
- Den rechten Blinkerschalter 1 Mal drücken.
Die fünfte Ziffer wird gespeichert. Im Transportmodus ist das Harley-Davidson Smart-Sicherheitssystem scharfgeschaltet, aber die Bewegungssensoren sind inaktiv. Gleichzeitig den linken und rechten Blinkerschalter betätigen. Zum Scharfschalten des Systems, den Zündschlüssel auf OFF (Aus) drehen. Wenn ein Schlüsselanhänger im Erfassungsbereich ist, den Zündschlüssel auf IGNITION (Zündung) und dann den MOTORBETRIEBSSCHALTER auf BETRIEB schalten.
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