Harley-Davidson und Neuseeland: Eine Reise durch Geschichte und Abenteuer

Neuseeland Touren haben eine lange Tradition. Doch wer entdeckte dieses faszinierende Land eigentlich zuerst? Der Niederländer Abel Tasman war der erste Europäer, der Neuseeland sichtete und prägte den Begriff Tasmanien. Allerdings verlief die erste Begegnung mit den polynesischen Ureinwohnern kriegerisch, wobei vier Holländer ihr Leben ließen. Abel Tasman selbst betrat nie neuseeländischen Boden.

Ganz anders der Engländer James Cook, der hier einen Kontinent vermutete. Zuerst hatte auch Cook Auseinandersetzungen mit den Maori, schaffte es aber später, Kontakt aufzunehmen.

Motorradreisen in Neuseeland

Wie wäre es mit einer klassischen Motorradtour (Neuseeland Reise) in das Land der langen weißen Wolke? Gletscher- und Berglandschaften wechseln sich ab mit wildromantischen Küstenstraßen und Regenwäldern. Auf der Südinsel gibt es viele schöne Eindrücke zu erleben. Auf der Wunschliste vieler stehen die Nordinsel, aber auch die Südinsel.

Von den vielen Reiserouten ist die von Best City Travel GmbH eine der Aufregendsten. In 19 Tagen legen Sie knapp über 3000 Kilometer auf einer Harley-Davidson zurück. Interessante Reiserouten durch Neuseeland bzw. Tasmanien werden generiert.

Anbieter von Neuseeland Touren

  • Best City Travel GmbH
  • Motorrad Reisewelt
  • Reuthers
  • Bularangi Motorbikes (bietet Harley Davidson Touren mit Chauffeur an)

Diese Anbieter ermöglichen es, die Berge, Fjorde, Küsten und Städte Neuseelands auf dem Rücken einer Harley zu erkunden.

Harley-Davidson in Fernost: Eine überraschende Geschichte

Mitten in einem zunehmend fernostfeindlichen Amerika machte Harley-Davidson in den 30er- und 40er-Jahren ebendort in Japan prächtige Geschäfte - ganz entgegen dem stets recht selbstbewusst und aggressiv eingeforderten Patriotismus. Verständlich, dass alle Geschäfte der Company in Fernost „top secret“ waren. Wie Harley-Davidson da hineinschlitterte, ist eine ebenso erstaunliche wie lehrreiche Geschichte.

Das Engagement von Harley-Davidson in Fernost begann eigentlich schon sehr früh in der Firmengeschichte. Wie der amerikanische Chronist Harry W. Sucher erzählt, soll zwischen 1912 und 1917 die kaiserliche japanische Armee bereits einige wenige Harley-Davidson-Seitenwagenmodelle gekauft haben. Wobei zu bemerken wäre, dass sich die Company schon damals wunderte, dass bei dieser Bestellung die zu dieser Zeit übliche Ersatzteilorder seitens der Japaner schlichtweg nicht getätigt wurde.

Die Anfänge in Japan

Anfang der 20er-Jahre - genauer 1922 - existierte in Japan die Importfirma „Nippon Jidosha KK“ des Barons Okura, die einige J-Modelle mit elektrischer Ausrüstung bestellte. Auch 1923 bestellte diese Firma einige Dutzend Maschinen nach. Und auch diese Order erging ohne eine Ersatzteilbestellung!

Zu eben jener Zeit, also 1923/24, bemühte sich die amerikanische Im- und Exportfirma Charles Gable Company in San Francisco, die über gute Geschäftsverbindungen in die Mongolei verfügte, bei Harley-Davidson um eine Alleinvertretung für den Lizenzverkauf von Harley-Davidson-Motorrädern in Ulan Bator. Gleichzeitig bestellte sie eine Ladung Harleys über ein damals von der Company gefordertes Bank-Akkreditiv. Auch diese Sendung wurde ohne Ersatzteile geordert. Kein Wunder, dass Harley bei der Überprüfung der Angaben der Charles Gable Company misstrauisch wurde.

Alfred Richard Child betritt die Bühne

Und nun betritt jener berühmte Alfred Richard Child die Szene, den das Management der Company nach einigen erfolgreichen vorherigen Tätigkeiten beauftragte, in Japan und Fernost nach neuen Absatzmärkten zu suchen. Dazu muss man sagen, dass sich Alfred „Rich“ Child zu einem zuverlässigen und ergebenen Vertrauten der Firmenbosse entwickelt hatte und ständig in direktem Kontakt mit Walter und Arthur Davidson stand, um deren Weisungen - meist bedingungslos - auszuführen.

1923 legte ein verheerendes Erdbeben den Osten Japans in Trümmer, infolgedessen eine hohe Nachfrage von leichtgängigen Transportmitteln in den zerstörten Gebieten entstand. Dabei stellte sich heraus, dass Motorräder mit oder ohne Beiwagen die idealen Fahrzeuge waren, um in den Trümmerlandschaften die Versorgung der Bevölkerung und den Wiederaufbau zu bewerkstelligen. Dumm war nur, dass es in dieser Zeit in ganz Japan keinen Motorradhersteller gab.

1924 gab es dann durch eine unglückliche politische Entscheidung der Amerikaner einen gewaltigen außenwirtschaftlichen Knall: Der US-Kongress begrenzte die Einwanderungsrate aus Japan, was von den Japanern als ein Affront gegen ihr Land empfunden wurde und eine äußerst feindliche Atmosphäre zwischen den beiden Ländern nach sich zog.

Im Juli des gleichen Jahres tauchte Alfred Rich Child in Yokohama auf und wurde von Baron Okura eingeladen. Harley-Davidson war ziemlich sauer über den schleppenden Verkauf der Motorräder und irritiert darüber, dass die Firma Nippon Jidosha um keinen Preis Ersatzteile bestellen wollte. Harley-Davidson gab zu bedenken, dass zu einer vernünftigen technischen Wartung und Pflege Ersatzteile unabdingbar sind. Baron Okura erwies sich als arroganter Wichtigtuer und Alfred Richard Child brach kurzerhand die erfolglosen Gespräche ab.

Illegale Geschäfte und eine neue Vertretung

Er hatte aber inzwischen herausbekommen, dass Charles Gable unerlaubterweise Harley-Motorräder nach Japan einführte und schwarz verkaufte. Schlimmer noch: Die Firma Nippon unternahm nicht nur nichts dagegen, sondern steckte mit Mr. Gable unter einer Decke. Gemeinsam machten sie mit den nunmehr in Japan so sehr benötigten Motorrädern zwar prächtige, aber doch illegale Geschäfte. Child kabelte nach Milwaukee, man möge doch bitte alle Verbindungen zu Gable sofort kappen, was die Firmenleitung auch prompt umsetzte.

Auch noch im Jahr 1924 traf er sich mit Repräsentanten des großen Pharmakonzerns Sankyo Co. Limited in Muromachi/Tokio und schloss im Auftrag von Harley-Davidson einen Abkommen über eine neue Harley-Vertretung in Japan ab, der er als Managing-Director vorstand: Die „Harley-Davidson Sales Company of Japan“. Schließlich war alles mit Sankyo in trockenen Tüchern und die neue Firma in der Kyobashe-Straße in Ginza/Tokio wurde vom Sankyo-Konzern kapitalisiert. Rich Child bekam auf alle Geschäfte eine fünfprozentige Provision, eine vertraglich abgesicherte Basis, die von nun an bis zum Ende der japanischen Unternehmungen bestand, und die auch von Harley-Davidson absolut korrekt eingehalten wurde.

Erfolgreiche Exportgeschichte

Immer noch 1924, ein sehr bedeutendes Jahr der Exportgeschichte, bestellte die neue Firma sogleich 350 Big-Twins, die meisten mit Seitenwagen. Das war ein beachtlicher Auftrag, zu dem noch Ersatzteilbestellungen im Wert von 20.000 Dollar und Händler-Spezialwerkzeuge für 3.000 Dollar dazukamen. Kurzum, der neue Deal lief prächtig und Alfred Rich Child fuhr kurzerhand mit dem Schiff nach Vancouver, um sich dort mit Arthur Davidson zu treffen, der ihm zu seinem Erfolg gratulierte.

Inzwischen kamen die neuen 1925er Modelle mit dem modernen Tropfentank (designed von Arthur Constantine) bei der Harley-Davidson Sales Company of Japan an. Rich Child kurbelte als „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“ den Verkauf in Japan mächtig an und schon bald hatte die einzige Konkurrenz, die aus wenigen importierten Indians bestand, kaum noch was zu melden.

Da der Sankyo-Konzern besonders gute Beziehungen zur japanischen Regierung, genauer gesagt zum japanischen Militär hatte, wurden große Kontingente von Harleys sowohl an die Armee als auch an die Polizei und den Postdienst verkauft.

Lizenzproduktion in Japan

Im Herbst 1929, am sogenannten Schwarzen Freitag, crashte die Börse und riss die Welt in eine noch nie dagewesene Wirtschaftskrise, die bis 1932 anhielt. Die direkte Folge war, dass der Dollar fast um ein Drittel seines Wertes gegenüber dem Yen fiel. Die unmittelbare Auswirkung davon war, dass sich mit einem Schlag der Importpreis aller Harleys glatt verdoppelte. Der geniale Alfred Rich Child fand aber auch hier einen Ausweg: eine Lizenz-Produktion von Harley-Motorrädern in Japan.

Harley lieferte aus Milwaukee Blaupausen und überzählige Fertigungsmaschinen, die wegen der schlechten Nachfrage der Motorräder überflüssig in Wisconsin herumstanden. Der Sankyo-Konzern ließ sich darauf ein, das für damalige Verhältnisse ungewohnte Geschäft mit 75.000 Dollar zu finanzieren. Eine neue Firma wurde gegründet: die Harley-Davidson-Factory in Shinagawa. Es gab allerdings eine vertragliche Auflage von Harley: Die in Japan produzierten Motorräder durften nur in Japan selbst verkauft werden.

Das Ende des Fernost-Abenteuers

1936 kündigte Harley-Davidson alle Verträge mit dem Sankyo-Konzern auf und erklärte sich damit einverstanden, dass Alfred Rich Child eine neue, und diesmal eigene exklusive Harley-Davidson-Importfirma gründete: die „Nichiman Harley-Davidson-Sales“, zuständig für Japan, Korea, Nordchina und die Mandschurei - alles damals von Japan besetzte Gebiete.

1937 putschte sich in Japan das Militär an die Macht. Colonel Fujii, der die bisherigen Geschäfte mit der Armee und Sankyo koordiniert hatte, verstaatlichte kurzerhand die Fabrik in Shinagawa, zahlte Alfred Richard Child aus und verwies ihn dann samt seiner Familie mit einem Ultimatum des Landes. Es war das Ende des Fernost-Abenteuers von Harley-Davidson.

Die Rikuo

Sankyo indes heimste ohne jegliche Skrupel die Fertigungsstraßen in Shinagawa ein, baute die alten Seitenventiler weiter und nannte sie nun „Rikuo“, was soviel bedeutet wie „König der Landstraße“.

Abgesehen davon hatten die Japaner keine Hemmungen, die Rikuo auch nach Australien und Neuseeland zu exportieren. Ab 1937 wurde die mit dem 1200er VL-Motor bestückte Rikuo nur noch in der Militär-Version „Typ 97“ gebaut.

Waitangi Day und Neuseelands Geschichte

Am 6. Februar 1840 wurde die Geschichte Neuseelands als britische Kolonie besiegelt. Im Waitangi Treaty House wurde der gleichnamige Vertrag zwischen britischen Gesandten und Maori Häuptlingen unterzeichnet. Ob damals die Vertragsunterzeichnung mit rechten Dingen zuging oder Stimmen der Maori Häuptlinge durch Bestechung erschlichen wurden, ist heute kaum zweifelsfrei historisch belegbar. Klar ist, dass Vertragsbrüche zu einer Entschädigung der Maori führten. Zur Klärung strittiger Rechtsfragen, die in Bezug zum Vertrag von Waitangi stehen, wurde das Waitangi Tribunal gegründet. Heute wird der 6. Februar als Waitangi Day und Nationalfeiertag Neuseelands gefeiert.

Das Treaty House, welches auf den Waitangi Grounds nahe Paihia steht, wurde der Öffentlichkeit als Gedenkstätte zugänglich gemacht. Als eines der ältesten erhaltenen Gebäude in Neuseeland ist es ein offizielles Kulturdenkmal und Teil der Reuthers Neuseeland Paradise Tour.

Harley-Davidson King of the Kings

Fünfzehn vorherige „Battle of the Kings“-Gewinner sind in einem spannenden Kampf gegeneinander angetreten, um sich zum Harley-Davidson King of the Kings krönen zu lassen, aber nur einer konnte den ultimativen Preis gewinnen.

Harley-Davidson stärkt Kernmärkte

Harley-Davidson will im Rahmen des strategischen Fünf-Jahres-Plans »The Hard Wire« die Kernmärkte weiter stärken. Neben dem Heimatmarkt USA zählt dazu die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) mit dem Schwerpunkt Deutschland, Österreich und Schweiz.

»Da wir uns auf die Stärkung unserer priorisierten Märkte konzentrieren, wozu die EMEA- und speziell die DACH-Region zählen, ist ein starkes Netzwerk von profitablen Händlern essentiell, um den Kunden ein Erlebnis rund um unsere Marke zu bieten, das diese noch attraktiver macht«, erläutert Jochen Zeitz, Chairman, President und CEO von Harley-Davidson.

Zusammenfassung

Die Geschichte von Harley-Davidson in Neuseeland ist geprägt von frühen Erkundungen, abenteuerlichen Motorradreisen und einer überraschenden Verbindung zu Fernost. Von den ersten europäischen Entdeckern bis zu den modernen Tourenanbietern hat Harley-Davidson eine bedeutende Rolle in der Region gespielt. Die Marke stärkt ihre Kernmärkte und bietet unvergessliche Erlebnisse für Motorradfahrer.

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