Harley Davidson Privatverkauf: Tipps für einen erfolgreichen Verkauf

Beim Verkaufen eines Gebrauchtmotorrades möchte man als Verkäufer möglichst wenig Stress haben und einen guten Preis erzielen. Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Tipps für den erfolgreichen Privatverkauf Ihrer Harley Davidson in Deutschland.

Wertermittlung: Den richtigen Preis festlegen

Der erste Schritt beim Gebrauchtmotorrad Verkauf ist oft die Ermittlung des Listenpreises des Fahrzeuges. Heutzutage kann man den Wert seines Fahrzeuges beim Verkauf sehr professionell von Schwacke (Deutschland) prüfen lassen. Dieses Service ist kostenpflichtig.

Man kann aber auch einen Blick auf das derzeitige Preisniveau des betreffenden Motorrades in der 1000PS Gebrauchtbörse werfen. Hier muss man aber ganz klar festhalten: Die angegebenen Preise sind keine tatsächlichen Verkaufspreise sondern oftmals Wunschvorstellungen von Verkäufern. Denn in der Praxis kann es sein, dass zum taxierten Preis keine Sau anruft und es niemals zu einem Verkauf kommt.

Die große Auswahl von Gebrauchtmaschinen im Internet macht es leicht, den aktuellen Marktwert anhand vergleichbarer Angebote auszuloten. In jedem Fall sollten Sie den Verkaufspreis realistisch angeben. Setzen Sie den Preis zu hoch an, verschrecken Sie seriöse Käufer. Üblicherweise wird ein Verhandlungsspielraum von 10 bis 20 Prozent einkalkuliert, was Sie bei ihren Preisforderungen auch bedenken sollten.

Die perfekte Verkaufsanzeige: So präsentieren Sie Ihre Harley optimal

Im deutschsprachigen Raum sind verschiedene Kleinanzeigen-Plattformen am Start. mobile.de, Motoscout24.de und 1000PS.de sind die stärksten Börsen in Deutschland. Welcher Marktplatz die beste Wahl für sein Inserat ist, hängt oftmals vom Modell ab.

Klar ist es wichtig, das Motorrad mit Infos möglichst umfangreich zu beschreiben. Doch man kann es sich auch leichter machen und lässt Bilder sprechen. Denn fast alles was man beschreiben möchte, kann man auch mit Fotos glaubhaft untermauern. Kilometerstand, Reifenzustand, Ausstattungsmerkmale, der kleine Kratzer am Tank oder der montierte Zubehörauspuff - all das kann man perfekt und glasklar mit Fotos darstellen. Vor allem auf Smartphones werden eher Fotos durchgescrollt als Texte gelesen. Daher bieten wir auf 1000PS auch die Möglichkeit an, bis zu 30 Bilder zum Inserat hochzuladen. Ins richtige Licht rücken - Morgen oder Abendsonne nutzen und mit der Sonne im Rücken fotografieren! Bei Kompaktkameras oder Handys keinen Blitz verwenden!

In jedem Fall sollten Sie aussagekräftige Bilder von der Maschine einstellen. Ein Handy-Schnappschuss des Motorrades, welches möglicherweise unter schlechten Lichtverhältnissen in der eigenen Garage gemacht wurde, erweist sich kaum als verkaufsfördernd. Durch geschickte Positionierung können Sie die Eigenschaften der Maschine sogar noch betonen. Eine Reise-Enduro wirkt beispielsweise noch etwas bulliger, wenn sie perspektivisch von unten fotografiert wird. Auch Detailbilder sollten nicht fehlen, weil diese einen besseren Überblick über den Zustand verschaffen. Wenig gepflegte Maschinen weisen beispielsweise an den Schrauben Rost auf, je nach Alter können auch blinde Instrumente oder verschlissene Gummiteile auftreten.

Neben den Bildern ist auch eine ausführliche Beschreibung hilfreich. Hinsichtlich erledigter Wartungsarbeiten und Fahrzeugausstattung gilt: Alles, was nicht explizit aufgeführt wird, gilt als nicht vorhanden. Sofern die letzte Wartung noch nicht allzu lange in der Vergangenheit liegt, sollte dies in jedem Fall erwähnt werden. Auch Zustandsbeschreibungen wichtiger Verschleißteile wie Reifen oder Kettensatz sind hilfreich, selbst wenn die Teile sich der Verschleißgrenze nähern.

Der erste Eindruck zählt: Vorbereitung des Motorrads

Vor dem Verkauf muss das Motorrad perfekt auf Vordermann gebracht werden. Da reicht nicht bloß eine einfache Wäsche - das Bike muss sich in Bestform präsentieren. Für diesen Fall gibt es beim Fachhändler Profi-Pflegeprodukte mit denen man sämtliche Materialien am Motorrad richtig gut in Szene setzen kann. Wir bei 1000PS vertrauen seit Jahren auf die Produkte von MOTOREX. Ganz wichtig! Glanzspray mit Farbauffrischer nach der Reinigung auf Lack und Kunststoff. MOTOREX MOTO SHINE. Der Preis der Pflegeprodukte rechnet sich in jedem Fall!

Noch bevor Sie Ihr Bike zum Verkauf anbieten, sollten Sie es daher bei einem Fachhändler oder einer Prüfstelle auf Herz und Nieren testen lassen und seinen Zustand durch ein Gutachten dokumentieren. Bringen Sie Ihr Bike daher vor dem Verkauf auf Hochglanz, um es Interessenten von seiner besten Seite zu präsentieren. Dazu sollten Sie das Motorrad zunächst gründlich waschen - und zwar auch an verdeckten Stellen wie hinter Verkleidungen. Prüfen Sie darüber hinaus den Öl- und Wasserstand sowie den Reifenluftdruck, kontrollieren Sie die Bremsbeläge und den Säurestand der Batterie. Vergessen Sie zudem nicht, die Kette fachgerecht zu justieren und falls nötig zu schmieren.

Die Reifen am Motorrad üben oft einen überdurchschnittlichen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung aus. Selbst bei einem 10.000 oder 15.000 Euro Bike kauft man nicht gerne, wenn darauf ein nahezu abgefahrener Reifen montiert ist. Für den Gesamteindruck ist es also hervorragend, wenn man dem Bike vor dem Verkauf einen frischen Pneu spendiert. Hier kann man einen sogenannten 2nd- oder 3rd Liner für wenig Geld beim Reifenhändler kaufen. Also einen neuen Reifen, welcher allerdings nicht die letzten Hightech Features mit drinnen hat. Die Reifenhersteller lassen bei Reifenneuerscheinungen oftmals die Vorgängerprodukte im Programm und senken hier die Preise kräftig. Ein Satz Reifen ist dann bis zu 40% billiger als die aktuelle Topware. Die Reifen sind in Ordnung, aber eben nicht die grandiose Premium Ware. Doch es gibt bestimmt viele Käufer die ein Bike wegen einem abgefahrenen Reifen nicht kaufen, aber mit einem nagelneuen Reifen aus der vorletzten Modellgeneration kein Problem haben.

Das Verkaufsgespräch: Vertrauen schaffen und überzeugen

Überhaupt ist eine solcher Deal hauptsächlich von Emotionalität und weniger von rationalen Gedanken gesteuert. Bei der ersten Analyse und bei der Suche stehen zwar noch Hard Facts wie "km-Stand", "Preis" und "Erstzulassung" im Fokus. Doch schon beim Betrachten der ersten Bilder wird es emotional. Einerseits muss man mit dem Produkt, dem Motorrad bzw dem Roller, ein Gefühl der Begehrlichkeit erwecken. Sei es durch besonders schöne Fotos, frische Reifen welche darauf glänzen, tollem Zubehör oder einem niedrigen Kilometerstand welcher mit einem Foto in Szene gesetzt wurde. Andererseits muss der Käufer / die Käuferin Vertrauen fassen. So kann es sein, dass ein Verkäufer der offen und ehrlich auf die Mängel einer Maschine hinweist, einen höheren Preis erzielen kann als jemand der versucht diese zu verschweigen. Denn nur die wenigsten von uns sind in Sachen Körpersprache und NLP ausgebildet. Beim Käufer stellt sich also beim Gespräch ein schwer zu definierendes unsicheres Gefühl ein, wenn beim Verkäufer Körpersprache und Aussagen nicht zueinander passen. Wer jedoch offen auf die Schwachstellen des Angebotes hinweist, kann das gesamte Verkaufsgespräch selbstsicher führen und hat nix zu verbergen.

Bei den Preisverhandlungen wird der Käufer natürlich versuchen den Preis vom Fahrzeug noch zu drücken. Oft ist auch wenig der pragmatische Spargedanke die treibende Kraft, sondern das Ego des Käufers welches unbedingt einen Verhandlungserfolg verbuchen möchte. Diesen Verhandlungserfolg kann man spendieren, indem man beim Preis nachlässt oder das Angebot aufbessert. So könnte man zum Beispiel Zubehör erstmal nicht als Teil des Angebotes präsentieren. Dann bei den Verhandlungen jedoch dann schweren Herzens mit übergeben. Hand aufs Herz: Das Zubehör einzeln zu verkaufen bringt zwar möglicherweise etwas mehr Ertrag ist aber super mühsam und zeitaufwendig.

Beantworten Sie alle Nachfragen am Telefon ehrlich und gewähren Sie möglichen Käufern so einen umfassenden Einblick. Bevor der erste Interessent vor der Tür steht, sollten Sie alle nötigen Unterlagen wie etwa Fahrzeugbrief, Serviceheft, Bedienungsanleitung, TÜV-Gutachten bzw. Prüfbericht und diverse Rechnungen vorbereiten. Nehmen Sie sich für den Besichtigungstermin Zeit und bieten Sie dem Interessenten als zusätzliche Option eine Probefahrt an.

Probefahrt und Kaufabwicklung: Worauf Sie achten müssen

Besonders vertrauensfördernd ist es, wenn Sie dem potentiellen Käufer die Möglichkeit zu einer Probefahrt einräumen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie dabei unbedingt ein Pfand des Interessenten einbehalten, etwa seinen Personalausweis.

Ein Käufer ist gefunden und Sie haben sich auf den Preis geeinigt. Nun gilt es, bei der Kaufabwicklung an alle wichtigen Formalitäten zu denken. Bereiten Sie vor dem Übergabetermin alle nötigen Unterlagen wie Fahrzeugbrief, Wartungsheft, Bedienungsanleitung, TÜV-Bericht, etwaige Belege sowie die Schlüssel vor. Melden Sie das Motorrad noch vor der Abholung ab und denken Sie daran, alle Versicherungen rechtzeitig zu kündigen.

Der Kaufvertrag: Rechtliche Sicherheit für beide Seiten

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie unbedingt auf einem schriftlichen Kaufvertrag bestehen. Bei dem Verkauf Deines Motorrades darf ein Kaufvertarg nicht fehlen. Unterlagen, die Sie bereithalten müssen sind u. a. Fahrzeugschein und -brief, Wartungsheft, Bedienungsanleitung, TÜV-Bericht, Schlüssel und etwaige Belege sowie Rechnungen (die z. B. in der Vergangenheit stattgefundene Reparaturen bescheinigen).

Es muss nochmals betont werden: Seien Sie ehrlich, verschweigen Sie keine Mängel oder Unfallschäden - Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, dem Käufer bestehende, bekannte Defizite offenzulegen.

Zahlungsmodalitäten und Übergabe

Bei der Bezahlung gilt: Am sichersten ist es, wenn Sie auf Barzahlung bestehen, bei der Annahme von Schecks sollten Sie hingegen vorsichtig sind. Händigen Sie dem Käufer das Motorrad sowie den Fahrzeugbrief niemals, bevor Sie die gesamte Summe erhalten haben, zählen Sie das Geld nach und prüfen Sie es auf seine Echtheit.

Hinsichtlich der Bezahlung sei gesagt: Händigen Sie unter keinen Umständen Ihr Bike und den Fahrzeugbrief aus, wenn Sie nur eine fragwürdige Anzahlung erhalten haben; außerdem ist es ratsam, das Geld bei der Übergabe auf Vollständigkeit als auch Echtheit zu prüfen.

Checkliste für den erfolgreichen Harley Davidson Privatverkauf

  1. Wertermittlung: Ermitteln Sie den realistischen Marktwert Ihrer Harley Davidson.
  2. Inserat: Erstellen Sie eine aussagekräftige und ehrliche Verkaufsanzeige mit hochwertigen Fotos.
  3. Vorbereitung: Bringen Sie Ihr Motorrad in Topform und beseitigen Sie eventuelle Mängel.
  4. Verkaufsgespräch: Seien Sie ehrlich, offen und schaffen Sie Vertrauen.
  5. Probefahrt: Bieten Sie eine Probefahrt an, um das Interesse des Käufers zu steigern.
  6. Kaufvertrag: Schließen Sie einen schriftlichen Kaufvertrag ab, um sich rechtlich abzusichern.
  7. Zahlung: Bestehen Sie auf Barzahlung bei Übergabe des Motorrads.
  8. Übergabe: Händigen Sie das Motorrad und die Fahrzeugpapiere erst nach vollständiger Bezahlung aus.

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