Harley-Davidson, eine Marke mit einer 120-jährigen Geschichte, steht für Freiheit, Individualität und den amerikanischen Traum auf zwei Rädern. Doch in jüngster Zeit sah sich das Unternehmen mit wachsendem Druck und Kontroversen konfrontiert, insbesondere im Zusammenhang mit seinen Diversity- und Inklusionsprogrammen.
Das Ende der Diversity-Programme
Der weltbekannte Motorradhersteller Harley-Davidson hat das Ende seiner Diversity- und Inklusionsprogramme angekündigt. Laut Berichten der „Berliner Zeitung“ will Harley-Davidson künftig weniger Engagement in den Bereichen Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zeigen.
Das Unternehmen gab bekannt: „Wir haben derzeit keine Diversity-Abteilung und betreiben ein solches Programm seit April 2024 nicht mehr.“ Laut Berichten des amerikanischen Nachrichtenportals CNN wird Harley-Davidson künftig keine LGBTQ+ Pride Festivals mehr sponsorn und sich von der Human Rights Campaign, einer führenden LGBTQ+ Interessenvertretung, zurückziehen.
Das Unternehmen erklärte zudem, dass es alle seine Sponsoring-Verträge und externen Partnerschaften überprüfen und gegebenenfalls beenden werde.
Der Druck von rechts
Grund für die Entscheidung seien zunehmende negative Äußerungen in den sozialen Medien, die darauf abzielten, die Harley-Davidson-Gemeinschaft zu spalten, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme des Unternehmens. CNN berichtet, dass Harley-Davidson besonders unter dem Druck des konservativen Aktivisten Robby Starbuck stand, der seine mehr als eine halbe Million Follower gegen die Politik des Unternehmens mobilisierte.
Starbuck und seine Unterstützer, darunter auch X-Chef Elon Musk und rechtsgerichtete Politiker, kritisierten die Teilnahme des Unternehmens an LGBTQ-Programmen und -Initiativen.
Der rechte Aktivist Starbuck wertete den Rückzug von Harley-Davidson als „Sieg für unsere Bewegung“ - und plant bereits seine nächste Kampagne.
Andere Unternehmen knicken ein
Der Motorrad-Hersteller reiht sich in eine Liste von US-Unternehmen wie Einzelhändler Tractor Supply und Landtechnik-Hersteller John Deere ein, die nach Kampagnen unter der Führung von Starbuck ihr Streben nach Vielfalt aufgaben.
Es scheint, als habe der Druck in den sozialen Medien mehr Gewicht als eine fortschrittliche Unternehmenspolitik.
Die Fat Boy Gray Ghost: Eine neue Ikone feiert Jubiläum
Ungeachtet der Kontroversen setzt Harley-Davidson weiterhin auf seine legendären Modelle und präsentiert mit der Fat Boy Gray Ghost eine neue Ikone. Dieses fünfte Modell der Icons Motorcycle Collection feiert 35 Jahre Fat-Custom-Style!
Die silbrig schimmernde Fat Boy Gray Ghost ist das fünfte Modell der Harley-Davidson Icons Motorcycle Collection. Dieses neue, in streng limitierter Auflage gefertigte Icons Modell feiert die ersten 35 Jahre der Fat Boy - eines Bikes, das Geschichte schrieb und dessen Name zu den bekanntesten der Motorradwelt zählt. Mit ihrem neuen, glänzenden Reflection Finish, das die gesamte Maschine aussehen lässt, als sei sie in Chrom getaucht, verneigt sich die Fat Boy Gray Ghost vor einer Legende in Sachen Motorraddesign.
Im Rahmen der Icons Motorcycle Collection präsentiert die Motor Company Jahr für Jahr die streng limitierte Auflage eines Motorradmodells, das die Neuinterpretation einer klassischen H-D Stilikone darstellt. Die Modelle der Icons Motorcycle Collection sind nummeriert und weisen spezielle Features auf, die sie von der jeweiligen Serienversion abheben.
„1990 nahm die ursprüngliche Fat Boy den Look, die Proportionen und die Silhouette einer Hydra-Glide aus dem Jahr 1949 auf und verband sie mit der seinerzeit aktuellen Technik, um eine neue Generation von Fahrern anzusprechen“, erläutert Brad Richards, Harley-Davidson Vice President of Design und Creative Director Motorcycles.
Einzigartiges Reflection Finish
Die Fat Boy ist ein Motorrad für Fahrer, die ein Statement setzen wollen. Dieses Statement wird durch die Fat Boy Gray Ghost der Icons Collection noch deutlicher. Sie schimmert in der Sonne, als sei sie aus einem massiven Aluminiumblock herausgefräst und auf Hochglanz poliert worden.
Das Reflection Finish wird mittels PVD-Verfahren (Physical Vapor Deposition) erzeugt, das auch als Dünnfilmbeschichtung bekannt ist. Dabei wird ein festes Material in einem Vakuum verdampft und auf die Oberfläche eines Bauteils - im Fall dieser Maschine des Kraftstofftanks sowie des Front- und Heckfenders - aufgebracht.
Die Präzision der Beschichtung führt zu einem einzigartigen Finish, das chromähnlich aussieht, aber Vorteile gegenüber einer konventionellen Verchromung hat. Der Rahmen ist in einem hellen Silberton pulverbeschichtet und verchromte Seitendeckel vervollständigen den glänzenden Look.
Die Geschichte der Fat Boy
1990, in einer Zeit, als die Motorradmedien und ein Großteil der Motorradfahrer sich für immer leistungsstärkere Sportmotorräder begeisterten, schlug die Harley-Davidson Fat Boy ein wie ein donnernder Heavy-Metal-Akkord.
Die Fat Boy wurde von einem Custombike inspiriert, das auf der H-D Softail Plattform basierte und 1987 bei Harley-Davidson Montréal entstand. Geschäftsführer Duc Dufour und Werkstattmitarbeiter Denis Lavoie entwickelten diese Maschine und tauften sie Lowboy. Sie verfügte über eine verdeckte Hinterradfederung, ein Leichtmetall-Scheibenrad, einen Frontfender aus Fiberglas und einen breiten Lenker.
Harley-Davidson Manager Jerry Wilke entdeckte sie und schickte ein Exemplar nach Milwaukee. Die Maschine gab dem H-D Stylingteam unter der Leitung von Willie G. Davidson und Louie Netz den Anstoß zur Entwicklung ihrer Fat Boy.
„Bei der Fat Boy von 1990 sind die Räder das entscheidende Merkmal“, erläutert Davidson in seinem Buch „100 Years of Harley-Davidson”. „Mit den Scheibenrädern wollten wir einen unverwechselbaren Look erschaffen. Wir trieben unsere Idee mit einer einfarbigen silbernen Lackierung und einem silbern pulverbeschichteten Rahmen weiter voran. Deshalb fügte ich gelbe Verzierungen an den Kipphebelgehäusen, dem Kupplungs- und Zündungsdeckel und dem Zündschalter hinzu. Wir bauten einen Fat Boy Prototyp und nahmen ihn mit nach Daytona, um ein persönliches Feedback von den Fahrern zu erhalten.”
„Sie fragen sich wahrscheinlich, wie wir auf den Namen Fat Boy gekommen sind. Ich habe viele Geschichten darüber gehört, von denen fast alle unwahr sind“, berichtet Davidson. „Hier ist die wahre Geschichte: Es ist nicht leicht, einen ebenso einprägsamen wie dauerhaft beliebten Namen zu finden. Wir suchten nach etwas Ungewöhnlichem und vielleicht sogar Respektlosem und es hat schon etwas Cooles, sich von Zeit zu Zeit über die eigenen Produkte lustig zu machen. Für mich und für viele andere Insider, die das Motorrad gesehen hatten, sah es einfach sehr fett aus.
1991: Durch ihren Auftritt im Kinofilm „Terminator 2: Judgment Day“ wird die Fat Boy noch bekannter. In einer dramatischen Verfolgungsszene rast Arnold Schwarzenegger auf ihr durch Los Angeles. Der Film wurde weltweit zum Blockbuster und trug dazu bei, die Fat Boy auf vielen Märkten, insbesondere den europäischen, als stellvertretend für die Marke Harley-Davidson zu etablieren.
Hamburg Harley Days: Ein Fest für Motorrad-Enthusiasten
Es dröhnen die Motoren, es blitzt der Chrom und Menschen mit bestickten Lederjacken und großen Motorrädern bevölkern den Hamburger Großmarkt: Die dreitägigen Hamburg Harley Days stehen wieder an.
Zum Programm gehören neben den geführten Ausfahrten in die Lüneburger Heide oder ins Alte Land auch wieder die Custom-Bike-Show mit den schönsten und umgebauten Bikes sowie lautstarke musikalische Unterhaltung.
Höhepunkt wird aber wohl die Parade der Tausenden Motorräder sein.
In diesem Jahr feiert die Groß-Veranstaltung ihr 20-jähriges Bestehen, 2003 wurde die Motorradfete zum ersten Mal in der Hansestadt begangen - zum 100-Jährigen des Unternehmens Harley-Davidson. Die 120-jährige Geschichte des US-amerikanischen Motorradherstellers wird auf dem Gelände am Großmarkt mit einer Ausstellung und vielen historischen Bikes gezeigt.
Verwandte Beiträge:
- Harley Davidson Holzbild: Individuelle Wanddekoration für Fans
- Harley Davidson Softail Satteltaschen: Modelle, Kaufberatung & Tipps
- Harley Davidson Evo Motor neu: Kaufberatung, Preise & Tuning
- Harley Davidson BSL Auspuff: Test, Sound & Kaufberatung
- Michelin Fahrradreifen 20 Zoll Test – Die besten Modelle im ultimativen Vergleich!
- Entdecke die neuesten Flyer E-Bike Modelle – Schweizer Innovation auf zwei Rädern revolutioniert deine Fahrt!
Kommentar schreiben