Harley-Davidson steht für Freiheit, Rock'n'Roll und beeindruckende Maschinen - und manchmal auch für erstaunliche Summen Geld. Wer glaubt, Motorräder seien im Vergleich zu einem schicken Auto etwas für den schmaleren Geldbeutel, hat vermutlich noch nie einer Harley-Auktion beigewohnt. Die Maschinen mit dem markant blubbernden V-Motor sind nicht nur handwerkliche Meisterstücke, sondern vor allem Kultobjekte. Verglichen mit anderen Marken spielen Harleys in einer separaten Liga. Sie sind ein „Classic-Brand“.
Bei der einzigen nennenswerten Motorrad-Company der Vereinigten Staaten zählen Status und Image mindestens ebenso wie das exklusive mechanische Know-how. Da Biker den Duft von Freiheit und Abenteuer mögen, umgeben sie sich gerne mit dem Mythos von „Easyrider“, dem Roadmovie mit Peter Fonda und Dennis Hopper aus dem Jahr 1969. Er beschreibt das Lebensgefühl der 60er-Jahre und macht heute noch jeden Harley-Fahrer zum kleinen Rebellen. Sowohl die neuen als auch die alten Zweiräder der Vorzeigefabrik erobern so ihre Kundschaft.
Kaufentscheidungen fallen emotional, dann erst fällt der Blick ins Portemonnaie. Die Enthusiasten reichen vom smarten Fondsmanager bis zum Rocker mit Zopf. Wahre Fans besitzen mehr als eine Maschine. Hierzulande werden die Klassiker gerne von Wirtschaftsprüfern, Architekten und Zahnärzten gekauft, aber auch weniger gut verdienende Chopper-Fans leisten sich den Luxus. Die Zielgruppe der 35- bis 60-Jährigen ist identisch mit den Besitzern von Oldtimern. Nicht selten stehen zwei Maschinen und mehr in der heimischen Garage: Neben den gepflegten Oldies, die in den vergangenen zehn Jahren sukzessive an Wert zulegten, steht die austauschbare Gebrauchsmaschine. Den wahren Werten bleibt man dabei treu.
Die Top 10 der teuersten Harley-Davidson-Motorräder
Ob limitierte Serienmodelle, echte Filmikonen oder skurrile Einzelstücke: Hier kommen die zehn teuersten Harley-Davidson-Motorräder aller Zeiten. Natürlich konnte ich nicht alle teuren Bauten finden, die es auf der Welt gibt - also seht diese Liste als die gute Mitte an.
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Platz 10: Harley-Davidson WLA (1942) - ca.
Die WLA war Harleys Beitrag zum Zweiten Weltkrieg - und wurde in riesigen Stückzahlen an die US-Armee geliefert. Heute ist sie Kultobjekt für Militärhistoriker, Harley-Sammler - und alle, die schon immer mal wie Captain America den Helm aufsetzen wollten. Restaurierte Exemplare kosten etwa so viel wie ein Neuwagen - und sehen dazu deutlich besser aus.
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Platz 4: Harley-Davidson CVO Road Glide RR (2025) - ca.
Du willst Rennstrecken-Vibes, aber nicht auf Koffer verzichten? Ausgestattet mit dem größten Harley-V2 aller Zeiten (131 cui / 2.147 cm³), 153 PS, Titan-Auspuff, Öhlins-Fahrwerk, Carbonverkleidung - alles, was man braucht, um auf der King of the Baggers-Rennstrecke auch mal den inneren Valentino zu channeln. Limitiert auf 131 Stück - und leider nur für den US-Markt. Europa muss weiter träumen...Und ich weiter in meine Spardose heulen.
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Harley-Davidson Strap Tank (1908) - ca. 935.000 US-Dollar
Ein Motorrad, das älter ist als der Erste Weltkrieg: die Strap Tank von 1908 ist ein technisches Urgestein. Ihr Name kommt von den vernickelten Stahlriemen, die den Tank am Rahmen befestigen. 2023 wurde eine dieser Raritäten bei einer Auktion für 935.000 US-Dollar verkauft. Kein Wunder - sie stammt aus der Frühzeit von Harley, als die Motoren noch aus Fahrrädern geboren wurden.
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Harley-Davidson "Captain America" Easy Rider - ca. 1 Million Euro
Wem Easy Rider kein Begriff ist, der darf jetzt gerne nochmal bei Netflix nachholen. Eines der wenigen erhaltenen Filmexemplare wurde 2014 versteigert für knapp über eine Million Euro. Dabei wurde das Bike ursprünglich aus einer alten 1950er Hydra Glide zusammengebaut.
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Platz 1: Harley-Davidson Blue Edition - ca.
Was passiert, wenn ein Uhrmacher, ein Edelmetall-Fan und ein Motorradbauer in eine Schweizer Werkstatt eingeschlossen werden? Richtig: die Blue Edition. Goldbeschichteter Motor, eingebaute Uhr von Carl F. Bucherer, eine Leuchte für das Schmuckstück im Tank und mehr Diamanten als auf einem Rap-Konzert. Angeblich fahrbar, aber wahrscheinlich in konstanter Angst vor Reißverschlüssen und Steinschlägen.
Sammler und ihre Leidenschaft
Für seltene Harley-Modelle müssen Sammler tief in die Tasche greifen. Andreas Koehler vom Berliner Harley-Vertragshändler Classic Bike sagt: „Eine Harley Knucklehead, Jahrgang 1936, wird nicht unter 30.000 Euro gehandelt, Tendenz steigend. Mit spezifischen Anbauteilen und in bestem Zustand fängt die Skala für Nachkriegsmodelle bei etwa 20.000 Euro an. Gut in Schuss und fahrtüchtig würde zum Beispiel eine Harley-Davidson Panhead von 1948 im Starr-Rahmen mit Springergabel 25.000 Euro kosten."
Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe gegen Ende des vergangenen Jahrzehnts zu einer kleinen Nachfrage-Delle geführt. Inzwischen hätten die Kurse wieder ordentlich angezogen. Koehler: „Ich beobachte, dass in diesen turbulenten Zeiten das historische Krad, speziell solche aus den Vorkriegsjahren, weltweit deutlich im Marktwert zulegt, die Nachfrage stetig steigt. Derzeit bin ich kaum in der Lage, den Wünschen und Nachfragen meiner Kunden gerecht zu werden. Vor allem im Bereich amerikanischer Motorräder mit Schwerpunkt Harley-Davidson und Indian aus den 30er bis Anfang 40er-Jahren ist es eng.“
Matthias Korte ist leidenschaftlicher Sammler von Harley-Davidson-Motorrädern. Er wurde als Jugendlicher durch den Film "Easy Rider" vom Chopper-Fieber gepackt. In seiner zwanzigjährigen Sammlerkarriere gingen rund 40 Harleys durch seine Hände.
Korte: „Eine Harley ist anders als andere Motorräder. Ihr Kult, das Design, der Motor, der Sound - das ist einzigartig. Wenn eine Harley an mir vorbeiblubbert, ist das für mich nicht Fortbewegung, sondern Ausdruck eines Lebensgefühls. Speziell die alten Maschinen haben extrem niedrige Leerlaufdrehzahlen. Wenn eine von denen auf dem Seitenständer steht und das Motorrad hin- und her vibriert, dann bekomme ich immer noch Gänsehaut.“
Korte: „Richtig wertbeständige Oldtimer sind Knuckleheads, insbesondere die frühen 1936er, die sehr selten sind. Die 1947er Knuckle ist auch eine gute Investition, obwohl sie in wesentlich größeren Stückzahlen gebaut wurde. Eine 36er liegt zwischen 60.000 und mehr als 100.000 Euro. Die 47er wird zwischen 40.000 und 70.000 Euro gehandelt. Ich habe beide Modelle, leider nicht im Originalzustand.“
Wertstabilität und Wiederverkaufswert
Die hessischen Fakten-Checker von Schwacke kennen sich mit Fahrzeugen bestens aus: Seit fast sechzig Jahren erheben sie regelmäßig Marktdaten und erstellen Analysen sowie die „Bibel“ der Gebrauchtfahrzeuge, die berühmte Schwacke-Liste. Jetzt hat Schwacke einmal mehr festgestellt, dass die Motorräder mit dem geringsten Wertverlust den Harley-Davidson Schriftzug am Tank tragen.
Basis der Untersuchung war die Auswertung der Gebrauchtpreise der 25 beliebtesten Maschinen Deutschlands aus dem Jahr 2012 - unter ihnen: zwei Harleys. Solche Dreijährigen haben inzwischen im Schnitt 25.000 Kilometer auf der Uhr und sind noch etwa 62 Prozent ihres Neupreises wert. Die beiden Ausreißer stammen aus den USA: Restwert-König unter Deutschlands zulassungsstärksten Motorrädern ist die Dyna Fat Bob. Sie erzielt nach drei Jahren noch einen Restwert von stattlichen 75,2 Prozent. Auf Platz Zwei des Rankings behauptet sich mit einem Restwert von 74,6 Prozent die Forty-Eight. Werte zwischen 64,0 und 66,8 Prozent erreichen die nächstplatzierten Wettbewerber aus Italien, Deutschland, Österreich und Großbritannien.
„Qualität, Zuverlässigkeit und eine stabile Neupreispolitik zahlen sich halt auch bei den Gebrauchtpreisen aus“, freut sich Frank Klumpp, Marketing Director, Harley-Davidson Germany GmbH, „gut für alle, die irgendwann ihre Harley durch ein neues Bike ersetzen wollen!“
Auf geprüfte und garantierte Qualität darf sich der Kunde natürlich auch jederzeit verlassen, wenn er sich für eine gebrauchte Maschine interessiert. Zu diesem Zweck hat die Company das „Harley-Davidson Originals“-Gebrauchtfahrzeug-Siegel entwickelt. Motorräder mit diesem Siegel wurden vom Vertragshändler mittels eines 99 Punkte umfassenden Checks auf Herz und Nieren geprüft. Sind alle Tests bestanden, stellt der Dealer überdies eine einjährige Gebrauchtfahrzeug-Garantie aus.
Harley-Davidson Modelle im Überblick
Harley-Davidson bietet eine Vielzahl von Modellen, die sowohl neue als auch erfahrene Fahrer ansprechen. Hier ein kleiner Überblick:
- CVO Street Glide 2023: Harleys Antwort auf die Frage: Wie viel Luxus passt eigentlich auf zwei Räder? Unter dem Blech brummt der neue Milwaukee-Eight VVT 121, ein V2 mit 1.977 cm³, 115 PS und genug Drehmoment, um dir beim Gasgeben die Sonnenbrille von der Nase zu ziehen. Dieses Bike ist nicht einfach ein Motorrad es ist ein rollender Spa-Bereich mit eingebautem Bass.
- Glide ST (2023): Optimiert für die Rennserie "King of the Baggers" mit speziellen Fahrmodi wie Track und Track Plus. Der Sound bleibt Harley, aber das Fahrverhalten geht nun mehr Richtung Sport. Wer sagt, dass Touring nicht stilvoll sein darf, hat diese Glide noch nicht gesehen.
- 120th Anniversary Harley-Davidson: Zum 120-jährigen Bestehen der Marke gönnte sich Harley ein echtes Flaggschiff: 1.300 Stück weltweit, 1.868 cm³ Milwaukee-Eight, viel Chrom, viel Geschichte und ein Jubiläumslogo, das man sich fast tätowieren lassen möchte. Was man dafür bekommt? Ein fahrbares Denkmal und das ganz ohne Museumsbesuch.
- Ultra Limited: Das etwas abgespeckte, aber nicht weniger stilvolle Pendant zur Ultra Limited. Ebenfalls 1.868 Kubik, 94 PS, 158 Nm und ein Design zum Niederknien. Limitiert auf 1.600 Stück - also immer noch exklusiv genug für die Bike Night im Clubhaus.
Die frühen Jahre von Harley-Davidson
Seit 1905 stellt Harley-Davidson Motorräder her und ist damit die älteste noch heute bestehende Motorradfabrik der Welt. Ihre ersten Motorräder bauten Arthur Davidson und William Harley nach Feierabend zusammen. Als sie 50 Maschinen verkauft hatten, gaben sie ihre Jobs auf, gründeten eine Firma und zogen in eine größere Werkstatt um. In den folgenden Jahrzehnten stiegen die Produktionszahlen rasant an und die ehemalige Feierabend-Werkstatt mauserte sich zur heute weltweit bekanntesten Motorrad-Schmiede mit Kultstatus. Seit 1985 börsennotiert.
Harley-Davidson und die Freiheit
Eine Harley Davidson steht für den Traum von Freiheit. Noch heute fahren viele Gruppen mit ihrem Harleymotorrad über die alte, legendäre Route 66, die von Illinois nach Kalifornien führt.
Die erste Harley Davidson wurde im Jahre 1909 als Modell 5D vorgestellt, das über einen Zweizylindermotor verfügte. Das Motorrad hat Charme, ist spritzig und kultig. Selbst die Texas Rangers waren mit einer Harley Davidson Modell J ausgestattet. Anfang der 1970er-Jahre wurde die Harley Davidson verändert, sodass sie dem Chopper gerecht wurde. Mit dem Modell FX 1200 Super Gilde kam die Harley Davidson nach einigen Jahren wieder zum Erfolg.
Von der ersten Generation dieser Serie, von der FX 1200 Super Gilde, wurden nur 4.700 Maschinen gebaut. Diese Maschinen sind nur noch selten auf den Highways zu sehen. Sammler müssen hier schon tief in den Geldbeutel greifen, wenn sie die Angebote nicht vergleichen. Im Urzustand kostet die FX 1200 Super Gilde etwas mehr als 20.000 Euro.
Entdecke die Freiheit auf zwei Rädern mit den elektrischen Bikes von Harley-Davidson Serial1. Entworfen mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe wie die legendären Motorräder, bieten diese E-Bikes ein unvergleichliches Fahrerlebnis und Sicherheit auf der Straße. Mit leistungsstarker Elektronik und stilvollem Design sind die perfekte Wahl für Abenteurer, Pendler und alles dazwischen. Erlebe das Beste aus beiden Welten mit der Harley-Davidson Serial1.
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