Harley-Davidson Softail: Unterschiede und Innovationen der Modelle

Die Harley-Davidson Softail Familie verkörpert den klassischen Harley-Spirit und bietet gleichzeitig modernen Fahrwerkskomfort. Motorradfans, die das ästhetische Design von Starrrahmen schätzen, aber dennoch nicht auf ein modernes Fahrzeugkonzept und den Komfort eines auch am Heck gefederten Rahmens verzichten wollen, wählen eine Harley-Davidson Softail.

Von der Seite betrachtet wirkt eine Softail wie ein Motorrad ohne Hinterradfederung. Tatsächlich jedoch verfügt der Softail Rahmen über ein dem Auge des Betrachters verborgenes Zentralfederbein unter dem Sitz, das modernen Fahrwerkskomfort sicherstellt, der vollkommen auf der Höhe unserer Zeit ist.

Neuer Rahmen und Fahrwerkskomponenten

Der neue, leichtere und steifere Rahmen ermöglicht den Softail Modellen ein deutlich verbessertes Fahrverhalten. Da er den klassischen Look eines am Hinterrad ungefederten Motorrads beibehält und dennoch modernen Fahrwerkskomfort auf höchstem Niveau bietet, vereint er Form und Funktion auf geradezu ideale Weise.

Zu den Vorzügen, die das neue Chassis mit sich bringt, gehören ein präziseres Einlenkverhalten, ein agileres Handling und ein geringeres Fahrzeuggewicht, was zu einer besseren Beschleunigung beiträgt. Bei zahlreichen Modellen konnte die Schräglagenfreiheit vergrößert werden und zudem fällt es dem Fahrer nun leichter, die Maschine vom Seitenständer in die Vertikale zu heben.

Der neukonstruierte Rahmen konnte - nicht zuletzt dank des erhöhten Kohlenstoffanteils im Stahl - um rund 65 Prozent verwindungssteifer ausgelegt werden als sein Vorgänger aus dem Modelljahr 2017. In Kombination mit der neu gestalteten Schwinge trägt er dazu bei, dass das gesamte Chassis rund 34 Prozent steifer ausfällt als jenes der Vorgängertypen. Zudem punktet es mit einer reduzierten Komplexität, nämlich mit einer 50-prozentigen Reduktion seiner Bestandteile und rund 22 Prozent weniger Schweißnähten.

Harley-Davidson kombiniert den Rahmen mit zwei unterschiedlichen Schwingen: einer für schmalere (Narrow) und einer für breitere Hinterreifen (Wide). Das „Wide“-Chassis ist 5,89 kg (15 Prozent) leichter und das „Narrow“-Chassis wiegt 8,16 kg (20 Prozent) weniger als die Chassis der Vorgängermodelle. Die Schwinge wird durch ein Zentralfederbein zum Rahmen hin abgestützt.

Ebenfalls neu ist die Gabel. Sie verfügt über die „Dual Bending Valve“-Technologie, die Harley-Davidson erstmals bei Touring Modellen zum Einsatz brachte. Sie verbessert das Dämpfungsverhalten über das gesamte Intervall des Ein- und Ausfederns hinweg. Die Konstruktion ist ebenso leistungsfähig wie eine herkömmliche Cartridge-Gabel, fällt jedoch leichter aus. Mit einem Federweg von 130 mm bietet sie eine ideale Synthese aus Komfort und dynamischen Qualitäten.

Dank der neuen Fahrwerksgeometrie hat der Fahrer die Maschine stets perfekt unter Kontrolle. In Kombination mit der Gabel absorbiert das neue Zentralfederbein sämtliche Fahrbahnunebenheiten, um das Bike so ruhig wie stabil zu halten. Seine Federbasis kann auf einfache Weise justiert werden. Eine maximale Zuladung von bis zu 217 kg garantiert in allen Fahrsituationen ausreichende Kapazitäten für Sozius und Gepäck und stellt dabei zugleich hohen Komfort und leichtes Handling sicher.

Je nach Modell sind die neuen Softail Typen bis zu 17 kg leichter als ihre jeweiligen Vorgänger. Das optimierte Leistungsgewicht äußert sich in einer kraftvolleren Beschleunigung, einem besseren Bremsverhalten und einem dynamischeren Fahrverhalten in Kurven - zumal bei nahezu allen Modellen die Schräglagenfreiheit vergrößert werden konnte.

Neuer Motor in zwei Hubraumvarianten

Die Softail Typen werden im Modelljahr vom Milwaukee-Eight 107 oder vom Milwaukee-Eight 114 Motor angetrieben - den stärksten Triebwerken, die bis dato in einem Harley-Davidson Chopper oder Cruiser zum Einsatz kamen. Als V2 mit einem kraftvoll ausladenden Zylinderwinkel von 45 Grad und einem schlank gehaltenen Kurbelgehäuse sowie einer untenliegenden Nockenwelle behält der Milwaukee-Eight trotz seiner zahlreichen modernen Features die klassische Bauform der Harley-Davidson Motoren bei.

Der V2 ist starr mit dem Softail Rahmen verbunden. Die Montagepunkte wurden neu definiert, um den Motor möglichst kompakt in den Rahmen zu integrieren und die Chassissteifigkeit zu erhöhen. Dank seiner Ausgleichswellen werden die Vibrationen des Triebwerks auf das Maß reduziert, das Harley-Davidson Fahrer schätzen. Da der Motor einlassseitig gedämpft wurde und mechanisch ausgesprochen leise läuft, kommt sein typischer Harley-Davidson Sound umso besser zur Geltung.

Zwei Hubraumvarianten stehen zur Wahl:

  • Milwaukee-Eight 107 (1.745 cm3 bzw. 107 cui) - Serienmäßig in allen Modellen erhältlich.
    • Bohrung: 100 mm; Hub: 111,1 mm; Verdichtungsverhältnis: 10,0:1
    • Eine um etwa 10 % schnellere Beschleunigung von 0-60 mph (0-97 km/h) als der High Output Twin Cam 103 Motor
    • Ein im Vergleich zum High Output Twin Cam 103 Motor um rund 16 % besserer Durchzug zwischen 60 und 80 mph (97 und 129 km/h) im fünften Gang
  • Milwaukee-Eight 114 (1.868 cm3 bzw. 114 cui)
    • Optional in ausgewählten Modellen erhältlich (Fat Bob 114, Fat Boy 114, Breakout 114 und Heritage Classic 114)
    • Bohrung: 102 mm; Hub: 114,3 mm; Verdichtungsverhältnis: 10,5:1
    • Ventilator Luftfilter mit „114“-Graphics und -Badges
    • Eine um etwa 9 % schnellere Beschleunigung von 0-60 mph (0-97 km/h) als der Milwaukee-Eight 107 Motor
    • Ein im Vergleich zum Milwaukee-Eight 107 Motor um rund 13 % besserer Durchzug zwischen 60 und 80 mph (97 und 129 km/h) im fünften Gang

Ausgewählte Features der Softail Modelle

Die Modellfamilie ist reich an eleganten Formen und markanten Charakteren: Das Portfolio erstreckt sich vom schlanken Chopper-Style über wuchtigen Cruiser-Look bis zum stilvollen Touren-Design.

Fat Boy

Als Urmeter aller Cruiser hat die Fat Boy über Jahrzehnte hinweg das Custom-Styling dieses Segments definiert. In der Version übertrifft sie sich selbst. Ihr aufwendiges Satin-Chrome-Finish und der mächtige Motor bilden ein neues, ebenso wuchtiges wie athletisches Styling-Statement und ihr Fahrverhalten ist handlicher denn je.

  • Selbstbewusstes Design mit wuchtigem Front End
  • Moderne Interpretation der klassischen Harley-Davidson Scheinwerferverkleidung
  • Neugestaltetes Lakester Leichtmetallscheibenrad, bereift mit einem 160er, dem breitesten Vorderreifen an einer serienmäßigen Harley-Davidson
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert
  • ABS-Bremssystem
  • Neugestaltetes Lakester Leichtmetallscheibenrad am Heck, bereift mit einem 240 mm breiten Pneu
  • Optional mit Milwaukee-Eight 114 Motor erhältlich

Heritage Classic

Die Neuinterpretation des Heritage Desings nimmt Anleihen bei klassischen, in Schwarz gehaltenen Harley-Davidson Modellen der Fünfzigerjahre und verbindet diesen Look mit einem modernen Anspruch.

  • Neue, abnehmbare Windschutzscheibe
  • Neue, verschließbare und wasserdichte Hartschalenkoffer im Look von Satteltaschen
  • Erhöhte Zuladung
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert
  • Optional mit Milwaukee-Eight 114 Motor erhältlich
  • Serienmäßig mit Cruise Control und ABS-Bremssystem

Low Rider

Inspiriert von der Custom-Chopper-Ära der 1970er-Jahre, in der die ursprüngliche Low Rider erstmals den Asphalt eroberte, ist das Modell leichter, dynamischer, handlicher und kurvengieriger denn je.

  • Tachometer und Drehzahlmesser in der Tankkonsole, der Scheinwerferhalter und die Graphics entsprechen dem klassischen Low Rider Design
  • „Radiate“-Leichtmetallgussspeichenräder in 19 Zoll (vorn) und 16 Zoll (hinten)
  • Stilvoll gestalteter Shotgun Auspuff

Softail Slim

Ein gechopptes Rear End, ein schlanker Front Fender, ein Solositz und wenig Chrom - reduziert auf das, was zählt, bildet die Slim eine Hommage an die faszinierenden Bobber der Nachkriegszeit.

  • Drahtspeichenräder, Hollywood-Lenker und neues, im dunklen Finish gehaltenes Design des Front Ends
  • Flacher Solositz im „Tuck and Roll“-Style
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert

Deluxe

Ein mit üppiger Verchromung versehener Eyecatcher im Stil historischer Harley-Davidson Dresser, der zugleich ein ausgesprochen modernes und überaus aktives Fahrerlebnis bietet.

  • Scheinwerfer und Zusatzscheinwerfer, Tombstone Rücklicht und die neuen Blinkleisten in LED Technik
  • Pullback-Lenker
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert
  • ABS-Bremssystem

Breakout

Ihr lang gestrecker, stylischer und kraftvoller Dragster-Look kennzeichnet die Breakout. Im Modelljahr punktet sie mit einer größeren Schräglagenfreiheit und mehr Agilität denn je.

  • Neuer, im oberen Bereich clean gehaltener Tank
  • Flache Silhouette mit gereckter 49-mm-Gabel
  • Glänzend schwarz pulverbeschichtete Gasser Leichtmetallgussspeichenräder
  • bereift mit einem 240er, 21-Zoll-Vorderrad mit einem 130er Pneu bereift
  • Daymaker LED-Scheinwerfer
  • Neuer, am Riser montierter, digitaler Tachometer
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert
  • ABS-Bremssystem
  • Optional mit Milwaukee-Eight 114 Motor erhältlich

Fat Bob

Druckvolle Beschleunigung, ein Fahrwerk, das Fahrbahnunebenheiten lässig wegsteckt, ein überaus agiles Kurvenverhalten und ein selbstbewusster Look mit etlichen schwarzen Bauteilen - die Fat Bob ist besser denn je.

  • Performance-Auspuff mit hochgezogenen Schalldämpfern im Custom-Finish
  • 150-mm-Vorderreifen und 180-mm-Hinterreifen
  • Zwei Scheibenbremsen vorn
  • Neuer Tank
  • Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell reduziert
  • 43-mm-Upside-down-Gabel
  • Optional mit Milwaukee-Eight 114 Motor erhältlich

Street Bob

Eine Maschine, bei der bewusst auf alles verzichtet wurde, was beim genussvollen Motorradfahren überflüssig ist. Im Sattel einer Harley-Davidson geht es um Eines: Emotion.

Auspuffanlagen und Zubehör

Da der amerikanische Hersteller aber aufgrund von Euro-Normen gezwungen wurde, seine Bikes in Sachen Sound zu zähmen, kommt nun der Zubehörmarkt zum Zug. Typisch für Zard bringen die Auspuffanlagen nicht nur eine elegante Optik mit, sie erhöhen auch die Leistung geringfügig und sparen massiv an Gewicht. Für sechs Harley-Touring Modelle bietet der Auspuffhersteller Komplettanlagen, sowie Slip-On Systeme an. Diese sind als Euro4 und Euro5 Versionen erhältlich und folgen ebenso dem Zard-Credo: Weniger Gewicht, mehr Leistung und Sound.

Der Sound der Serien Auspuffanlagen ist in der Regel ja nicht so toll, daher überlege ich, direkt eine andere Anlage anzuschaffen.

Alternativ gibt es da noch Penzel oder Kess Tech, die per Klappe geöffnet oder geschlossen werden können. Das ganze gibt es dann noch manuell oder elektronisch. Für die Fat Boy habe ich mich gezielt für Jekill entschieden, weil einfach der Sound am besten war. Bin von der Jekill begeistert wobei ich Vance and Hines auch ganz gut finde.

MILLER Exhaust Auspuffanlagen sind so konzipiert, dass sie den Geräuschpegel deiner Harley-Davidson® innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte halten. Sie entsprechen allen Vorschriften in den EU-Ländern sowie der Schweiz.

Der Schalldämpfer mit integriertem Racing dB-Absorber sorgt für einen satten Sound und eine verbesserte Leistung - ca. 5-7 dB (A) lauter im Vergleich zur Standard EG/BE-Version. Bitte beachtet: Der Einsatz des Schalldämpfers ohne den dB-Absorber oder mit dem Racing dB-Absorber ist auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.

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