Räder und Felgen sind entscheidende Komponenten eines Motorrads, insbesondere bei schnellen Sportmodellen. Sie müssen enormen Kräften und Biegebelastungen standhalten, die beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurvenfahrten auftreten. Zudem müssen sie dicht sein, um den Luftdruck im Reifen dauerhaft zu gewährleisten.
Die Bestandteile eines Rades
Ein Rad besteht im Wesentlichen aus drei Hauptkomponenten:
- Achse
- Speichen oder Gussform
- Felge
Die Abmessungen der Felge bestimmen die Reifengröße, die montiert werden kann. Bei der Normfelge werden Reifendurchmesser, Maulweite, Felgenbreite, Art der Abdichtung (Felgenhump) und die Ausführung des Felgenbetts und der Felgenhörner festgelegt. Die Felgendimensionen sind für alle Räder, egal ob Speiche oder Gussrad, immer dieselben. Auch symmetrische Vorderräder haben eine vorgegebene Laufrichtung, die durch einen Pfeil gekennzeichnet ist.
Drahtspeichenräder
Bis Anfang der 70er-Jahre waren Drahtspeichenräder weit verbreitet. Diese Räder bestehen aus Nabe, Speichen und Felge, die bei Beschädigung relativ einfach ersetzt werden können. Das Speichenkorsett verleiht dem Felgenring Federeigenschaften, die speziell auf schlechten Straßen dem Fahrkomfort zuträglich sind. Deshalb werden Drahtspeichenräder bis heute in Motocross- und Enduro-Maschinen verbaut.
Der Nachteil bei der industriellen Großserienfertigung war das relativ hohe Gewicht und das überwiegend nur in Handarbeit mögliche Einfädeln und Spannen der Speichen. Die Widerstandsfähigkeit und Dauerhaltbarkeit hängt von der gleichmäßigen und korrekten Spannung der Speichen ab. Unregelmäßig angezogen, können die Antriebs- und Bremskräfte des Bikes lediglich auf die zu stark vorgespannten Speichen übertragen werden, die unter der hohen Zugbelastung letztlich brechen.
Durch die Retro-Welle erleben die klassischen Drahtspeichenräder eine Wiederbelebung. Mit neuer Technik und hochwertigen Werkstoffen lassen sich auch extrem breite Felgen sicher und stabil in das Speichenkorsett integrieren. Luftdicht abgeschlossen oder außerhalb des Felgenbetts verankert, können die Speichenräder auch problemlos mit schlauchlosen Reifen bestückt werden.
Comstar-Verbundräder
Mitte der 70er-Jahre kamen sogenannte „Comstar-Räder“ auf. Hierbei wurden die Nabe und die luftdichte Alu-Felge mit Blechpress-Profilen verbunden. Diese Verbundräder waren jedoch nur als eine Übergangslösung bis zur Ära der Gussräder geeignet. Losgerüttelte, nicht reparable Nietverbindungen sorgten zudem für Probleme.
Gussräder
Die ersten Gussräder waren klobig und bleischwer. Der Grund dafür lag in der damals noch problematischen Gusstechnik. Lufteinschlüsse schwächten das Material, was die überdimensionale Festigkeit notwendig machte. Durchgehende Kontrollen mittels Ultraschall oder Röntgenstrahlen waren im Großserienbau nicht zu bezahlen.
Ein gewagter Schritt war das leichte und trotzdem ausreichend stabile Dreispeichenrad Mitte der 80er-Jahre. Mehrspeichenräder, zum Teil als Y-Konstruktion angelegt, die bei der Verwendung dünner Felgenbetten eine bessere Stabilität unter extremen Belastungen garantierten, lösten die Dreispeichen-Konstruktionen in den letzten Jahren wieder ab.
Leichte Räder haben den Vorteil, dass sie nicht nur das Gesamtgewicht senken, sondern auch die beim Beschleunigen entstehenden rotierenden Massenkräfte verringern. Zudem verbessern Räder, die zu den ungefederten Fahrzeugmassen zählen, je leichter sie sind den Federungskomfort, das Ansprechverhalten und die Handlichkeit der Maschine.
Optimierungen werden bis ins letzte Detail vorgenommen. Dazu gehören die im Gesenk geschmiedeten Magnesium- oder Aluminium-Räder. Im Anschluss an die grobe Fertigung im Schmiedegesenk wird in der CNC-Bearbeitung jegliches überflüssiges Material abgeschält. Übrig bleiben filigrane Vielspeichen-Räder mit hauchdünnen Wandungen an Speichen und Felgenbett.
Funktion und Belastung von Drahtspeichenrädern
Beim Bremsen können nur die auf Zug belasteten Speichen das Drehmoment von der Nabe auf die Felge übertragen.
Reifen für Harley Davidson Sportster
Hier ist eine Übersicht von verschiedenen Reifen für Harley Davidson Sportster, inklusive Modelle, Größen, Verfügbarkeit und Preisen:
| Reifentyp | Größe | Modell | Verfügbarkeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Hinterreifen | 150/80B16 77V TL | COBRA CHROME AV92 | 19 x verfügbar | Criuser/Chopper |
| Hinterreifen | 150/80B16 77V TL | COBRA CHROME AV92 WW | nicht am Lager | Criuser/Chopper, Weisswand |
| Vorderreifen | 80/90-21 54H TL | H50 FRONT | 13 x verfügbar | Für HD-Modelle |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | H50 REAR | 8 x verfügbar | Für HD-Modelle |
| Vorderreifen | MH90-21 54H TL | K65 | 4 x verfügbar | Für Tourenmotorräder und Chopper |
| Hinterreifen | 150/80B16 71H TL | K65 rear | 4 x verfügbar | Für Tourenmotorräder und Chopper |
| Vorderreifen | MH90-21 54H TL | CRUISETEC FRONT | 3 x verfügbar | Cruiser-Chopper, für mitteleuropäische Wetterverhältnisse |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | CRUISETEC | 67 x verfügbar | Cruiser-Chopper, für mitteleuropäische Wetterverhältnisse |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | ME888 MARATHON ULTRA | 57 x verfügbar | Cruiser-Chopper |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | ME888 MARATHON ULTRA WW | 43 x verfügbar | Cruiser-Chopper, Weisswandmodell |
| Vorderreifen | 80/90-21 54H TL | SCORCHER 31 FRONT | nicht am Lager | Cruiser-Chopper, Erstausrüstung Harley-Davidson |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | SCORCHER 31 | 2 x verfügbar | Cruiser-Chopper, Erstausrüstung Harley-Davidson |
| Vorderreifen | 90/90-21 54H TL | NIGHT DRAGON FRONT | nicht am Lager | Cruiser und Chopper |
| Hinterreifen | 150/80B16 77H TL | NIGHT DRAGON GT | 8 x verfügbar | Cruiser und Chopper, GT-Version |
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