Harley Davidson Sportster: Erfahrungen von Frauen

Die Harley Davidson Sportster hat seit Jahren das Image eines Frauenmotorrads. Doch was sagen Frauen wirklich über dieses Motorrad? Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen von Fahrerinnen mit der Sportster und gibt Einblicke in ihre Meinungen und Erlebnisse.

Frauen in der Harley-Szene

Viele Frauen fühlen sich als Exoten, wenn sie Harley fahren. Doch es gibt zahlreiche Harley-fahrende Frauen, die sich in Gruppen zusammenschließen und gegenseitig unterstützen. Die Harley Ladies Pfalz sind mittlerweile nicht nur Frauen, die Harley fahren, sondern meine Freundinnen geworden.

Ich bin der Gruppe beigetreten und war überwältigt, dass es so viele Frauen in der Szene gibt. Das ist eine Gruppe von harleyfahrenden Frauen aus ganz Deutschland. Ich dachte, ich wäre eine Art Freak, weil ich als Frau Motorrad fahre und dann auch noch Harley. Die Harley Ladies Pfalz, sind mittlerweile nicht nur Frauen, die Harley fahren, sondern meine Freundinnen geworden. Wir fahren regelmäßig Touren zusammen, machen gemeinsame Urlaube und sind einfach füreinander da.

Eine persönliche Erfahrung

Daniela, eine 49-jährige Flugbegleiterin, fährt seit sechs Jahren Motorrad, mittlerweile ihre zweite Harley. Ich hab mich relativ spät dafür entschieden. Allerdings kenne ich seit früher Jugend das Motorradfahren als Sozia. Ich bin durch meinen Mann zum Fahren gekommen. Als wir uns kennenlernten fuhr er eine Suzuki und hat er sich einen Traum erfüllt und sich eine Harley gekauft.

Nachdem ich meinen Führerschein hatte, bin ich überwiegend mit meinem Mann oder alleine gefahren. Das war schön, ich hatte aber immer das Gefühl, da fehlt noch was. Als ich meine Harley gekauft habe, wollte ich nur noch fahren, fahren, fahren. Mein Mann hatte nicht immer Zeit und alleine war irgendwie nicht so toll.

Die Herausforderungen und Freuden des Motorradfahrens

Meine größte Herausforderung bisher war gleichzeitig meine längste Fahrt auf dem Motorrad. Damals hatte ich großen Respekt, als meine Mädels (die Harley Ladies Pfalz) mich fragten, ob ich mit zu einem Treffen der Harley Girls Europa nach Goslar kommen möchte. Das waren von uns aus 480 km. Es war meine erste Fahrt in einer größeren Gruppe, die ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht wirklich kannte. Ich wußte nicht, wo mein „Platz“ in der Gruppe sein würde, ob ich bei schnelleren Autobahnfahrten mithalten kann, ob ich erfriere (es waren 13 Grad gemeldet) bis nach Goslar und ob ich auch wieder den Rückweg schaffe.

Am Ende waren alle Sorgen umsonst, ich wurde eingewiesen, bekam Unterstützung und Hilfe bei allen Fragen, es wurden viele Pausen gemacht und ich habe mich sehr wohl zwischen den Frauen gefühlt. Bei Ankunft im Harz ist die ganze Anspannung von mir abgefallen und es sind ein paar Tränchen der Freude und Erleichterung geflossen. Das hat mir gezeigt, dass ich mutiger sein kann und solche Strecken meistern werde. Aber auch, dass ich noch viel lernen muss.

Sicherlich war es die Fahrt nach Goslar, als mich unsere Tourleaderin nach Ankunft in den Arm genommen hat und mir gesagt hat, dass sie stolz auf mich ist und dass ich das auch auf mich sein kann. Ich habe mich sehr gefreut, auch wieder gut zuhause angekommen zu sein. Die letzte halbe Stunde der Rückfahrt kamen wir in den Regen, das Wasser stand in meinen Schuhen, ich war klatschnass bis auf die Unterhose, aber ich war glücklich - überglücklich.

Sicherheitstipps für Fahrerinnen

Eine brenzlige Situation erlebte Daniela auf einer kurvigen Strecke mit ihrer Honda Hornet. Wir kamen an eine ziemlich enge Rechtskurve, rechts von mir eine Brückenmauer und die Kurve war uneinsehbar durch diese breite Mauer. Ich bin beim Einfahren in die Kurve auf die andere Fahrbahn gekommen und bin vor der Leitplanke zum Stehen gekommen. Ich konnte mich relativ schnell wieder „fangen“ und umdrehen, zurück auf meine Fahrbahn und dort weiterfahren. Nur durch viel Glück und alle Schutzengel kam mir in diesem Moment kein Auto entgegen. Ich hab am ganzen Körper gezittert und musste bei der nächsten Gelegenheit anhalten und mich erst mal auf den Boden setzen.

Fazit daraus war, dass ich null Blickführung hatte. Bzw. ich hab auf die andere Seite geschaut und nicht in die Richtung, in die ich fahren wollte. Seit dem passierte mir das nie wieder. Ausrichtung (des Motorrads): So hinstellen, dass man gut weg kommt. Das bedeutet, dass man probieren sollte, das Motorrad z.B. an Kreuzungen in Fahrtrichtung zu positionieren. Dort, wo es enger ist, die Kreuzung eher schräg anfahren.

Die Sportster im Vergleich

Die Sporty ist das fahraktivste Motorrad aus dem HD - Stall , nur die V-Rod kickt noch ähnlich. Die Sporty ist für mich immer noch DER Klassiker. Ich liebe sie, trotzdem ich seit 3 Jahren auf BT umgestiegen bin. Sie wird seit 1952 (K-Model, 1957 umbenannt in Sportster) gebaut und sieht dem Urmodell immer noch äusserst ähnlich. Solch eine Modelpflege muß erst einmal eine andere Marke auf die Reihe bekommen.Ausserem, 260 Kg hören sich nicht nach Frauenmoped an.

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob die Sportster ein reines "Frauenmotorrad" ist. Meine Meinung: Die Sporty ist KEIN reines "Frauenmotorrad" (wenn es denn sowas überhaupt gibt. Ich selbst bin mit einer 1200er Sporty gestartet. Damals nur, weil ich mir keine Big-Twin leisten konnte, denn mein Traum war bisher immer was "fettes". Nichts desto trotz hat mir meine Sporty lange Jahre sehr viel Spaß gemacht und ich lass nix über sie kommen. Dann bin ich auf Big-Twin (Evo) umgestiegen und habe mir meinen Ursprungstraum erfüllt.

Sportster Modelle

Es gibt verschiedene Sportster-Modelle, die sich in Ausstattung und Optik unterscheiden. Die Harley-Davidson Sportster 883 ist sackschwer, etwas untermotorisiert und fahrwerksmäßig schnell überfordert. Und sie macht mächtig Spaß. Wer sich allerdings hinter die Fahrerin setzen will, wird enttäuscht: Die Sportster Superlow kommt mit Solositz. Die neue Maschine passt zu Harleys Strategie, mehr Frauen fürs Motorradfahren zu begeistern. Die Amerikaner bieten auch spezielle Fahrtrainings an.

Die Sportster 883 ist ein Frauenmotorrad - stimmt das? Nicht mehr. Mittlerweile sind 70 Prozent unserer 883er-Kundschaft Männer. Dafür verantwortlich ist vor allem die sehr erfolgreiche Iron. Und auch vor 2009 hatten wir mit der XL 883 R, in gewisser Weise das Iron-Vorgängermodell, durchaus ein „Männermotorrad“ im Sportster-Angebot. Ansonsten galt bis dahin aber schon, dass recht viele Frauen zur Sportster griffen. Gern auch Ehefrauen von langjährigen Harley-Fahrern.

Tabelle mit Modellpflege der Harley Davidson Sportster:

Jahr Modelle Wichtigste Änderungen
2004 XL 883, XL 883C Neuer Rahmen, neue Bremsen, überarbeiteter Motor
2007 XL 883, XL 883C, XL 883R, XL 883L Elektronische Kraftstoffeinspritzung
2009 XL 883, XL 883C, XL 883R, XL 883L, Iron 883 (XL 883N) Iron 883 wird präsentiert
2014 XL 883R, XL 883N, XL 883L ABS serienmäßig

Die Harley-Davidson XL 1200 Sportster ist neu und auch gebraucht deutlich beliebter als ihre 883er-Schwester, was sich in einem recht hohen Preisniveau niederschlägt.

Gebrauchtberatung Harley-Davidson Sportster 883

  • ab 5000 Euro: Niedriges Preisniveau. Unter fünf Mille geht praktisch gar nichts, aber auch unter 6000 Euro wird es schwer, etwas richtig Gutes zu finden. Wer etwas länger sucht, stößt immerhin auf Standardmodelle mit Vergaser und relativ hoher Kilometerleis­tung oder auf „individuelle“ Umbauten.
  • ab 6500 Euro: Mittleres Preisniveau. Wer zwischen 7000 und 8000 Euro ausgeben kann, hat die ganz große Auswahl, dafür sind auch schon die beliebten Iron- und Super­Low-Modelle zu bekommen. Die Kilometerleistung liegt meist knapp unter oder nur wenig über 10000 Kilometern.
  • ab 8500 Euro: Hohes Preisniveau. In dieser Preislage sind ganz junge Gebrauchte mit wenig Kilometern, gut gemachte Umbauten und Vorführer zu finden. Wer unbedingt ABS möchte, muss ebenfalls in dieser Preisklasse suchen - und spart im Vergleich zur Neumaschine selten mehr als 1000 Euro.

Fazit

Die Harley Davidson Sportster ist ein vielseitiges Motorrad, das sowohl von Frauen als auch von Männern gefahren wird. Es bietet Fahrspaß und ist ein guter Einstieg in die Harley-Welt. Wichtig ist, das passende Modell zu finden und auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.

Das passende Motorrad finden: Lieber ein paar Motorräder Probe fahren, bevor man sich ein Motorrad kauft. Verschiedene Hersteller und Modelle ausprobieren. Auch ruhig mal eine Maschine testen, die man vielleicht am wenigsten im Auge hat.

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