Harley-Davidson Messer im Test: Qualität, Design und mehr

Seit letztem Jahr produziert Benchmade eine Messerserie, die unter dem Label Harley-Davidson über ausgewählte Benchmade-Fachhändler und die Harley-Davidson Vertriebsorganisation verkauft werden. Und das ist gut - weil der markenbewusste Harley Fahrer endlich mal ein paar gescheite Messer kaufen kann.

Was in den letzten Jahren unter dem HD Label verkauft wurde, kam ja von unterschiedlichen Herstellern in sehr unterschiedlicher Qualität. Von eher einfacheren Prägearbeiten, über eine ganz ordentliche Mittelklasse bis hin zu vereinzelten, sehr gut gemachte Messern. Jedenfalls ein ziemliches Kuddelmuddel.

Bis auf eine Ausnahme - das Money Clip Messer - werden alle HD Messer von Benchmade in den USA hergestellt.

Benchmade Hardtail: Ein genauerer Blick

Auspacken, in die Hand nehmen, klasse finden . Mit dem Hardtail wird ein Stoffbeutel geliefert.

Allgemeines

Hechtklinge, Klappmesser = Buck 110 Folding Hunter. Kaum ein Design auf dem Messermarkt, dass sich über Jahrzehnte mehr durchgesetzt hat und das jeder kennt, der irgendwann mal ein Messer gekauft hat. Recht viel klassischer gehts nicht. Passt zu alten Moppeds.

Klingenstahl

Als Klingenstahl verwendet Benchmade den D2. Den kann man jetzt mögen, oder nicht - wer sich näher dafür interessiert, darf die langen Diskussionen zu D2 hier im MF lesen. Bei entsprechend flachen Schnittwinkeln und groberer Arbeit war ich jedenfalls bisher mit der Schnitthaltigkeit des D2 zufrieden. Vorsicht: D2 ist mit circa 12% Chrom nicht besonders rostträge, rostfrei schon gar nicht.

Verarbeitung

Schön, perfekt, begeistert. Das Hardtail fühlt sich hochwertig an, bedient sich hochwertig, und ist auch aufwändig gemacht. Die Aluminiumgriffschalen sind leicht konturiert, die Kanten angenehm weich, blitzesauber satiniert.

Vorne sind im Griff zwei Edelstahlplatinen eingelegt, auf denen der Axis Lock läuft und in denen der Stop-Pin befestigt ist. Die Klinge hat ein two-tone finish. Der Klingengang ist sehr weich und spielfrei, die Klinge läuft zwischen zwei großen Bronzewashern. Und der Axis Lock ist immer noch eine Klasse für sich. Er verriegelt sicher, funktioniert mit der Präzision einer Maschine, zieht die Klinge weich in den Rahmen und hält sie dort auch ausreichend fest.

Handlage und Bedienung

Der Axis Lock lässt sich bekanntermaßen als Rechts- oder Linkshänder gleichermaßen bedienen. Der Riegel des Axis Lock ragt weit genug aus dem Rahmen, so dass man ihn problemlos mit dem Daumen bedienen kann. Die Grundform des Griffs folgt dem Buck Folding Hunter - viel zu verbessern gibts da auch nicht. Die weite Wölbung gibt den Fingern guten Halt. Der Zeigefinger kann sich vor der Klinge abstützen. Andererseits ist die Kontur nicht zu stark ausgeprägt, so daß das Hardtail bequem in kleinen und großen Händen liegt.

Fazit

Wer die Anleihen an ein klassisches Design mag, dazu ein modernes und stabiles Gebrauchsmesser sucht, liegt beim Hardtail goldrichtig. Die Verarbeitung ist Top, die Handlage bequem, der Axis Lock ein technisches Schmankerl.

Negativpunkte

Die Harley Davidson Prägung auf der Klinge ist ein bisschen arg groß und dick. Kleiner, mit dünner Schrift, würde die Klinge noch edler aussehen.

Benchmade Messer Klassen

  • Gold Class: Höchste Klasse von Benchmade. Hier werden Messermodelle, der anderen Klassen, mit anderen Materialen und zum Teil leicht abgeändert, als die Serienversion gebaut und in geringer Stückzahl produziert. Die Materialien dieser Klasse, sind immer sehr hochwertig, z.B.. Damast Klinge, Carbon, Titan, Perlmutt einlagen im Griff und, und, und......Diese Messer, werden Ausschließlich in den USA hergestellt.
  • Blue Class: Hier findet man das Herzstück von Benchmade. Viele Messer dieser Reihe, wurden in Zusammenarbeit mit namhaften Messer Designern entwickelt. Hier findet man qualitativ hochwertige Messer, die Ausschließlich in den USA hergestellt werden.
  • Black Class: Diese Messerserie ist für die Strafverfolgung, Sicherheitsdienste und militärische Einheiten konzipiert. Soweit mir bekannt, werden die Folder ausschließlich in den USA gefertigt.
  • Red Class: Die Red Class wurde 2010 eingestellt. Hier hat man eine günstige Messerserie aufgelegt die zum größten Teil, in Taiwan oder China produziert wurden. Es wurde aber auch einige Modelle in den USA gefertigt.
  • Bone Collector Serie: Die Bone Collector Serie 2010 wurde ins leben gerufen. Die Zielgruppe für diese Messerserie sind Jäger. In Zusammenarbeit mit Michael Waddell enstand die "Bone Collector" Serie von Benchmade.
  • Harley-Davidson (H-D) Serie: 2008 hat Benchmade die H-D Serie ins Leben gerufen, Ende 2012 wurde sie eingestellt. Hier findet man viele Messer, die früher in der Red Class zu finden waren und in der Red Class waren einige, gute und günstige Modelle zu finden. Die eigenen Modelle dieser Reihe, haben leider sehr große Qualitätsschwankungen und das Preis Leistungsverhältnis ist zum größten Teil, miserabel. Einige Messer, finde ich sehr peinlich, aber es gibt auch gute Modelle.

Beispiel: Benchmade 581 Barrage Osborne

  • Klasse: blau
  • Klingenlänge: 9,1cm
  • Klingenstärke: 3,07mm
  • Klingenstahl: M390
  • Länge offen: 21,21cm
  • Länge geschlossen: 12.10cm
  • Griffbreite: 16,51mm
  • Gewicht: 119.07g
  • Verriegelung: Axis -Assist
  • Griffschalen: G10 and aluminum handles

Benchmade hat hier das 580 ein wenig überarbeitet und das ist BM, mehr als gelungen. Die Valox Griffschalen haben wie beim 580 und Griptilia einfach ein wenig billig gewirkt. Hier wurde es durch Alu und G10 ersetzt und es ist Wahnsinn, was das aus macht!

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