Motorradfahren, insbesondere mit einer Harley-Davidson, ist in Deutschland mehr als nur ein Hobby - es ist eine Leidenschaft. Nach einer spaßigen Saison hat sich das Motorrad eine anständige Grundreinigung verdient. Doch mit der Freude am Fahren kommen auch Verschmutzungen, Wasserflecken und der Bedarf an gründlicher Reinigung ins Spiel.
Die Vorbereitung
Bevor es daran geht, das Motorrad zu waschen, ist es wichtig zu wissen, welche rechtlichen Vorschriften vor Ort gelten. In einigen Ländern und Kommunen ist es untersagt, Motorräder im Freien sauber zu machen. Denn Öl und Chemikalien können bei der Reinigung in den Boden und damit in das Grundwasser sickern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sein Motorrad zum Waschen lieber auf einen ausgewiesenen Platz oder in eine Waschbox fahren.
Bevor es an die Reinigung geht, sollte man den Motor des Zweirades immer abkühlen lassen. Wer seine Maschine nach einer längeren Zeit aus der Garage oder dem Carport hervorholt, muss mit leichten Verschmutzungen rechnen. Nicht nur Staub, auch Spinnen oder Käfer werden sich am Lenker oder zwischen den Speichen eingenistet haben. Aber auch nach einer umfangreichen Motorradtour ist das Zweirad voller Rückstände von Insekten oder Bremsstaub. Um Staub oder Schädlinge zu entfernen, eignet sich am besten die Vorbehandlung mit einem Nass-/Trockensauger. Damit lassen sich der Staub aus den Zwischenräumen und Spinnenweben oder Verkrustungen auf der Oberfläche schnell und einfach aufsaugen.
Die richtige Ausrüstung
Leichte Service-Arbeiten am Motorrad selber machen - spart Geld, stärkt die Bindung zum Motorrad und bildet weiter. Im Harley-Davidson Universum spielt die richtige Pflege eine Schlüsselrolle, um Dein Bike in Top-Zustand zu halten. Spezielle Motorrad Reiniger und Wartungsprodukte sind das Geheimnis hinter dem glänzenden Aussehen und der makellosen Performance eines jeden Bikes.
Ein guter Startpunkt sind Komplettreiniger als Schaumreiniger oder Motorrad Reiniger in Gelformel. Wir empfehlen das Van Mell Kraftpaket. Einfach aufsprühen, eine Einwirkzeit abwarten und dann abspülen. Für hartnäckige Verschmutzungen auf Felgen gibt es spezielle Felgenreiniger.
Nicht nur Reiniger sind wichtig. Nach der Reinigung kommt das Polieren. Beliebte Marken wie Van Mell, K&N und natürlich Harley-Davidson bieten eine breite Palette an Produkten. Ob in Sprüh- oder Gelformel, alles ist inkl. Mwst und zzgl. Versandkosten erhältlich.
Wenn es um die Wartung Deiner Harley-Davidson geht, ist die Auswahl des richtigen Werkzeugs entscheidend. Von der unerlässlichen Federbein Luftpumpe, die für den optimalen Fahrkomfort sorgt, über die Ventilschaftverlängerung, die das Erreichen schwer zugänglicher Ventile erleichtert, bis hin zum unverzichtbaren Ölfilterschlüssel - jedes Tool hat seinen festen Platz im Repertoire eines Harley-Liebhabers. Das Wechseln des Motoröls wird mit einer geeigneten Ölauffangwanne zum Kinderspiel, und um das Benzin während längerer Standzeiten zu schützen, sollte man nicht auf einen zuverlässigen Kraftstoffstabilisator verzichten. Mit diesen Produkten bleibt Deine Harley immer in Bestform und bereit für die nächste Tour.
Die Grobwäsche
Eimer und Lappen, Gartenschlauch, oder Hochdruckreiniger? Wir raten zu Letzterem. Es gibt zwar auch viele spezielle Reinigungsprodukte und Mittel, um das Motorrad mit dem Tuch zu reinigen, aber diese sind eher für schnelle Säuberungen zwischen Touren geeignet. Wir gehen heute vom Szenario der großen Reinigung zum Saison-Abschluss aus und da braucht es für eine anständige Grundreinigung schon reichlich Wasser.
Bei Haus-Bewohnern kommt hier der verständliche Wunsch auf, die Arbeit schnell vor der eigenen Haustüre oder am eigenen Grund durchzuführen. Der Nachteil davon ist, dass beim Waschen des Zweirads viele Chemikalien im Einsatz sind und diese nicht in den herkömmlichen Abfluss oder gar ins Erdreich gelangen sollten. Deswegen empfehlen wir die Verwendung von den vielerorts verfügbaren Waschboxen. Da kann man in jede Richtung sprühen und spritzen wie man möchte, belästigt weder Nachbarn noch Mitbewohner und auch die Abwassersysteme sind auf chemische Rückstände und Straßendreck ausgelegt.
Vor dem Abwaschen trägt man normalerweise einen Kaltreiniger auf. Das Reinigungsmittel löst die ersten Schmutzrückstände und weicht den Dreck auf, damit dieser leichter abrinnt. Ist das Motorrad aber stärker verschmutzt, dann ist der erste Griff doch zum Hochdruckreiniger.
Um Beschädigungen der Oberflächenmaterialien zu vermeiden, am besten aus ca. 30 - 50 Zentimetern, kommt auf den Druck im Schlauch an, von oben nach unten das Motorrad abduschen. Bei einigen Bauteilen und Bereichen des Motorrads ist mit dem Hochdruckreiniger besondere Vorsicht geboten. Überall wo Lager verbaut sind - Lenkkopflager, Schwingenlager, Radlager, etc. - lieber nicht zu knapp hingehen, damit hier kein Wasser unter Druck eindringen und zu Beschädigungen führen kann. Auch das Lenkschloss und der Ausgang des Auspuffs sollten eher ausgespart werden, denn weder die Elektronik noch der Brennraum freuen sich über eine Dusche. Zu guter Letzt ist noch die Kette heikel, die eigens gereinigt werden möchte, dazu später mehr.
Die Detailwäsche
Nach der Grobwäsche verbleibt noch immer sehr viel Schmutz, ölige Stellen und feiner Staub an schwerer erreichbaren Stellen und in den Ecken. Spätestens jetzt kommt der Kaltreiniger zum Einsatz. Hier werden am besten speziell für Motorräder entwickelte Waschmittel verwendet. Motorräder weisen sehr viele unterschiedliche Materialien - harter Kunststoff, transparentes Plastik, verschiedene Metalle, Gummi-Dichtungen und mehr - die zum Teil von Universalreinigungsmitteln angegriffen werden können. Bei Reinigern für das Motorrad ist man auf der sicheren Seite. Der Kaltreiniger wird großzügig auf dem Motorrad aufgetragen. Je nachdem wie schnell es gehen soll, kann man zur Sprühflasche, Aufsätzen für den Hochdruckreiniger oder größeren Spray-Geräten greifen. Der Kaltreiniger muss nach dem Aufsprühen noch ein paar Minuten einwirken.
Die Reinigung der Kette
Die Pause des einwirkenden Kaltreinigers eignet sich perfekt, um sich der Kette anzunehmen. Zuerst wird sie ausgiebig mit dem Kettenfettentferner eingesprüht. Dieser löst das zähe Fett des Kettenöls, damit dieses später abgebürstet werden kann. Sollte die Reinigungsaktion nicht in einer vorbereiteten Waschbox, sondern zuhause in der Garage oder gar draußen irgendwo stattfinden, dann empfehlen wir, einen Karton unter die Maschine zu legen, der das herabtropfende Lösungsmittel und Kettenfett auffängt.
Nach einer kurzen Einwirk-Phase lässt sich die Kette mit einer speziell geformten Kettenbürste abbürsten. Man dreht das Hinterrad in beide Richtungen und nutzt die dreiseitige Bürste, um den Schmutz und das alte Kettenfett rundum wegzubürsten. Hält sich der Dreck hartnäckig, dann kann ruhig noch einmal der Entfetter verwendet werden. Der spezielle Kettenreiniger löst das alte Kettenöl und den Dreck auf.
Insbesondere die Pflege bzw. Wartung der Motorradkette darf nicht vernachlässigt werden ‒ sie sollte alle 300 bis 500 Kilometer erfolgen. Denn dieses wichtige Bauteil der Maschine kann ansonsten schnell verschleißen. Der wichtigste Aspekt für eine funktionstüchtige Motorradkette ist ihre Schmierung. Verbinden sich Schmutz und Staubpartikel mit dem Kettenfett, wird die Schmierwirkung reduziert und die Kette verschleißt. Das passiert besonders schnell an regnerischen Tagen, wenn sich Feuchtigkeit und Straßenschmutz auf der Kette absetzen. Deshalb ist es nicht nur wichtig, die Kette in regelmäßigen Abständen nachzuschmieren, sondern sie bei Verschmutzung auch zeitnah zu reinigen.
Wer sein gesamtes Motorrad an einem Tag sauber machen möchte, der sollte sich zuerst die Kette und dann die Karosserie vornehmen. Die besonders ölhaltigen Rückstände könnten das frisch gewaschene Zweirad ansonsten erneut verschmutzen. Dafür wird in einem ersten Schritt die Kette mit einer Drahtbürste von groben Verschmutzungen befreit, bevor ein spezieller Kettenreiniger zum Einsatz kommt. Diesen lässt man kurz einwirken, bevor er einfach abgewischt wird. Nach der Reinigung wird die Kette dann mit einem speziellen Kettenspray geschmiert. Das macht sie geschmeidig und schützt sie vor Korrosion.
Motorrad abspülen und Felge und Co.
In den engsten Ecken und Kanten kann nach dem Abspülen des Motorrad-Reinigers noch immer etwas Schmutz kleben. Bekannte hartnäckige Stellen sind z.B. rund um den Tankdeckel, die Schwinge nahe der Kette, oder verwinkelte Bereiche im Cockpit. Hier kann man noch einmal zum Kaltreiniger greifen und gezielt mit einer Bürste oder Schwamm nacharbeiten. Wichtig ist, dass Bürste oder Schwamm möglichst weich sind, um keine feinen Kratzer im Lack zu hinterlassen. Für gewisse Bereiche, wie z.B.
Die Felgen vieler Motorräder sind eine echte Augenweide. Besonders Chromfelgen bestechen durch ihre strahlende Optik. Je nach Fahrbahnuntergrund sind sie jedoch ausgesprochen stark von Verschmutzungen wie Schlamm oder Bremsabrieb betroffen. Damit die Felgen wieder in neuem Glanz erstrahlen, sollten sie eine entsprechende Pflege bekommen. Hierfür eignet sich ein spezieller Felgenreiniger, der sämtliche Straßenverschmutzungen sowie Bremsstaub und Reifenabrieb auf allen gängigen Felgentypen entfernt. Den Felgenreiniger auf die trockene Felge aufsprühen und einwirken lassen. Dank des integrierten Wirkindikators verfärben sich Felgen während der aktiven Wirkzeit rötlich. So wissen Motorradbesitzer, wann diese tiefenrein gereinigt sind und wieder mit klarem Wasser abgespült werden können.
Mit einer Felgenwaschbürste gelingt eine 360-Grad-Reinigung - selbst an schwer zugänglichen Stellen und in kleinsten Zwischenräumen. Dafür wird das Zubehör einfach an die Pistole des Hochdruckreinigers angeschlossen.
Trocknen und Polieren
Ist alles sauber, braucht man das Bike nur noch mit einem weichen Tuch trockenwischen. Das Trocknen in der Sonne ist nicht empfehlenswert, da sich dann die Kalkrückstände im Wasser noch deutlicher abzeichnen.
Das Motorrad ist jetzt sauber, aber auch angreifbar. Jede Oberfläche ist blank geputzt und entfettet, neuer Schmutz und Staub warten geradezu nur darauf sich aufs Bike zu stürzen. Als Schutz gegen zukünftigen Dreck kann man das Motorrad noch mit einem Wachs-basierten Mittel aufpolieren. Hier gibt es wieder verschiedenste Produkte, aber die Funktionsweise bleibt bei allen gleich. Das Wachsmittel wird per Tuch aufgetragen und bildet dort eine schützende Schicht, an der Wasser und Schmutz abperlen. Als Nebeneffekt werden ausgeblichene Plastikteile farblich wiederbelebt und erstrahlen im alten Glanz.
Besonders tiefenrein und langanhaltend gelingt das mit Produkten mit einem hohen Wachsanteil. Das sorgt für einen perfekten Glanz und schützt das Motorrad vor widrigen Witterungsverhältnissen.
Zusätzliche Tipps und Tricks
- Unbedingt die Hinweise zu Reinigung und Pflege in der Bedienungsanleitung beachten.
- Reiniger nie in der prallen Sonne oder auf erhitzter Oberfläche anwenden.
- Immer die Anwendungshinweise der Hersteller und ganz besonders die Einwirkzeiten der Produkte beachten.
- Alle Reinigungsprodukte gründlich abspülen, bis keine Schaumbildung mehr zu sehen ist, und bei partieller Reinigung auch benachbarte Teile abspülen.
- Hartnäckige Insekten-Friedhöfe auf Kunststoff-Verkleidungsteilen und -scheiben sollten Sie vor der großen Wäsche über Nacht mit nassen Tüchern und sanften Spülmitteln einweichen.
Professionelle Aufbereitung
Wenn Du Deiner Harley-Davidson die ultimative Aufbereitung gönnen möchtest, dann schau Dir unsere professionellen Serviceleistungen an. Wir bieten eine umfassende Palette an Motorradaufbereitungen, die speziell darauf abzielen, Dein Bike in Bestform zu bringen. Vom Tiefenreinigen bis hin zur professionellen Politur - unsere Experten verwenden die neuesten Techniken und besten Produkte, um sicherzustellen, dass Deine Harley nicht nur brillant aussieht, sondern auch optimal geschützt ist. Und das Beste daran? Indem Du uns den Aufbereitungsprozess anvertraust, kannst Du wertvolle Zeit sparen.
Spiegelnde Chromteile, hochglänzender Lack und ein wie neu aussehender Motor - ein perfekt aufbereitetes Motorrad macht Besitzer glücklich und beeindruckt andere umso mehr. So herrlich es ist, den Motor seine schmutzige Arbeit verrichten zu lassen und über staubige Straßen zu brettern. Wenn das Bike nach der Tour wieder dasteht wie neu, geht einem das Herz auf. Ganz ehrlich: Bikes herausputzen macht richtig Spaß, weil der Effekt sofort sichtbar ist. Wo Nicht-Profis sich vielleicht herumärgern, kennen wir die besten Mittel und Methoden. So können wir selbst schwer erreichbare Stellen reinigen und pflegen, ohne die Technik zu beschädigen.
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