Ein neues Motorrad verliert im ersten Jahr nach der Zulassung am meisten an Wert. Allerdings haben bekannte Marken eine bessere Wertstabilität bei einem späteren Motorradverkauf. Dazu zählen die Hersteller BMW, Honda, Harley-Davidson, Kawasaki, Yamaha und KTM. Allerdings auch nur dann, wenn bestimmte Fahrzeugmerkmale vorhanden sind.
Faktoren, die den Wertverlust beeinflussen
Eine geringe Kilometerlaufleistung und ein guter Pflegezustand wirken dem Motorrad Wertverlust am stärksten entgegen. Der Wertverlust ungepflegter Zweiräder ist höher, insbesondere dann, wenn viele Kratzer, Beulen oder ein Unfallschaden vorhanden sind. Motorräder ohne ABS verkaufen sich schlechter.
Auch der Zeitpunkt des Motorradverkaufs spielt hinsichtlich der Preise und Preisstabilität eine wichtige Rolle. Wer sein Motorrad im Winter verkauft, kann mit weitaus schlechteren Preisen als im Sommer oder Frühjahr rechnen. Im Umkehrschluss können Motorradkäufer in der kalten Jahreszeit die besten Schnäppchen machen.
Das gleiche gilt natürlich auch für den Motorradverkauf. Im Sommer/Frühjahr kann man deutlich bessere Preise für ein Motorrad erwarten, als im Herbst/Winter. gut planen, wann man ein neues Motorrad kauft. In der kalten Jahreszeit sind die Preise im Keller.
Motorradbewertung und Wertverlustberechnung
Früher gab es die Motorrad Schwacke Liste. Heutzutage gibt es Motorrad Wert Rechner und Tools zur Bewertung. Doch auch mit einer Wertverlust Formel kann der Motorradwert berechnet werden. Den Motorrad Wertverlust kann man mit Hilfe einer Faustformel berechnet werden. Daneben beeinflussen noch viele weitere Faktoren die Preisentwicklung von gebrauchten Zweirädern. Das betrifft insbesondere die durch die Inflation verursachte Minderung der Kaufkraft.
Wir empfehlen vor Motorradverkauf bzw. Besser ist es, sein Motorrad bewerten zu lassen. Jedes Motorrad sollte individuell bewertet werden. Nur so kann der aktuelle Marktwert und Verkaufspreis bestmöglich ermittelt werden. Auf unserer Webseite können Sie den Motorradwert objektiv und neutral ermitteln.
Viele wert-relevanten Merkmale werden bei der Motorrad Bewertung berücksichtigt. So auch der Zustand, Zubehör, Extras sowie An und Umbauten. Selbst beschädigte Maschinen mit optischen Mängeln können bewertet werden. Wahlweise kann eine Motorrad Bewertung mit oder ohne Bildmaterial zur Maschine durchgeführt werden.
Tipp: Verlassen Sie sich daher nicht vollständig auf die Faustformel zum Wertverlust. Bei unserer Online Bewertung werden viele wert-relevante Faktoren berücksichtigt. So auch die Jahreszeit, regionale Faktoren und der Zustand des Krads (wenn Bilder bereitgestellt werden).
Harley-Davidson Road King Dauertest: Einblick in Zuverlässigkeit und Kosten
Nach 50000 Kilometern, nach Demontage und akribischer Begutachtung wird bei Harley-Davidson gefeiert. Der neue Dauertest-König heißt Road King. MOTORRAD gratuliert.Dass sich eine Harley in Sachen Verschleiß, Zuverlässigkeit und ja auch und ganz besonders Fahrfreude derart überzeugend präsentiert, damit hatte niemand gerechnet.
Dank ihrer unbedingten Zuverlässigkeit war die Road King ein gern gewählter Begleiter.Und zwar alle. Die Buchhaltertypen ebenso wie die Genießer, die Tourer gleichermaßen wie die Abenteurer. Die Dicke aus Milwaukee lief und lief und lief und sah (abgesehen von den angelaufenen Felgen, die aber angesichts der Putzliebe "normaler" Besitzer nur in den seltensten Fällen zum Alterungsprozess zählen dürften) am Ende der Testdistanz aus wie aus dem Ei gepellt. Besser noch: Sie fühlte sich auch so an.
Defekte traten während der 50000 Kilometer nur zwei auf, nämlich ein Riss im Auspuffkrümmer, welcher bei 32800 Kilometern auf Garantie getauscht wurde, und die Auflösungserscheinungen am rechten Schalldämpfer, ebenfalls auf Garantie ersetzt bei Kilometerstand 47377. Allein mit dieser Bilanz hätte die Road King in der MOTORRAD-Dauerteststatistik ganz weit vorne gestanden.
Kosten und Wartung der Road King im Dauertest
Die Road King konsumierte über die Distanz Benzin, Öl (bei den Ölwechseln), Luftfilter, Bremsbeläge, Reifen und andere Kleinteile für 6640,46 Euro. Dazu addierten sich Inspektionskosten (alle 8000 Kilometer) von 1370,32 Euro. Macht unterm Strich 8010, 78 Euro. Ein sehr guter Wert, was weniger am überdurchschnittlich geringen Benzinkonsum der bewegte sich mit durchschnittlich 6,5 Litern auf angemessenem Niveau , sondern vielmehr am geringen Reifenverschleiß liegt.
Zusammen mit dem sensationell niedrigen Wertverlust von 5110 Euro was 25,3 Prozent des Kaufpreises von 20210 Euro entspricht und nach intensiver MOTORRAD-Recherche ein absolut realistischer Wert ist ergeben sich unerwartet geringe Kosten pro Kilometer. Ohne Wertverlust sind es 16 Cent pro Kilometer, mit Wertverlust 26 Cent.
Kostenaufstellung nach 50.000 Kilometern
| Kostenpunkt | Betrag in Euro |
|---|---|
| Betriebskosten | 6640,46 |
| Inspektionen und Reparaturen | 1370,32 |
| Anschaffungskosten | 20210,00 |
| Wertverlust | 5110,00 |
| Gesamtkosten | 8010,78 |
| Kosten pro Kilometer (ohne Wertverlust) | 0,16 |
| Kosten pro Kilometer (mit Wertverlust) | 0,26 |
Finale Bestandsaufnahme der Road King
Bei der Leistungsmessung läuft sie zu nicht gekannter Höchstform auf und drückt 81 statt der anfangs gemessenen 79 PS ab. Bei der Kompressionsprüfung verliert sie auf jedem Zylinder vernachlässigbare 0,5 Bar, die Fahrleistungen variieren im Zehntelsekunden-Bereich. Am wichtigsten jedoch: Fahrwerk und Motorinnereien präsentieren sich in nahezu einwandfreiem Zustand.
Natürlich gibt es Zeugnisse der zurückgelegten Distanz wie Laufspuren auf den Gleitlagern der Nockenwellen oder Brandspuren auf den Auslassventilen. Doch Harley- wie auch MOTORRAD-Techniker bezeugen unisono die bedenkenlose Weiterverwendung.
Mit der Tatsache, dass die Reifen in ihrer ungewöhnlichen Dimension im freien Handel kaum verfügbar sind und in der Regel beim Harley-Händler des Vertrauens geordert werden müssen, arrangiert man sich angesichts des geringen Verschleißes. Dass die Ölkontrolle bei warmen Motor wie vorgeschrieben aufgrund des heißen Alu-Peilstabs nur mit Handschuhen möglich ist, darüber werden sich im Wissen um den praktisch nicht vorhandenen Verbrauch die Gemüter sicher nicht erhitzen. Stattdessen werden sie sich daran ergötzen, dass der Road King und somit auch ihrem Fahrer nahezu überall Sympathie entgegenschlägt. Kein Wunder also, dass sich nicht nur die Redaktionsmitglieder, sondern auch die meisten Leser nach der Tour ein Bier aufmachen und sich königlich fühlen.
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