Motorrad Hartschalenkoffer Test Vergleich: Das Richtige Gepäcksystem Finden

Gepäck auf dem Motorrad zu transportieren, bringt einige Herausforderungen mit sich: Das entsprechende System soll praktisch sein, dabei aber möglichst gut aussehen und auch zum Bike passen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gepäck auf dem Motorrad zu transportieren, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen.

Überblick über Gepäcksysteme

  • Rucksack: Der Rucksack ist und bleibt das wohl universellste Gepäcksystem.
  • Tankrucksack: Vor dem Kauf eines Tankrucksacks sollten Sie sich Ihren Tank genau ansehen.
  • Gepäckrolle: Eine ebenfalls einfache Variante ist die Gepäckrolle.
  • Gepäcknetz: Das Netz ist eine noch einfachere Möglichkeit als die Rolle, Gepäck zu transportieren.
  • Topcase: Das Topcase ist der heimliche Favorit der Motorradfahrer.
  • Softbags/Hecktasche: Die Softbags, auch Hecktaschen genannt, sind die weiche Variante des Topcase.
  • Koffer: Koffersysteme haben viele Vorteile: Koffer links und rechts am Motorrad bieten viel Platz.
  • Packtaschen/Satteltaschen: Pack- oder Satteltaschen sind die weiche Variante eines Koffersystems, bestehend aus zwei Taschen, die links und rechts von der Sitzbank hängen.

Motorrad-Seitenkoffer: Materialien und Design

Ein Seitenkoffer am Motorrad sorgt für Stauraum auf der Tour, ersetzt den Rucksack und sorgt für mehr Bewegungsfreiheit. Den Motorrad-Koffer als Zubehör fürs Zweirad bekommen Sie natürlich bei Amazon - teilweise mit Prime-Versand und Kostenlos-Lieferung. Der Seitenkoffer, das Topcase, der Gepäck-Koffer und weitere Angebote für den Rucksäcke-Ersatz auf dem Motorrad wird meist im Set mit Zubehör für die Montage angeboten.

Den Motorrad-Seitenkoffer fürs Gepäck gibt es dabei in verschiedenem Material, mit unterschiedlichen Maßen und im zur Maschine passenden Design. Die Satteltaschen sind meist als Topcase designt und damit ideal zugänglich. Neben dem Motorradkoffer aus Kunststoff oder Leder sind jene aus Aluminium zu empfehlen.

Motorrad-Seitenkoffer - Übersicht der besten Motorradkoffer für rechts und links. Alle Hersteller und Motorräder, Universal-Taschen, Leder-Motorradtaschen, Aluminium, Stoff, Kunststoff und Hartschalenkoffer.

Aluminium-Motorradkoffer im Detail

Fahren wir direkt die schweren Geschütze auf: Motorrad Koffer aus Alu genießen unter den Reiseenduro Fahrer eine hohe Beliebtheit. Gefertigt werden sie aus Aluminium, was entweder verschweißt oder verklebt und vernietet wird. Aus einigen Blechteilen werden dann zwei meist sehr quadratische Motorrad Aluminiumkoffer.

Zumeist sind sie als Toploader ausgeführt, werden also von oben beladen. Das minimiert die Gefahr von Beschädigungen der Scharniere bei einem Sturz und reduziert das Risiko, dass sich die Büchsen bei Bodenkontakt verziehen. Kaum einer gibt es zu, aber es passiert dennoch: Irgendwann im Leben liegt fast jedes Motorrad mal auf der Seite.

Dabei bilden Motorrad Koffer einen zusätzlichen Kratzschutz für den Lack und erleichtern das Aufheben des Motorrads ungemein. Alukoffer sind also sehr stabil und aufgrund ihrer Form einfach zu beladen - außer ein Helm soll hinein. Trägersystem und Alukoffer bringen es zusammen meist auf eine stattliche Baubreite von über 110 cm.

Die ungewohnte Situation, dass das Heck nun breiter als der Lenker ist, erfordert ein gewisses Mitdenken in manchen Fahrsituationen. Aufgrund ihrer Stabilität haben Alukoffer eine hohe Tragfähigkeit, bringen aber auch ein gewisses Eigengewicht mit und steigern das Leergewicht des Motorrads.

Neben der Breite will auch die geänderte Physik des Motorrads bedacht werden. Voll beladene Motorrad Koffer ändern sowohl das Lenkverhalten wie auch die Stabilität beim Geradeauslauf. Oft weisen die Hersteller der Koffer daher auf eine reduzierte Maximalgeschwindigkeit hin. Jedes Motorrad-Modell reagiert hier mehr oder weniger empfindlich auf das zusätzliche Gewicht am Heck.

Kunststoffkoffer als Alternative

Die zweite Gattung unter den Seitenkoffern ist aus Kunststoff - in der Regel aus ABS-Plastik. Sie sind deutlich leichter als ihre Alu-Pendants und werden zumeist von der Seite beladen - was immer eine gewisse Gefahr birgt, die Ladung direkt auf dem Boden zu verteilen.

Aufgrund ihres geringeren Gewichts schlagen sie weit weniger auf das Fahrzeug-Leergewicht auf, können aber ähnlich viel Volumen fassen wie Alukoffer. Sehr schön integriert sind oftmals die Serienkoffer der Hersteller in die Formgebung der Maschine. Dafür sorgt der Haken auf dem Bestellformular aber auch für leicht feuchte Augen, sind die Serienlösungen doch meist auch sehr teuer.

Nachrüst-Lösungen sind daher immer die günstigen Motorrad Koffersysteme. Lässt sich der Motorrad Alukoffer bei einer Verformung im Nirgendwo vielleicht noch gerade dengeln, ist bei einem Schaden am Kunststoffkoffer meist Hopfen und Malz verloren. Die Reparaturmöglichkeiten sind durch den schwer zu bearbeitbaren Kunststoff stark begrenzt.

Sollten die Scharniere in Mitleidenschaft gezogen werden, ist es auch häufig mit Dichtigkeit und Verschlusswillen des guten Stücks vorbei.

Softgepäck für Retro-Bikes

Jetzt steht in der Garage weder Reiseenduro noch Tourer, sondern ein schickes Retro-Bike - kein Problem, denn auch hierfür gibt es das passende Motorrad Softgepäck. Vom Gewicht unterscheiden sich Motorrad Packtaschen kaum noch von Kunststoffkoffern - nur ist die Formgebung hier deutlich flexibler - eben soft.

In Sachen Stauraum sind Softgepäck-Lösungen oft nur für eine Wochenend-Tour gut. Ihr Volumen reicht meist weder an Alu- noch an Kunststoffkoffer heran. Auch um die Dichtigkeit ist es, wenn nicht mit wasserdichten Innentaschen nachgeholfen wird, meist schlecht bestellt. Dafür sieht es chic aus und immerhin kann man auch mal mit der Triumph Bonneville oder BMW R nineT wegfahren.

Auch vorteilhaft ist, dass Softgepäck bei einem einfachen Umfaller oder Sturz aus sehr niedriger Geschwindigkeit meist kaum oder keinen Schaden nimmt.

Weitere Gepäcklösungen: Gepäckrollen

Auch gern genommen, zusätzlich zu Koffern oder Taschen, sind die Gepäckrollen für Motorräder. Der meist wasserdichte Sack aus Kunststoffplane ist mit zwei Gurten schnell auf der Sitzbank verschnürt und bringt in der Regel 50 Liter Gepäck solide unter.

Montage von Seitenkoffern

Wird Softgepäck noch schnell auf der Maschine mit Riemen verzurrt, braucht es für Seitenkoffer - egal ob aus Alu oder Kunststoff - eine Motorrad Kofferhalterung. Die Montageanleitungen sind meist eindeutig, oft sogar mit Drehmoment-Angaben für die Schraubverbindungen versehen.

Es empfiehlt sich beim Gepäckträger nachrüsten, das Motorradkoffer Befestigungssystem einmal komplett zu montieren, die Schraubverbindungen aber nicht festzuziehen. Am Ende lassen sich so die Fertigungstoleranzen im Ganzen ausgleichen. Ist alles einmal am Bike, muss natürlich jede Schraube und Mutter korrekt angezogen werden.

Die Wahl des richtigen Koffersystems

Egal ob Alukoffer, Kunststoffkoffer oder Softgepäck - die richtige Wahl hängt von dem eigenen Motorrad, den Ansprüchen und Bedürfnissen ab. Ist die flexible, leichte Lösung gefragt, fällt die Wahl zielsicher auf eine Softgepäck-Lösung. Stabiler und dauerhafter sind Kunststoffkoffer - ist maximales Volumen und Robustheit das Kernthema, kommt man um Alukoffer nicht herum.

Wer eine längere Reise mit dem Motorrad unternehmen möchte, ist mit einem Motorradkoffer Test gut beraten, denn in diesem können sämtliche Gegenstände gelagert werden, welche normalerweise im Rucksack mitgenommen werden müssten. Mit einem Motorradkoffer wird der Rücken also effektiv entlastet und darüber hinaus ist auch deutlich mehr Platz vorhanden.

Beliebte Motorradkoffer-Systeme

Hier sind einige der beliebtesten Motorradkoffer-Systeme auf dem Markt:

  • SW-Motech Trax Ion System: Ein hochwertiges Seitenkoffersystem aus Aluminium mit einer Wandstärke von 1,5 mm.
  • Bagtecs Namib Seitenkoffer-Set: Diese Aluminium-Seitenkoffer werden mit Drybags geliefert und zeichnen sich durch einen günstigen Preis aus.
  • Hepco & Becker Cutout Xplorer Set: Ein Aluminiumkoffer-Set für höchste Ansprüche, gefertigt aus 1,5 mm starkem Aluminium.
  • Givi Trekker 36 Dolomiti: Dieser Koffersatz wurde aus dickem Aluminium gefertigt und ist somit besonders robust und langlebig.
  • Givi Trekker: Universell einsetzbare Motorradkoffer aus ABS mit einem Monokey-Befestigungssystem.

Worauf man beim Kauf eines Motorradkoffers achten sollte

Wer auf der Suche nach einem Koffer für das Motorrad ist, sollte einige Faktoren beachten, um einen Fehlkauf zu vermeiden:

  • Volumen: Zunächst sollte auf das Volumen geachtet werden, welches in Litern angegeben wird.
  • Kompatibilität: Weiterhin sollte natürlich darauf geachtet werden, dass der jeweilige Koffer überhaupt mit dem Motorrad kompatibel ist.
  • Optik: Weiterhin sollte auch die Optik übereinstimmen. So passen Lederkoffer natürlich nicht zu einer Enduro oder einem Tourenmotorrad.
  • Abschließbarkeit: Wer sein Motorrad in der Öffentlichkeit parkt, sollte vor allem auch auf die Abschließbarkeit von den Koffern achten.
  • Robustheit/Langlebigkeit: Für eine maximale Langlebigkeit ist es wichtig, dass die Koffer aus robusten Materialien bestehen.
  • Preis: Zu guter Letzt sollte natürlich auch auf den Preis geachtet werden.

Vor- und Nachteile verschiedener Kofferarten

Hier stellen wir euch die Vorteile der genannten Motorradkoffer im Test gegenüber anderer Gepäcksysteme wie z.B.

  • Vorteile: sehr robust, abschließbar, langlebig, viel Platz, wasserdicht, einfache Montage
  • Nachteile: Preis, nicht mit jedem Motorrad kompatible wie z.B.

Topcase Vergleich 2025: Die Besten Modelle

Hier ist ein Vergleich von Topcase-Modellen, basierend auf einem Test aus dem Jahr 2025:

Modell Bewertung Fassungsvermögen Eigenschaften Vorteile
Shad SH39 Sehr gut 39 Liter Reflektierend, abschließbar Großer Stauraum, gute Sichtbarkeit, robust
Shad SH34 Sehr gut 34 Liter Reflektierend, abschließbar Großer Stauraum, gute Sichtbarkeit, langlebig
Shad SH40 Sehr gut 40 Liter Reflektierend, abschließbar Gute Sichtbarkeit, großer Stauraum, robust
Kappa K49NT Sehr gut 47 Liter Besonders große Reflektoren, abschließbar 10 kg Zuladung, Platz für 2 Helme, wasserdicht
Givi B47NTML Sehr gut 47 Liter Sehr großer Reflektor, abschließbar Besonders großer Stauraum, abschließbar
Givi E300N2 Sehr gut 30 Liter Besonders große Reflektoren, abschließbar Gute Sichtbarkeit, Topcase mit Griff
TecTake Motorradkoffer Topcase Sehr gut 48 Liter Besonders große Reflektoren, abschließbar Platz für Motorradhelme, gute Sichtbarkeit

Koffersysteme im Test: BMW R 1250 GS

Ein Test von Koffersystemen für die BMW R 1250 GS zeigt, dass es viele Optionen gibt, die sich in Material, Volumen und Preis unterscheiden. Hier ist ein Überblick über die getesteten Systeme:

  1. SW-Motech Trax ADV: Bietet riesigen Stauraum und einfache Bedienung.
  2. BMW Variokoffer: Schmiegen sich eng an das Fahrzeug und sind erweiterbar.
  3. Hepco & Becker Xceed: Bieten Gepäcknetze in allen Kofferdeckeln.
  4. Touratech Zega Evo: Sehr stabile Koffer aus dickem Aluminium.
  5. Wunderlich Extreme: Sehr stabil gefertigt, aber die Montage erfordert Kraft.
  6. Givi Trekker 33: Stabile Kunststoffkonstruktion mit integrierten Spanngummis.
  7. Shad SH36: Bietet viel Stauraum und Komfort, ist aber nicht für Abenteuerreisen geeignet.

Alukoffer oder Kunststoffkoffer?

Alukoffer besitzen ein verwegenes Image, doch Kunststoffkoffer bieten oftmals mehr Komfort - zu einem deutlich günstigeren Preis.

Motorrad-Abenteurer, die in entlegenen Gegenden stürzen könnten, sind mit Alukoffern besser bedient. "Einschlägige" Erfahrungen von Weltreisenden belegen dies, wenn etwa mitten in der Wüste die zerbeulten Boxen wieder zurechtgedengelt werden mussten. Aber auch bei Normalreisenden spielt das verwegene Image und Aussehen der Alukoffer eine Rolle. Kunststoffkoffer gelten eher als bieder und weniger solide.

Letzteres stimmt nicht. Kleinere Umfaller auf Sand oder Gras stecken auch Plastikkisten gut weg. Bei Stürzen auf Stein oder Asphalt ist Kunststoff allerdings bruchgefährdet und lässt sich schwierig reparieren. Oft genügt aber eine Improvisationslösung. Alu verbiegt zunächst nur, reißt aber bei zu hoher Krafteinwirkung. Und Alu-Schweißen ist nicht überall möglich.

Käufer achten also am besten nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf Komfort und Preis/Leistung.

Tipps für das Fahren mit Gepäck

Auch wenn ihr das nicht ausreizen und euch an die vom Hersteller vorgegebenen Beladungsgrenzen haltet, kommt schnell einiges an Mehrgewicht zusammen. Dieses wirkt vor allem auf das Hinterrad und hat Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Das müsst ihr beim Fahren berücksichtigen. Am besten ergreift ihr aber vorher schon Gegenmaßnahmen.

Empfohlene Maßnahmen: Die Federvorspannung erhöhen (Heck wird dadurch angehoben) und - falls es das Federbein erlaubt - auch Druck- und Zugstufe straffer einstellen. Außerdem möglichst den Reifendruck anpassen (Werte sollten im Fahrerhandbuch des jeweiligen Motorrades aufgeführt sein). Vorne reichen meist plus 0,2 bis 0,3 bar aus, hinten sind rund 3 bar angemessen. Danach Durchhang der Antriebskette prüfen und gegebenenfalls justieren. Eine zu straffe Kette stresst den Getriebeausgang.

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