Florian Schroeder ist ein gefragter Meinungsbildner der jungen Generation und oft Gast in Talkshows. In hr1 liefert er jede Woche in „Schroeders Dienstag“ seine bissige Sicht auf Politik und Gesellschaft. Ganz nebenbei hat er ein Buch geschrieben: „Hätte, hätte, Fahrradkette - Die Kunst der optimalen Entscheidung“.
Inhalt des Buches
In seinem Buch stellt Schroeder die Frage: Lieber ans Meer oder in die Berge? Zug oder Flug? Kaufen oder mieten? Kind oder Karriere? Und ist der Partner überhaupt der Richtige? Ständig müssen wir uns entscheiden und werden dabei verrückt. Und vor allem unzufrieden. Wir jammern und grübeln, was richtig ist und bereuen dann doch die Entscheidung, die wir getroffen haben. Hätte ich doch mal das andere genommen. Wir sind überfordert mit all den Optionen!
Supermärkte quellen über, Testhäfte verwirren uns und die Meinung der Nachbarn gibt uns noch den Rest. Florian Schroeder will lernen, Entscheidungen zu treffen - und zufrieden zu werden. Schluss mit Hätte, Hätte, Fahrradkette…! Entstanden ist eine Anleitung zum guten Entscheiden - und Leben: spannend, lustig, intelligent und sehr menschlich.
Schröders Ansatz zur Entscheidungsfindung
Comedian Schroeder hat erneut dem Thema "Entscheidungen" sein neuestes Bühnenprogramm und Buch gewidmet. Ging es in "Offen für alles und nicht ganz dicht" noch um die "Generation Jein" und ihre Entscheidungsschwäche, so geht es hier nun um die "Kunst der optimalen Entscheidung".
An Beispielen aus 8 Lebensbereichen, vom Alltag über Beruf, Partnerschaft, Gesundheit bis hin zu Politik und sogar dem Sterben, führt der Autor dem Leser die Vergeblichkeit des Anspruchs, eine optimale Entscheidung treffen zu können, vor Augen. Den Optimierungsstrategen mit ihrem "Nur wer alle Optionen kennt, kann optimal Entscheidungen treffen" setzt Schroeder das Plädoyer für die entspannte Entscheidung entgegen: Man sollte nicht immer nur das Beste wollen, sondern auch mal mit dem zufrieden sein, was gut genug ist.
Florian Schroeder will lernen, Entscheidungen zu fällen. Und beschäftigt sich ganz nebenbei mit den großen Fragen der Menschheit: Entscheiden wir überhaupt selbst? Oder tut es unser Bauch? Ist vielleicht doch unser Kopf der Entscheidungsträger? Das Hirn?
Die Unübersichtlichkeit der Welt und ihre Folgen
Die Welt ist verdammt unübersichtlich: Haben wir die Wahl zwischen 26 Sorten Marmelade, kaufen wir Honig. Suchen wir nach Gründen für unsere Entscheidung, sind wir unzufrieden mit ihr. Aber Leben ist entscheiden. In jeder Sekunde.
Psychologen haben herausgefunden, dass die Depressionsrate dort am höchsten ist, wo die Freiheit am größten ist. Vor lauter Möglichkeiten sehen wir die Wirklichkeit nicht mehr. Ich beschließe an diesem kalten Morgen: Ich werde an mir selbst und an allen, die ich kenne, überprüfen, ob dieser Satz stimmt: «Nur wer alle Optionen kennt, kann optimale Entscheidungen treffen.» Ich werde jeden Winkel des Lebens ausleuchten: vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, vom Einkauf über den Arztbesuch bis zur großen Politik.
Das Dilemma der Perfektion
Warum muss ich überhaupt optimale Entscheidungen treffen, denke ich so vor mich hin. Ist fürs Erste nicht mehr gewonnen, wenn ich mich überhaupt einmal entscheide? Woher kommt diese Sehnsucht nach dem Optimum? Was löst es aus? Bessere Entscheidungen oder doch eher Angst vor Entscheidungen?
Wer einen perfekten Moment will, muss zuvor eine optimale Entscheidung treffen. Will ich meiner Freundin den absolut perfekten Abend mit 4-Gänge-Menü, Kerzenschein, Kamin und Kerzen im Kamin bescheren, ist die Gefahr recht groß, dass gerade die Erwartung die Stimmung tötet. Große Erwartungen und große Enttäuschungen sind Nachbarn in der monokulturellen Hausgemeinschaft der Optimierung.
Aber optimale Entscheidungen haben einen Haken: Es finden sich immer Gründe, warum sie noch nicht ganz optimal waren. Das Optimum ist ein Wert, dem man sich zwar annähern, ihn aber nie erreichen kann.
Das Perfekte ist selten echt und das Echte selten perfekt. Charakter dagegen, Ausstrahlung, speist sich aus dem Unperfekten: aus Brüchen und Wunden, aus Spuren, die das Scheitern hinterlassen durfte. Scheitern aber ist in unseren Breitengraden nicht vorgesehen. Wie auch, wenn es stets ums Optimale geht.
Florian Schroeder: Kabarettist und Autor
Florian Schroeder (Jahrgang 1979) hat von 2000 bis 2007 Germanistik und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. Schon zu Studienzeiten begann er seine Bühnenkarriere als Kabarettist und Parodist, sammelte Erfahrungen als Radio- und Fernsehmoderator und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Heute brilliert er mit seinen Bühnenprogrammen, seit Herbst 2014 ist er mit seinem Programm "Entscheidet Euch!" auf Tour. Er moderiert die SWR-Kabarettsendung "Spätschicht". Mit "Hätte, hätte, Fahrradkette" erscheint nach "Offen für alles und nicht ganz dicht" sein zweites Buch im Rowohlt Verlag.
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