Hayes MTB Bremsen im Test: Ein Comeback der Extraklasse

Hayes war früher das Maß aller Dinge, wenn es um Bremsen ging. Doch dann geriet die Marke allmählich in Vergessenheit. Nun haben sie, gleich einem Phönix aus der Asche, ihre neue Hayes Dominion A4 Bremse herausgebracht. Jetzt ist die Marke wieder im Kommen und wir hatten die Hayes Dominion T4 im großen Bremsen Vergleichstest. Ein gelungenes Comeback?

Hayes Dominion A4: Ein detaillierter Blick

Die Hayes Dominion A4 besitzt ein von Grund auf neues Design: Kraftvolle 4 Kolben und einen kaltgeschmiedeten Bremssattel, der mittels Kevlar-Schlauch mit einem wuchtig aussehenden Hauptzylinder verbunden ist. Hayes’ Marketing-Jargon gibt sich sexy: QuickBite2, MRC, LoFi, aber unter dem ganzen Hype steckt ein richtiger Wolf im… Wolfspelz!

Montage und Design

Schon bei der Montage der 307 g schweren Stopper beginnt man zu verstehen, warum Hayes so stolz auf diese neue Bremse ist. Nicht nur ist die Technik der 470 € teuren Bremse ausgeklügelt und der Ausgang des Bremsschlauches am Sattel für eine elegante Montage perfekt abgewinkelt, sondern die Crosshair-Ausrichtungshilfe ist einfach eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Dieses Feature ist wirklich cool und beendet das Rätselraten bei der Montage der Bremsen.Um schleiffreien Betrieb zu garantieren, muss man lediglich den Bremssattel so weit an die Scheibe drücken, dass er deren äußere Oberfläche berührt, bevor man die Schrauben am Bremssattel wieder so stark befestigt, dass er in seiner Position fixiert wird. Dann dreht man einfach die 2 mm Ausrichtungs-Schrauben jeweils eine halbe Umdrehung, um den Bremssattel akkurat zurück über die Scheibe zu bewegen, bevor man die Haupt-Befestigungsschrauben endgültig festzieht. Dies ist eine deutlich ausgeklügeltere und elegantere Lösung, als den Bremshebel zu ziehen und zu hoffen, dass der Sattel korrekt justiert ist.

Performance im Test

Viele Lift-unterstützte, halsbrecherische Abfahrten auf super steilen, technischen Trails und eine Vielzahl an epischen Ausfahrten in den Bergen mit genug Tiefenmetern und Abrieb, um fast alles zum kochen zu bringen. Bei unserem Test haben wir die Dominions wahrhaftig auf die Probe gestellt. Alles in allem war die Performance der Hayes Dominions wirklich sehr beeindruckend, Abfahrt für Abfahrt begegnete uns nichts als beständiges und präzises Bremsen. Hayes hat eine beträchtliche Zeit bei der Konstruktion darauf verwendet, die Reibung innerhalb des Systems zu verringern und die wunderbar leichtgängige und ausgewogene Funktion des Hebels darf als großer Erfolg angesehen werden. Spätes Bremsen ist sehr intuitiv, einfach zu dosieren und äußerst effektiv.Auf langen Abfahrten erlebten wir keinerlei merkliches Fading, allein die standardmäßig verwendete T106 Belagmischung quietschte ein wenig bei Nässe (selbst nach einem sehr aufmerksamen Einbremsen) - Leute, die die Bremse schleifen lassen, können sich also nicht verstecken. Die Ergonomie der Hebel ist überragend und der kräftige, kugelgelagerte Bremsgriff wandert derart mühelos durch seinen Hebelweg, dass er so ziemlich der leichtgängigste Hebel auf dem Markt sein dürfte. Das breite Hauptdrehgelenk bewirkt, dass es keinerlei wackeln oder kippeln gibt, sogar nach einigen Wochen Geballer und einer beträchtlichen Kollision mit einem Baum.Die Hauptzylinder liegen satt auf dem Lenker auf und verbrauchen nicht zu viel Platz und eine „Peacemaker” Schelle ist für jene verfügbar, die Brems- und Schalthebel kombinieren wollen. Die Hebelweitenverstellung ist sehr gut konzipiert, ein großes und komfortables Einstellrad erlaubt eine präzise Justierung der Hebelweite für ein perfektes Hebelgefühl. Allerdings waren wir von der Einstellung des Leerweges nicht ebenso begeistert: Eine 2 mm Inbusschraube unter dem Hebel, die sich umständlich erreichen lässt und bei welcher die eine verfügbare Umdrehung den Leerweg um ca. 6 mm verstellt.Wir fuhren die Bremsen mit einer 203 mm / 180 mm Scheibengrößen-Paarung und selbst an einem knallharten 29er hatten wir nie das Gefühl, zwei 203 mm-Scheiben montieren zu müssen. Die ab Werk installierten, halbmetallischen T106 Beläge lieferten eine großartige und ausgewogene Performance, aber letztendlich entschieden wir uns für die gesinterten, metallischen T100 Beläge, da viele der Abfahrten bei Nässe stattfanden und die T100 Mischung für uns die Nase vorn hatte. Hayes behauptet, seine 1,95 mm dicken D-Series Scheiben würden ein Oberfläche besitzen, die so konzipiert ist, dass sie beim Bremsen die Harmonisierung zwischen Scheibe und dem Belagmaterial verhindert. Kurz gesagt: Nicht quiekt wie ein angestochenes Schweinchen.

Entlüftungssystem

Die beiden „Two Stroke“ genannten Entlüftungsöffnungen am Bremssattel zu erblicken, ließ uns zunächst etwas nervös werden. Jedoch ist die Hayes Dominion tatsächlich kein Stück komplizierter als jede andere Bremse. Während des kurzen Testzeitraums gelangte keine Luft in das System und wir mussten die Bremse nicht entlüften, daher ließen wir manuell Luft durch die Öffnungen eindringen, bis sich die Bremsen schrecklich anfühlten. Das Entlüften der Hayes Dominion empfanden wir als genauso wenig aufwendig wie bei jedem anderen Druck-/Zug-Spritzensystem und man benötigt nur eine der Entlüftungsöffnungen am Sattel, um eine perfekte Entlüftung zu erhalten. Das schöne am „Two Stroke“ System ist, dass man die beiden Öffnungen nutzen kann, um den Bremssattel unabhängig vom System „durchzuspülen“, wenn man dies wünscht - falls zum Beispiel genau dort etwas Luft eingeschlossen ist. Es ist also ein nettes optionales Feature, falls man es mal braucht.

Vergleich mit der Konkurrenz

Zur Zeit gibt es phänomenale Bremsen auf dem Markt, also wo platziert sich die Hayes Dominion A4 im Vergleich mit der Konkurrenz? Sie ist in der Tat sehr gut. Mit 304 g positionieren sich die Hayes Dominion A4 sicher auf der schwereren Seite des Marktes, aber auf unserer Waage schlugen Hebel und Bremssattel mit dem gleichen Gewicht zu Buche, wie jene der SRAM Code RSC und die Performance ist ebenso spitzenmäßig. Hebelgefühl und Modulation sind so gut wie bei SRAM’s Code RSC, welche bislang in dieser Klasse führend waren, aber die Hayes Dominion A4 sind in puncto Power überlegen. Wenn es um absolute Power geht, fühlen sich die Hayes Dominion A4 nicht so brutal wie die Shimano Saint und Magura MT7 an, bieten dafür aber eine deutlich bessere Dosierbarkeit und ein besseres Gefühl. Abgesehen davon gehören sie auf dem Trail eindeutig in die Kategorie „Anker“ und liefern eine kräftige Verringerung der Geschwindigkeit - genug, um die Mutter aller Stoppies zu vollführen.Mit 470 € und circa 50 € pro Scheibe ist sie natürlich eine Premium-Bremse, reiht sich neben der SRAM Code RSC, Shimano Saint sowie TRP G-Spec Quadiem ein und ist teurer als die Magura MT7, aber beurteilt man sie anhand Konstanz, Kraft und Hebelgefühl, so stellt die Dominion die Königsklasse des Marktes dar. Die Hayes Dominion A4 macht ihrem Namen alle Ehre. Hayes hat versucht, die Herrschaft über den Scheibenbremsen-Markt zu erlangen und wenn sich die Zuverlässigkeit als ebenso beeindruckend wie die Leistung erweist, sind sie definitiv auf der Siegerseite.

Hayes Dominion T4: Das Leichtgewicht im Test

Nicht von ungefähr: Das Konglomerat an Bike-Marken sitzt direkt am Lake Michigan in Wisconsin. Dort entwickelt und testet Hayes auch ihre Bremsen. Die Bremsen von Hayes sind in verschiedenen Varianten verfügbar: T4, T2 sowie A4 und A2. Die Nomenklatur ist einfach zu verstehen: A steht für Aluminium, T für Titan und die Zahl bezeichnet die Kolbenanzahl.

Technische Details und Gewicht

Die von uns getestete Dominion T4 mit 4-Kolben bringt 530 g auf die Waage und ist damit die leichteste im ganzen Vergleichstest. Gleichzeitig fällt sie im Ranking weiter auf: Gemeinsam mit der SRAM MAVEN ist sie - nach der sehr exklusiven Trickstuff MAXIMA - die zweitteuerste Bremse im Test. Die Hardware aus Titan, die Carbon-Bremshebel und der Ausgleichsbehälter-Deckel aus Kompositmaterial tragen zum niedrigen Gewicht bei. Doch es gibt einen Nachteil am Reduktionswahn: Die Bremshebelweite und der Druckpunkt lassen sich nur mit Inbus mit Kugelkopf verstellen - Anpassungen während dem Ride sind dadurch nicht möglich.

Empfehlung

Steht für euch das Gewicht nicht im Vordergrund, dann empfehlen wir, die 190 € günstigere Hayes Dominion A4 zu wählen. Sie wiegt nur ein paar Gramm mehr, bietet aber dieselbe Performance und hat den Vorteil, den Hebelweg einfach und werkzeuglos einstellen zu können.

Entlüftung der Hayes Dominion T4

Beim Entlüften der Hayes Dominion T4 mit zwei Spritzen ist etwas Vorsicht geboten, da der Bremssattel über zwei Entlüftungsports verfügt. Zum normalen Entlüften genügt es, die untere Spritze am linken Port anzuschließen. Nach einer großen Wartung,. z. B. bei Dichtungswechsel jedoch sollte zusätzlich zuerst über den rechten Port entlüftet werden. Abgesehen davon ist das Entlüftungsverfahren dasselbe wie bei den meisten anderen Bremsen. Dabei solltet ihr darauf achten, möglichst keine Bremsflüssigkeit auf die Haut und den Lack zu bekommen bzw. Spritzer mit viel Wasser zu spülen. Denn die DOT-Bremsflüssigkeit kann schädlich für die Haut sein und den Lack angreifen.

Crosshair-System

Ein weiteres auffälliges Merkmal an der Hayes ist das sogenannte Crosshair-System, das kleine Madenschrauben in Querrichtung zur Bremssattelbefestigung aufweist. Damit kann die Position der Bremse feinjustiert und somit schleiffrei gemacht werden. Das Besondere daran ist, dass die Einstellung auch nach dem Austausch der Beläge erhalten bleibt - quietschende Abfahrten bleiben euch so erspart.

Ergonomie und Bremsgefühl

Greift man zum ersten Mal an die Hayes-Bremse, entpuppt sich der Bremshebel als wahrer Handschmeichler. Der Carbon-Hebel ist ergonomisch gut zu greifen und fühlt sich nicht so „kalt“ an wie ein Alu-Hebel. Lediglich für die Hebelweiteneinstellung sollte man sich zuhause ausreichend Zeit und passendes Werkzeug nehmen - unterwegs mit Multitool ist die Feinjustierung eine mühsame Angelegenheit. Der Leerweg der Bremse bis zum Druckpunkt ist super leichtgängig und widerstandsfrei, während der Druckpunkt selbst ein guter Kompromiss aus knackig und gut modulierbar ist. Die Bremse packt schon früh zu und vermittelt - wenn die Beläge den Rotor berühren - ein definiertes Hebelgefühl. Dadurch lässt sich die Bremskraft einfach dosieren und die Bremse liefert in jeder Situation mehr als genug Power.

Bremsleistung

Das zeigen auch die Laborergebnisse, bei denen die Hayes Dominion T4 den fünften Rang belegt, vor Shimano XT und hinter XTR. Auffällig: Mit Sinter-Nachrüstbremsbelägen lässt sich die Bremsleistung der Hayes nochmal um fast 15 % steigern und die Bremse so unter die Top 3 katapultieren. In der BrakeAce-Aufzeichnung hat die Hayes fast eine identische Leistung gezeigt wie die neue SRAM MAVEN, mit der sie sich letztlich das harte und knappe Duell um den Testsieg geliefert hat. Allerdings unterscheiden sich die Kontrahenten im Bremsgefühl deutlich, sodass es eher eine Frage des Geschmacks als ein klarer Sieg ist: Während die MAVEN das SRAM-typische Bremsgefühl mit weicherem Druckpunkt und super Dosierbarkeit vermittelt, zeigt sich die Hayes schön knackig.

Testsieger im Bremsen-Vergleichstest 2024

In unserem Bremsen-Vergleichstest 2024 hat es die Hayes vom Geheimtipp zum Testsieg geschafft! Die Dominion T4 zeigt eine enorme Performance, sowohl auf dem Trail mit einem sehr guten Bremsgefühl als auch im Labor, und legt damit ein erfolgreiches Comeback hin. Ihre beeindruckende Power und das Hebelgefühl, kombiniert mit dem geringsten Gewicht und nützlichen technischen Features wie die Crosshair-Bremssattel-Montage machen die Hayes Dominion T4 zum Testsieger im Rennen um die beste MTB Scheibenbremse.

Hayes Dominion A4 im Detail

Gegründet 1946 als Hersteller von Teilen für Außenbordmotoren, brachte Hayes 1996 die erste hydraulische MTB-Scheibenbremse in Serie auf den Markt. Nach vielen dürren Jahren möchte der Pionier aus dem US-Staat Wisconsin mit der Dominion-Flotte wieder zurück an die Spitze - trotz "Retro-Design".

Aufbau, Details & Gewicht

Groß, kantig, weit vom Lenker abstehend: Der Anblick des Hebelgehäuses (axial, Flip-Flop) lässt historische Gefühle aufkommen. Auch die zweiteilige, verschraubte Nehmereinheit ist ein prächtiger Brummer aus kaltgeschmiedetem Alu. Scheinbar konzentrierten sich die Milwaukees bei der Entwicklung vor rund sechs Jahren weniger auf die Optik. Stattdessen soll die Dominion A4 die steifste und stärkste Bremse sein, die Hayes je gebaut hat. Gewichtstechnisch gehört die Bremseinheit mit 304 g zu den wuchtigen, vier Kolben à 17 mm Durchmesser stehen ebenso für Power wie die dicke, DOT führende Kevlarleitung (Außendurchmesser 5,3 mm statt der üblichen 5,0 mm). Für "Kurzfingrige": Die A4 gibt es auch als Variante mit extrem kleinem Hebel. Die recht leichten Discs liefert Hayes D-Series (160-220 mm), Beläge gibt es zwei.

Montage & Setup

Keine Bremse bietet hier so viele Auffälligkeiten! Das beginnt am Sattel mit zwei Madenschrauben, die gegen die Postmount-Schrauben drücken. Mit ihrer Hilfe ist die Bremse blitzschnell schleiffrei ausgerichtet - genial! Dazu bietet die A4 zwei Entlüftungsports am Sattel, wodurch dieser unabhängig vom Hebel durchspült werden kann. Generell klappt die Entlüftung gut, wobei wir für die Heckbremse einen zweiten Durchgang brauchten. In Sachen Setup besitzt die Hayes eine selbst mit dicken Handschuhen bestens bedienbare Griffweitenverstellung. Die im Geber versteckte 2-mm-Inbusschraube zur Leerwegverstellung ignoriert man hingegen besser. Zum einen ist sie kurios winzig, zum anderen wird jede A4 ab Werk so kalibriert, dass der Leerweg der Kolben nahezu gen null tendiert, die Bremse dennoch nicht schleift. Nervig: Die großen, eckigen Beläge lassen sich nur fummelig nach unten entnehmen.

Ergonomie & Dosierbarkeit

Top: Der breite, trotz der vielen Vertiefungen vielleicht minimal zu glatte Alu-Hebel schmiegt sich mit seiner üppigen "Kuhle" genial dem Finger an. Durch die hochwertige Kugellagerung ist er zudem ausgesprochen leichtgängig, mit hoher Rückstellkraft. Zwar bietet der Hebel selbst einen je nach Griffweite mehr oder weniger langen Leerweg, die Kolben aber wie angesprochen quasi nicht. Entsprechend zeigt die A4 einen glasklaren, sehr definierten Druckpunkt. Wer dies liebt, wird sie zur Favoritin unter den Testkandidatinnen küren! Dennoch entfaltet sich die Bremskraft nicht zu abrupt, sodass sich die US-Stopper überraschend fein, nach etwas Eingewöhnung sogar rundum prima dosieren lassen.

Bremskraft & Standfestigkeit

Auf dem Trail löst die Dominion das Versprechen ein, das "dicke Ding" würde selbst eine radelnde Elefantenhorde sicher ins Tal geleiten. Die Hayes packt so kraftvoll zu, wie sie aussieht, auch wenn eine Magura MT7 am langen Ende vielleicht noch einen Tick drauflegen kann. Das üppig verteilte Material am Sattel sorgt wiederum für hohe Hitzeableitung, wie bei eigentlich allen Bremsen im Test bedarf es schon einer sehr übertriebenen Schleifbremsung samt hohem Systemgewicht, um die "Dominatorin" überhaupt in den Bereich von Bremskraftverlusten zu bekommen.

Beläge

Zwei Varianten offeriert Hayes. Ab Werk ist ein semimetallischer Belag (T106, Bild) montiert, also ein eigentlich organischer Belag, aber mit erhöhtem Metallanteil. Dazu gibt es einen rein gesinterten (T100). Uns genügten Biss und Hitzeresistenz der T106er-Beläge. Wer viel im Nassen unterwegs ist, greift aber besser zum "Hard Metal".

Tuning

Hauseigene Upgrades bietet Hayes abgesehen von der A4-Variante mit Mini-Hebel nicht. Wie bei der Trickstuff Direttissima haben wir sehr gute Erfahrungen mit den Grip-Pads von Lizard Skins gemacht, um den ergonomischen, durch die glatte Oberfläche jedoch einen Tick (zu) rutschigen Hebel zu optimieren. Tuningbeläge gibt es von vielen Herstellern, wir fuhren zum Test die giftigen ("grün") von Galfer - Geschmackssache, aber klasse!

Hayes Dominion T2: Die leichte Option

Hayes meldet sich mit einer werksgetunten Zweikolbenbremse zurück und präsentiert die Dominion T2 - eine neue leichte MTB-Scheibenbremse für Racer oder andere Liebhaber von Carbon und Titan. Die Hayes Dominion T2 ist die inzwischen dritte Variante der MTB-Scheibenbremse der Traditionsmarke aus den USA.Seither erschienen zusätzlich die Zweikolbenversion Dominion A2 sowie die SFL-Bremshebel speziell für kleine und ganz kleine Hände. Und eben die Zweikolbenbremse nahm sich Hayes nochmals vor mit dem Ziel, das Gewicht weiter zu reduzieren. Mit dem Ergebnis beglückt der amerikanische Bremsenspezialist 500 Fans mit einer getunten Version der A2, der Hayes Dominion T2.

Leichtbau-Details

Carbon-Hebel der Schwestermarke Reynolds, Titan-Schrauben, Ausgleichsbehälter-Abdeckungen aus Verbundkunststoff und Bremsbeläge mit Alu-Trägerplatten: Die klassischen Diätmittel für MTB-Bremsen ließen schnell ein paar Gramm schmelzen. Doch erst durch dezente Materialausfräsungen am Bremssattel reduzierte sich das Gewicht am Ende um insgesamt 50 Gramm pro Bremse. Laut Hersteller wiegt eine Hayes Dominion T2 so nur noch um die 250 Gramm pro Stück, ohne Scheibe oder Adapter. Die kugelgelagerten Carbon-Hebel sollen mit besonders feiner Bedienbarkeit glänzen. Jeder Bremskolben lässt sich separat entlüften. Titan-Schräubchen und Löcher, wo zuvor Metall war, sparen Gewicht.

Tabelle: Überblick über die Hayes Dominion Bremsen

Modell Kolben Gewicht Besonderheiten Empfohlener Einsatzbereich
Dominion A4 4 304g Crosshair-Ausrichtung, Kevlar-Schlauch Enduro, Downhill
Dominion T4 4 530g Titan-Hardware, Carbon-Bremshebel Enduro, Downhill, Leichtbau
Dominion T2 2 250g Carbon-Hebel, Titan-Schrauben Racer, Liebhaber von Carbon und Titan

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