Ein Heckträger ist wie ein Parkplatz am Van. Wenn innen kein Platz mehr ist, wird eben außen angebaut. Das gilt beim festen und auch beim mobilen Heim.
Besonders leidenschaftliche Motorradfahrer möchten im Urlaub nicht auf ihre geliebte Maschine verzichten. Und das hat auch gute Gründe, denn oft sind die Motorradrouten im Ausland etwas ganz anderes als die, die man von daheim kennt. Aber wer nicht mit Motorrad und Zelt auf Tour gehen möchte, sondern den Luxus des eigenen Wohnraums in Form eines Wohnmobils haben möchte, der muss sich etwas einfallen lassen, wie die Maschine am Zielort ankommt. Und da hat der Markt einiges zu bieten.
Um ihn nutzen zu dürfen, gilt es, technische und behördliche Voraussetzungen zu beachten. Die wichtigsten Punkte stellt promobil vor. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Halter und Plattformen sind je nach Ausführung mit bis zu 300 Kilogramm belastbar und können damit zumindest theoretisch auch große Bikes stemmen.
Technische und rechtliche Voraussetzungen
Ein Halter wird am Chassis des Fahrzeugs verschraubt und der Heckträger anschließend aufgeschoben. So ist er schnell an- und abbaubar. Die meisten Heckträger sind abnehmbar, ihre Halter werden direkt am Chassis verschraubt und verbleiben dort.
Eine ABE (allgemeine Betriebserlaubnis) wird manchmal mitgeliefert. Dann darf der Träger montiert und ohne weitere Abnahme genutzt werden. Für die Einhaltung der maximal zulässigen Hinterachslast ist der Fahrer aber natürlich trotzdem verantwortlich. Wer eine ABE wünscht, wird bei anderen Anbietern fündig. Auch dann ist ein Wiegen des Fahrzeugs aber dringend zu empfehlen.
In der Praxis ist die Zuladung aber vor allem durch das zulässige Gesamtgewicht und die Hinterachslast des Basisfahrzeugs begrenzt. Um trotzdem die Hecktüren nutzen zu können, sind manche Modelle samt Ladung zur Seite oder nach hinten schieb- oder klappbar. Damit es bei der Kontrolle nicht zu teuren Überraschungen kommt, sollte vor der Entscheidung für einen Heckträger deshalb die Reserve des Fahrzeugs geprüft werden.
Allerdings darf durch die Last am Heck auch die Last auf der Vorderachse nicht zu weit sinken. Laut EU-Verordnung (1230/2012) darf sie in keinem Fall weniger als 20 Prozent der technisch zulässigen Gesamtmasse des Fahrzeugs betragen.
Fiedler und Allround verpflichten ihre Kunden beispielsweise dazu, indem keine ABEs ausgegeben werden. Um den gewünschten Träger nutzen zu dürfen, werden Vorder- und Hinterachslast bestimmt und daraus die maximal mögliche Zuladung errechnet. Für die Abnahme beim TÜV ist dann auch der Wiegebericht vorzuzeigen.
Wer mit einem Heckträger liebäugelt, sollte vorher die Reserven am eigenen Fahrzeug prüfen. Die zulässigen Achslasten finden sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter den Ziffern 8.1 bis 8.3. Das zulässige Gesamtgewicht steht unter der Ziffer F.1. Manche Anbieter liefern ihre Systeme mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE), die zwar die Montage ohne weitere Abnahme erlaubt, den Fahrer aber nicht von der Pflicht befreit, die zulässigen Achslasten einzuhalten. Zu hohe Achslasten werden nicht nur bei einer Kontrolle teuer, sie gefährden auch die Fahrsicherheit.
Zuladung berechnen
Zuladungsberechnung für die max. Zuladung eines Trägers am Heck eines speziellen Vans:
- Die maximal mögliche Zusatzbelastung der Hinterachse (X). Sie ist nur durch Wiegen der aktuellen Achslast und Abgleich mit der im Fahrzeugschein eingetragenen maximalen Hinterachslast zu ermitteln
- Radstand (a)
- Abstand zwischen der Hinterachse und dem Schwerpunkt der Ladung (b). Dafür nimmt z. B. Fiedler 45 Zentimeter hinter dem Fahrzeugende an.
Die maximal mögliche Zuladung berechnet sich über die Formel: (x*a)/(a+b)
Achtung: Das Eigengewicht des Trägers zählt zur Zuladung.
Am Ende aller Berechnungen können so von theoretisch bis zu 300 Kilogramm Zuladung nur noch 100 Kilogramm übrig bleiben. Zu wenig für die meisten Motorräder, ausreichend für Roller oder leichte Crosser oder Trial-Bikes.
3 Heckträger im Überblick
- Allround Cate Motorrad-Set: Auch hinter sehr kompakten Vans findet ein Motorrad Platz. Der Träger von Allround ist mit bis zu 300 Kilogramm belastbar, beim Mercedes Marco Polo dürfen je nach Ausbaustufe aber nur 160 bis 250 Kilo draufgepackt werden.
- Fiedler: Bis zu 250 Kilo hält der Träger von Fiedler aus. Damit sind auch größere Bikes wie die abgebildete Kawasaki Z 1000 SX hinter dem Campingbus transportierbar. Die Gesamtzuladung des Fahrzeugs ist dann aber schnell überschritten.
- Linnepe Slideport: Um auch bei montiertem Träger zumindest eine Hecktür öffnen zu können, ist der Slideport verschiebbar. Die maximale Belastung des Systems liegt bei 170 Kilogramm. Der Heckträger Slideport von Linnepe ist verschiebbar.
Alternativen zum Heckträger
Neben Motorradträgern, die am Heck befestigt werden, gibt es auch Möglichkeiten für die Heckgarage (wenn ausreichend groß) oder die Nutzung eines Anhängers.
Wer einen Anhänger fahren darf und sich dabei sicher fühlt, macht damit kaum einen Fehler. Anhänger für Motorräder gibt es in verschiedenen Größen und für unterschiedlich viele Maschinen. Aber auch hier gibt es Grenzen und die zulässige Anhängelast darf nicht überschritten werden.
Wer sein Motorrad oder seinen Roller sauber und trocken transportieren möchte und über eine ausreichend große Heckgarage im Wohnmobil verfügt, kann sich entsprechende Schienen einbauen und das Motorrad darauf befestigen. Dafür gibt es unterschiedliche Auffahrschienen. Die einfachsten Modelle zieht man einfach heraus, hakt sie ein und muss das Zweirad mit Muskelkraft hinaufschieben. Oben angekommen wird es dann gesichert.
Ein Zwischending zwischen Anhänger und Heckträger ist ein Motorradträger, der über zwei Räder verfügt. Im Prinzip ist es ein Anhänger und wird auch an der Anhängerkupplung befestigt, aber er fährt ganz dicht am Heck des Wohnmobils und hat nur die Tiefe, die er tatsächlich braucht.
Worauf man beim Kauf achten sollte
Beim Kauf eines Motorradträgers muss auf die Nutzlast geachtet werden. Diese gibt an, welches Gewicht das zu transportierende Motorrad / Roller haben darf. Diese einigen hundert Kilo am Heck spürt man bei jeder Kurve. Nicht jeder kann damit umgehen.
Vor allem für Stadtbesichtigungen eignet sich ein Zweirad besonders gut. Wer allein unterwegs ist oder einfach den Motorradsport liebt, der wird irgendwann auf den Gedanken kommen, dass ein motorisiertes Zweirad unterwegs auch recht praktisch und spaßig sein kann. Um dieses zu transportieren benötigt man einige Vorplanung. Du willst Deine geliebte Maschine auch im Urlaub nicht missen?
Wenn das Motorrad oder der Roller am Heck oder auf dem Anhänger transportiert wird, macht es durchaus Sinn, es vor den Einflüssen des Wetters zu schützen. Für Motorräder und Roller gibt es universelle aber auch spezifische Abdeckplanen oder Schutzhüllen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit oder Nässe verhindern sollen.
Zunächst muss man wissen, wie schwer das Zweirad ist und einen dafür passenden Motorradträger mit der entsprechenden Nutzlast auswählen. Dann ist es auch wichtig, für welche Art der Montage das eigene Wohnmobil geeignet ist.
Auch wichtig zu erwähnen ist, dass ein Motorradträger am Heck das Fahrverhalten verändert. Nicht jeder kann damit umgehen. Aber natürlich ist auch das Fahren mit Anhänger nicht für jeden ein Kinderspiel. Bevor Du einen Kauf tätigst, solltest Du Dir sicher sein, was Du willst, brauchst und vor allem, was Du darfst!
Die Auswahl an Anbietern ist groß. Um die eigenen Ansprüche und Möglichkeiten abzuklopfen, sollte direkt mit einem Hersteller Kontakt aufgenommen werden.
Zusatzluftfederung
Egal ob du das Zweirad am Heck oder im Innenraum transportierst: durch das hohe Gewicht steht die Federung an der Hinterachse unter Dauerbelastung. Die serienmäßigen Blattfedern können dadurch so weit einsinken, dass kein Federweg mehr übrigbleibt. Daher sind Luftfedern eine sinnvolle Ergänzung zum Motorradträger.
EG-Typengenehmigung
Linnepe-Träger werden mit einem EG-Typengutachten geliefert, ein Eintrag in die Fahrzeugpapiere ist also nicht notwendig. EG-Typengenehmigung! Kein TÜV notwendig!
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