Der Leine-Heide-Radweg: Eine Reise durch Thüringen, Niedersachsen und Hamburg

Der Leine-Heide-Radweg verbindet auf über 413 km die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Leineberglandes mit der Lüneburger Heide und der Hansestadt Hamburg.

Die Route startet an den Leinequellen im thüringischen Eichsfeld und verläuft durch leicht hügelige Flusslandschaft vorbei an attraktiven historischen Städten.

Die Route: Von der Quelle bis zur Elbe

Der Leine-Heide-Radweg startet an der Leinequelle bei Leinefelde im thüringischen Eichsfeld.

413 km entlang der Leine von ihrer Quellmündung bei Leinefelde durch die Heidelandschaft bis zur Hansestadt Hamburg.

Bewaldete Höhenrücken, bunte Streuobstwiesen und malerische Städtchen prägen diese tausendjährige Kulturlandschaft.

Das südliche Eichsfeld besteht in weiten Teilen aus einer teils schroffen, teils idyllischen Mittelgebirgslandschaft, welche von tiefen Tälern zerschnitten sind. Im Norden erstreckt sich mit der „goldenen Mark“ eine fruchtbare und flachwellige Beckenlandschaft.

Die Route durch die leicht hügelige Flusslandschaft quert die ehemalige innerdeutsche Grenze beim Rittergut Besenhausen und führt zum „Grenzdurchgangslager Friedland“.

Ab der Landeshauptstadt Hannover, wo Maschsee und Herrenhäuser Gärten zum Verweilen einladen, folgt der Weg der Leine in das Umland des Steinhuder Meeres und weiter durch die von Wiesen, Wald und Mooren geprägte Flusslandschaft des Aller-Leine-Tals.

Hier verläuft unsere reizvolle Etappe auf dem Weg durch die Lüneburger Heide, vorbei an Walsrode mit dem bekannten Vogelpark, dem Heide-Park in Soltau und typischen Heideorten wie Schneverdingen und Wilsede.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

Entlang des Leine-Heide-Radwegs gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Historische Hauptstadt des Eichsfeldes ist Heilbad Heiligenstadt mit seinen Kuranlagen und der historischen Altstadt.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang: Besucher sollten nicht den Marktplatz mit der Aegidienkirche und dem barocken Rathaus versäumen.

Am Westende der Altstadt erhebt sich der Stiftsberg, auf dem mit dem Bergkloster, dem barocken Kurmainzer Schloss und der Kirche St. Martin gleich drei der ehrwürdigsten Gebäude thronen.

Fachwerk und Moderne beleben die sehenswerte alte Universitätsstadt Göttingen.

Die Göttinger Altstadt vereinigt auf reizvolle Weise die Erinnerungen an die mittelalterliche Kaufmannsstadt mit studentischem Flair.

Ob Göttingen mit seinem studentischen Flair, die alte Fachwerkstadt Northeim oder Einbeck, berühmt für seine Brautradition, überall am Wegesrand gibt es Interessantes zu erfahren und zu besichtigen.

Weiter nördlich schließt sich die landschaftlich reizvolle und waldreiche Region Hildesheim an.

Von hier hat man immer wieder herrliche Ausblicke ins Leinetal.

Hildesheim mit seinen beiden UNESCO-Welterbestätten wird nach einem kurzen Abstecher von 12 km erreicht.

Auch die Fachwerkstädte Alfeld und Gronau, die schön gelegen zwischen den sieben Bergen ruhen, liegen am Weg.

In Nordstemmen wartet z.B. das beeindruckende Schloss Marienburg auf Sie.

Von hier aus lohnt sich auch ein Abstecher in das 15 Kilometer entfernte Hildesheim mit seinen beiden UNESCO-Welterbekirchen, Museen und dem historischen Marktplatz.

Kurz hinter Göttingen oberhalb des Fleckens Bovenden liegt die mächtige Burg Plesse.

Erstmalig wurde sie 1015 urkundlich erwähnt und gilt als eine der bedeutendsten Höhenburgen Südniedersachsens.

Zu besichtigen sind der Burghof, die Überreste der ehemaligen Kapelle und des Herrenbaus.

Der gewaltige Bergfried in der Mitte hat vier Meter dicke Mauern.

Wenig später wird Nörten- Hardenberg mit der hoch über dem Leinetal liegenden Burgruine erreicht.

Northeim im Fachwerkfünfeck ist definitiv einen Abstecher wert.

Herrliche Fachwerkhäuser, aber vor allem das verwunschene ,,Theater der Nacht“, bieten Genuss für Augen, Ohren und Geist.

Die Northeimer Seenplatte mit 12 durch Kiesabbau entstandenen Seen lädt zu einem erfrischenden Bad, einer Tretboottour oder einer gemütlichen Rast ein.

Kurz danach erreicht man Einbeck, berühmt für seine Brautraditionen und sein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Zentrum mit reich verzierten Fachwerkhäusern.

Besonders erwähnenswert, sind das RadHaus im Stadtmuseum sowie der PS.SPEICHER in Einbeck, der auf einem Areal von 25.000 m2 einen einzigartigen Erlebnis- und Ausstellungspark präsentiert.

Weiter nördlich schließt sich die landschaftlich reizvolle und waldreiche Region Hildesheim an.

Informationen für Radfahrer

Der Leine-Heide-Radweg ist größtenteils mit dem entsprechenden Logo in der Radwegweisung beschildert.

Die Ausweisung folgt den Richtlinien des ADFC.

Beschaffenheit und Eignung

Der Radweg hat überwiegend keine Steigung und ist gut befahrbar, teilweise asphaltiert, teilweise naturbelassen, an manchen Stellen landwirtschaftliche Wege.

Durch das überwiegend ebene Gelände ist dieser Radweg auch gut geeignet für Familien.

Beschilderung

Der Weg ist durchgängig mit dem Leine-Heide-Radweg Logo ausgeschildert.

Zusätzliche Informationen

In unseren Touristinfos finden Sie Kartenmaterial verschiedener Anbieter zu Ihrer Reise auf dem Leine-Heide-Radweg.

Routenvorschlag für einen Tag

Von der Heideblütenstadt Schneverdingen aus führt Sie diese Rundtour durch die schönsten Heideflächen der Region, über Niederhaverbeck mit einem Naturinformationshaus, in das verkehrsfreie Heidedorf Wilsede und nach Undeloh.

Besuchen Sie hier das Heide-Erlebniszentrum und erfahren Sie alles über die lila blühenden Pflanzen!

Mit etwas Glück kreuzt eine Heidschnuckenherde Ihren Weg oder die Dülmener Wildpferde tauchen aus den Wäldern entlang des Weges auf.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0