Den richtigen Fahrradergometer zu finden ist gar nicht so einfach. Im Internet findet man die größte Markenauswahl an Fahrradergometern und Heimtrainern. Durch den Kauf im Internet kannst du meist einige Euros im Vergleich zum Händler vor Ort sparen.
Umgangssprachlich werden Heimtrainer, Hometrainer und Ergometer oft gleichgesetzt, obwohl es sich um verschiedene Fahrradtrainer handelt. Das liegt daran, dass die Geräte optisch gleich aussehen.
Unterschiede zwischen Heimtrainern und Ergometern
Beim Fahrrad-Heimtrainer wird der Widerstand größtenteils mechanisch, durch ein Drehrad oder Hebel eingestellt. Dadurch ist es nicht möglich, automatische Programme zu nutzen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. Bei Ergometern wird der Tretwiderstand in Watt angezeigt und die Regulierung erfolgt elektronisch. Dadurch ist es auch möglich, Puls- oder Wattgesteuerte Trainingsprogramme zu integrieren.
Diese Programme passen beispielsweise den Widerstand automatisch so an, dass eine gewünschte Pulsfrequenz eingehalten werden kann.
Wichtige Funktionen und Auswahlkriterien
Ein Heimtrainer kann nur dann den erwünschten Trainingserfolg bieten, wenn das Fitnessgerät genau auf die individuelle Körpergröße und das Körpergewicht zugeschnitten ist. Besonders große und kleine Menschen haben Schwierigkeiten, passende Ergometer zu finden.
Werden aber zu viele Funktionen und Programme geboten, kann das verwirren. Der Puls wird bei den meisten Geräten mit Handpulssensoren oder einem Brustgurt gemessen.
Im Sport kann ein Ergometer dabei helfen, den Leistungsstand einer Person festzuhalten. Auf der Basis der Daten kann ein individueller Trainingsplan erstellt werden. Messwerte wie Leistung, Puls und zurückgelegte Strecke können genau abgelesen werden.
Ergometer kommen vielfach auch im medizinischen Bereich zum Einsatz, zum Beispiel beim Belastungs-EKG. Sie dienen daneben zur Rehabilitation von Patienten. Dabei ist vor allem hervorzuheben, dass es auch Modelle gibt, die in einer bequemen Sitzposition auf einer Art Sessel gefahren werden können. Das ist besonders förderlich für Menschen mit einer Behinderung. Ein Medizinischer-Ergometer muss dem Medizinproduktegesetz entsprechen.
Ein Fahrradergometer erreicht in der Regel eine Höchstleistung von ungefähr 400 Watt. Die Norm DIN 32932 A ist die richtige Norm für Ergometer. Heimtrainer fallen unter die DIN 32932 B. Sie müssen demnach eine Schwungmasse von mindestens fünf Kilogramm aufweisen. Einfachere Heimtrainer fallen unter die DIN 32932 C.
Ergometer Leistungstest
Nicht nur Sportler nutzen diese Geräte für einen Ergometer Leistungstest, sondern auch Trainer, Therapeuten und Ärzte. Mit einem Ergometer Leistungstest kannst Du Deine sportliche Ausdauer analysieren. Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems lassen sich ebenfalls bei einem solchen Test erkennen.
Dabei hat der Fahrradergometer den Vorteil, dass die Gelenke nicht nur geschont werden, sondern auch beweglich bleiben. Wird ein Test in einer Arztpraxis durchgeführt, misst man während der Belastungsphase nicht nur die Pulsfrequenz, sondern auch den Blutdruck und die Laktatkonzentration im Blut.
Ein Ergometer Leistungstest beinhaltet allerdings keine Messung der Sauerstoffaufnahme, die mithilfe einer Atemmaske beim Training durchgeführt wird. Ein Ergometer Leistungstest, soll die Belastungsgrenzen von untrainierten Sportlern genauso genau anzeigen können, wie bei Leistungssportlern.
Bei einem Leistungstest wird in gleichmässigen Zeitabständen der Widerstand um eine bestimmte Wattzahl erhöht. Der Arzt zeichnet während der Belastung ein EKG (Elektrokardiogramm) auf.
Für Ergometer-Leistungstests in sportmedizinischen Instituten dürfen nur Geräte verwendet werden nach DIN Norm 32932 A. Dieser Stufentest eignet sich für Sporteinsteiger.
Achtung: Der Stufentest darf nur von völlig gesunden Menschen ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt werden.
Apps für das Ergometer-Training
Wer kennt es nicht… während beim Biken draußen in der Natur die Zeit wie im Flug vergeht, ziehen sich die Trainingseinheiten auf dem Ergometer manchmal quälend in die Länge. Spätestens wenn alle auf der Konsole verfügbaren Programme mehrmals abgespult wurden, löst sich die Motivation in Luft auf. Das muss aber nicht sein. Fitness Apps wie die Kinomap App ermöglichen „virtuelle Fahrten“ auf echten Video-Strecken der Radsport-Welt oder „virtuelle Rennen“ gegen echte Gegner.
Damit wird auch auf dem Ergometer in den eigenen vier Wänden ein abwechslungsreiches und motivierendes Training möglich.
Beliebte Trainingsapps
Die besten Trainingsapps, die reale Videostrecken für Ergometer anbieten, sind die Kinomap, BitGym und Rouvy App. In den meisten Fällen ist die App oder zumindest eine Demo-Version davon kostenlos erhältlich, sodass getestet werden kann, ob sie auch wirklich auf dem vorhandenen Gerät läuft. Fast alle Apps nutzen zur Datenübertragung zwischen Mobilgerät und Ergometer die Bluetooth-Funktion.
Ist diese auf beiden Geräten aktiviert, wird das Ergometermodell in der jeweiligen App angezeigt und kann dann gekoppelt werden. Das virtuelle Fahren auf echte Strecken rund um die Welt macht das Training spannend und abwechslungsreich. Zusammen macht das Training mehr Spaß: Über soziale Netzwerke können Ergebnisse mit Freunden in der Community geteilt werden. Alle wichtigen Trainingsparameter werden angezeigt und können nach dem Workout gespeichert werden.
Kinomap App
Die Kinomap App, die für Android und iOS-Geräte erhältlich ist, bietet ein virtuelles Training auf echten Strecken. In der Datenbank sind Tausende von Streckenvideos mit Geotags und Höhenprofilen verfügbar, die von den Nutzern selbst aufgezeichnet und hochgeladen werden. Zu jeder Strecke gibt es eine Rangliste mit den besten Ergebnissen. Für 7 Tage gibt es eine kostenlose Testversion mit Zugang zu allen Funktionen. Wer die App darüber hinaus nutzen möchte, kann sich zwischen einem Monats-, Jahres- oder Dauerabo entscheiden.
BitGym App
Die Trittfrequenz wird über die Frontkamera bestimmt, die die Kopfbewegung aufzeichnet. Die Videos können auf dem Smartphone, Tablet oder Fernsehbildschirm (über HDMI oder Apple TV) abgespielt werden. Einige Strecken sind je nach Trainingsziel gecoacht, hier ist die Geschwindigkeit fest vorgegeben. Die Strecken können je nach Internetverbindung entweder gestreamt oder heruntergeladen werden.
Nachteilig bei dieser App ist, dass sie den Widerstand nicht automatisch an das Höhenprofil anpasst. Die App läuft auf Android und iOS. Sie kann nach der Registrierung kostenlos getestet werden, dafür stehen 10 Strecken für verschiedene Trainingsgeräte zur Auswahl.
Rouvy App
Die App Rouvy bietet hochwertige echte Video-Routen ohne Ruckeln. Es ist aber auch möglich, seine eigene Route zu erstellen. Man kann an Events, Wettkämpfe, Gruppenfahrten und Rennen teilnehmen. Aus der Trainingsbibliothek kann jeder ein für sich passendes Training wählen, welches auf POWER Intervalltraining basiert.
Es ist eine kostenlose Testversion der App für 14-Tage verfügbar. Danach kann man sich zwischen einer Basis-Mitgliedschaft und einer Premium-Mitgliedschaft entscheiden. Die App ist hauptsächlich mit Smart Rollentrainern und mit sehr wenigen Ergometern und Indoor Bikes kompatibel. Sie läuft auf den Betriebssystemen Windows, iPad, iPhone und Android. Das Keiser M3i Indoor Bike ist über ein Konverter mit der Rouvy App kompatibel.
Weitere Fitness-Apps
Einige Fitness-Apps haben eine integrierte Google Maps Funktion. So können gewünschte Trainingsstrecken eingegeben werden und mit Hilfe von Google Street View virtuell abgefahren werden.
Allerdings läuft im Gegensatz zu den oben genannten Apps kein reales Strecken-Video ab, sondern eher nacheinander ablaufende Bilder, die keine bilderräumliche Tiefe vermitteln und zum Teil sehr verzerrt sind. Auch gibt es nur von bestimmten Orten Panoramabilder, wie z.B. bekannte Sehenswürdigkeiten oder Wanderstrecken.
Eine völlig kostenlose Street-View-App ist die für Android entwickelte App MyHomeFIT App. Sie bietet virtuelles Training per StreetView Aufnahmen und übernimmt die gesamte Steuerung des Trainingsgeräts.
Testberichte und Modelle im Vergleich
Die Auswahl an Heimtrainern ist groß - von einfachen Einsteigergeräten unter 500 Euro bis hin zu Premium-Modellen für rund 1.000 Euro. CHIP hat sieben Ergometer mit und ohne App-Anbindung getestet. Das Ergebnis zeigt: Auch preisgünstige Modelle ermöglichen ein effektives und abwechslungsreiches Training - ganz ohne Studiovertrag.
CHIP hat sieben Geräte von namhaften Herstellern ins Testcenter bestellt und überprüft. Unsere Messlatte lag weit oben: Ein Ergometer sollte sich unkompliziert aufbauen und einstellen lassen, eine reichhaltige Ausstattung besitzen sowie ein effektives und abwechslungsreiches Training möglich machen. Erfreulicherweise hat kein Gerät mit schlechter als "Gut" abgeschnitten, auch wenn sie sich in der Ausstattung und im täglichen Training durchaus deutlich unterscheiden.
Cardiostrong BX70i
Das Ergometer Cardiostrong BX70i ist hochwertig verarbeitet und gefällt durch sehr gute Ergonomie. Der Sattel ist bequem und lässt sich in Höhe und Neigung anpassen, auch die Pedale sind schnell auf unterschiedliche Größen eingestellt. Der Lenker ist dagegen weder in Höhe noch Neigung variabel, aber dennoch können große und kleine Personen bequem trainieren. Das maximale Nutzergewicht liegt bei 150 Kilogramm.
Der Widerstand des Brems-Induktionssystem ist vergleichsweise hoch, das Training also eher schweißtreibend. Das dürfte vor allem ambitionierteren Freizeitsportlern zusagen. Das Cardiostrong BX70i bietet 18 Trainingsprogramme, vier davon herzfrequenzgesteuert und eines individuell einstellbar. Es können Profile für bis zu vier Benutzer angelegt werden.
Der Heimtrainer von Cardiostrong lässt sich via Bluetooth mit einer ganzen Reihe von Fitness-Apps fürs Smartphone oder Tablet verbinden, darunter auch Kinomap und ZWIFT. An den Griffen finden sich Kontaktsensoren für die Pulsmessung, wer möchte, kann auch einen optionalen Brustgurt koppeln. Die Schwungmasse beträgt 10 Kilogramm. Der Cardiostrong Ergometer BX70i ist mit einer Länge von nur 96 Zentimetern besonders kompakt gebaut.
Der Cardiostrong Ergometer BX70i zeichnet sich durch ein klares, leicht verständliches Menü aus. Gelungen ist auch die Regelung von Zeit und Widerstand per Drehknopf. Die Pedale des Cardiostrong Ergometer BX70i lassen sich per Schnellverschluss schnell an unterschiedliche Nutzer anpassen.
Skandika Morpheus
Der Skandika Morpheus hat im großen CHIP Vergleichstest fast so gut abgeschnitten wie der Testsieger, kostet aber nur etwa die Hälfte. Das macht das Ergometer zum absoluten Preistipp. Im Test hat uns der intuitiv bedienbare Trainingscomputer mit vielen vorgefertigten Programmen gefallen, die sich nochmal individuell anpassen lassen.
Die Schwungmasse ist mit 12 Kilogramm relativ hoch, dennoch laufen die Pedale nicht ganz so ruhig und gleichmäßig wie beim Testsieger. Während des Trainings ist der Skandika Morpheus jedoch angenehm leise. Die maximale Belastbarkeit des Geräts liegt laut Hersteller bei 150 Kilogramm. Wir empfehlen den Heimtrainer nur für mittelgroße und große Personen, da sich die Lenker und Pulssensoren relativ weit entfernt vom Sattel befinden.
Der Lenker lässt sich wie bei vielen anderen Ergometern zwar neigen, aber nicht in der Höhe verstellen. Als Zubehör wird ein Brustgurt mitgeliefert. Das Ergometer lässt sich via Bluetooth mit den gängigen Fitness-Apps verbinden.
Der Skandika Morpheus gibt beim Aufbau keine Rätsel auf, aber dennoch haben im Praxistest zwei Personen insgesamt eine Stunde dafür gebraucht. Das Display des Skandika Morpheus lässt sich sehr gut ablesen. Zum Skandika Morpheus wird ein Brustgurt zur Pulsmessung mitgeliefert.
Christopeit Ergometer Eco 1000
Der Christopeit Ergometer Eco 1000 ist ein relativ günstiges Ergometer, der nicht an die Steckdose muss: Man erzeugt beim Training den Strom für den Bordcomputer selbst. Der Aufbau war im CHIP Test relativ zeitaufwändig und erforderte Improvisation und handwerkliches Geschick.
Die maximale Belastbarkeit liegt laut Hersteller bei 150 Kilo, dennoch wirkt er nicht ganz so standsicher wie andere Ergometer dieser Preisklasse, deshalb empfehlen wir ihn nicht für sehr große, schwere Personen. Das Training ist über den Bordcomputer einfach zu steuern, leider ist das Display nicht immer gut ablesbar. Insgesamt gibt es 12 vorgefertigte Trainingsprogramme und auch einen Fitness-Test.
Für mehr Abwechslung lässt sich das Modell per Bluetooth mit Fitness-Apps wie Zwift oder Kinomap verbinden. Die Kontaktsensoren an den Griffen haben im Test recht zügig den Puls bestimmt. Der Christopeit besitzt ein Magnet-Bremssystem, dessen Widerstand sich nur ziemlich langsam und geräuschvoll regelt. Generell ist der Ergometer während des Trainings etwas lauter. Die Schwungmasse beträgt 10 Kilogramm, die Bewegungen sind relativ gleichmäßig.
Der Boardcomputer des Christopeit Ergometer ECO 1000 lässt sich einfach bedienen. Für mehr Abwechslung lässt sich das Ergometer auch mit den gängigen Fitness-Apps verbinden. Wie bei vielen Ergometern lässt sich der Sattel des Christopeit Ergometer Eco 1000 nach vorne oder hinten schieben. Die Neigung empfanden die Tester als eher unkomfortabel.
Hammer Ergometer Varon XTR II
Hammer Ergometer Varon XTR II ist ein hochwertiges Ergometer mit Induktionsbremssystem, was bedeutet, dass sich der Widerstand relativ genau über Watt steuern lässt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ergometern besitzt er keine Kontakt-Sensoren zur Pulsmessung an den Griffen, doch es kann ein Ohrläppchen-Sensor angeschlossen werden.
Ebenfalls ist es möglich, den Hammer Hometrainer über Bluetooth mit den gängigen Fitness-Apps zu verbinden. Die Halterung ist mehr fürs Smartphone konstruiert, größere Tablets verdecken einen Teil des Trainingscomputers. Die Montage ist einfach, verständlich und war im Test nach 30 Minuten erledigt.
Ebenfalls gefallen hat die sehr gute und verständliche Menüführung des Trainingscomputers. Es gibt insgesamt 16 Trainingsprogramme, die sogar während des Trainings noch angepasst werden können. Der Widerstand lässt sich sehr genau mit 41 Stufen regeln.
Beim Hammer Ergometer Varon XTR II gibt es keine Kontaktsensoren am Lenker, dafür wird der Puls mittels eines Ohrläppchen-Clips überwacht. Der große Bordcomputer des Hammer Ergometer Varon XTR II lässt sich einfach steuern.
Domyos EB900 B
Der Domyos EB900 B ist ein relativ gut ausgestattetes Modell der Eigenmarke von Decathlon. Er arbeitet autark, denn der Strom für den Bordcomputer wird beim Training erzeugt. Im Test gefällt er durch einen schnellen Aufbau mit Hilfe einer gut gemachten Anleitung.
Der Domyos kann an große und kleine Personen angepasst werden, allerdings lässt sich die Neigung des Lenkers nicht verändern, und auch der Sattel lässt sich nicht nach vorne oder hinten schieben. Die Bedienung des Bordcomputers ist leider nicht selbsterklärend, besser gefällt das Training mit Fitness-Apps, die per Bluetooth verbunden werden.
Dazu zählen beliebte Apps von Drittanbietern oder die eigene App Domyos E Connect, in der Nutzerprofile gespeichert werden können, im Bordcomputer ist das nicht möglich. Die Handy- und Tablet-Halterung ist gut gelöst, da sie nicht den Trainingscomputer verdeckt.
Alles in allem verursacht das Training mit dem Domyos keine störenden Geräusche, allerdings dauert das Anpassen des Widerstands etwas. Dieser lässt sich übrigens nicht in Watt einstellen. Der Domyos EB900 B unterscheidet sich von den anderen Ergometern im CHIP Test auch durch das eher kantige Design.
Der Bordcomputer des Heimtrainers Domyos EB900 B ist funktional auf das Wesentliche reduziert. Für mehr Abwechslung kann das Ergometer auch mit einer Fitness-App verbunden werden. Anders als bei den meisten Ergometern kann die Höhe des Lenkers des Domyos EB900 B an den Nutzer angepasst werden. Zum Zubehör des Ergometers Domyos EB900B gehört auch ein Trinkflaschenhalter.
Der Bordcomputer des Domyos EB900 B ist recht klein dimensioniert und wenig funktional. Es empfiehlt sich das Training über Fitness-Apps oder auch die Decathlon-eigene App E Connected.
HOI Ride+ Stone
Das Ergometer HOI Ride+ Stone ist ein neueres Modell der deutschen Marke Kettler. Laut Hersteller lässt er sich nur mit 130 Kilogramm Gewicht belasten, aber aufgebaut steht er durchaus so stabil wie die Konkurrenzprodukte mit höherer Belastungsgrenze. Dennoch empfehlen wir ihn weniger für große Personen, da das Gerät eher kompakt gebaut ist.
Es gibt keine Kontaktsensoren zur Pulsmessung, doch lassen sich Brustgurt oder andere Wearables verbinden. Der Ergometer ist kompatibel zu den gängigen Fitness-Apps, die Smartphone- und Tablethalterung ist gut gemacht. Das Ergometer ist hochwertig gefertigt und würde sich auch fix aufbauen lassen, wenn die Anleitung besser gemacht wäre.
Der Bordcomputer hat im Test nicht gefallen, das Menü ist nicht übersichtlich und zum Wechsel eines Programms muss immer "Reset" gedrückt werden. Die Trittfrequenz wird nicht angezeigt. Die Schwungmasse beträgt acht Kilo, die Bewegungen sind dennoch bemerkenswert ruhig und gleichmäßig.
Der hochwertig verarbeitete Kettler Hoi Ride+ Stone lässt sich ruhig und gleichmäßig treten. Gut gelöst: Durch die oben angebrachte Smartphone-Halterung wird der Bordcomputer beim Training mit Fitness-Apps nicht verdeckt.
Horizon Fitness Comfort 8.1
Der Horizon Fitness Comfort 8.1 ist das einzige Ergometer in unserem Vergleichstest, der sich nicht mit einer Fitness-App verbinden lässt. Das Training läuft also über den Bordcomputer ab, der immerhin über Lautsprecher verfügt, um Musik über Kabel abspielen zu können. Trainingsfortschritte lassen sich ziemlich umständlich über WLAN in einem Viewfit xID-Konto speichern.
Die Einzelteile sind gut verarbeitet, die Aufbauzeit geht mit 45 Minuten in Ordnung. Per Bordcomputer lässt sich Zeit und Widerstand regeln, insgesamt 16 Trainingsprogramme stehen zur Verfügung. Die Kontaktsensoren in den Griffen finden den Puls ausgesprochen schnell in rund zwei Sekunden.
Der Widerstand ist generell recht hoch, für Anfänger oder Vorerkrankte ist das Level möglicherweise generell zu hoch. Der Sitz lässt sich komfortabel einstellen, eine weitere Besonderheit ist der tiefe Einstieg. Der Horizon Fitness Comfort 8.1 ist mit 120 Zentimeter Länge der größte Ergometer im Test.
Der Horizon Fitness Comfort 8.1 ist der einzige Ergometer im Test, der sich nicht per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. Dafür kann über den Lautsprecher Musik abgespielt werden.
Weitere Modelle und Hersteller
Neben den bereits genannten Modellen gibt es eine Vielzahl weiterer Ergometer und Heimtrainer von verschiedenen Herstellern. Hier eine kurze Übersicht einiger bekannter Marken:
- Asviva
- Christopeit
- Finnlo
- Hammer Sport
- Kettler
- Life Fitness
- Maxxus
- Skandika
- Sportplus
- Sportstech
- Ultrasport
Wartung und Pflege
Die Wartung und Pflege für Ergometer und Heimtrainer kann leicht selbst durchgeführt werden. Da der Widerstand bei beiden berührungslos über Magnete erzeugt wird entsteht in diesem Bereich keinerlei Verschleiß. Ein Wartung sollte je nach Trainingshäufigkeit im Abstand von 4 bis 12 Wochen durchgeführt werden. Die Gewinde der Sattelverstellschraube und Lenkerbefetigungsschraube sollten bei dieser Kontrolle mit einem Wartungsöl (Brunox Turbo Spray, WD-40 oder Silikonöl) geschmiert werden. Die Sattelstütze muss komplett aus dem Rahmen gezogen werden und ebenfalls mit einem Wartungsöl eingesprüht werden.
Hinweis: Da beim Ergometertraining der kühlende Fahrtwind fehlt fängt man, meist nach wenigen Minuten, sehr stark zu schwitzen an. Der Körperschweiß enthält sehr viele Salze, diese setzen den Metallteilen am Ergometer zu und sorgen für Korrosion. Bei einem Ergometer, kann es zu Geräuschen kommen, die sich durch den Fußboden zu den Nachbarn übertragen. Um diese Geräuschentwicklung ein wenig eindämmen zu können, werden im Fachhandel spezielle Bodenschutzmatten angeboten, auf die dann der Heimtrainer gestellt wird.
Damit der Schweiß nicht auf den Fußboden oder den Teppich tropft empfiehlt sich ebenfalls eine Bodenschutzmatte. Wer länger trainiert, der schwitzt und bekommt Durst. Deshalb ist ein Getränkehalter sinnvoll. Ein MP3-Player oder ein Tablet können für ausreichend Abwechslung beim Training sorgen.
Zusätzliche Tipps für ein effektives Training
Beim Radfahren in der beheizten Wohnung hat man keinen Fahrtwind deshalb beginnt man nach kurzer Zeit stark zu schwitzen.
Einige Hersteller bieten ihren Kunden Videotutorials an, die ansprechend darstellen, wie ein effektiver Ergometer Test durchgeführt werden kann, und worauf es dabei ankommt.
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