Begeben wir uns auf die Spuren von Heinrich Zille. Wir entdecken Natur, Geschichte und Kultur der Region auf einer sehr abwechslungsreichen 54 km langen Tour. Start und Endpunkt können wir frei wählen.
Streckenverlauf und Sehenswürdigkeiten
Die Strecke führt uns durch malerische Landschaften und historische Orte. Die schönsten Radtouren, wie die Meißner 8, den Heinrich-Zille-Radweg oder die Wein-Erlebnis-Tour haben wir Ihnen zusammengestellt. Entlang dieser mehrtägigen Route gilt es nicht nur zahlreiche Kirchen zu entdecken.
Vielmehr entsteht in Kombination mit Natur- und Landschaftsschutzgebieten ein Dreiklang von Landschaft, Geschichte und Kultur. Auf 111 Kilometern finden sich kulturelle Städte und idyllische Dörfer. Auf den Spuren des Grafikers Heinrich Zille folgt diese Rundtour.
Coswig-Bockwitz bis Radebeul
Sie führt von Coswig-Bockwitz an der Elbe, welches bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, über die Kulturlandschaft Moritzburg bis nach Radebeul. In Radeburg warten das Geburtshaus Heinrich Zilles, der historische Markt und das Heimatmuseum mit Heinrich-Zille-Ausstellung. Weiter auf dem Weg bieten sich eine Fahrt mit der historischen Lößnitzgrundbahn oder ein Besuch des barocken Jagdschlosses Moritzburg als Abstecher an.
An der Stecke entdecken wir Radeburg mit Heimatmuseum und dem Geburtshaus von Zille, das Wasserschloss von Berbisdorf, das Weingut Hoflößnitz und den Dorfanger mit kleinen Restaurants, Kneipen und Cafe´s von Altkötzschenbroda.
Detaillierte Routenbeschreibung
Der Zille-Radweg ist eine abwechslungsreiche Tour, die südlich von Brockwitz/Coswig am Elberadweg startet und endet. Benannt nach dem berühmten Künstler Heinrich Zille, führt die Strecke durch malerische Landschaften und historische Orte. Der Startpunkt dieser Radtour liegt unmittelbar am Elberadweg und ist ideal geeignet, um die Region zwischen Elbe, Radeburg und Moritzburg zu erkunden.
Gleich zu Beginn bietet sich ein Abstecher zu Fuß zur Boselspitze an - Teil des kleinsten Gebirgszugs Sachsens, dem Spaargebirge. Nach einem kurzen Aufstieg erreicht man den Botanischen Garten, der eine Vielzahl seltener Pflanzen beherbergt. Von fast 200 Metern Höhe hat man einen beeindruckenden Ausblick über das Elbtal. Auf der Weiterfahrt durch den Friedewald, kommt man an einem Wolfsdenkmal vorbei, welches an eine Treibjagd des Kurfürsten Johann Georg I. im Jahr 1618 erinnert.
Die Strecke führt weiter durch die Wälder rund um Moritzburg, in denen man auf breiten Forstwegen auch auf dem Rad die Seele baumeln lassen kann. Die Waldteiche rundherum laden zur Rast ein. Nur wenige Kilometer weiter erreicht man Radeburg, den Geburtsort von Heinrich Zille. Zille, auch bekannt als "Pinselheinrich", war ein bedeutender Zeichner und Fotograf, der vor allem das Berliner Milieu des frühen 20. Jahrhunderts festhielt.
In Radeburg kann man sein Geburtshaus besichtigen und im Heimatmuseum mehr über sein Leben und Werk erfahren. Nach diesem kulturellen Highlight führt die Route durch vielfältige Landschaft und Sehenswürdigkeiten wie dem Wasserschloss Berbisdorf zurück in Richtung Elbe. In Radebeul lohnt ein Besuch des Weinguts Hoflößnitz. Hier kann man inmitten der Weinberge eine Verkostung genießen und mehr über den sächsischen Weinanbau erfahren.
Das historische Weingut mit angrenzendem Weinmuseum ist ein besonderes Schmuckstück und bietet einen schönen Blick über die umliegende Landschaft. Zum Abschluss der Tour gelangt man nach Altkötzschenbroda, einem liebevoll restaurierten Dorfanger mit zahlreichen Restaurants, Cafés und kleinen Läden. Hier kann man die gemütliche Atmosphäre genießen und die Tour ausklingen lassen.
Praktische Informationen
Anreise
PKW: Anfahrt über A4 in Dresden nutzen oder auf A13 aus Richtung Berlin abfahren. Fahren Sie am besten mit dem Zug nach Coswig und starten Sie hier die Rundtour, die mit Zilles Konterfei ausgeschildert ist. Ein Leihrad bekommen Sie auf dem Campingplatz „Am Badesee Coswig-Kötitz“.
Vom Bahnhof laufen Sie gute 20 Minuten zum Campingplatz - hier verläuft auch schon der Zille-Radweg, der ein Stück identisch ist mit dem Elberadweg. Möchten Sie mit dem eigenen Rad fahren, beachten Sie bitte, dass die Radmitnahme im Zug nicht immer gewährleistet ist.
Leihräder
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Der Campingplatz ist vom 1. April bis 31. Oktober geöffnet und bietet auch einen Radverleih für Tagesgäste an. Brockwitzer Str.
Empfehlungen für unterwegs
Für die Tour sollten Sie den kompletten Tag einplanen, denn es gibt einiges zu sehen sowie Einkehrmöglichkeiten zum Stärken. Eine Radtour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber.
Zusätzliche Tipps
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Zwischen Coswig und Moritzburg führt die Route über den mit groben Schottersteinen befestigten Gabelweg. Vor allem an Wochenenden bietet sich als Alternative die parallel verlaufende Spitzgrundstraße an. Sie ist asphaltiert und Sonnabend, Sonn- und Feiertag für den Autoverkehr gesperrt.
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ÖPNVEisenbahn/S-Bahn: Anschlüsse gibt es in Coswig und Radebeul.
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FahrradBus: In Moritzburg verkehren die Buslinien 326/328 (Dresden) und 421 (Meißen) am Wochenende mit FahrradanhängerSchmalspurbahn: Zwischen Moritzburg, Friedewald und Radebeul fährt die dampfbetriebene Schmalspurbahn Radebeul - Radeburg.
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Straßenbahn: In Radebeul kann man in die Straßenbahn nach Dresden steigen.
Heinrich Zille und Radeburg
Wer den Namen Heinrich Zille (1858-1929) hört, denkt sofort an Berlin. Seine Kunst hat die Stadt ein Stück weit geprägt. Denn der Lithograf, Grafiker, Maler und Fotograf zeigte nicht den Glanz der kaiserlichen Metropole, sondern den harten Alltag der einfachen Menschen in ihrem „Milljöh“, den Berliner Hinterhöfen. Damit war er seiner Zeit weit voraus.
Die Berliner liebten ihren „Pinselheinrich“, dabei war Zille gar kein waschechter Berliner: Er wurde im sächsischen Radeburg als Sohn eines Uhrmachers und einer Bergmannstochter aus dem Erzgebirge geboren. Auch wenn er hier nur bis zum dritten Lebensjahr lebte - Radeburg behauptet sich stolz als Zille-Stadt und ehrt ihren berühmten Sohn mit Gedenktafel und Zillestein, mit Zille-Straße und Zille-Schule.
Sehenswürdigkeiten in Radeburg
„Kenn´se Radeburg? … Da bin ick jeboren.“ Mit diesen Worten des berühmtesten Sohnes der Stadt Radeburg, dem Maler und Grafiker Heinrich Zille (1858-1929), werden Besucher im Heimatmuseum Radeburg begrüßt. Die Radeburger sind ihrem „Pinselheinrich“ bis heute liebevoll verbunden.
Im Zille-Kabinett finden Interessierte viel Wissenswertes über den Künstler und originale Werke. Im Andenken an Zilles Zeichenkunst werden in regelmäßigen Sonderausstellungen Karikaturen gezeigt und der „Heinrich-Zille-Karikaturenpreis“ ausgelobt. Zur Sammlung des Museums gehören auch Möbel des 19. Jahrhunderts, historische Waffen, Haushalts- und Handwerksgegenstände und archäologische Exponate.
Weitere Radtouren in der Umgebung
Zwischen Meißen und Dresden gibt es zahlreiche regionale Radrouten, die - auch abseits des Elberadwegs - durch malerische Landschaften führen und selbst für Einheimische mit Überraschungen und Unbekanntem aufwarten. Beidseitig des Elbtals laden abseits vom großen Trubel des Elberadwegs zahlreiche Radrouten zu einer Tour durch ruhige Landschaften ein. Die Ziele sind durchaus lohnenswert.
Alternativen zum Elberadweg
Vor allem für Reisende, die schon mehrere Tage auf dem Elbradweg gefahren sind, bieten solche Regionaltouren eine nette Abwechslung. Die Qualität der Wege ist unterschiedlich. Wenn man nicht zu hohe Erwartungen stellt und eine Karte mitnimmt, sollten auch diese Touren Spaß machen.
Beispiele für Radtouren
- Elbe-Moritzburg-Lößnitzgrund: Der Weg führt von Coswig-Kötitz durch Coswig hindurch und dann immer am Waldrand entlang zum Moritzburger Teichgebiet, von dort nach Radebeul und zurück über den Elbradweg
- Moritzburger Weg: Der Weg bietet sich ebenso als Abstecher für Radwanderer auf dem Elbradweg an. Das ist vor allem am Wochenende eine gute Idee, denn dann ist der Elbe-Radweg spätestens ab Meißen sehr voll. Da sind die ruhigen Wege abseits des Flusses durch Wiesen und Wälder eine willkommene Alternative und Moritzburg ist mit seinem Schloss allemal ein lohnendes Ziel.
- Elbe-Nassau-Friedewald: Eine Rundtour mit Start und Ziel in Sörnewitz am Elberadweg, die über die Aussicht Boselspitze an diversen Weingütern vorbeiführt.
- Meißner 8: Wie der Name vermuten lässt, teilt sich der Radweg Meißner 8 in zwei Ringrouten mit gemeinsamem Start- und Zielpunkt am Bahnhof Meißen.
Tabelle: Zusammenfassung der Touren
| Tourname | Länge | Anstieg/Abstieg | Charakteristik |
|---|---|---|---|
| Zille-Radweg | 54 km | 490 Höhenmeter | Rundtour auf den Spuren von Heinrich Zille |
| Elbe-Moritzburg-Lößnitzgrund | 38 km | Variabel | Abwechslungsreiche Tour durch Wald und Wiesen |
| Moritzburger Weg | 25 km | Gering | Ruhige Nebenstraßen und Waldwege |
| Elbe-Nassau-Friedewald | 24,4 km | 203 Höhenmeter | Vorbei an Weingütern und historischen Sehenswürdigkeiten |
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